Roy

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Royer⸗Collard (pr. rdajeh kollahr), Pierre Paul,
ranz. Staatsmann, geb. 21. Juni 1768 zu Sompuis
Champagne), 1797 im Rat der Fuͤnfhundert, 1811. 18
Prof. 1815 18 Regierungsmitglied bildete 1820 di
Partei der Doktrinürs, 1828 —80 Kammerprufident, üͤber
ceichte 1880 Karl X. die Adresse der 221 Veputierten, gest
t. Sept. 1846 auf Chateauvieurx bei St.-Aignan.“ —
Biogr. von Barante (neue Ausg. 1878), Spuller (1895).
Royton (spr. reut'n), Siadt in ver engl. Grafsch
dancaster, (1801) 11881 E. Baumwollindusirie.
Rozendaal (spr. ros-), Ort in der niederländ. Prov.
sordbrabant, (18900) 13720 E.; Rübenzuckerindustrie
K. P., in der Telegraphie — xéponse payséo (frz.), Ant⸗
vort bezahlt; R. P. d. S dringende Antwort bezahlt.
P. auf Rezepten reoipe (lat.), nimm.
Rshew (spr. rschoff), Kreisstadt im russ. Gouv. Twer
der Wolga, 31514E.
t., engl. Abkürzung für Right bei Titeln.
Ku, chem. Zeichen für Rutheuium (s. d..
Ruabon (spr ruäbb'n oder richb'n), Ort in Wales
301) 21721 E.; Eisen⸗ und Kohlengruden.
Ruaha, Nebenfluß des Rufisi (s. d)
Ruanda, Berglaudschaft in Deutsch-Ostafrika [Karte:
Deutsche Kolonien J. 4), im W am Ostrand des
ivusees, bis 2800 m, im NW., am Fuße der Kirunga⸗
zulkane, bis 2600 m hoch; Bewohner (2 Mill.) hamit.
Wahuma Feres und Wahutu (Bantuneger).
Ruapuke, Insel im S. der Südinsel von Reuseeland.
Rub (ürk,, „Biertel“), ügypt. Getreidemaß gu
Auibeh — —— Ardeb (s. di).
Rubaga, fruͤhere Hauptstaͤdt des Negerreichs Uganda.
Kubato sital. „geraubt“), musikal. Tempo, bei dem
nan 9 weniger streng nach dein Takt als dem Gefühl richtet.
Rubattino, Raffgele, ital. Schiffsreeder, geb. 1810
est. 1. Rov. 1881, Begruͤnder der Schiffahrtsgesellschafi
ẽlorio⸗RYubattino is. d.).
Rubber (engl. spr röbber), s. Robber.
Rubbiv, äülleres ital. Gewicht von 28 Libbre; Ge⸗
ceidemaß in Rom 2,04 hI ( R. heißt Rubbigteinad;
Rübe, s. Rüben. sals Feldmaß — 1,84 hu
Rubeba (Rubella), s. v. w. Rebec.
Rubeen, Abteilung der Rosazeen (s. d.).
Rubel, Einheit des russ. Geldwesens zu 100 Kopeken,
——
und Papier mit Kursschwankungen. Die Gold-R. heißen
Imperial (. d.); in Silber gibt ẽs Stucke zu 1.1 R.
n Papier zu 6600, 100, 50, 26, 10, 5, 31 R.“
Rübeland, Dorf im Hzogt. Braunschweig, im Harz,
in der Bode, (1900) 1204 F.; Höhlenmufeum; dabel di⸗
hermanns-⸗, Baumanns- und Bielshöble ss. diefe Artikel)
Rubellit, s. Turmalin.
Ruben, ültester Sohn Jakobs und der Lea, Ahnherr
es israel. Stammes R., östl. vom Jordan.
Ruben, Christian, Historienmaler, Schüler von Cor—
ielius, geb. 80. Nov, 1308 in Trier, gest 8. Juli 1875
ils Direktor der Akademie zu Wien — Sein Sohn und
Schüler Franz R., geb. 16. Aug. 1842 zu Wien, Hissorien—
ind Genremaler, lebt in Venedig.
Müben, die dicken fleischigea Wurzeln mehrerer als
Zemüse und Futterpflanzenangebauter Pflaͤnzen der
Battg. Bota, Brassica, Dauens, des. Rote R 9 Beta),
Lunkel-⸗N. (s. Beta), Mohr-R. (s. d.), Weiße R.(qs. da).
*ohl⸗R. (s. und Zucker⸗R. (J. d.).
Rüͤbenälchen, s. Aaltierchen. ltierchen.
Rübenmüdigkeit, Rübennematöde, s. Ael⸗
Rübenreps, s. v. w. Rübsen (s. dy.
Rubens, Peter Paul, niederländ. Maler, 69 Juni
1577 zu Siegen bei Köln, nach achtjiährigem Aufenthalt
n Italien, bes. beim Herzog von Mantua, seit 1608 zu
Antwerpen, ansässig, seit 1822 für Maria von Medici
in Paris, später fuͤr König Karl T. von England tätig,
auch zu diplomat. Sendungen (unter anderm nach Spanien)
verwendet, gest. 80. Mai 1640 in Antwerpen Ri, de
berühmteste fläm. Künstler, war bef. guf' dem Gebiete
der Historienmalerei und der Bildnismalerei tätig; zahl⸗
lose Werke (mehr als 1200), zum großen Teil mit Hilfe
pieler Schüler (A. van Dytk u. a.) angeferligt. Haupi⸗
hilder unter den religiösen Kompositivnen Kreuzabnahne
(1612. Kathedrale zu Antwerpen' sTafel: Thristus. x),

der ungläubige Thomas (Triptychon, 1615, ebd.), Stur—
er Verdammten (München), Jüngstes Gericht (1618, ebd.“
Abraham entläßt Hagar (Petersburg), Der mwunderbau
Fischzug (1619, Mecheln), Krönung Mariä (um un
zrühsel [Tafel: Madonna, 81),“ Wunder des heil.
Franz Xaver und Ignatius (Wien), Christus am Aumn
Antwerpen), Triptychon des heil. Ildefons —
Wien), Heil. Cäcilie (Berlin), Bethlehemitischer Kinder⸗
norde (Muünchen); unker den mytholog. Kompositionen
Meleager und Atalante (Cassel), Perseus befreit Andro⸗
neda (Berlin und Petersburg), Trunkener Silen Bun⸗
hen), Jupiter und Kallisto 1618, Casfel), Am czon
chlacht (1619, München). Ferner: Bauernkanz Gadrid
Fläm. Kirmeß (Paris), Löwenjagd (München), Die
Erdteile (Wien), Liebesgarten Mtadrid, Dresden). 7
Bildnissen sind zu nennen: seine erste Gemahlin Isabe
Brant (Petersburg), seine zweite Gemahlin Helene gou
nent (ebd. Haag kTafel: Porträtmalerei 1,71] e
wünchen. Roilspp. Ih, Geelersburg. Hünchen), unn
pigs XIII. Gemahlin Anna (Amsterdam, Wien), —5
Maximilian T. (Wien), J. Ch. de Cordes und Gemahl
Brüssel), Graf Arundel und Gemahlin (München), .
nit seiner Frau im Garten (ebd). Hervorragend auch
24 Gemälde für Maria von Medici (o2e 28 Allegentt
ruf, ihr und ihres Sohnes Leben; jetzt im Louͤpre), Alle⸗
orien auf Jalob un Schloß zu Whitehali 639
Skizzen zum Triumphbogen des Kardinal-Infanten r
Antwerpen (Petersburg). — Vgl. Rooses, „Lwuy;e
le R.“ (6 Bde., 188692); „Correspondanee de 5
jg. von Ruelens (1887); Michiels, „R. et Usoole d Aun
ors“ (4. Aufl. 1877); Knackfuͤß (Kunstlermonographie“
395)3 E. Michel (1900), Rofenberg (1905).
Rübenwurm, s. Aaltierchen.
Rubevlen (Rubedlae), s. Röteln. zal
Ruberoid, ein Dachdeckungs— und Isoliermaterian
estehend aus einem imprägnierten, auf beiden Seiten mi
inem elastischen Überzug versehenen Wolldachfilz.
Ruberythrinsäure, s. Krapp. „ vald
Rübezahl, der Berggeist des Riesengebirges, ein ba
ieckendes, bald hilfreich-freundliches koboldartiges Wesen.
Bgl. Lincke (1896)
Rubi, r. Nebenflüß des Kongo, 200 xm schiffbar.
Kubiüs, Farbepflanze, s. Färberröte.
Rubiana, eine der Salomoninseln, s. —I
Rubiazeen, große Pflauzenfamilie der Rubiinen,
Zäume, Sträucher und Kräuter meist der heißen, auch der
emäßigten Zone. Gattungen: Galium, Asbernia. Bubia.
loffea, Cinchons ⁊c.
Rubiazin, s. v. w. Purpurin (s. d.). d
Rubles GRubikon), Grenzfluß zwischen Italien un
dem Zisalpinischen Gallien, mit dessen überschreiten
Asar (aAs v. Chr.) den Bürgerkrieg eröffnete; jeht ürgonc
Oberlauf des Pisciatello). Den Rubikon üͤberschreiten,
.v. w. den entscheidenden Schritt tun, der keine Um—
ehr zuläßt. (S. Mlea jacta est.)
Rubidium (chem. Zeichen Kb), weit verbreitetes, aber
mmer nur spurenweise auftretendes Alkalimetall, 161
von Bunsen entdeckt, findet sich in einigen Mineralien,
in Salzsolen, Mineralwässern uud in den Abraumsalzen,
dem Kalium ähnlich, silberglänzend; spez. Gewicht 12
Atomgewicht 85,8; Schmelzpunkt 8380; feine Salze färben
ie nichtleuchtende Flamme diolett. JodeR. wird als Er⸗
atz des Jodkaliums medizinisch verwendet.
Rubitnen, Pflanzenordnung der Eympetalen: umfaß
ie Rubigzeen und Kaprifoliazeen.
Rubikon, Fluß, s. Rubico.
Rubin, verschiedenc rote Edelsteine. Echter R., s. . w
oter Korund (s. d. und Tafel: Edelsteine U, 17),; brieut.
R., die karmesinrote Abanderung desselben; Balias⸗(Ba⸗
as⸗)R. ist ein blaßroter Spinell; Rubinspinell, der hoch⸗
cote Spinell; böhm., sächs. und schles. R. sowie der Kap⸗R.
s. d.) sind Granaten, der brasil. R. roter Topas; Biolett⸗
. Amethyft. — Als Forbstoff s. v w. Fuchsin (s. d.)
Rubinblende, s. v. w. lichtes Rotgüldigerz (s. d.)
Rubinglas, durch Gold (Goldrubin), Kuͤpfer (Kupfer
nbin) oder Silber (Silberrubin) rubinrot oder gelb ae
ärbtes Glas.
Rubinglimmer, s. Goethit.
Rubinkatzenauge. s. Korund.