Ros
durch Gift aus dem. Wege zu räumen suchte, gezwungen,
den Rest des Giftes selbst zu trinken. ss. Llifford
Rosamunde, Geliebte Heinrichs 11. von England,
Rosanilin, Triamidodipheuylkarbinol, und Parga—
rosauilin, Triamidotriphenylkarbinol, bilden zusammen
als salzsaure oder essigsaure Salze das Fuchsin (s. d),
uus dem sie durch Natronlauge abgeschieden werden
Rofaumnma, Fluß in Tirol s. Stanzer Tal.
Rosario, Hafenplatz in der argentin. Prov. Sante
Fe am Parana, (1903) 122 156 E.
Rosarlo de Cucuta, Stadt in Kolumbien, Dep,
Santander, 10000 E. [0s. d.).
Rosarium (Iat.), Rosengarten; auch der Roscutrauz
Rosas, Don Manuel Ortez de, Prassdent von Argen?
inien, geb, 80. März 1793 zu Buenos Aires, 1828 Haupt
der Föderalisten im Kampfe degen die Unitarier, beherrschte
seit 1829 die Republik mit Grausamkeit, aber Sorgfal
ür das materielle Wohl, 1882 durch Urquiza geftürzt, deft
14. März 1877 in Eugland.
Rosafäure, s. v. w. Zinuchlorid.
Rosazeen, Pflanzenfamilie der Dikotyledonen, über die
Janze Erde verbreitet, mit fünfblättriger Blumenkrone
and tellers oder krugförmigem Blütenboden; nach der
Fruchthildung unterscheidet man die Pomeen, Roseen,
Lotentilleen, Rubeen, Poterieen, Spiräen, Pruncen odei
Amygdaleen und Chrysobalaneen; hierhet gehören viele
Obst-⸗, und Ziergewächse (Apfel, Birne, —* Him⸗
Brombeere, Rose, Spiraea u. a.).
Rosbach, Vorf, im preuß. Reg.s Bez. Köln, an de'
Sieg, (1905) 4024 E., Volksheilstätte.
Noscellin Rozelin), Joh., Scholastiker, geb. un
12050 in der Bretagne, Kansnikns in Compiegne, der
erste namhafte Vertretet des Nominalismus, durch den
er zum Tritheismus geführt wurde; von Anselm bekämpft,
uußte er 1092 auf der Synode von Soissons feiu—
Votteslehre widerrufen. — Val. Picavet (franz, 1886)
Rößch nennt man das gröbere Korn in der E
ufbereitung. [sstij.
Roschdestwenskij, russ. Vizeadmiral, s. Roshestwen.
RNösche, Stollen zum Einleiten von Aufschlagswasser,
uuch Abführen des benutzten (Abzugs-R.); tuͤnnelartige
Bebirgsdurchstich für Wasserleitungen.
Moscher, Wilh., Nationalökonom, geb. 21. Okt. 1817
zu Hannover, 1348 Prof, in Göttingen, 1848 in Leipzig,
gest. das. 4. Funi 1884; Vertreter der histor. Methode in
der Nationalökonomie; Hauptwerk: „System der Volks
wirtschaft“ (5 Bde. 18534 -04 u. ö.); ferner: „Kolonien,
Kolonialpolitik und Auswanderung“ (3. Aufl. 1888), Ge⸗
chichte der Nationalökonomik in Veutschland“ 1874) u. a.
7. Bal. Brasch (18865). — Sein Sohn Wilh. Heinr. R..
lassischer Philoldg und Mytholog, geb. 12. Febr. 1815 zu
Böttingen, seit 1894 Nektor des Gyinnasiums in Wurzen
chrieb: „Studien zur vergleichenden Mythologie der Grie—
chen und Römer“ (1873 75), „Nektar und Ambrosia“
1883), „Selenc und Verwandtes“ (1880 u. 1895) u. a.;
edigiert das „Ausführliche Lexikon der ariech. uud röm
Mythologie“ (1884 fgo.
Roschild, dän. Stadt, s. v. w. Roeskilde (s. d.).
Rosclus, Quintus R. Gallus, berühmter röm. Schau—
vieler, Freund Ciceros, gest. um 61. v. Chr.
Roscoe (spr. koh), Sir Henry Enfield, engl. Che—
miker, geb. J. Jan. 1833 in London, 1888— 88 Prof.
an Owen's College, lebt in Manchester, verdient um den
wissenschaftlichen und technischen Unterricht in England;
chrieb: „Kurzes Lehrbuch der Chemie“ (Ddeutsch, 11. Aufl
1888), Lehrbuch der Chemie“ (mit Schor—
emmer, deutsch, d Bde. 1882 1801; anorganischer Teil
3z. Aufl. 2 Bde. 1805 — 575. Die Spektralanalyse“ (38. Aufl
1890), „John Dalton and the vige of modern che
nistry“ (1805); gab mit Hurxley und Stewart „Macniliams
 Seience primer series“ heraus. Bgl. seine
Selbsthiographie (Iato and experiences“, 1906).
Roscoe koh), William, engl. Historiker, geb.
z. März 1783 zu Liverpool, gest. daf gh. Fum 1831
chrieb: ILife of Lorenæo dèé Modici (deutsch, 8. Aufi
879, Litfe and pontificate cę Loo X.“ (deutsch, 3 Bde.
806) u. a. F Biogr. von Heury R. 8Bboel, 1833)
——
tal, (1901) 4536 E.; biosoa. Statson.

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Roscommon, Grafschaft in der irischen Prov. Con⸗
aught, 2458 4kmn, (1001) 101 639 E.; Fauptstadt R.,
1801) 1094 E
Rosdzin, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Oppeln, am
zalenzer Wasfer (18005) 10 381 Er; Zinkhuütte, Schwefel—
äurefabrikation, Steinkohlenbergbau— J
MRose (Vosa), Pflanzengattg. der Rosazeen, über gie
nördl. Erdhälfte verbreitet. Wild wachsen in Deutsch⸗
and: R. dvanstna T. (Hunds Hecken-R., Hagedorn),
n Hecken Gebuscheneihre burch die Giosengallwespe
Rhdadites rosae T.)' verursachten moosartigen Gallen
Rofenapfel, RofenfchwaͤmmeSchlafäpfel, Bedeguare)
vielt man früher für ein Schlafmittel; die schlanken Wur⸗
eltriebe beste Unterlage fuͤr hohstämmige Garten-R..
Z. rubiginöse T. (Wein- schoͤtt. Zaun⸗-R.) mit wein⸗
artigem Geruch; R. cinnamomsa L. mit zimtbraunen
Asten; R. alpina T., die R. der Alpen oder Gebirgs
t; R. Pimpineluitoita D0. GBibernell- oder Pimpinell⸗
R) mn nerlichen Blättchen, bef. an Meeresküsten
R pomifsra Henm. (apfeifrüchtige R., echte Hagebutten⸗
R.NRofenapfel) wegen ihrer großen Rosenäpfel an—
Jepflanzt; R. xubritoĩta Vill., in den Südalpen, quuit
lauroͤttichen Bluttern. Ausländifche Wild-R. find
R. rugosa Thoqꝙ., in Japan, mit sehr großen karmin⸗
roten Blumen; bendaher K. maltiflsra Mebg. mit rispig
mgeordncten kleinen Bluͤten. Die Stammeltern der
harten-R. sind die Zeutifolie (R.centifolia L.), dercn
zetrocknete Blütenblätter zu adstringierenden Gurgelwüs⸗
ern, Rosenhonig ꝛc. verwendet werden, und von der die
Provencer⸗R., das Burgunder⸗, Champagner-⸗ und Dijon
röschen abstammen; die Moos-R. (R. musoosa illi)
mit moosartigen Drüsenborsten; R. galltea L, die frang,
R., auch Essig-, Zucker- Apotheker⸗R.; die Damaszener
—AA
Transkaukgfien, beliebter Fierftrauch, die Kapuginer-R.
jelbe R., Eglautine, Feuer⸗, Fuchs⸗, Wiener oder tůrt .
—D wmit
jelben Blüten; gelbe Zentifolie ( R. Sulphuröe Aic.); pg
er Kriech- oder Feld⸗R. kommt die Ahrshire RNi diese
owie die Prärie⸗dt. (R. rubitolia . Br) zur Bekleidung
on Wänden, zu Lauben ac. verwendet, mil reichen Dolden⸗
xauben (eine Spielart ist die ungaͤr. Kletter⸗Ny die
China⸗R. (R. chinengis Fagg) aus China, von der die
üßengal-oder Monats-R. (R. Semperfidrens Curt. die
dee: R. (Rkragrang Ked. mit fehr vielen Varietaͤten)
die Bourbon R (R. borboniea Mνα, Souvenir de 12
Malmaison), die Noisette-R. (R. Nolsciteuna Red.) stamnen.
 Minlatur⸗R. sind sehr reichblühende niedrige Sore
en Eaquexette, Mignonette, Maréchai Niel); die größte
Lruppe bildet, die Remontant-⸗R. (R. Pybrida bifsra
Jort.) mit unzähligen schönen Varietaten und Blendlingen
Prince Camille de Rohan u. a.). Zwischen den ver⸗
chiedenen Hauptgruppen gibt es zahlreiche Ubergäuge, z- B.
ie Teehybriden zwischen Tee und Remontant- R. (14
France u. a). Die Rosfenzucht dient neuerdings bes. der
vewinnung des Rosenoͤls (4. b.). über R. von Jericho
.Anastatice und Asteriscus.“ Vol Betten (2. Aufl.
1903), Olbrich (1003), Hoffmann (1905)
Nose, Rotiauf ryepelas), hefüge fieberhafte Haut⸗
tzündung niit hochgradiger Roͤtung und Schwellung er
Zaut und der benachbarten Lymphdrüfen. Ursache: Ein—
Dnerrne von. Ballerien Etreplococeus ipolatis)
n die verletzte Haut. Die dünfigte Form ist die Gesichts
R. . die fast stets leicht und in wenigen Tagen perläuft;
zreift aAber die Entzuͤndung auf die behagrte Kopfhaut
ber Gopf. R.), so verbinden sich damit nicht selten Ent⸗
ündungserschesnungen der Hirnhäute. Feruer führt d
V, leicht zur Blasenbildung GBlafen-R.), wandert anch
oft von einer Stelle zur andern (Wanber⸗-R.), hinter⸗
aßt die Neigung, zu hartnäckigen Fückfällen und führt,
venn sie über Gelenke wandert, zu Vereiterung derselben
Dagegen bilden sich bösartige Geschwülste, wenn die R. über
ie geht, oft zurück. Die R. ist eine der häufigsten Störuu—
gen in der Heilung von Verlehungen uund bei Jroͤßern Ope⸗
rgtionen (Wundhu.). — Vgl Timanns (1880). — über
Buͤrtel R. s. Herpes; maiand. R. s. Pellagra: falsche R.
— s d
ose, in der Baukunst s. v. w. Fensterrose (s, .
ebst Abb. 568); auch eine Schlifform de eehe bes.