Rhe

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Rhens (Rhense. Rense), Flecken im preuß. Reg.-Bez.
Foblenz, l. am Rhein, (1900) 1826 E.; Säuerling GRheufer
Zauerbrunnen). Nahebei der Königsstuhl (s. d.) In
F. schlossen die Kurfürsten 1338 den sog. Kurverkin zu
Aufrechterhaltung ihrer Wahlrechte.
Rheochörd Egrch.), s. Rheostat. ——
Rheologie (grch.), Flußkunde, Zweig der Hydrogra—
Rheovmeter (Irch.), s. v. w. Galvanomcter (s. d.); auch
Apparat zur Geschwindigkeitsmessung des Wasfers:
Rheomotor (grch.-lat.), Stromerreger, jede Quelle
ines elektr. Stroms (3. B. galvanische Elemente).
J Rheonin, ein aus Auramin dargestellter braungelber
rünstlicher Farbstoff, der im Kattundruck Verwendung findet.
Rheoskop (grh.), s. v. w. Galvanostop (f. d.).
Rheostaät (gich), auch Rheochord, Widerftandssäule,
Stromregulator, Vorrichtung, die dazu dient, elektr. Strom⸗
tärken miteinander zu vergleichen, elektr. Ströme in kon⸗
tanter Stärke zu halten oͤder elektr. Leitunaswiderstände
zu messen.
Rheostatische Maschine, Vorrichtung zur Entwick⸗
ung eines Funkenstroms nach Art einer Flaschenbatterie.
Rheotom (grch.), s. v. w Wagnerscher Hammer.
Rhesusaffe (Rhesus), Untergättg. des Matak (s. d.).
Rhetinit, Rhetinasphalt, ein bes. in Braunkohlen⸗
agern in braungelben, fettglänzenden Massen vorkommen—
des Harz aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff; die
muschelige hellgelbe Varietät heißt Walchowit.
Rhetoren (grch.), Redner; Lehrer der Ihee . d.).
Rhetoritk Gch. die Theorie der Redekunst oder die
Anleitung zur Bexedsamkeit. Praktisch lehrten R. zuersit
in Athen die Sophisten, wie Gorgias, Protagoras u. a.,
oon den zahlreichen Lehrbüchern ist das älteste die unter den
Aristotelischen Schriften erhaltene Rhetorikẽ pros Aléxan
dron“, die dem Rhetor Anaximenes von Lampsakos (Ende
des 4. Ia v. Ehr.) zugeschrieben wird. Wissenschaftlich
wvurde die R. zuerst von Aristoteles behandelt; neue Rich—
tungen in der R. begründeten Hegesias aus Magnesia am
Sipylos in der zweiten Hälfte des 3. Jahrh. der Stifter
der asianischen Rednerschule und des asianischen (gekünstelten
und überladenen) Stils, Molon aus Alabanda Ende des
2. Jahrh. v. Chr. der Begründer der rhodischen Beredsam—
teit, der einen einfachern und trocknern Stil lehrte, Herma—
zoras (der Ältere) aus Temnos, der, in Rom lehrend, auf
die attische Kunstlehre wieder zurückging und den der Römer
Cornificius bei Absassung seiner R. vielfach benutzt hat. In
Rom schrieb bereits der ältere Cato Anweisungen für
den Redner, praktisch übten die Beredsamkeit bes. Servius
Sulpicius Galba, der jüngere Gracchus, M. Antonius,
Lucius Lucinius Crassus, Hortensius und vor allem Cicero,
—
Kaiserzeit trat die schulmäßige Beredsamkeit in den Vorder⸗
rund, Quintilian und Tacitus weisen auf die klassischen
Muster hin, dann nimmt eine gespreizte altertümelnde
Richtung überhand; aus späterer Zeit sind fast nur nod
Banegyriker zu neunen und Gallien wird zum Hauptsig
Kusum, Pflanzengattg., s. Rhabarber. [dieser R
Rheuma (greh.), s. v. w. Rheumatismus (s. d.);
Rheumarthritis, Gelenkrheumatismus (s. d.); rheumãtisch
mit Rheumatismus behaftet; rheumatische Schwielen
Herzentzündung.
Rheumatismus (vom grch. rheuma, Fluß), Glieder⸗
reißen, verschiedene Krankheiten, die durch plötzliche Ab—
kühlung des Körpers entstehen und unter heftigen Schmer⸗
zen der Gelenke und Muskeln verlaufen. Häufigste Form
der akute Gelenkrheumatismus (s. d.); der Muskel⸗R. kenn;
zeichnet sich durch Schmerzen in den Muskeln und Sehnen
Steifigkeit und Schwerbeweglichkeit des betroffenen Gliedes
Lieblingsstellen sind die Muskeln des Schädels (rheu
matischer Kopfschmerz), die Hals⸗- und Nackenmuskeln
(sog. steifer Hals), die Bruste und Zwischenrippenmuskeln
lrheumatischer Brustschmerz), die Rücken- und Lenden⸗
musleln (sog. Hexenschuf). Meist akut, geht er von
selbst zurück, oder auf Massage und Einwirkung von
Wärme; doch kommen auch ho Fülle vor, die zum
Schwund der Muskeln führen können (rheumatische
dähmung). — Bgl. Pagenstecher (4. Aufl. 1803).
Rheydt, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Düsselborf, an
der Niers, (1900) 34036 (1905: 406151) E. Amtsgericht,
Rhiagolen, s. Petroleum. Kebrersemincr.

ießl
Rhin, Fluß im preuß. Neg.-Bez. Potsdam, durchflieh!
den Ruppiner See und das urbar gemachte Rhinluch,
sumpf, mundet unterhalb Rhinow in den mit der Har
n Aine Peee
inalgie (grech.), Rasenschmerz.
Sne ehn (Alectorolophus Bieb.), npe
lappertopf, Hahnentamm Abb. 1002], Pflanzengattg.
der Skrofulariazeen, Kräuter der nördl.
gemüßigten Zone. Unkräuter sind R. minor
hrh. ünd R. major Ehrh., Halbparasiten,
die mit ihren Wurzeln auf denen anderer
Pflanzen aufsitzen. J
Rhineurynter (grch.), Nasenerweiterer, b
Instrument zur Tamponade der Nasenhöhle 44.
vehufs ie ——
Rhiniãtrik (grch.), Nasenheilkunde; Rhi⸗ 4
nitis, Entzündung der Nase.
Rhinoblennorrhöe (grch.), Nasen— s
schleimfluß, chronischer Schnupsen; Rhiuo—⸗
karzinom, Nasenkrebs. 1502
Rhinolith (Grch), Nasenstein, Einkru— Klappertopf.
tung von kohlensaurem oder phosphorsau⸗ se
em Kalk, die sich um einen lange Zeit in der Na
agernden Fremdkörper bildet. iten
Rhinologie (gich.), dehre von den Nasenkrankhei
Rhinophyma (Grch.), Pfundnafe, höchster Grad 7
dupferrose(j. d.); Rhinoplaͤstit operatibe Bildung einen
aeuen Nase (s. Plastische Chirurgie); Rhinorrhagte, Nascu⸗
oluten; Rhinorrhaphie, Nasennahi; Rhinorrhse, Vasen⸗
chleimfluß, Schnupfen; Rhinosklerom, chronifches Rasen
eiden mit Bildůng harter Knoten in Haut und Schleimhau
erursacht durch Bazillen; Rhinostöp, Nasenspiegel; Rhiuo
kopie, Untersuchung des Nasenrachenraums. l
Rhinow, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Potsdam, !.
im Rhin, (1905) 1512 E. zrgualsthe
Rhinozeros, s. Rashorn und Tafel: Afrikanis, d
dierwelt, I1 sowie Tafel: Asiatifche Tierwelt, 28.
Rhinozerosvogel, s. Nashornvögel.
Rhins, JZules Dduireuil de, Forschunasreisender,
Dutreuil de Rhins.
Rhyinwasserfiraße, Kanal in der Mark Brauden⸗
jurg von Lindow am Gudelacksee über Alt- und a
uppin und Friesack nach dem Cremmener See, 561 xm
Rhion, Vorgebirge des alten Achaia am Gingan
des Kyrinth. Golfs (Meerenge von R.), jeht Kastro Morea
Rhipsäuis Goerin., Rutenkaktus, Pflan—
engattg. der Kakteen, epiphytisch lebende,
leischige Sträucher des trop. Amerika; einige
rten Warmhauspflanzen. R. paradoxa I,
Abb. 1503], mit hängenden, aus dreiflüge—
gen abwechselnd gestellten Gliedern bestehen—
Rhizinen, s. Rhizoiden sden Asten.
Rhizooephaäla, s. Rankenfüßer.
Ahizoorinus, s. Seelilien.
ERhizootonis DC. Wurzeltöter, Pilzgattg.
der Pyronomyzeten, schmarotzen auf Wuͤrzeln 1503. Ru⸗
oder Zwiebeln von Pflanzen. Der Wurzeltoͤter tenkaltus.
der Luzerne (R.medioaginis DC) zeigt sich an⸗
angs als Schneeschimmel am Stengel, überzieht später die
Wurzeln mit feinem violelten Mysel, der Safrautod (B.
orooorum DO) auf den Knollen der Safranpflanzen; Ba
zolani Xuhn verurfacht die Pockenkrankheit der Kartoffel
Rhizoiden, bei den dlechten Kihizinen, die zarten—
die Funktion der Wurzeln übernehmenden Zellfäden der
aiedern Kryptogamen (3. B. der Moose).
Ryizom (Ic uitcia, Wurzel)die im, Erdheden
vegetierenden Staͤmmorgane der Pfangen, im Unterschie
von der eigentlichen Wurzel [Tafel: Bokanik J, 61. st
Rhizomorpna, die wurzelartig verzweigten, aus fest
oerwachsenen Hyphen gebildeten Stränge mancher —
nomyzeten (bes. beim Hallimasch), welche sich in alter
Holz vder zwischen Holz und Rinde finden.
Rhizophöra L., Pflanzengattg. der Rhizophorazeen
R. mangis L. (Mangle⸗·, Mangrove⸗- Lichter⸗, Leuchter
der Austerbaum), mit zahlreichen Luftwurzeln, p—
Stamm in den Boden wachsen, bildet an den Dy
üsten und im Uferschlamm der Ströme des trop. Ameri h
sast undurchdringliche Walder (Mangrovewälder); di
Jerbstoffreiche Rinde Manaroverinbeß dient zum Gerben.