Röm

*

Römißches Reich, s. Rom (und Römisches Neich)
Rsömische Wage, s. Länferwage sAbb. 1026).
Röomisch⸗Germanisches Zentralmusenin in
Nainz, 1852 gegründet, bom Nesche unterfüht, soll zur
Aufhellung der Urgeschichte Deutschlands die zerstreuten
Denkmale der Vorzeit bis zur Zeit Karls da Grin
plastischen Nachbildungen vereinigen, daneben die Überreste
der röm. Kultur insoweit berücksichtigen, als sie auf deutsche
dande und ihre Bewohner eingewirtt hat
Römisch⸗irisches Bad,. —— —— — Bad.
KRö misch⸗katholische Kirche, die uiter der Juris⸗
ziktion des Papstes (j. d) stehende abendlandifche Hälfte
Kirche (s. de die nach der Trennung von der
Briechischen Kirche (f. d.) bie xechtmüßige Fortsetzung jener
uu sein behauptet, o auch, bes. im Gegenfaßz zur prot
Rirche, kurzweg kath. irche genannt. Ihre innere Entwick
ung besteht in der Steigerung der Autorität des Papstes
owie in der zunehmenden Zentralisserumg und Unifotmie
zung der Zungen Kirche unter der Leitung der Kurie (s.
Römische Kurse) gegenͤber den Selbstaͤndigkennsbefirebun—
zen der Bischöfe und der Landeskirchen Hih Gallikanische
Kirche), die ihren r auf den Vatikanischen Konzil
. A.) erreichte, das fich für das Papalsystem (s. Episko—
palsystem) entschied und dadurch die Abtrennung der Alt⸗
katholiken (s. d.d) von der R. K.veranlaßte. Lehtere häll
ich für „alleinseligmachend“ und fordert die Zu ehörigkeit
zur Kirche in irgeüd einer Form und den ——— gegen
ie als Bedingung für die Spendung des ihr aliein n
ertrauten Heilsschatzes. Die Spendung der göttlichen
Bnade geschieht bes. durch die sieben Sgtramente (. d.)
und liegt in der Hand des hierarchisch aufgebauten Klerus,
der über den gewöhnlich von der priesterlichen Heilsver⸗
nittlung abhängigen und von der Leitung der lirchlichen
Aneglegen deiten qusgeschlossenen Laien steht. Die Lehre
der R. K. ist dem Protestaͤntismus gegenüber auf dem Tui—
dentinischen Konzil (16452 63) festgestellt worden; sie räumt
der Tradition gleiches Recht wie der Heiligen Schrift ein,
zmpfiehlt die Verehrung der Marig, der Heiligen und der
Reliquien, betont die —————— der guten Werke und
iaßt das Abendmahl, bei dem die Laien nur den deib
empfangen, als Transsubstantiation (s. d.) und zugleich
als Sühnopfer, das als das den Zentralpunkt des pracht
liebenden kath. Kultus bildende Meßopfer (s. Messe) Gott
mmer wieder dargebracht wird. Als Ideal der Frömmig⸗
ceit gilt die Weltflucht und Weltentsagung, das Mönch⸗
tum darum als das vollkommene Christentum. — Vgl
Werner, „Kath. Kirchenatlas“ (1888); Möhler, „Sym ⸗
bolik“ ath., 11. Aufl. 1890); Doölliuger, „Kirhe und
Kirchen, Papsitum und Kirchenstaat“ (2. Muft. 161), Hase,
„Polemik“ (prot., 7. Aufl. 1900): Loofs. Symbosut“
prot. 1802)
Romit, zu den Sprengelschen Erplosivstoffen (s. d.)
gehöriger, vom Schweden Sjoebexg erfundener Spreugstoff
aus salpetersaureni Ammonsak, Paraffin und Naphthasiu
einerseits und chlorsaurem Kalk andererseits.
Nomney, New R. (spr. nju römmne), Stadt in der
engl. Grafsch. KHent, einer der Cinque Ports (Fünfhäfen),
etzt 2 xm vom Kaunal entfernt, (18001) 1327 Er; Romnen
Marsh, Wiesenland, 250 qkm, 6605 G.
Romney (spr.römmnẽ) Geoͤrge, engl Bildnismaler, geb.
734, gest. 58. Nov. 1802 in Kendal; bes. Damenbildnisse:
ꝛady Hamilton, Mrs. Robinson u. a. Sãrat.
Romnmicu⸗-Serat, rumän. Stadt, s. v. w. Rimnfcu⸗
Rommtij (Romen), Kreisstadt im russ. Gouv. Poltawa,
in der Mün dung des Flusses Romen in die Sula, 225396
Romö, n s. Rom.
Romont s(syr. bng), deutsch Remund, Bezirksstadt im
e Kanton Freiburg, an der Glane, (1000) 2110 E.
alte Befestigungen, Schloß.
Romorantkin (spr. angtäng), Stadt im franz. Dep.
Loir⸗ete Cher, an der Grande Sauldre, (1901) 8130 E.
Rompen (holland), Rompnuffe die ausgeschossenen
ehlerhaften Muskatnuͤffe [1813 6E.
Romrod, Stadt in der hess. Prov. Oberhessen, (1905)
Romsdal, Amt in Norwegen, umfaßt das Gebirgs⸗
ral der Raumgelv mit dem Romsdalshorn (1556 m hoch)
das sich in den Romsdalsfjord (Teil des Moldeflord
zffnet, 14900 qkm, (1900) 136 137 E.: Siß des Amt⸗
manns ist Molde.

53 18
Romuald, Heiliger, geb. um 950 in Navenna, a
vandernder Anaqhoret hochverehrt, gründete 1018 auf dr
ZBerge Camaldoli bei Arezzo eine Einsiedelei, aus der
damaldulenser (s. d.) hervorgingen, gest. 1027 bei Sasso⸗
serxgato. Gedächtnistag 7. Febr.
Romulus, Roms sagenhafter Gründer und uuse
Fönig (783—716 v. Chr.), Sohn der Rea Silvia,
Tochter des Königs Numitor von Albalonga und e
Mars, von seinem Oheim Anulius, der Numitor *—
rieben hatte, nebst seinem Zwillingsbruder Remus e
Fesetzt, aber von einer Wölfin gesäugt und später von em
dirten Faustulus und dessen Weib Acca Larentia e
sogen. Ein Zufall offenbarte dem Großvater die Ab n
der Zwillinge, die nun Amulius töteten und Ninnin
vieder einschten. Danach gingen sie an die Grindung
Roms. Als Remus den Bruder, dem nach den Wocee
zeichen die Herrschaft zugefallen war, verspottete und d
oon diesem Jezogene Rac übersprang, erschlug wn
Als Asyl fuͤr Fehute Flüchtlinge, wuchs die. Stad
asch. Ver Raub der Sabinerinnen verschaffte ihr Frauen.
-päter ward R. als Quirinus verehrt. zm
Rommlus Augustulus, letzter Kaiser des Westrom.
steichs Sohn des Patriziers Orestes,
Rön (Rhön), s. Rhhngebiic 33 — entthront.
Roncaglia (pr. klalja), ital. Dorf, östl. bei 3
im Nure, (1901) ca. 1000 E; auf den Ronkalischen Feldern
ielten die deutschen Könige bei ihren Römerzügen ein
deeresmusterung. . imi
Roncegno (pr. Atschenjo), Kurort in Südtirol, im
Suganatal, (1800) 3343 E., Mineralquelle.
Roncesvalles (spon. spr waͤlljees, frz. Roncevaunr
spr. rongß'woh), Stadt in der span: Prov. Navarra,
inem Phrenäental, durch die Rolandspforte (1057 m
nit Frankreich verbunden, (1900) 1582 Er, Abtei; hie
Niederlage und Tod Rolands durch die Araber 778 p
Ronciglisne (spr. Aschilj), Stadt in der ital. Prov.
stom, (1901) 6658 E. ⸗
Ronco, ital. Fluß in der Romagna, entspringt u
ẽtruskischen Apennin, geht mit dem Montone vereinig
ils Fiumi Uniti ins Adriat. Meer. in der
Ronda, Stadt in der span. Prov. Maͤlaga, in
Sierra de R. (Zweig der Sierra Nevada) und an der
Schlucht Tajo de Fz., (1900) 20 905 E.; Tuch- und Waffeu⸗
ndustrie, große Messe (im Mai).
Ronde (frz., spr. rongd'), Runde, im Sarnisonwah
ienst die zur Nachtzeit von einem Offizier ——
PLevision der Wachen und Posten; auch der dazu befoblene
Offizier selbst. uht
Rondeagut (frz., spr. rongdoh), Rondo, Ningelgedict
ranz., dem Sonett verwandte Gedichtform; in der Mußil
Zatz eines Konzerts, Quartetts, einer Siufonie we
gnate, in welchem ein Hauptthema immer wiederkebrt.
Rondebosse, s. Bosse
Rondel (frz.), Rundturm, Bastion in Festungen;
undes Blumen-, Rasenbeet; auch s. v w. Rondeau . d.d
Rondengarnig, bei permanenten Befestigungen ein vor
er Kontereskarpe befindlicher 122 m) Weg sAbb. 7161].
*in, breiterer R. heißt Gebeckler Weg.
Rondo lital) s Rendean. (7906 6.
Rondorf, Geineinde im preuß. Neg.-Bez. Kölu (1900)
Rong, asiat. Volt, s. Leptscha.
Ronge, Johannes, Führer der Deutschtatholiken (s7 d
geb. 16. Ort. 1813 zu Bischofswalde (Schlefien),
seines Amtes als Kaplan in Grottkau entfeht, gab durch
den „offenen Brief“ an den Bischof Arnoldi von Trier
iber die Ausstellung des Heiligen Rocs den Anstoß
xntstehung des Deutschkatholiztsmus, wandte sich 184
»emokrat. Bestrebungen zu, fluͤchtete 1849 nach genda
ehrte 1861 zurück, lebte in Breslau, Frankfurt a. M, und
Darmstadt; gest. 26. Okt. 1887 in Wien.
Rongerie (frz., spr. rongsch'rih), in Kattundruckereien
as Wegbeizen der Farbe durch Ahmittel.
Ronkalische Felder, s. Noncaglia.
Rönne, Hauptstadt der Iusel und des dän. Amtes Born⸗
lm, an der Wesiküste, (1901) 9292 E.
Roönne, Ludw. von, Jurist, geb. 18. Ott. 1804 zuu
ßlückstadt, 1880 —568 Vizepräsident des Appellatieugy
lerichts zu Glogau, 1861 81 Mitglied des prente Ab⸗
eordnetenhauses. 1871 —74 auch des Deutschen Reichs—