Rho
Rhonemündungen, franz. Departement, s. Bouches
zu⸗Rhone.
Rhöngebirge (Rhön), mitteldeutsches Gebirge zwischen
Werra, Fulda, der Sinn und der Fränk. Saale sKarte:
Nittheres Westdeutschland J, bei Rheinprovinzj, aus
Trachyt⸗, Phonolith- und Basaltkuppen bestehend zer—
ällt in die Südl. Rhön zwischen der Sinn und der
Fränk. Saale, mit dem en (930 m und dem
Dammersfeld (930 m), in die nordwestl. gelegene kahl⸗
und moorenreiche Hohe Rhön, mit der Wassertuppe (950 70)
ind der Milseburg (333 w), und in die Vorderrhön mil
dem Beyerlberg) (706 m), Dietrichsberg (6690 m) u. a. —
Bgl. Lenk (Geologie, 1887), Scheidtweler (1887).
Rhopalisch (Irch.), keulenförmig; rhopalische Verfe
olche, in denen jedes folgende Wort um eine Silbe zunimmt
Rhotazisnmus (grch.), das Schnarren des R.; sprach—
n der Ubergaug von s in *: auch eine Form
des Stammelns (s. d.).
Rhus L., Sumach, Pflanzengattg. der Anakardiazeen,
Bäume und Sträucher der wärmern gemäßiaten und
ubtrop. Zonen. Die Blätter von R.
ooriaria (Gerbersumach), in den Mit—
telmeerländern, dienen zum Gerben und
Schwarzfärben (Schmaäck), das Holz
(Goldholz) zum Gelbfürben; R. sewi.
latum Murr. in China liefert die gerb⸗
stoffreichen chines. Galläpsel, R. Kakrasinghee
 Royle, die Kalrasinghi⸗Gallen;
andere, sehr giftige Arten sind R. toxioodendron
 T (Giftsumach [Abb. 1606;
a männliche, b weibliche Blüte]), aus
Nordamerika, R. varielobata Steud. 1306. 6
(kaliforn. Gifteiche), R. vernix L. (Fir⸗
nisbaum), aus Nordamerika, und R. verniciféêra DC. GFir
nissumach), aus Japan und China; Zierpflanzen sind R
yphina L. (Essigbaum, Hirschkolben), aus Nordamerika,
und R. cotinus (Perückenbaum), aus Südeuropa, dessen
Holz (Gelb⸗ oder Fisettholz) auch zum Gelbfärben benutz
Rhusma, s. Auripigment. swird.
Rhyl (spr. reil), Stadt in Wales, an der Mündung
des Elwyd in die Frische See, (1901) 8473 E., Seebäder
Rhymney (spr. rimmne), Stadt in der engl. Grafsch
Monmouth, (18901) 7914 E; Eisenwerke.
Rhynchobpdelisdase, s. Blutegel.
RNIYnoRoooeole, s. Schnurwurmer.
Rhyncholithen, Schnabelsteine, die Kieferkerne fos⸗
iler Nautiliden u. a. Kephalopoden (Trias, Jura, Kreide)
Rhynohonelis, Gattg. der Armfüßer, mit faseriger,
ewölbter, spitzgeschnäbelter, dreieckiger oder rundlicher
Schale; vom Silur an bis in die Gegenwart, am zahl⸗
reichsten im Jura und in der Kreide. R. psittacés Gin.
dunkelfarbig, in den nördl. Meeren.
Rhynohota, s. Halbflügler.
Rhyolith, Liparit oder Quarztrachyt, hellfarbiges,
unges Eruptibgestein mit größern Quarz- und Sanidin⸗
ristallen in meist dichter Grundmasse, dazu kleinere Biotite
Hornblende⸗ oder seltener Nevadit ist R
yon grauitischer Struktur; glasige Ausbildung: Rhyolith
vechstein und Rhyolithobsidian; rhyolithische Auswurfsvge
 —A Schmutzflecht
yplia (grch.), s. Schmutzflechte.
Ryhys, John, engl. Keltolog, geb. 21. Juni 1840 in
Abercaero (Cardiganshire), seit 1877 Prof. in Orford
chrieb: „Decturos on Welsh ppilology“ (2. Aufl.
1879), Geltic Britain“ (neue Aufl. 1804), „Coltie
fAeatkendom“ (2. Aufl. 1897), „Arthuriau Logend
ASSD, „TPhe Welsh people“ (2. Aufl. 1904) u. a.
Rhythmik (grh.) Lehre vom Rhythmus (s. d.)
ehythmisch, abgemessen, takt-⸗, versmäßig.
—— (grch.), taltmäßig abgemessene Bewegung
»vm Tanz und vielleicht von der Arbeit auf die Musu
und Poesie, auch auf die ungebundene Rede übertragen
besteht bei der Musik in dem Wechsel von Zeitteiler
vpielfältiger Lünge und Kürze innerhalb des Taktes, be
der Pocsie in der Gruppierung der Silben nach ihrer
Quantität (Länge und Kürze), und zweitens nach dem
Akzent (Hebung und Senkung). — Vgl. Westphal,„Ele—
mente des musikal. R.“ (1878); Bücher, „R. und Arbeit“
(3. Aufl. 1902): Carpe, Der MNR.“ c61900).

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ach.

Ri, japan. Wegemaß — 8, o27 Km.
R. T. Abkürzuug fuür rex imperator (lat.), Kaiser
id König; für Rhode Island in Nordamerika.
sial bers. Rechnungsflufe zu 15. Kran (. dy)
Riai Eebili, tunes Silbermünze — O, vo .
Rialtobrücke, Hauptbrücke in Venedig
Rin iee eedecand. Sftind vresidentl heft
den Archipel von Bintang, den Karimon-, Anamba⸗, Tam⸗
helan⸗ und Natunainseln (östl. von Sumatra; zusam⸗
nen 8176 qkwvo), sowie das Keich Indragiri mit, Kwanten
uf der Osttüfte von Sumatra umfassend, 42 420 4kw,
7800) 80 186 E. Hamptfiadt R. auf Bintang (. d.) «
Ribadaͤvia Siadt in der span. Prob. Oren
Galicien), am Minho, (1900) 4788 E.
Ribadeo, span. Stadt, s. Rivadeo. x
Ribbeck, Otlo, Philolog, geb. 28. Juli 1827 9
Frfurt, seit 1877 Prof. zu Jine, gest. das. 18. Iu
1898; Hauptwerke: Scenicae Romanorum pg
kragraenta“ ( Bde., 8. Nufi. 1807), die kritische Ausga r
dea n e 34 60) und Geschite
der rom. Dichtung (3 Bde 188702; 2 Aufl. 1804 jg):
ferner Biogt, F. WiRitschls (2 Bde. 1879 81) . Firt
Ribble (spr. noͤbl), gluß in den engl. Grafsch. Ipr
und Kancaster, mändel nech“ 100 An unterbalb Vreston
in die Jrische See.
Ribe (Ripen) Hauptstadt des dän. Amtes R. (80838 8
1801: 95 682 E, auf der Halbinsel Jütland, an der Ribe
Aa, 6 xm von der Nordsee, 1243 E. Kathedrale (12. Zern
Ribeira Grande, Stadt auf der AÄzore San Miguel,
(1900) 8490 E., Hafen, warme Bäder. ter
Ribeiro (spr. ru), Tomas Antonio, portug. Sichten
geb. T Juli 1831 zu Parada de Gonta, Advolat
Deputierter, lebte in Portug.-Indien, 1878 Kolonia
minister, 1679 Justizminister, 1881 Minister des —
1888 und 1800 der öffentlichen Arbeiten 1808 —06 Gesandte
n Brasilien, gest. 7. Febr. 1801 in Lissabon; Lyriker 5ã
ꝓue passamꝰ, 1854; „Vesperas“, 1888) und Didalti 5
Ribera, fruchtbare Landschaft in der span. Prez
Navarra, am Ebro. 10 936
Ribera, Stadt auf Sizilien, an der Verdura, (1801
Ribera, Cav. Zusepe de, genannt Spagnoletto, syen
Maler und Radierer,geb. 2. Jan. 1688 zu Jativ⸗
Valencia), wirkte Alpitu zu Reapel in der naturg⸗
sishen Ürt, Taraboggios! geh, das 2. Sept. 6532
Religiöses (Pieta zu Reapel;“ Mater dolorosa zu Case
Tafel: Madonnaͤ, 6), Stoffe aus der Murtvrerlegen
ind auch aus der Mythologie. zuchet
Rihos L., Pflanzengattg. der Sarifragazeen, Sträuche
der nördl. gemäßigten Zone, auch in den Anden; sie 7—
allen in staͤchligen wie K. Lrochuiaxia T, die, Stacher
zeere (s. d.), und R. niveum Lindl. weißblühender Zier
rauch und stachellofe Arten, wie K. 7ubrum und vigran
. Gicht⸗ oder Ahlbeere, s. Johannisbeere) und die —*
trüucher R. alptnum L., sowie Raurönm Fursh mit gelbe
und B.sanguinsum mit roten Blüten, beide aus —
Ribnitßz, Stadt in VNecklenburg-Schwerin, ain Fib—
niter Saler) Borden (I vos) 1607 E Amtsgericht. Ver—
sorgungsanstalt für ältere Jungfrauen. li⸗
Rivbot (fpr.boh), Alexaudre Felir Joseph, franz. Bo
tiker, geb. T. Febr. i842 zu Saint⸗Omer Gab dealgch
Advotat in Paris, dann im Justizministerium, 1878 Mi
zlied der Deputiertenkammer, 1800 92 Minister des Außern,
1892 -v893 und Jan. bis Okt. 1895 Vinisterpräsident. *
Ribot (spr. boh), Theodule, franz. Maler, geb. 57
in Saint-Nicolas d'Attez (Eure), gest. 12. Sept. i80
in Paris, vn von Glaize; anßetzg Stilleben und
ennee päter naturalistische biblische Bilder; so:
Zeil. Sebastian (1865), Barmherzige Samariter —
Jesus unter den Schriftgelehrten (saͤrutlich im unem vouug
Ribot (spr. Poh), Theodule, franze Philosoph.
18. Dez. 1839 zu Guingamp (Cotes-du⸗Nord), seit 1888 F
am Collegeo de BFranco; schrieb zahlreiche Werke über —
Psychologie (.I erg, 2 Aufl. 1882, deutsch 1898.
— ———
Lssai sur imagination eréatrice“ (1000; deutsch 1902)
zibt seit 1876 die Rovue philosophique“ heraus. J
Nibugrisches Geseß ex kibphueariörum), Fre
Bolksrecht der ribugrischen Franken (s. Germanische Volls⸗
echte. — Val. Mayer (18869