Rom

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Päpste im Mittelalter“ (1901 — Neunlann, „R. in der
Renaissance“ (2. Aufl. so02), Kaemmel (2. Aufl. 1906).
Rom und Römisches Reich. ) Rom unter ven
Aönigen 7583—510 v. Ehr. Die Geschichte dieser Zeit ist
durchaus sagenhaft. Nach der gewöhnlichen Uberlieferung
ward Rom durch die Zwillingsbrüder Romulus und Remus
gegründet am 21. April 73883 v. Ehr. (nach Varros später
Vedender Berechnung. Man setzte die Gründung in
Beziehung mit der Latinersiadt Albalonga (s. d.), diese
wieder mit Lavinium, das Einwanderer dus Troja unter
Aneas vermischt mit der italischen Bevölkerung (Abori⸗
ginern) besiedelt haben sollten.Andere Berichte nennen
bor Romulus neben den Niederlassungen einzelner Goötter
Janus, Saturn, Faunus) gauf der Siatte Roms die des
Arkaders Euandros . d.)An Romulus schließt die uͤber
Ueferung dann die Koͤnige Numa Pompilius, Tullus Hosti⸗
lius, Ancus Marcius, Tarquintus Priscus, Servius Tuͤllius
and verteilt auf sie die innere Ausgestaltung und äͤußere
Abrundung des röm. Staates, bis der Druck und über
nut des Tarquinius Superbus zur Vertxeibung der Könige
führt. Dem gegenüber hat die neuere Forschung als Tat⸗
sache festgestellt, daß Rom eine Gründung der Latiner
J. d. ist, die durch die Gunst feiner geogr. Lage und die
Tatkraft seiner Könige und Bürger endlich die Anlehnung
in das bengchbarte mächtige Etrurien .d.) früh zů
Macht und Bedeutung gekaugte. In die Königszeit ge—
rt die Bildung der spüter sich scharf gegenübertretenden
Bevölkerungselemente der Patrizier (. d) und Plebejer
s. Plebs), die dem Servius Tuͤlliuns zugeschriebene Ein—
eilung der Bürgerschaft in bessimmte Klassen für Steuer⸗
eistung und Kriegsdienst und die Befestigung Roms. Die
nafe des n (um 510) steht wahrscheinlich
mit der Befreiung vom etrusk. Einflüß in Bezichung.
2) Rom als Republik 500 31 6 Chr. An Stelle der
Könige traten zwei zunächst aus den Patriziern, dem
herrschenden Stande, gewählte Jahresbeamte (praetores,
ꝛonsules), die religiösen Befugnisse des Königtums ůber
nahmen der Oberpontifer (s. Pontifer) und der den alen
Herrschernamen bewahrende xex vacriticuius (. Rex). Rom
mußte zunächst seine Verfassungsänderung mit einer Er—
geuerung der etrusk. Fremdherrschaft durch den Herrn von
Thlusium Porsenna (bos) büßen, befreite sich aber wieder,
als der etrusk. Vorstoß an Latinern und Cumbdern zer⸗
Plitterte, und behauptele seine Eristenz siegreich gegen die
Latiner (um 496). Danach begann der für dieinnen
Entwickluung der ersten Jahrhunderte der Republik charak—
teristische Ständekampf, der heftig, aber streng im Rahmen
der Gesetze geführt würde. Den ersten —A
hedeutete die Einsetzung des Volkstribunats (angeblick
im 494), einen weitern die Aufzeichnung des Land
echts durch die Dezemvirn (481 —419 8woölftafelgeseh)
aran schloß sich endlich die nach der herrfchenden Au—
zahme durch die licinisch-sextischen Gefetze vom J. 366
oeranlaßte Bestimmung, daß einer der Konsuln Plebejer
ein müsse, Rach außen war inzwischen die Macht Nom
durch glückliche Kriege gegen die Volsker (4015, die Aquer
4858) und die Etrusker (396 Zerstörung von Veji) mehr
ind mehr gewachsen; sie wurde durch die Einnahme der
Stadt durqh die Gallier (300 bez. 387) ꝓur vorübergehend
erschüttert ünd breitete sich nach den Kriegen gegen die
Samniter (24133412, 327 304 und 298 280), gegen die
datiner (310838) und gegen den Tarent unterstühenden
önig Pyrrhus pon Epirus (282-272) bis 2686 über ganz
Mittel⸗ und Unteritalien aus. Durch den ersten Puͤni⸗
schen Krieg (2012241) gewannen die Römer Sizilien; sie
nahmen 238 Sardinien und Korsika in Besitz und unter⸗
parfen 225—222 das aigapriche Gallien. Der zweite
Bunische Krieg brachte? den karthag Besitz in Spanien
inter die Herrschaft Koms, das sestdem die erste Groß
macht im Bereich des Mittelmeers war. Nach den Kriegen
mit Konig Philipp (200 197) und Perseus 71- 168)
ward e — nach dem Achäischen Kriege (146
7146) Griechenlande( chaia) röm. Provinz. Der dritte
Punische Krieg (149 146) endete mit der Zerstörung
arthagos und der Verwandlung von dessen Gebiet in du
röm. ee Afrika. Die Zerstörung Rumantias (138)
sicherte endlich zug die gecshat in Spanien. Somit
war die Weltherrschaft Roms begründet. Im Innern
war an die Stelle des alten Gegenfabes wischen Bärnie

ud Plebejern ein neuer zwischen der auf dem Amtsadel
Nobilität) und der Geldaͤristokratie sich zusammensetzen⸗
en Optimatenpartei und der Volkspartei (Populares)
getreten, der zuerst 133 infolge der Reformpläne des
Tiberius und Gajus Gracchus zu Unruhen führte. Die
Selbstsucht und Unfühigkeit der Optimaten als Gesamt⸗
eit traten deutlich in dem Kriege gegen den Numider⸗
duig Jugurtha (112 105) re den erst der aus dem
holke hervorgegangene und durch die Volkspartei gestützte
Narius abschloß. Er beseitigte auch die Gefahr des Ein⸗
ruchs der Eimbern und Seutonen (113 101). Der
wiespalt zwischen beiden Partcien wurde größer, als die
Optimaten in Sulla, dem Sieger im Bundesgenossen⸗
riege (9188) und im ersten Kriege (8784) gegen Mi⸗
hridates, König von Pontus, einen glänzenden Führer
and. Ver Bürgerkrieg zwifchen beiden (88—82) endete
nit der Diktatur Sullas (8279). Nach ihm ward Poni⸗
dejus Führer der Senatspartei. Er bekümpfte den letzten
Feldherrn der Volkspartei Sertorius (8072), beendete
nit Trassus den Silavenkrieg (7871), veriuchtete die
Seeräuher (68—67) und befiegte endlich am Ausgang des
dritten Mithridatishen Krieges“ (71 609 den Vlilhridates
rollständig. Da ihn der —2 der 68 unter Kiceros
Führung die Catilinarische Berschwörung unterdrückt hatte,
w seiner großen Erfolge ganz beiseite zu schieben suchte,
erdand er sich 60 mit dasar und CTrafsus zum sog. ersten
kriumvirat. Aber nachdem Cusar 8851 Gallien unter⸗
vorfen hatte und aaehee 53 gegen die Parther gefallen
var, brach der Bürgerkrieg zwischen ihm und Poinpeius
490-45) aus. Pompejus ward 48 bei Pharsalus besiegt
ind Cäfar nach Vernitung der Reste der Pompejaner
ei, Thapsus (46) und Munda (146) zum sebenglenguiehet
diktator und Iniperator erhoben.gurg danach (44) fiel
rx durch eine Verschworung, die sich unter Fuührung det
Brutus und Cassius zur ichahe eite der Kepublik
jebildet hatte. Die Casarmörder unierlagen 42 aber dem
Wweiten) Triumvirat (13) des Antonius, Lepidus und
Zndan de ihre. ad den u wacdünter du
kriumvirn gt t. Während Antonius im O, weilte,
efestigte Oltavian seine Herrschaft im W., besciigt
Lepidus und gewann durch den Sieg über Antonius bei
Actium (31) und die daran Adncn Eroberung
Alexandriens die Alleinherrschaft.
3) Rom unter den Kaisern 80 v. Chr. bis 476n. Chr.
Oltavian (30 v. Chr. bis 14n. CEhr.) dem 27 v. Ehr. der
Senat den Titel Augufius zuerteilte, erhielt die republi⸗
anischen Institutionen aufrecht, regierte aber dadurch, daß er
ich die wichtigsten Gewalten überkragen leß, tatfüchlich als
Monarch. Er Phrauqte seine Macht mit Maßiaung hob
die Wohlfahrt des Reichs, das er um die Donauländer
erweiterte. durch eine geocdnete Verwaltung, schuf feste,
wohlgeschuͤtzte Reichsgrenzen und veranlahte im Imiern eine
hohe Bluͤte von Kunst und Poeste Sein Süeffehn Ti
berius (1437) hatie am Beginn seiner Regierung mit
MNilitäraufständen an der, Donau und am' Rhein
ümpfen, warf sie aber nieder und wurde in jebder Be—
jehung der Vollender des von seinem Vater geschlossenen
Hrinzipats. Unter seinen Rachfolgerm Cauigula (37⸗ 41)
laudius (4154). und Nerb (4 68)mit dem das
ulische Haus erlosch, veründerte sich wenig. Elaudius
zerrschaft zeichnete sich durch den Beginn der Unterwerfung
Zritanniens und sorgfültige Fürsorge im Innern aus,
Faligula (Gaius Cafary und Rero gefielen sich in einem
naßlosen Despotentum. Rach, Reros Tode echröen die
mnen nacheinander mehrere Prätendenten. Von ihnen
iel Galba (68 68) —* Otho (ud. Jan. bis 16. April
9). dieser durch Vitellius Wis 30. Dez. 69) und dieser
vieder durch die Feldherren des erfien Fladiers Vefpasianus
8I7Bespaflan hob des Reche durge sparsane und
üchtige Verwaltung; sein Sohn Titus (77 81) führte
die Regierung in aͤhnlicher Weise sort; dagegen war der
etzte Flavier Domitianus (8106), wenn anch kein un⸗
ühiger Herrscher, doch wieder ein Launenhafter Despot,
Mit der Erhebung des hochbetagten Nerva (6 88) durch
den Senat und der Adoption Trajans durch Nerba be—
innt eine neue Nachfolgeordnung. Zugleich erlangte das
Reich unter Tralanus (8117) seine 54. und einen
größten Umfang; er fügte Dazien, ürmenien und Meso⸗
otamien hinzu. Hadrianus“ s 11751389 gab die Er—