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gest. 10. April 1882 zu Birchington bei Margate; Male—
der Präraffaelitischen Schule (Hauptbild: Dante an der
Leiche Beatrices), Illusttator engl. Dichterwerke, Über—
setzer altital. Dichter; seine eigenen gicie (Poems“,
1870; „Ballads and gonnets“, 1881) durch plastische
Schünheit und sinnliche Auschaulichkeit ausgezeichnet. „Re
ollextions“ (1903). —. Bgl. Marillier Lengli, 8. Aufl.
1804), Jessen (1905), Waldschmidt (1906). — Sein Bruder
William Michael R., engl. Kritiker, geb. 25. Sept. 1829
in London, 1860—84 Steuerafssistent, 9 1850 als Kritiker
für Kunst und Literatur tätig; veröffentlichte: „Fine art“
867), Lives ot famous poets“ (1878), Iato of Keats
(1887), „D. G. Rossetti as designor anã V8ον“ (1890),
B. papers 1862-70“ (19038) u. a. — Deren Schwestet
Christina Georgina R., geb. 8. Dez. 1830, gest. 20. Dez
1894, ebenfalls Dichterin.
Noßhaar, Pferbchaar, die Schweif- und Mähnenhaare
der Pferde, dienen gekocht zu Violinbogen, zu Geweben
(s. Roßhaargewebe), ein (Hüte u a.), als Polster⸗
material ec. — Vegetabilisches R. besteht aus den getrock
neten Stengeln von Tillandsia (s. d.) usneoĩdes T.
Roßhaargewebe, Pferdehaargewebe, Haargewebe,
die aus Mähnens und Schweifhaaren der Pferde herge—
stellten Stofse. Die Haarsiebboͤden sind entweder lein⸗
vandbindig oder geköpert. Das zum Überziehen der Möbel
henutzte Moͤbelzeug oder Haartuch hat die —* aus Leinen⸗
der Baumwollzwirn und den Schuß aus Roßhaaren.
Roßhirsch, s. Hirsche.
Rofsi, Grüfin, s. Sontag, Henriette.
Rossi, Ernesto, ital. Schaͤuspieler und Schauspiel—
hichter, geb. 1829 zu Livorno, meist auf Gastspielreifen,
Jest. 4 Juni 1896 in Pescara; Hauptrollen: Othello,
Hamlet, Faust, Cid; schrieb: „Studi arammatiei“ (1885
deutsch, 2. Aufl. 1885), die Selbstbiogr. „quarand anm
di vita artistica““ ( Bde. 1887 -88) u. a.
Rossi, Giovanni Battista de, ital. Archäolog, geb.
23. Febr. 1822 zu Rom, Präsident der archäbl. Akademie
daf., gest. 20. Sept. 1894, bes. durch seine Arbeiten übe—
die rom. Katakomben verdient; Hauptwerke: „Inscrip
dones christianao urbis Romaeé“ (Bd. 1, 1867-61
Bd. 2, 1888), „Roma sotterranea oristiana“ (8 Bde.
1864-77). — Vgl. Baumgarten (1892).
Rossi, Pellegrino, Graf, Jurist und Staatsmann, geb.
183. Juli 1787 zu Carrara, Advokat, dann Prof. zu Bo—
iogna, Genf und Paris, 1840 fräanz. Staatsrat, 1845
Gesandter in Rom, 1848 Minister des Innern im Kirchen—
staate, 15. Nov. 1848 von einem polit. Fanatiker zu Rom
ermordet; schrieb: „Traité du droit pénal“ (8 Bde.
2. Aufl. 1855), „Oours d'éonomie politidue“ (5. Aufl.,
1Bde., 1884) u. a.
Rofsienny (MRasseyne), Stadt im russ. Gouv. Kowno,
in der Rossienka, 7837 Er; ehemals Hauptstadt Samogitiens.
Rossini, Gioachino, ital. Opernkomponist, geb. 20. Febr.
792 zu Pesaro, 4818 Musikdirektor in Neapel, lebte seit
1821 in Wien, Paris, London, Bologna, seit 1855 in
Passy bei Paris, gest. das. 18. Nov. 1868; Meister der
Melodie, bedeutet er auch in der Rhythmik und Harmo⸗
nik in der ital. Musik einen Fortschritt, ist aber bei aller
Genialität nicht frei von Trivialitäten; von seinen vielen
Opern sind hervorzuheben: „Barbier von Sevilla“ (1816)
und „Wilhelm Tell“ (1826); dann „Tancred“ (1813)
„Die diebische Elster“ (1817), ,Semiramig“ 823) ihrieb
auch ein Stabat mater“
— Val. Sittard (1882).
Rossitz, Marktflecken in
Mähren, (1800) 2804 G.
Lisenhütte. Dabei Dorf und
Steinkohlenbergwerk Segen
Bottes 33 E.).
Roßkäfer, s. Mistkäfer.
Roßkamm, s. v. w.
ferdehändler.
Roßrastanie (A escuus
 L., Hippocassstanum
Tourn.), vun— der 1542. Gemeine Roßkastanie.
Sapindazeen, hohe Bäume in Nordamerika, Mexiko und
dem würmern Asien. Gemeine R. * hippocastâanum L.
[Abb. 1642; a Blüte, b Staubbeutel, s Frucht)). mit großen

jefingerten Blättern, straußförmig gestellten weißen Blüten
ind — Früchten, und die rotblühende R. (4 ge
_) sind gZierbͤume. Die Untergattg. der Pavien unter⸗
cheidet sich von der di. durch nichtklebrige Knospen, die pier—
jeteilten Blůtter und stachellose Früchte. Pavis lutsa Poir.
jelbblühend, und Pavia macrostonhva Mohv., strauchig,
us Nordamerika.
35 — 3 m
oßkümmel, Pflanzenart, s. Peucedanum,
Roßla, Marktflecken im preuß. Reg.⸗Bez. Merschurt
»er Goͤldeuen Aue, am Kyffhäufergebirge, an der He 9
Idor — öE Amloͤgerlaͤn, Resdenssoͤloß des Für
ron Stolberg-⸗R. Elbe,
Roßlau, Stadt im Hzgt. Anhalt, r. an der *—
od ööß9 ubo 11338) En, Amtsgericht; Schi
verft, Eisengießerei und Maschinenbauanstalt. hur
Roßleben, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Merse I
in der ünstrut, (1900) 20413 E., Kalibergbau; dabei au
st. (Gymnasium mit Alumnat), 1554 von Heinr. on iß⸗
Fg —8 gn Zisterziensernonnenkloster bearündet.
Bgl. Herold (1854). I
Roßler, — Publizist, geb. 14. Nov. —85
Merseburg, 1837.60 Prof. in Jena, im Dienste —5 —
ierung publizistisch tätig, 18772 92 Leiter des gffinn *
Literarischen Bureaus, 1692 93 Legationsrat im
värtigen Amt, gest. 15. Okt. 1896 in Bexlin; —
„System der Staatslehre“ (1857) und zahlreiche bdornr
ind literar Brofchuren Ausgewählte Auffätze“ (1902)
Rößling, Pilz, s. Lactarius.
Roßmalve, s. Malva. lks⸗
Roßmaßler, Enul Adolf, Naturforscher und Bo
chriftsteller, geb. 3. März 1806 in Leipzig, 1830 —
er Forstakademie in Tharandt, 1848 in die ——
ionalversammlung gewäuhlt, wegen Hochverrats ange az
reigesprochen, aber 1840 seines Amtes enthoben, —*
ann in — gest. das. 8. Aprit 1867; schrieb ·Ii⸗
nographie der Land⸗ und Süßwassermollusken uop
Bo. 3, Iss8 B6; fortgeseht bon Kobeit, 1877 ig3,
Der Mensch im Spiegel der Naͤtur“ (6 Bde. —
nien bearbeitet von Schlegel, 1887 s9.) und andere mu
aültige populäre Schriften.
Roßnägel, s. Froschlurche.
Rosso antaico (itali), s. Marmor.
Kossoli, Likör, s. v. w. Rosoglio (sJ. d.). De⸗
Roßfchwefel, grauer, erdiger Rückstand von der —
ollation des Schwefels, in der Tiermedizin xerwendehr⸗
Roßschweif, das Aözeichen hoöchfter, Befehlshaben
würde in der Türkei, ein von einem Halbmond de
vallender Yakschweif; von Mahmud IL als Rangieich
bgeschafft, in Titeln beibehalten (s. Pascha).
Roßtäuscher, s. v. w. Pferdehändler. Dor⸗
Roßtrappe, Granitfels des Harzes, unweit des .
ses Thale, an der ünten Seite des Vobelels, bis 40. 2
i * de mm uber der Bode; gegenůüber der Hexentanz
olatz (s. d.).
Nohwein, Stadt in der sächs. Kreish. geipsig, an der
Freiberger Vulde, (1005) 8618 E Amtsgericht; Beamten —
üßaugewerken⸗, Schlosserschule. — Vgl. Böhmert e
Rost, die aus unedeln Metallen, bes. Eisen (. 3
»urch die Atmosphärilien (Sauerstoff, Wasser, Fohlensenn
entstehenden Verbindungen. Eiserne Gegenstände qurut
man bor dem Rosten durch Bruͤnieren (s. d.) durch Ie
ziehen mit Email (s. d.) oder einem nichtrostenden Me
mittels der Galvanofiegiens. Galvanoplaftih oder 8
einen Anstrich von Afphaltlack (s. d.), Beimontylöl ud
u. a. — In der aese Reane durch Rostpilze E. ca
dineen) herbeigeführte Pflanzenkrankheit; über den weiß
R. Oystopus, uͤber den braunen R. s. Tabal.
Rost, eine Art des Grundbaues (s. Pfahlrost). zls
Rost, Alexander, Dramatiker, geb. 22. März e
zu Weimar, gest. daf. 15. Mai 1878, schrieb romanti *
ee ( Ludwig der Eiserne“, Kaifer Rudo
Worms“ ꝛc.).
Roftaud spr. ang) Edtnond, frang Dichtet.gebꝛn. Apa
1868 in Mar eille, iebt seit i88 in Paris 1802 Pitau
der Franz. Akadentie; veröffentlichte die Gebichtsammlunge
„Les Musaräises“ (1880),, Pour iun Gréce““ und. ha
iußerordentlichen Erfolg mit den Versdramen „Les Bom
esßd—ues“ (18604). Pincesse Tointaine“ cisos), —