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RNomaula, unter der venet. Herrschaft der östl. Tei
ou Morea mit der Hauptstadt Napoli di R. knisch
Romanisch, J Romanische Sprachen und Rhätorona—
Romanischer Stil, der sich seit dem 10. Jahrh. aus
»em altchristl. Stil, bes, am Rhein und in Niedersächsen,
erner in Burgund, Südfrankreich und Oberilalien ent—
wickelude Stil. Die kirchliche Baukuust widmete sich dem
Basilikenbau und dem in der Regel nur bei Tauft und
Brabkirchen angewendeten Zentralbau. Die roman. Basi
lika zeigt ein hohes Mittelschiff mit feitlichem Oberlicht
über der Vierung und an den Enden kräftige Türm
and einen aus zahlreichen kleiner werdenden Rundbogen⸗
ellungen auf Säulen gebildeten Haupteingang. Unter
den weltlichen Bauten kommen in Frage Kloster, Paläste
der Karoliuger) und Burgen. Hauptkennzeichen des R. S
st der Runddogen (Rundbogenstil); ferner sind ihm eigen⸗
ümlich Säuldhengalerie, Rundbogenfries, Radfenster,
Würfel⸗ und Bilderkapitäl, Eckblatt am Säulenfuß. In
der ersten Hälfte des 13. Jahrh. wurde er von der Gotit
verdrüngt; heutzutage findet er jedoch bei Kirchenbauten
noch gern Anwendung, wie denn anch die wohlerhaltenen
Burgen (Dankwarderode zu Braunschweig, Kaiserhaus zu
Voslar, Wartburg ꝛc.) den Sinn für? die romantische
Schönheit des R. S. waͤch erhalten. Über die Entwicklung
des R. S. bei den einzelnen europ. Völkern s. Deutsche
Znnst, Französische ne Italienische Kunst 2c. sowie die
Tafeln: Romanischer Stil Tu II. Bgl. A. von
Baunewitz, „Formenlehre der roman. Baukunste (1898).
RNomanische Sprachen, die aus dem Volks- oder
Bulgärlatein (DLingua Romena rustloa) in dem den
RFönlern unterworfenen Italien, Gallien, Hispanien, einem
Teil Rhätiens und Dazien unter Einwirkung von kelt.,
german., ssaw. ꝛc. Elementen entstandenen Sprachen: Ita⸗
lienisch, Spanisch, Portugiesisch, Provenzalifch, Französisch,
Rhätoromanisch ünd Rumänisch. Karte? Deutschtuͤmf;
Tafel: Menschenxassen 37.)* Grammatik von Diez
——
etymolog. Wörterbuch von Diez (8. Aufl. 1887), Körting
2. Aufl, 19041); Grundriß der roman. Philologie von
Bröber (18881002); Zauner, „Roman. Sprachwiffen—
chaft“ (2. Aufl. 1905); Meyer-Lübke,„Einfüͤhrung“ (101).
Romanismus (neulat.), Röinertum, in bezug ausf
Feligion s. v. w. Papißmus. — Romanisten, Kenuer und
Pfleger des röm. Rechts (Gegensatz: Germanisten); auch
enuer der roman. Sprachen.
Romano, Enotrio, s. Carducci, Giosue.
Romano, Ezzelino da, Häupter einer edlen oberital,
Familie, deren erster von Konrad II. mit Onara und R.
belehnt wurde. Ezzelino der Mönch, gest. 1235, besaß
Treviso und Vicenza, kehrte, 1194 vertrieben, nach dem
Siege von Carmignano 1198 zurück.
Romano, Glulio, ital. Maler, s. Giulio Romano.
Romaäno, Giulio, ital. Sänger, s. Caccini, Giofue.
Romang di Lombardia, Stadt in der ital. Prov
nergamo, (1001) 53673 E.; Seidenspinnerei.
Romanöõss, vier byzant. Kaiser, s. Byzantinisches Reich.
Romanõös, griech. Kirchendichter, geb. Ende des
3. Jahrh. zu uehe kam unter Anastasios J. (4915318)
nach Konstantinopel.
RNomanow, russ. Bojarengeschlecht, als dessen Ahn—
jerr Andrej, Iwanowitsch Kobyla gilt, Sohn des Glanda
—D — 1280 aus
Aitauen nach Moskau gekommen fein soll. Andrej hatte
ünf Söhne; einer neh Fedor Koschka, hatte zum Nach—
kommen Roman Jurjewitsch Sacharjin⸗R. (gest. 1543),
dessen Nachkommen sich einfach R. nannten. Die Tochtet
desselben, Anastasijja Romanowuga, wurde 1647 die Ge—
mahlin des Zaren Iwan IV. Wassiljewitsch, und ihr Bruder
Likita R. (gest. 1888) heiratete Jewdokija Alexandrowna,
Fürstin von Susdal, die von Andrei Jaroslawitsch, einem
Bruder Alexander Kewskiss, abstammte. Dadurch waren
die R. mit dem Hause Rurik verbunden. Nikitas Sohn
war Fedor Nitititsch R. (gest. 1634), unter dem Namen
Philaret Metropolii von Rostow und später Patriarch
von Moskau, und des letztern Sohn Michail Fedoro—
witsch R. (gest. 16413) wurde 1613 auf den russ. Thron
erhoben. Seine Nachkommen herrschten im Mannsstamm
bis 1780 (Tod Peters 11.), in weiblicher Linie bis 1762
(Tod der Kaiserin Elisabekhy. Aus lebterer ist jiedoch mi

l jekt land
daiser Peter DI. (gest. 1762) die noch jetzt in Rußl⸗
zegierende Linie Holstein-Gottorp oder ——
hervorgegangen. — Vaul. Camphausen (1865), Fridebure
russ., 183457), Scholtschiin (russ., 19003. uß
Romanow⸗Borissogljebsk, Kreisstadt im rus!.
syuv. Jaroslawl, an der Wolga, 6518 E. F
Romanpéchska, ungar. Großgemeinde, s. Pech Dine
Romans (fpr. angh, Stadt im franz. Dev. Dröme,
n der Isere, (1901) 17144 E. Tyhur⸗
Romanshorn, Martflecken im schweiz. Kanton Th
jau, am Bodensee (Dampftrajekt), (18900) 4577 E. im
RNomaäntik, im allgemeinen das ———
Begenfatz zum Äntiken und Modernen, die drist gngu
emütsinnerliche Denkweise, aber gauͤch das auf n
ienst und eigentümlichen Ehrbegriffen ruhende Wesen c⸗
Rittertums. Daher Romantisch Bezeichnung des
daren, Abenteuerlichen, Phantastischen, Ahnunaen⸗
stomautische Schule, eine Gruppe deutscher ——
Anfang des 18. Jahrh. (A. Wund, F. Schlegel, *—
Novalis u. . “. dis, das Phantastisce uiberschwengun
ind Formlose durch Nachahmung des Miittelalterlichen boßg
Qrientalischen zum herrschenden Prinzip in Poefie 98
dunst zu machen suchten (vgl. Haym, 1870; ee
3. Ausg. 1802; HSuch, 18001 m. 1802). Romantiter
ranz. Schriftsteller selt etwa 1830, die Befreiung
den starren Fesseln des alten Klassizismus enstrebtenn
hrer Spitze stand Victor Hugo (vgl. Gautier, —9—
Auch in der Musik und andern Künflen stellt man Klassi
ind Romantiker gegenüber. ischeb
NRomanze, im Volkston gehaltenes irisch- epischee
vedicht, eine aus Spanien stammende Dichtungegattnn
s. Romanzero), in Deutfchland nachgebildet durch Schillerhocthe,
 Tieck, Schlegel, Uhland, Rückert ꝛc. ton⸗
Romanzement, röm. Zement, aus starken
altigen Kaltmergeln durch Brennen (aber nicht bis 3
Sinterung) gewounener Zement. amlung
Romanzero (span.), Romanzenbuch, bes. Samm
ltspan. Romanzen (s. d.), besie neuere von Depp
2 Bde. 2. Aufl. 18449) uüund Duran (2 Bde., 2.
— asel
Romanzowiunsel, Tikri, eine der Zuamotuin seinhe
Romanzowinfeln, Wotsche, Atolle der Rata 9
den Marshallinseln. [58229 E., Amtsger
Romibach, Dorf in Lothringen, an der Orne, (19 *
Romberg, Andreas, Violinvirtuos und Lonpyru
eb. 27. Aprit 1767 zu Vechta bei Vunsier, seit 18189 —
sapellmeister in Gotha, gest. das. 10. Rov. 18213 ang
perte: die Musit zu Sqsillers Glocke,Die Macht b
Besanges“. — Sein Veiter Bernhard vt. —
uos und Komponist, geb. 11. Nov. 1770 zu Dinklage,l 9
—A8 an der königl. Kapelle, zuletzt als Kapellmeister
Bexlin, gest. 18. Aig 1841 in Hamburg. lo
Romberg, Moritz Heinrich, Arzt und Neuropathong
jeb. 11. Nov. 1795 in Meiningen, 1888 Prof. in Peinn
est. 47. Juni 1873; begruündele die wissenschaftliche de
zandlung der Nervenkrunkheiten in seinem Tehrbuch
eeen (3. Aufl. 18857). te
Rome (spr. rohm). 1) Stadt im nordamerik. an
Georgia, am Zusammenfluß des Etowah und des Oost
zula, (1800) 7281 E. —. Stadt im nordamerik. Sign
Veuyork, am Mohawk River und an der Vereinigung
rie⸗ und des Black-River-Kanals, 15 843 E., Atademie.
Romen, russ. Stadt, s. Romny. nbl
Römer, bauchiges/ meist grünes Kelchglas; auch n
es Rathauses zu Frankfurt a. M., in dem die rönm.
deutschen Kaiser gewählt wurden.
Römer, Friedr. von, württemb. Staatsmann, *
Junt 1754 zu Crkenbrechtsweiler anf der Alb, sch —
ich 1833 in der Kammer der liberalen Opposition M
Nai 1818 bis Ott. 18ad Zustizminister, lich 8. Iun
849 das Rumpfparlament fprengen, 18831 -68 Kamm—
räsident, gest. 11. März 1864 zu Stuttgart. in 1809
Roemer, Friedr. Adolf, Geolog, geb. 14. April4
n Hildesheim, erst Bergbeäamter, 1862 —67 Vorstandc
Bergschule in Clausthal, gest. das, 25. Nov. 1868; 3
gründer des Noemermuseums in Hildesheim; schrieb; ü *
die „Versteinerungen des norddeutschen ——
I836; Nachtrag 1839) u. a. — Seine Brüder: e
s., Volitiker nad Geolog, geb. TFaus 1816 in Hilde: