Fubinschwefel, sJ. v. w. Realgar (. dy).
Rubinspineln, s. Rub.
Rubinsein, Aniog Klaviervirtuos und Komponist,
. 30. Novb. 1829 zu Wichwatinetz bei Dubossary (Gouv.
hersond.mochi⸗ Ai seinem 106. Jahre Konzertreisen
urch Cutopa und Amerika, seit 1859 Dirigent der von
hm gegründeten Russischen Musikgesellschaft und Leiter des
don serbatorinns in Pelersburg, gest. 20. Nop. 1894 in
beterhof sr Opern (Der Samon“, Matlkabüer
Ners⸗ Datorie Das verlorene Paradies“ „Turmu
 uBabel Woses)Sinfonien ),
Zuvertürch Klavierfachen, Lieder ec., auch musikal. Sgrift⸗
teller Die Musik und ihre Meister“, 1892). — Biogr.
In Nachirthur engh, 4s880) zabel (uss?). — EScn
beuder Nikolaus R. Pianift, geb. 14. dJuni 1885,
Pustdirctteud Gründer des Konservatoriums in
Mottan 364), gest. 28. März 1881 zu Paris.
RZuvizii Spine
myubner, Mar, Hygieniker, geb. 2. Juni 1854 zu
Nuͤnchencse Prof. in Marburg, 1891 in Berlin ver⸗
dient durch Arbeiten über die Ernährung und Kleidung;
suib. „Kehrbuch der Hygiene“ (7. Auff 18083), „Unfere
Weungomittel und de Ernährungskunde“ (1809).
Ruabbi, is de mee — * oder Kübsen ge⸗
vonnenes fettes Sl, dient als Brenn— und Schwieröl.
r Rubru Gat. rabrien, rote Erde. Rötel) die
Werschfien ine Buhette bursyenagichelotheschriebenß
Abtesng Abschnitt; in der kath. Kirche die in den
turgischeu Büchern rot gedruckten rituellen Anweisungen
die liturgi shen Goundenee ruerieren, mit uber⸗
criten verschecn darettte unttcen nbrigen
pr Zweig der kath. Liturgik, der die rechte Ausführung
er heiligen Handlungen lehrt, Rubrikatsren, die Schreiber
roten Linien und —— in Büchern, bes. die
aler der roten Initialen in den ersten Drucken.
detubrtzelle (neulat.), das Meßgebetbüchlein der
Inden (nach den 3 rot gedruckten Buchstaben).
ubrum Ide „das Rote“), die (früher rot ge⸗
criebene) Aufschrift eines Attensticks
ubsatpfeifer, ienseifer (. Pfeife).
Rüvsen, Rübsame (Brassica ra—a . var, oloi-.
 Brassioa), Kruzifere, deren Samen Ole(s. Rübsl)
— weniger ergiebig als der Raps; man unter—
geder Winter⸗R. oder Wintersaat und Sommer-R, oder
nmersaat MWairübe . d).
Rübstiel, die als Gemüse dienenden Blattstiele der
— L. Pflanzengattg. der Rosazeen, zahlreiche
Arten, meisi Sträucher der nördl. Halbkugel. 8. saxsn
 GSiein⸗ Felsenhimbeere), mit sauren Früchten,
Bergwalderk; R. chamaemorus L. (Sumpfbrombeere,
—F Zwergmaut·, Malt. oder Schelldeere) mit gelben,
B. arcticus T. (nordische Hinmbeere oder Mamura-⸗
ee mit roten Früchten, die im NRorden eingemacht wer⸗
en. Straucher sind die Himbeere (s. d.) und die Brom⸗
—B—— Zimtoͤrombeere) mit großen
sinucaieh Blüten, aus Rordamerika, sowie R. spectaren,
 sind diersiräucher.
Rucenai ——————— ital. Dichter, geb.
. Ott. 1478 zu Florenz, Sohn des Gesandten der
entin, Repubtit dud Altertanskenners Bernardo R.
eb —— Engels⸗
urg zu Rom), durch sein Lehrgedicht „De api“ (150839 u. ö.)
erü hint gest h Werke mit Biogrt. von Mazzoni (1888)
k üchel, Ernst With dricdre von, preuge General,
9 31. Juli 1754 zu Ziezeneff (Kr. Belgard), 1806
guverneur von Königsberg, 1806 Leiter des Militär—
wesens mußte 1807 auf Napoleons A zurücktreten,
dan i828 cuf suntee Gute Hafelau
Ingras, J. Anthoxanthum sAbb. 83)].
uwratw Johs., s. Johann von Wesel—
ne adelhasser Vogel Koc
Inbürge vrhaft.
usrdiskontlerung, die Weiterbegebung von dis—
utierten Wechfeln miltels einer neuen Diskontierung.
Rucen Dorsum), die hintere Wand des Rumpfes
b untern Rand des Rackens (. d.) bis zur Lenden—
uoen hauptsachlich von der Wirbelfäule, deren Dorn⸗
sätze als Rückgrat sichtbar sind, und den zahlreichen
ückenmuskeln gebildet.

567

Rüe

Kückendarre, s. v. w. Rückenmarksschwindsucht.
Rückenmark (Medulla spinalis sTafel: Nerven-Istem
 II, 1-ÿ8)), derjenige Teil des nervösen Zentral⸗—
Igans, welcher sich im knöchernen Kanal der Wirbel—
äule fortsetzt, hüngt durch das verlängerte Mark mit
em Gehirn zusammen und Jic bis zum ersten Lenden—
airbel, worauf sich zahlreiche Rervensträuge, der Pferde—
chweif (Cauda eéquina), anschließen. Es bildet einen
—10 wm breiten Strang, der Länge nach in zwei
ymmetrische Hälften geteilt, welche durh einen schmalen
otreifen (die Kommissur) verbunden sind, in dem der
zeutralkanual liegt. Auf dem Querschnitt erscheint außen
deiße, innen in einer Schmetterlingsfigur graue Sub⸗
tanz; letztere teilt die weiße Substanz, auf jeder Hälfte
n drei Stränge: den vordern und seitlichen für die
notorische, den hintern für die sensible Leitung zwischen
»en Hirn- und Rückenmarksnerven. Wie das Gehirn
st das R. von drei Häuten umgeben (der weichen,
er Spinnweben- und der harten Rückenmarkshaut),
n deren Zwischeuräumen sich die Zerebrospinalflüssigkeit
indet. Aus jedem der 31 Zwischenwirbellöcher entspringt
om R. auf jeder Seite ein Nervenpaar (die Rücken—
narks⸗ oder Spinalnerven), mit vordern (motorischen) und
sintern (sensiblen) Wurzeln; in letztern ist je ein Nerven—
noten (Spinalganglion) eingeschaltet. Weiter enthält
as R. automatisch wirkende Nervenzentren (Refler⸗
entreu) für Herz⸗, Atmungstätigkeit ꝛc.
Rückenmarksdarre, s. Rückenmarksschwindsucht.
Rückenmarksentzündung, s. Rückeunmarkskrank—
eiten.
Rückenmarkserschütterung, Erkrankung des
tdückenmarks infolge Erschütterungen des Körpers oder
er Wirbelsäule, am — ——— nach Eisenbahnunfällen
ls Eisenbahnlähmung (Rastway-spine, d. i. Eisenbahn—
ückgrat) degbagtetn kann sofort tödlich enden oder, näch—
enn sich der Kranke erholt hat, auf lange Zeit zu
runktionsstörungen führen.
Kückenmarkshautentzündung, s. Rückenmarks—
inkheiten.
Rückenmarkskrämpfe, s. Krampf.
Rückenmarkskrankheiten, Krankheiten des Rückenrarks
 selbst und seiner Hüute. Die Rückenmarkshaut⸗
ntzunduug (Moningitis spinalis entsteht nach Ver—
tzungen und Entzündungen der Wirbel, sowie im An—
hluß an Allgemeinkrankheiten (Tuberkulose, Syphilis)
der tritt epidemisch als Genickstarre auf. Die Wasser⸗
ucht des Rückenmarks EAxydrorrhachis), angeboren
»der im Verlaufe chronischer Entzündungen entstehend,
ührt zu Schwund des Ruͤckenmarks und zu Lähmungen.
Zon Erkrankungen des Rückenmarks selbst sind am
ufigsten die Ruckenmarksentzündung (Ayolitis), die
neist“ zu Verhärtung, (Sklerose) mit Untergang zahl—
eicher Rervenfafern führt; die Rückenmarksschwindsucht
s. d.); die Spinalirritation (s. Rucn hmerzeun Ver⸗
czungen des Rückenmarks haben unheilbare Lähmungen
ur Folge, sind um so gefährlicher, je höher die Verletzung
fattsindet; so führt Zerquetschung in der Höhe des zweiteü
ʒalswirbels (Genickbrechen) sofortigen Tod herbei. — Vgl.
eyden und Goldscheider (2. Aufl. 1904).
Rüͤckenmarksschlagfluß, s. Harnwinde.
Rückenmarksschwoͤndsucht, Ruckenmarksdarre (DTa-»es
 dorsualis), fortschreitende Entartung der hintern
stückenmarksstränge (Hinterstraugsklerose) und der hintern
erbenwurzeln, ührt zu Herabsetung des Taste und
Ruͤskelgefuhls (Taubheit der Beine, schleudernder Gang,
druckgefühl um den vei und zu fortschreiten der Lähmung.
zerlauf stets chronisch; Badekuren und Elektrizität mindern
i⸗e Beschwerden. — v. von Leyden (3. Aufl. 1901).
stückenfaite, die Wirbelsaite (s. Chorda).
e lig, Deschrad
KRuckenschmerzen, Schmerzen infolge Rheumatismus
er Rückenmuskeln oder entzündlicher Vorgänge im
tippenfell und in der Wirbelsdure oder infolge krankhaft
esteigerter Empfindlichkeit des Rückenmarks (Svpinaiꝛritation
 oder Spinalneuralgie).
Rückenschwimmer (Notoneottäse), Familie der
Vvasserwanzen, mit oben gewölbtem, unten flachem Körper,
chwimmen mittels der langen, bewimperten Hinterbeine,
sen Rücken nach unten. Hierher die gestreifte Ruder⸗