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Rottenburg ˖ 1) R. an der Laber, Bezirksort im bayr.
Reg.Bez. Niederbayern, (1905) 1250 E. eee hier
21. April 1808 Gefecht zwischen Ssterreichern ünd Fran⸗—
osen. — 9) R. am Neckar, Oberamtsstadt im württemb
eeeee l. am Neckar, 75687 E., Amtsgericht,
ischofsfitz, Dom, Weggental- (Wallfahrts) Kirche, Schloß
jetzt Gefaͤngnis), Priesterseminar, Latein-⸗, Realschule
381 - 1805 österreichisch. FBP
Rottenburg, Franz Johannes von, Staatsmann, geb.
16. März 48485 in Danzig, krat 1876 in das Auswaͤrtige
Amt in Berlin, 1881 Rat in der Reichskanzlei, 1891
unterstaatssekretaͤr im Reichsamt des Innern, 1806 Ku—
ator der Universität Bonn; schrieb: „Vom Begriff des
Staates“ (Bd. 1, 1877) u. a.
Rottenmannuer Tauern, Teil der Niedern Tauern,
om Polster⸗ und Pölstal bis zum Liesing⸗Paltental, im
Bösenstein 2440 m, Saukogel 2418 m hoch.
Rottenmünster, Weiler bei Rottweil am Neckar
hemals reichsfreie Zisterzienserinnenabtei, feit 1803 würt⸗
embergisch, 1838 aufgehoben.
Rotterdam, zweitgrößte Stadt und erster Handelsblatz
 der Niederlande in der Prov. Südholland [Karte:
Niederlande ꝛc. J, 1], an der Neuen Maas, mit Delfs
Javen, Kralingen, Charlois ꝛc. (1904) 370 890 E., von
danälen durchschnitten, St. Laurentiuskirche (1477 geweiht)
Freiheitsbrunnen (1872), Börse (1722), Standbild des hier
geborenen Erasmus (1622), Navigationsschule, Gemälde⸗
jalerie (im Boymanshaus), Museum für Länder- und
Zölkerkunde, matitimes Museum, zoolog-botan. Garten;
Stapelplatz für den Warenverkehr des Rhein⸗- und Maas
Jebietes, Deen durch die Anlage des Nieuwe Waterweg
Ind steten Ausbau der Hafenanlagen; Haupthafen für Kaffee
Getreide, Petroleum, 333 Tabak; Schiffsverkehi
Beilage: Europa. Vurch die Willemsbrug (860 m Ig.)
st die Jusel Feijenoord mit R. verbunden.
Rottgans, die Ringelgans (s. Gänse).
Rotthalmünster, Maͤrktflecken im bayr. Reg.-Bez
Niederbahern, soog 1446 E., Amisgericht.
Rotthausen, Landgemeinde im preuß. Reg.⸗Bez
Düsseldorf, (1900) 16 600 (1905: 21182) E.; Steintohlen
ergbau (Zeche Dahlbusch).
Rotti, eine der niederländ. Kleinen Sundainseln, 1691
uit Nebeninseln 1822 4km, (18908) 64500 E.
Rottier, das weibliche Rotwild.
Röttingen, Stadt im bayr. Reg.-Bez. Unterfranken
in der Tauber, (1900) 1272 E.
Kottasra, Pflanzengattg. der Euphorbiazeen. Die
ibelriechenden, mit rötlichen Drüsenhaaren uͤberzogenen
Früchte von R. tinctorsa Rochb. (Mallötus Philippinensis
. Aull.), einem Baume in Ostindien und dem trop
Afrika, liefern das Bandwurmmittel Kamala (s. d.).
Rottmann, Karl, Landschaftsmaler, geb. 11. Jan.
798 zu Handschuchsheim bei Heidelberg, 3 7. Juli 1850
nn München; bes. stilvolle schlichte Laudschaften aus Ita⸗
lien (Fresken für die Arkaden des Hofgartens) und Grie⸗
henland Dinehe Pinakothek). — Sein Bruder Leop
—V deherhte osans Land⸗
chaftsmaler, gest. 26. März 1881 in München.
Rottok, Ernst, Hydrograph und Nautiker, geb. 18. April
1851 zu Eutin, 1884 als uae ee Seklionsvorstand
m Hydrographischen Amt, 1888 Dezernent in der Ad⸗
mixalität und im Reichsmärineamt, jetzt Admiralitätsrat
und Korvettenkapitän a. D.; bearbeitete die „Forschungsreise
 der Gazelle“, verfaßte: „Die Deviationstheorie“
Die Beruhigung der Weüen durch Ol“ (1888).
Rottotliegendes, s. v. w. Rotliegendes (s. d.).
Rottweil, Oberamtsstadt im württemb. Schwarzwald⸗
reis, J. am Reckar, ne 9008 E., Land⸗, Amtsgericht,
Handels⸗ und Gewerbekammer, Gymnasium, Reglanstalt
ais 1802 Freie Reichsstadt, bis 1784 Sitz des kaiserl. Hof⸗
gerichts — Geschichte von Ruckgaber (8 Bde., 1835), Urkundenbuch
 von Günter (Bd. 1, 1896).
Rotuntah, brit. Insel im EO. Melanesiens, 36 qkm,
2200 christl. E., Dependenz der Fidschünseln; Hauptori
Fangwot. sloder Zeltdach.
Rotunde (lat.; ital. rotonda), Rundbau mit Kuppel
Rotüre (frz.) verüchtliche Bezeichnung fuͤr den micht⸗
idligen Stand; Rotürier (spr. Aleh), ein Unadliger.
Rotwanñerbaunm, s. Rrythropploeum.

Rotwelsch (Rotwälsch, von rot, Bettler, und —
remde Spruche), die Gauner- und Diebesfprache Deutsch—
ands, auch Jenische Sprache, Kochemer Loschen, Kaloschen
prache, Kochemer Kohl, Chessenloschen genanut. — 33
Ave⸗Lallemant, Das deutsche Gaunertum' (4 Bde., 186
-62); Kluge (Bd. 1, 1800), Günther (19083. F
Rotwild, s. v. w. ee (girsche); auch Ge⸗
itbezeichnung für Edel⸗ und Rehiild.
Rotwurz, s. Potentuls sAbb. 1426.1.
Roiz, Pferdekrankheit, s. Rotzkrankheit. der
Rötz, Stadt im bayr. Reg.-Bez. Oberpfalz, an de—
hwarzach, (1800) 12309 E.
Rotzgober (Rotzgopper), s. Panzerwangen.
Rotziemer, Rotzippe, die Rotdrossel Drossel).
Rotzinkerz, s. Zinkit.
Rotzkolbe, der Kaulkopf (s. Panzerwangen).
Rotzkraukheit, Rotz, Wurm, Haͤutrotz, Hantwurmn
iamentlich bei Pferden vorkommende, auf andere Tiere
den Menschen aͤbertragbare Infektignskrantheit, verursa
durch den Rotzbazillus, charakterisiert durch Cutwitun⸗
leiner, entzündlicher Reubildungen, die schnell zerfa n
und Geschwüre bilden, beim Rotz auf den Echleimhüuten
es Almungsgpparates und den zugehörigen Lymphdrüsen,
zeim Wurm in der Haut, den — — uͤnd —
)rüsen des Unterhautzellgewebes. Inkubationsdauer 25
Wochen, häufig auch 326 Monate. Verlauf der R. pe
aisch oder akat, im erstern Falle auf Monate und, Jahr
usgedehnt, bei Nasenausfluß, Kehldrůsenverhärtung⸗
rungengeschwüren (verborgener Rotz, Luͤngenrotz), im let
ern ploͤhlich und heflig hervorbtechend, nut hohem Fieber,
dtung der Schleimhaute, gelblichem, blutftriemigem Rasen⸗
ausfluß und zahlreichen fressenden Geschwüren in der Rase,
Berlauf in 8 14 Tagen toͤdlich. Die Geschwuͤre hinter⸗
assen strahlige, weiße Narben. Behandlung wegen Un⸗
eilbarkeit und Gefahr für Mensch und Tier verboten.
»ranke Tiere werden getoͤtet und beseitigt.
Rotzloch, Kuraustalt (Schwefelquelle) bei Alpnach.
Rotzunge, Fisch, s. Schollen. t
Roubaix espt. rübäh), Stadt im franz. Dep. Nord, dre
onbairtant, (1801) 127366 E.; Saulefür gin
ndustrie, Mittelpunkt der Tertilfabrikation Kordfrankreich
og. Roubaixartikel (Seiden-Woll-, Baumwoll⸗ un
inenstoffe).
Roucou (frz., spr. rukuh), Farbstoff, s. Orlaan.
Rouẽ (frz., spr. rueh), Wüstling. JF
Rouen Rit. ruangh, das röm Rotomagus, Haup⸗
tadt der ehemal. Rormandie, jetzt des Dep. Seine
rieure, an der Seine, (1901) 116316 E., Kathedra
Rotre⸗ Dame (16. Jahrh., zwei Türme, 156 3. hohe eiserne
Pyramide, Königsgräber), Abteikirche St.-Quen 1318
9), Justizpalast (Spitzbogenstil, 16. bis 16. Jahrh. er⸗
»aut), Museum mit Bibliothek, Deukmäler von Fea
Arc, Corneille, Napolton J. Boieldieu, theol. Fatultat
Atademie der Wissenschaften, Malerakadeinie; 160 Bauni⸗
voll⸗ und Leinenspinnereien (Rouenneries), Tuchfabrilen,
Schiffbau, Maschinenindustrie; Hafen ss. auch Beilage:
zrankreichs. 30. Mai 1431 wurde hier die Jungfrau
on Orlkans verbrannt. — Geschichte von Periaur lifranz.
874), Cook (engl., 1899). ad⸗
Rouergue (spr rnarg), alte franz. Grafschaft in Süd—
cankreich, Ostteil von ed Hauptstadt Rodez. d
Rous'e ot noir (frz., fpr. ruhsch e ndahr), Rot un
Schwarz, Hasardspiel mit Karten, bei welchem auf
n ein rotes und ein schwarzes Feld geteilten Svpieltis
negen einen Bankier pointiert wird.
Rougenmont (spr. rusch'möng), Berg, s. Donon.
Rouget de Lisle (spr. — dr lihl), Claude *
franz. Dichter und Kompouist, geb. 10. Mai 38
n Lons-le⸗Saunier, Ingenieuroffizier, gest. 26. Funi 188
n Choisy⸗le-Roi bei Paris; —* die Marseillaise (. d.d
erner „Ohant des vengéances“ (1798), „Chant dr
ombat⸗ (1800), Romangen und Lieder.“ Kol Fierso
1892), Leconte (1892).
Rouher (pr. ruähr), Eugene, franz. Staatsmann,
jeb. 80. Nov. 1814 zu Kiom, Advokat, 1840 562 Justi
ninister, dann Vizepräsident des Staatsrats, 136358
Ministerpräsident, hierxauf, Prüfident des Senats, 1872
76 Vertreter Korfitlas in der Versailler Rationalver⸗
ammlung, seitdem in der Deputierienkammer bis zuw