Rog

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Roggenhund, s. Ackerkulte.
Noggenmuhme, Kornmutter, im deutschen Volks
zlauben der im Kornfelde umgehende weibliche Schutz⸗
eist, hei der Ernte dargestellt durch eine Puppe aust
In entthe (. Ackerkulte)
Roggenstengelbrand, s. Brand (des Getreides).
Roggentrespe, Pflanzenart, s. Bromus.
Roggenwolf, s. Ackerkulle.
Roggeveenarchipel, s. Ranihikiinseln.
Roggeveld, Gebirgézug in Südafrika, bildet dad
westl. Glied der dritten“ und höchsten Terrasse der Kap—
lolonie, im Komsberg 1618 m' hoch
Mogier (spr. roschteh) Karl, belg. Staatsmann, geb.
42. Aug. 1800 zu Saint?-Quentiin, 183032 Mitglied der
Provisorischen Regierung, einer der Hauptbegründer der
helg. Monarchie im ar e Führer der Liberalen,
nehrmals Miuister, zulezt 188768, Jest. 27. Rai 1886
.Bal. Juste Granz, 1800); Discailies franz 4 Bde.,
1895). ss. Weyden.
Rogter van der Wenden, niederländ. Raler
Rogner, s. Rogen.
Rogowo, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Bromberg,
ant Rogower See, (1805) 841 E.
Rohaun (spr. roang), altes, von den Herzögen der
Bretagne abstammendes, nach dem Städichen di. (Mor⸗
bihan) genanntes franz. Geschlecht. Aus der Hauptlinie
R.⸗Guemenẽ-Rochefort, die 1806 das österr. Indigenan
rhielt, stammten die Hugenottenfüͤhrer Lonuis von R.
seit 1888 Herzog von Montbazon, 1598 Pair, und Her
rule von R., gest. 1654, sowie der 1674 wegen Landes⸗
errat enthauptete Lonis von R. und der durch seint
Verwicklung in die berüchtigte Halsbandgeschichte (s. d.)
oekaunte Kardinal und Erzoschof von Straßburg, Louis
René Edouard, Prinz von Ri. geb. 25. Sept. 1734, gest.
7. Febr. 808 zu Etten heim. Aus der erlkoscheuen
Linie R.-Git stammt das Hugenottenhaupt Heuri, Herzovg
von R. geb. 26. April 1878, gest. 18. April L638
ciner bei Rheinfelden erhaltenen Wunde. — Vgl. Laugel
franz., 18809). [Bache, (1900) 7201 E.
Rohatyn, Bezirksstadt in Galizien, am Gnila⸗Lipa⸗
Rohbau, Neinbaun (reine Arbeit), die Bauweise, bei
der das AÄußere der Gebäude unverpuͤht bleibt, auc ale
Ziegel oder Batfstein⸗R.
Rohde, Erwin, Philolog, geb. 9. Okt. 18465 in Ham—
hurg, 1876 Prof. in Fena, 1878 in Tübingen, 1886 in
Heidelberg, gest. das, 11. Fan. 1898; Hauptwerke: „Der
griech. Roman“ (2. Aufl. 1900), „Psyche“ (3. Aufl.2 Bde.,
1803). — Bgl. Crusius (1900).
Rohfafer, Holzfaser, der nach Kochen des Futters
mit sehr verdünnter Schwefelsäure und Kalilauge und
Ertraktion mit Alkohol und AÄther zurückbleibende un—
ösliche Anteil, ein Gemisch von Lignin und Zellulose.
Rohilkhand, Division der indodrit. Vereinigten Pro—
inzen (Agra, früher Nordwestprovinzen), 28251 qxm,
1801) 3478460 E.; Hauptstadt Barell, benannt nach
hen Rohillas, einem Asghanenstamm.
Rohitsch, ssowen. Nogatec, Marktflecken in Steiermark,
m Sottlatal, nahe der kroat. Grenze, (1900) 688 E.
m davon der Badeort R.⸗Sauerbruun (Glaubersalz⸗
äuerlinge). — Bgl. Hoisel 65 Aufl. 1904).
Rohlfs, —— Afrikareisender, geb. 14. April
831 in Vegesack, machte 1883— 60 als? Arzt in franz
Diensten die Feldzüge in Algerien mit, bereifte 1860 - 6⸗
Marokko, entdeckte 1862 und 168 die Oasen Tafilet und
Tuat, zog 1868 —66 von Tripolis nach Lagos; 1867
nahm et an der abessin. Expedition der Englünder teil,
führte 187374 eine deursche Expedition durch die
Libysche Wuste, drang 1878 79 von Tripolis nach den Oaser
Sokna und Kufra vor, 1884 86 Reichskommissar in Sansi
bar, ge 2. Juni 1886 in Rüngsdorf bei Godesberg; schrieb;
Reise durch Marokko⸗(2 433 1869), „Im Auftragt
des Königs von Preußen in Abessinien“ (1660), Lant
und Volk in Afrika“ (18709 „Von Tripolis nach
Alerandrien“ (2 Bhe, 1871). Luer durch Afrika“ (2 Bde.
1874 75), Beiträge gut Entdeckung und Erforschung
Afrilas 18iß 8hufra issheit Mission
—⏑— (1886)
u. a. — Sein Bruder Heiurich di. mediz. Schriftsteller, geb.
17. Juni 1827 in Vegesack. erit Arzt das. und in n,

zu Guͤtti l ĩ iesbaden;
ebte dann in Göttingen, gest. 5. Mai 1808 in Wiesbaden;
chrieb: „Heilkunde für Schiffsoffiziere“ (4. Aufl. 9
Geschichte der deutschen Medizin“ (4 Bde., gus ö
Rohling, August, kath. Theolog, geb. 15. *
839 zu Reuenkirchen (Münster). 18670 Prof. in Wius
876 in Prag, betannt als eifriger Antisemit; F
Der Kalmudsude“ (6. Aufl. 1877), „Fünf Briefe 8*
den Talmudismus und das Blütritual der 3
3. Aufl. 1883), „Die Ehre Israels. NReue Briefe
die Juden“ (hebr. und deutsch 1889) u. a. Arnb⸗
Röhlinghausen, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Ar
erg, (1905) 11294 E.; Steinkohlenbergbau.
Rohmaterialien, s. Rohstoffe. tes):
Rohr, botanisch s. v. w. Schilf-R. (s. Eage
pan. R. (s. Calamus und KArundo) und Bambu *
s. Bambusa). Calamus liefert das Stuhl⸗R., ehee
er üußern Stammteile; dem Innern des Stammes e
cimmt man das Peddig⸗Ri, (ur Korbmacherarbeiten). in
Rohr, s. p. w. dauf des Geschütes (Gefchüt⸗R.):
er Weberei s. v. w. Riet (s. Kamm). guli
Röhr, Joh. Friedr., prot. Theolog, geb. 30. *
1777 zu onnze bei Naumburg, seit 1820 Sbern
zrediger und Generalsuperintendent zu Weimar, 54
15. Juni 1848, ein Hauptvertreter des Rationalism J
chrieb: „Briefe über den Rativnalismus“ (1818), ——
und Glaubenssätze der evang.»prot. Kirche“ —9 —*
860) u. a.; gab heraus die Zeitschrift „Predigerliteratu
zulezt „Kritische Predigerbibliothet 1814..46).
Rohrammer, s. Ammer. E
Inrgn Dorf h Wedsereih (1800) 6324 6.
chloß; Geburtsort Jos. Haydns.
Rohrbach. 1). Dorf im bad. Kr. Heidelberg,
634 E. — 2) Dorf im Bez. Lothringen, (1905) 10383 6.
Unitsgericht. Blas⸗
Rohrblatt, Bestandteil des Mundstücks bei B —9
istrumenten, entweder einfach (Klarineties oder dopp
Oboe und Fagott).
Rohrbrunumen, s. Brunnen.
Rohrdommel (Botaurus),
Vattg. der Reiher, mit kopflangeni
Schnabel, ohne Nackenschopf, Hals
)urch seitlich abstehende Federn dick
ind kurz eaenh Beine fast bis
ʒum KFersengelenk befiedert; nächtliche,
in Rohr, und Schilf versteckt lebende
Vögel mit starker Stimme. Gemeine
st. (große R., B. stellävris Bteph. ad
Abb. 1528]), ockergelb, schwarz gezeichnet, Mittel⸗ *
Züdeuropa; kleine R. (B. minutus T Ardetta minũ
ray), oben schwarz, unten gelblich, Südeuropa, Ungarn.
Rohrdrossel, s. Rohrsänger. —
Rohren, s. Dampf CTierheilkunde). j
Röhren, das Shreien des Hirsches in 5
ier Brunftzeit. *
Röhrenaster, s. Chrysanthemum. 9
Röhrenblüten, s. Kömpositen. —
Rohrenbrucke, Blechtunnelvrücke, ver— 15
iltete Art der Eisenbrücken, bei denen das ——
Tragwerk aus vollen Seitenwänden und zellen—
örmigem Obers und Untergurt besteht. Die 150. Röh⸗
zrößte R. ist die von Fairbairn und Stephen— renbrücke.
on erbaute, 1860 vollendele Britanniabruce 4 hat
Abb, 1886, Querschnitts über den Hienaitanal; sie hat
wei Offnuugen von 140,2 m und zwei bon 70, Span
veite. Die Conwaybrücke bei Conman (1847 voslendet
jat eine en von 122 m, die
Biktoriabrücke über den Lorenzsirom
zei Montreal in Kanada eine Off⸗
iung von 100,6 m und 24 Offnun⸗
gen von 73 m.
Röhrenfedermanometer.
Manometer sAbb. 1130 vᷣj.
Röhrenherzen, Schudellose
peeee e en —
lasse der Fische, ohne Schüdel und 35 ce
Behirn, Skeleit nur aus der un- »81. —
jegliederten Chorda bestehend, ohne paarige Flossen; B n
arblos, statt des fehlenden Herzens — die großern
Vefäße. Einzige Art der Lanzetttisch Amiorus länceo-—

