neim Lest. das. 24. Febr. 1894, Mitglied des Norddeutschen
ind Nade Reichstags ationallideral), Herausgeber
er „Geolog. Karte von Hannover“ (7 Blatt), und Fer—
dinand R., Geolog und Paläontolog, geb. 5. Jan. 1818,
eit 1886. Prof, in Breslam, gest. vafß. 14. Dez. 1881
hrieb Das rhein. übergangsgebirge“ (1844), „Teras
sao), Geologie von Bberschufen (1870), wit Bronn
Lethüen googαÂαν (neu veorb. 1876f4.) u. q.
Röner Olaus, Astronom, geb. 25. Febr. 1644 zu
Aathus, Prof der Mathematit in Kopenhagen, gest, als
Lůrherine sier das. 18. Sept. 1710; bestümmte zůerst die
lichtgesthwindigkent und erfand den Meridiankreis.
Roönierbad, Bad be Tuͤffer in Steiermark, an der
Sanun, (1900) 71 E. drei schon den Römern bekannte
cherien von 3688*0
Römerbrief, Brief des Apostels Paulus an die
omer, eine Hauptschrift des N. T., geschrieben im Winter
b8/89 in Korinth, umn bei der unter juͤdenchristl. Einflüssen
entstandenen rön. Gemeinde feinen beabsichtigten Besuch
oorzubereiten; daher die ausführlichste und gereifteste Aus—
inandersezung des Apostels mit dem Judentum und, dem
dudenchtistentme Vie ne lehten Kapuel ¶Iid 16) sind ein
päterer Anhang; Kommentare don Meher-Weiß (in Meyers
Kommenter zum Neuen Testament“; 9. Aufl. 1899),
Shlatter (4. Nufl. 1001) u. n. — Val. Mangold (18849
Steinmeher Is4 o6), Spitta (19015, Zeine uoos).
) Romerike, Landschaft im nordöstl. Teil des norweg.
Amtes Rtersuͤs ong n, (1o) u
Römermongte, im frühern Deutschen Reiche die von
Standen an den Kaifer zu Reichskriegen (ursprüngich
 Römerzůgen) und andern außerordentlichen Ausgaben
»ewilligte Steuer. 5
Römerpreis, der große Staatspreis für die Kompo—
itionsschůler des Pariser Konfervatotiums, durch den der
Stipendiat die Mittel zu vierjährigem Aufenthalt in
talien erhält. strakt von Fenchelsamen.
Romershausens Augeneffenz, alkoholisches Er⸗
Römerftadte Bciriefiadt in Rrahren, (1000) 27626.
Römerzinszahl s. Indition.
yRomford sr mcasrd), Stadt in der engl. Grafsch
üser (1d001) obo G.
Römhils, Siadt in S.-Meiningen, an der Spring,
1800) 1777 E., Amtsgericht, Schloß Werabeh 1681
A⁊c Residenz der Linie Sachsen⸗Ri, seit 1884 Militär—
vaisen haus. sfrang. Vep. Aube, (1001) 6001 6E.
Rontiliy⸗fur⸗Seine * J ßür ßahn), Stadt im
Rominlen, Dorf im preuß. Reg,.⸗Bez. Gumbinnen,
in der Rominte, (1800) 1158 E. oHstl. die Romiuter
deide, daiserl. Jagdrevier (210 4km) mit dem Dorf Theeroude
 2806, kaiserl. Jagdhaus, Kirche).
Rð mische Kamine eni G.d0
Römische Kirche, s. I. d. Romsch-tatholische Kirche
omische Kunft, s. Griechisch-Römische Kunst nebst
eln Luu. II. —
Römische Kurie, der püpstl. Hof, bes. die päpstl.
Zehdrdengls Organe des Papstes zur Regierung der
dirche zerfallen in 1) Justizbehörden (Ourta justitiao):
die kota Romana, vor 1870 der oberste Gerichtshof für
den Kirchenstaat; die Oamera apostoltoa für die Finanz⸗
Zerwaltung, mit dem Camerlengo an der Spitze; die
Aenatura justatias zur Entscheidung über Appellationen;
Gnadenbehorden KOurta grattae); die Signatũra
zratias für außerordentliche Gnadensächen; die Dataria
— dy apostolica; die Poenitentiaria apostolics (Pöitentiarkammer)efür
 Absolutivnen in den dem Papft
eservierten Fullen; 8) örpeditionsbehörden: die Cancel
aria apostoisea für Ausfertigung von Bullen; die Seore-Aaris
 brevium für Ausfertigung von Breven; die Seorearis
 status, das auswürtige Vn unter dem Kardinal⸗
aatssekreit Ves. wichtige NAugelegenheiten werden in den
dersammmlungen (Konsistorien) der Kardinäle (s. d.) unter
VBorsig des Papstes verhandelt. — Vgl. Bangen (1854).
Romische Literatur. Die ersten Spuͤren röm—
sationaler Hoefie, meist in saturnischem Versmaß, finden
ich in den religiösen Formeln und Liedern der Arvali⸗
chen Brüder (s d) und der Salier (s. d.), die des Dra—
nas in den Fescenninen (s. d.) und Atellänen (s. d), die
der Prosa in den Aunalen der Pontifices, in Privat—
hroniken und Grabinschriften. Die eigentliche Literatur

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Röm

eginnt mit Livius Andronicus, einem Freigelassenen, der
ie Römer 240 v. Chr. zuerst mit der griech. Literatur
ckannt machte. Nach ihm schrieben meist nach griech.
Nustern in der ersten vorklassifchen Periode, bis zu Sullas
(od (78 v. Chr.), Nävius, Plautus und Terentius Dra—
nen und Ennius Epen; röm.-national war die Satire,
urch Lucilius vertreten. In der zweiten klassischen Periode
Goldenes Zeitalter), bis zum Tode des Augustus (16
. Chr.), gelangte die Prosa und vor allem die Bered—
amkeit durch Cicero, die Dichtkunst durch Virgil und
)oraz auf ihren Höhepunkt, neben denen als Dichier noch
zatuüus, Lucretius, Tibullus, Propertius und Opid
länzten. Die bedeutendsten Geschichtschreiber sind Cäsar,
SZallustius und Livius; Altertumsforscher M. Terentius
Farro. Die dritte Periode zerfällt in das Silberne uund
Fherne Zeitalter; ersteres, bis Hadrian (188), hat die
Heschichtschreiber Vellejus Paterculus und Tacitus, den
staturforscher Plinius den ültern, den Schriftsteller Pli—
tius den Jüngern, den Rhetoriker Quintilian, den Philo—
ophen und Dramatiker Seneca und die Satiriker Persius
ind Zuvenal aufzuweisen; letzteres bietet außer den jurist.
-chriftstellern und den christl. Kirchenvätern nur noch den
stomanschriftsteller Apulejus, den iegraphen und Gram⸗
natiker Surtonius und die Historiker Eutropius und
Ummianus Marcellinus. Mit dem Philosophen Bokthius
ind dem Historiker Cassiodor schließt die R. L. ab —
Igl. Teuffel (6. Aufl., 2 Bde, 1890), Schanz (2. Aufl.
s808fg.), Ribbeck, „Geschichte der röm. Dichtung“ (2. Aufl.
894 f9.), Joachini (2. Aufl. 1900), Lamarre (franz.,
Bde. 1901).
Rönmische Mythologie. Die R. M. erscheint in ihrer
putern Ausbildung als eine Kopie der Griechischen Mytho—
gie (s. d.); nux wenige der ursprünglich röni. (altitäl.)
hottheiten, wie Faunus, Saturnus, Vertumnus, Janus,
Quirinus, die Laren, Penaten, und die als göttliche
Wwesen verehrten sittlichen und andern Begriffe (Fides,
Zirtus, Libertas 2c.) behielten ihre eigentliche Bedeutung,
ie meisten wurden mit den griechischen identifiziert (Jupiter,
zuno, Minerva, Diana, Reptunus, Mercurius, Vulca—
uszc.); außerdem auch solche direkt gufgenommen (Apollo,
Hacchus, Asculapius). Charalteristisch bleibt die Strenge
n den religiösen Zeremonien. (S. Auguren, Haruspices.)
die wichtigsten dottesdienstlichen Handlungen (Sacra)
daren die Opfer, deren Art und Zeit GDies fasti, die
ir das Opfer günstigen Tage, im Gegensatz zu den Dies
erxati oder atri) die Vontifices (s. Pontifer) zu be—
timmen hatten. sTafel: Religionen J, 20 3. 21.1 —
g9l. Preller (3. Aufl. 1881-83), Wissowa (1902).
Römischer Kohl, s. Beta.
Kömifscher Kümmel, s. Cuminum.
Römischer Salat, s. Gartensalat.
nömischer Zement, s. Nomanzement.
Römische Schrift, s. v. w. Antiqus.
Römische Sprache, s. Lateinische Sprache.
oͤmifches recht, die im Röm. Reich entstandenen,
roch heute unmittelbar verwendeten oder doch die Grund—
age für die neuere Rechtsbildung abgebenden Gesetze und
Rdnungen; aus der ältern Zeit das Zwölftafelgesetz (. d.),
as für die öffentlichen Zustaͤnde auch spüter einzige Quelle
lieb, während daneben die privatrechtlichen Sahungen der
erbündeten und unterworfenen Nationen als Jas gensumn
 auertannt wurden; dann die Edilte der Prätoren,
dilen und Provinzialstatthalter (Jus nonorarinm), durch
velche diese dem veränderten Rechtsbewußtsein Rechnung
rugen; unter den Kaisern die Lonstitutisnos und Plau
t prinerpum. Das gesamte Rechtsmaterial ward durch
zustinian in dem Corpus guris civilis (s. Lorpus uris)
odifiziert. Dieses Rechtsbuch trat im 12. Jahrh. in Italien
hieder in den Vordergrund und gelangte wie in Frankreich,
ingland ec. auch in Beutschland unter dem Einfluß der neu
atstaudenen Universitüten zur Anerkennung; das R. R.
chielt gesebliche Kraft, was auch in Reichs- und vielen
Andesgeseben bestätigt wurde. Jetzt ist im Deutscheu
seiche die Geltung des R. R. aufgehoben durch das
Fürgerl. Gesetzbbuch vom 18. Aug. 18863; ein jurist. Bil—
ungsmittel wird es dennoch bleiben. — Vgl. Ihering,
Gaͤft'des R. R.“ (3 Tle4. u. 8. Aufl. 1878 —04)
darlowa, „Nöm. Rechtsgeschichte““ (2 Bde. 1888 -1901);
dipp (2. Aufl. 1903).