Rig

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Dwinsk (Dünamünde) 10 russ., d luth. Kirchen, Fenn
Schule (seit 1862), etn ernr Gesellschaft; bedeu—
tende Fabriken. [S. auch Beilage; Europa] R., 1201
dom Bischof Albert on Appeldern gegründet, spüter
Hansestadt, 1710 russisch. — Gefchichte von Blumenbach
130 Rtettig isob us).
Rigaischer Meerbusen, Busen der Ostsee an den
ctüsten der russ. Gouv Livland, Kurland und Estland,
am Eingang mit der Insel Sfel, bis 66 m tief, nimmt
die Düng und die beiden Aa auf.
Rigas, Konstantinos, neugriech. Patriot und Freiheits—
dichter geb. 1757 in Velestino (dem alten Pherä, daher
Pheraos), trat fur die Befreiung Griechenlands von
der kürk. Herrschaft ein, 1798 in Belgrad hingerichtet
Wal. Schott (1825), Edmonds (engl., 1801).
Rigaud (pr. gohß, Hyacinthe, frauz. Bildnismaler,
jeb. 20. Juli 1659 zu Perpignan, gest. 27. Dez. 17483 zu Paris
ils Alademiedirektor; Bildnisse; Ludwig XIV. T Tafel
Borträtmalerei 10], Kardinal Fleury, Bossuͤet u. a.
Rigaudon (spr. godong), pProvenzalischer Tanz im
Takt, auch als Kunstform in Suiten
Rigel (arab. „Fuß“). Stern erster Größe im Orion
BISht Honourabie, s. Honourabple.
Rigi, Bergstock der Sihlgruppe in den Glarner Alpen
Karte: Schweiz J, 1], an der Grenze der Kantoue
Schwyz und Luzern, 14 km langes, 627 Rm breites
Biereck, aus einem westl. Teil (Kulm 1800 m, Dossen
1681 m, Rotstock 1663 m, Scheideck 1648 m) und einem
östl. Gochfluh 1702 m, Bitznauerstock 1084 —A
einer der schönsten Aussichtspunkte der Schweiz, mit palast⸗
artigen Hotels: R.-Staffel, R.-Kaltbad, R—First und
R.⸗Scheideck. Bahnen: Rigibahn (Zahnrad, von Vitznau
zus, 1871 eröffnet), die ÄrthR.Bahn on Arth am
Zuger See aus, teilweise Zahnrad, 1873 eröffnet) und
die R.-Scheideck-Bahn (Schmalfpur, von Scheideck nad
R. »Kaltbad, 1874 eröffnet). Vgl. Türler (1893).
Rigid (lat.), staxr, streng; Nigiditat, Starrheit, Strenge
Rigolen (vom frz. rigols, d. h. Rinne), auch Rajolen,
Bearbeitungsart in te (mit Haue und Spaten) und
auf dem Feld (mit dem Rigolpflugh, bei der der Boden
nindestens O,s m tief ausgehoben nud fo gewendet wird
daß die e, nach unten kommt.
Rigorismus (lath, strenge, unbeugsame Denk- und
dandlungsweise, Sittenstrenge, Rigorist, (allzu) strenger
rigorõs. streng, hart; Rigordsum s(oxamon
igorosum), strenge Prüfung. vun
Rigsdaler (Reichstaler), bis 1875 dän. Münzeinheit,
ine, Silbermünze zu 6 Matk zu 16 Skilling —
Rigveda (Gigweda), Name des ültesten Denkmals
der ind. Literatur in 10 Buͤchern mit 1017 Liedern meifi
celigiösen Inhalts aus verschledener Zeit, die ülteften bis
ins 8, oder 4. Jahrtausend zurückreichend. Ausg. von
Aufrecht (neu 1877)9, Marx mine Bde. 1830 -62;
ohne Kommentar, 2Bde., 2. Aufl. 1877). übersetungen
⸗on Graßmann (2 Tle. 1876 77), Lüdwig (in Prosa,
3 Bde. 1876-88). — Bgl. Kaegi(2. Aufl 1886).
Rijder (spr. reid.), ältere niederländ. Goldmuͤnze —
,4 M; Handelsmünze, s. Ducaton.
Rijeka, Fluß in Montenegro, s. Rieka.
Rijksdaalder (spr, reiks.Reichstaler), bis 1816
zeprägte niederländ. Silbermünze von 11 Fl. —⸗ 2,6
rühere Handelsmünze (Silberdukaten) — 4, as7 M; jetzige
durantmünze zu 214 Fl. A.
Rijov, sapan. Gewicht und Münze, s. Rio und Kobang
Risswijr, niederländ. Dorf, s. Ryswist.
Rikamblo (lat.), Rückwechfel, s. Wechsel.
Rikoschett frz. Licochet) Prallwurf, Abprall eines
Jeworfenen Steins auf der Wasserfläche; rikoschettieren,
zufschlagend abprallen; Rikoschettichuß, Prellschuß, Schuß,
I Geschoß nach dem ersten Aufschlag weiter
gehen soll.
Riksdaler (Keichstaler), bis 1875 schwed. Geldeinheit
rüher zu 48 Schillinge, 188678 zu 100 Ore 1, 148 l
Rikwa, See in Deutsch⸗Ostafrika, s. Nukwasee.
Rila, Gebirge, s. Rilo⸗dagh.
Riley, Jort in Kanfas, Fort Riley.
Rille (spr. ri), Riste, L. Nebenfluß der Seine in der
Normandie, mündet unterhalb Vont Audemer, 148 1m Ig
30 Kmun schiffbar).

Rillenkultur, Neihensaat oder Drillkultur G. Drillen).
Rilo⸗dagh, — ö waldiges ——
mn südwestl. Zulgarigun bis 2678 mm hoch, mit Kloster
heil. Johannes von Rila.
—— (jpr, ßom⸗), deutsch Grotttegelarorn
Zauptstadt des ungar. Komitats Gömör, an der Iin
10 85E. en
Rimborso (ital.), s. v. w. Rembours (s. Rem
Rimefsse (ital., fülschlich Remesse), Ubersendung
Beld, oder Wechseln; insbes. der Wechsel selbst. L. Prov
Rimni, das alte Ariminum, Stadt in der ital. *
Forli, an den Mündungen der Marecchia und der
us Adriat. Meer, (1901) 48 208 E., Dom
Lalazzo del Comune, röm. Altertümer rhe een,
Marmorbrücke), Hafen, Seebad. R. war m
Besitz der Malatesta, gehörte 13281707 und 181
um Kirchenstaat. .304
Rimluti, Francesca da, s. Fraucesca da Ae ig
Rimitara, eine der franz. Tubuaunseln, 10 qkm, ergi
Rimnicu⸗ Särat, Hauptstadt des ruman. Kr. b
3268 —* 1899 Azebis 6. Große Walachei),
stimnik, (1899) 131834 6E.
ιιι, ( Rimnicu⸗Vileea), Hauptort des
amän. Kr. Valceg, an der Aluta, (1890) 7317 g“ sarr.
Rimpausche BRoordammküultur, s. Dammlu —
Rimpel, früheres ungar. Fluͤffigkeitsmaß — e— ᷣ
Rimfrij⸗Korfakomw Nikolausruff. Komponsst, 8
1. Mai 1844 zu Tichwin, seit 1871 Lehrer am Soynse
»atorium zu Petersburg, einer der Hauptvertreter der a
uss. Schuͤle; V Programmsinfonien (,„ —
ade“). Opern, Lieder u. a. auch ein Lehrbuch der
nonie“ (deutsch 1895). dy).
Rin, japan. Gewicht — 83,26 mg. Isß .
Rinaldo Rinaldini, Räuberroman von Inpiu
Rinckart, Martin, geistl. Liederdichter, geb. I n
586 zu Eilenburg, gest. 8. Dez. 1649 als Arqidigkor
is.z . Verfasser des Liedes Nun dantket alle Gott“.
Rind, . Rinder und Rin dviehzucht.
Rindenkorallen, s. Otllakuinen.
Rindenlaus, die Blutlaus (s. d.).
Rindenporen, Rindenhöckerchen,j. Lentizelen.
Rindenfchäle, Nadelholzkrankheit, s. Ringschäle. ang
Rindenfchwäͤmme (Vetractineilidae), onnne
er Kieselschwaͤmme, mit vierstrahligen oder ankerförmin
dieselnadeln und eigenartigen Kiefelgebilden in esene
»on stachligen Kugeln, Morgenflernen ec. in den obe
lächlichen Lagen des Körpers. —
Rinder (Bovtna), unterfamilie der Hohlhörner. ꝓ
roßem, starkem Körperbau, mit kurzen, stämmigen nen
ach außen gebogenen, runden, glatten Hörnern, brei
Schnauze, nackter Nasenkuppe, 9
hue Traͤnengruben und Klauen⸗
rüsen. Zwei Gattungen: Rind
Ochs, Bos) und Bisamochfe
s. d.); erstere mit 4 Untergat⸗
ungen: Bos (Rind), Bubalus
s. eoeee (. Yak), *
zison (s. Bison und Wisent) schen
zur Untergattig. Bos gehört das 1514. wondvrwelenh
dausrind (Rindvieh, Hornvieh, ch
3. taurus Schädel auf Tafel: Skelett II, 6)), na —
Jarbe und Gestall verschieden, vermutlich keinc natiruge
Art, sondern auf drei ausgestorhene mde dhrten rurück⸗
zufuͤhren. Es stam⸗
men wahrscheinlich
»om Auerochsen
J. d.) ab: das po—
zolische R. [Abb
1514], grau, lang⸗
yörnig, in Südruß⸗
and, den untern
Donauländern ꝛc.
ind als normannische Rasse in Italien, und die Niederunge
asse an Nord- und Ostfee, schwarz⸗ oder braunfleckig —
länd., schleswig- holstein. und westpreuß. Vieh); von
ongifrons G. (langstirnig, kurzhörnig, Reste in Pfahl⸗
auten und im Diluvlum) die Gebirgsrassen der Schweiz,
Tirols, Oberbayerns [Köpfe des Allgaäuer Ri. Abb. —
as soq. Braunvieh, Farbung sich vom Echwarzbraun bü

15145. Nlazuer Rinde a vuh b Stier