Rha

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(guch Rumonsch genannt) spaltet sich in R. ob dem Wald
R. unter dem Wald und Bergünisch. Das Ladin im
Engadin zerfällt in Oberengadinisch, Unterengadinisch und
Mundart des Münstertals [Karte: Deutschtum 1)]
Grammatiken von Conradi (1820), Carisch (1832), Pal—
lioppi (1857), Gartuer (1883); Wörterbücher von Conrad
—— — (1887), Carigiet (1882)
Pallioppi (1894 — 1802); Chrestomathie von Decurtine
1888 fg.). Geschichte der Literaur von Rausch (1870); Bi—
oliographie von Böhmer („Noman. Studien“, Bd. 6, 1885)
Rhaunen, Flecken im preuß. Rea.-Bez. Trier, (1906
1089 E., Amisgericht.
Rhazes, eigentlich Mohammed Abu Bekr ibn Zaka⸗
rijjg al⸗Razi, int Miltelalter auch Abubater, Albubeter,
Bubikir, arab. Arzt, aus Raj in Chorassan, geb. um die
Mitte des 9. Jahrh, gest. 933 oder 932 n. Ehr.; schrieb
ein Kompendium der Medizin (lat. 1486 u. ö.), uͤber die
Vocken und Masern (arab. ⸗lat. 1766).
Rhé, franz. Insel, s. Re.
Rhea Ghein), in Kreta und auf dem troischen Ida
oerehrte Naturgottheit, aus dem Göttergeschlechte der Ti—
tanen, Tochter des Uranos und der Gala, Gemahlin des
stronoös, Mutter des Zeus: verschmolz bald meisi mit der
sybele (J. d.).
Rheahguf, s. v. w. Chinagras (s. d.).
Rhea Silvta, s. Rea Silvia.
Rheda in Westfalen, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez.
Minden, J. an der Ems, (1905) 3576 E., Amtsgericht,
Schloß und Hexrschaft des Fürsten von Bentheim⸗Tecklen⸗
Rhede, Rheder, s. Reede, Necder. sburg⸗ R.
Rhegium, alte Stadt an der Südwestspitze Italiens,
m Land der Bruttier, eine der äültesten griech. Handels⸗
'olonien, jetzt Reggio di Calabria (s. d.)
Rheia, Gottheit, s. Rhea.
Rheiderland, fruchtbarer Landstrich im preuß. Reg.⸗
Bez. Aurich, J. von der untern Ems und am Dollart,
Rheidt, Stadt, s. Rheydt. [Hauptort Weener
Rheims, franz. Stadt, s. Reims.
Rhein (lat. Rhenus, qi Rhin), der schönste und größte
deutsche Fluß Karten: Alpenländer T Schweigtn,
Deutschland J, Niederlande ꝛc. IJ, entspringt im
schweiz. Kanton Graubünden aus zwei Hauptquellflüffen,
dem Vorder⸗-⸗R., der aus dem Tomasce (2344 m)' an
Fuße des Badusstocks kommt und bei Disentis den aus
dem Skurosee (2153 m) entspringenden Medelser R.
»der Mittel-R. aufnimmt, und dem Hinter⸗R., der aus
dem Zapportgletscher am Marscholhorn (2902 m) ent—
springt und sich bei Reichenau mit dem Vorder⸗ R. ver⸗
einigt. Von hier fließt der R. meist noördlich, bildet
die Grenze der Schweiz gegen Liechtenstein und Vorarl—
berg, durchfließt den Vodenfee und daun in westl. Rich⸗
tung den Zeller- oder Untersee, bildet bei Schaffhausen
den 115 0 hreiten, 15—189 mm tiefen Rheinfall, sowie spater
bis Basel kleinere Wasserfälle (den Kleinen und Großen
Laufen und den Höllenhaken), fließt dann von Basel aus
—D durch die Oberrhein. Tief⸗
ebene und das Großhzgt. Heffen, l. von den Vogesen und
der Hardt, r. vom, Schwarzwald und Odenwald begrenzt.
Von Mainz bis Bingen, westwärts durch den Rheingau
ließend, beginnt ex bei Bingen als Mittel⸗R. (bis Köln)
eine nordwestl. Richtung, in welcher er den Taunus,
Hunsrück, Westerwald, das Siebengebirge und die Eifel
durchbricht. Bei Köln beginnt der Nieder-R. (bis zur
Mündung), nur noch kurge Zeit von Gebirgen auf der
rechten Seite begleitet und dritt bei Emmecich in die
aiederländ. Prov Geldern ein; 2,8 Km unterhalb teilt
er sich in einen J. füds. Arm, welcher nacheinander die
Namen Waal, Merwede, Nord, Alie und Neue Maas
führt und am Hoek van Holland in die Nordsee muͤndet,
und einen r. nordlichen, der als Pannerdenscher Kangi
oberhalb Arnheim wieder zwpei Arme, r. die Reue Yssel
(zuni Zuidersec), J. den R., fpuüter Let (zur Neuen Maas)
genamit, entsendet, von welchem der Krumme R. nach
Uütrecht und von diesem wieder die in den Zuidersee mün⸗
dende Becht abgeht; der üͤbrige R. fließt als Graben unter
dem Namen Aiter R. von Utrecht über deiden nach Kat⸗
wijk op Riju. Breite des ungeteilten Nieder-R. bei Köln
522 m, bei Wesel 616 m, bei Emmerich 992 m; Länge
1218 Km, davon bis Basei 355 Ku. von Bafel bis Bnat

Ober-R.) 361 Km, von Bingen bis Köln Mittel⸗g
59 xm, d Köln bis zur ucne (Nieder⸗R.) pe
Stromgebiet 224 400 kme (davon 132590 auf, deu shen
Bebiet); Tiefe des R. in der Oberrhein. Tiefebene .
bis 2,5 m, bis Bingen 2 bis 834 m, von Bingen *
Köln z3,4 bis 44 m, abwärts mehr. — Nebentuge b
R.: l. Thur, Aare und Birs (in der Schweiz), Ill, 3
Lauter, Aurich (in der Oberrhein. Tiefebene), Jage
Mosel, Aar (von Bingen bis Köln), Erft und Ich
unterhalb Köln); r. Wutach (in der Schweiz), —
dinzig, Murg, Neckar, Main (in der Oberrhein. n
ee ehr 8 Sieg — A bis Köln), Wupyer.
Ruhr, Lippe (unterhalb Köln).
Der ꝓme Europas verkehrsreichster Strom. Der Buen
m Mittelalter durch die Rheinzölle erheblich Ser *
änzliche Aufhebung nach verschiedenen, seit Napo —*
internommenen Versuchen durch die Mannheimer
ahrtsalte vom 17. Oll. 1868 erfolgte, wodurch die Iꝑ
ahrt auf R., Lek und Waal freigegeben ist; aljährlich du
ammentritt einer Zentralkommission für die Xheinscist
Beginn der Dampfschiffahrt 1817 von London *
zurch die Niederlünd. Dampfschiffreederet von Rot q *
zus seit 1827 durch die PreußeRhein. Gesellschaf 9
öln, seit 18583 vereinigt mit der Vüsseldorfer
chiffahrtsgesellschaft, endlich noch durch 10 andere dage
boot⸗ und Schleppkahngesellschaften befahren. Salꝑ 8*
2 Bde., 1851); Simrock, „Das malerische Rhein r
4. Aufl. 1865) und „Rheinsagen“ (10. Aufl. 1881)3; 8
Kheinstrom“ (amtliche Untersuchungen, 1889 7 f
Geschichte der Burgeu ec.,4. Aufl. 1698); Kollhach, 9
er von R.“ (2. Aufl. 1804); Mohr, „Die Flößerei *
em R. (Ison); Eckert, Rheinschifahrt im 19. Jahr j.
1900); Kerp, „Am R.“ Tigou) Beherhaus, d
on Straßburg bis zur holland. Grenze“ (1002); Wickert,
„Der R. und sein Verkehr“ (1908). Bez.
Rhein in Ostpreußen, Stadt im preuß. 349
Illenstein, am Rheiner See, (1805) 1828 E.. Amtsacricht.
„trafanstalt für Frauen.
Rheinauke, s. Forellen. z.l
Rheinau im Elfaß, Stadt im Bez. Unterelsaß.
m Rhein, (1905) 1700 E. uich. J. am
Rheinau, Gemeinde im schweiz. Kanton Zürich, l. *
hein, (1800) 1454 E.; auf einer Infel im Rhein die 7—
nal. Benedilktinerabtei R. (777. 1868), jetzt — we
Rheina⸗Wolbeck, Standesherrschaft und Fürsten.
zu den Prov. Westfalen und Haunodver gehörig, 536 47
und 30000 E., bis 1803 ein Teil des ee —A
am dann an das Haus Looz Corswarem, 1836 dend
Heirat au den Grafen de Lannoy-Elervang, der 1840 zu
Fürsten von R. ernannt wurde. S taats⸗
Rheinbaben, Georg, Freiherr von, preuß. g
nann, geb. 21. Aug. 1886 in Frankfurt a. O., 1880 35
Finanzrat, 18860 Regierungsprüfident in Duffeldorf, 1
Minister des Innern, 1901 Finanzminister. zln
Ryhein vach, Frusstadt im hecuß. gteg. Ben Kilt
1805) 2289 E. Amtsgericht, erzbischoͤfl. Knabenkonvilt:
teingutfabrikation, Eisenerzlager
Rheinbayern, s. Rheinpfalz vßeldorf
Rheinberg, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Düssel I
im Rheinberger Kaual (8,3 Rm Ig.) (1805) 2696 E.
Imtsgericht; Seidenweberei; früher starke Festung. arz
Rheinberger, Joscph, Kompomst, geb. 17. Wir
338 in Vaduz, gest. 25. Nob. 1901 als Hostapell meistern
Nünchen; under seinen Kompositionen nd Opern ‚9
ieben Raben“), das finfonische Tongemälde „Wallenstein“,
in, Requien, Linc Messe, weltliche Chorwerie ec. n⸗
Rheinbischofsheint, Martiflecken im dad. Kr. Offe
irg, nahe am Rhein, (1900) 1408 E., Schloß. len
Rheinbrohl, Slecken im preuß. Reg.eBez. Koblenz,
m Rhein, (18000) 2805 E.; Weinbau. z8
Rheinbund, die Rheinische Allianz (s. d.) von 16
Rheinbund, der 12. Juͤli 18060 von i6 deutscen
Fürsten angeblich zur Sicherung des äußern und aee
Friedens von Suͤddeutschland geschloffene, unter dem “y 9
ektorat Napolcons J. stehende Bund, dem spüter auch ueg
orddeutsche Fürsten beitraten, so daß er 8326 000 gkm
—A———— Da
und dessen Folge die Niederlegung der deutfchen Kaiser —5*
»on seiten Framñz' II. (6. Auc) Bar. Nas J. 1813 ma