Rüc

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wanze (Corixa striata L.), im Wasser einen zirpenden Ton
jören lassend, häufig; gemteiner R. (Notonecta glaueg T.
Abb. 165461), Kopf und Vorderrücken weißlich bis arunlich,
sonst bräunlich, gemein in stehen—
den Gewässern, sticht empfind—
lich, schadet der Fischbrut.
Rückenstranug, die Wir—
elsaite (s. Chorda).
v — Iewn
Deckungen, die in Befestigungẽ— uͤcken⸗
inlagen die Truppen vor —— ioas. Dnener Ruren
euer sichern sollen.
Rückenwirbel, s. v. w. Brustwirbel (s. Wirbelsäule)
Rückerbrecht, s. Schoßfallrecht.
Rückert, Friedr., Dichter, geb. 16. Mai 1788 zu
Schweinfurt, habilitierte sich 1811 als Philolog an der
Universitit Zena, ging 1816 nach Stuttgart, 1618 nach
Rom, lebte dann in Coburg, ward 1826 Prof, der orient
—— in Erlangen, 1841 nach Berlin berufen, privati—
sierte seit 1849 in Neuses bei Coburg, gest. daf. 31. Jan.
1866; vorzüglicher Lyriker (bes. „Liebesfrühling“) und
didaktischer Bichter (bes. „Weisheit des Brahmanen“,
1836—39), ausgezeichnet durch doße Gedankenfülle und
ungemeine Sprachgewalt, unübertroffener Meister der
Uhersetzungskunst und der Nachbildung fremder, bes. vrient.
Dichtformen („Makamen des Hariri“, „Nal und Dama—
santi“, „Amrilkais“, „Hamasa“, „Sakuntala des Kali—
asa“ ꝛc.), weniger guuig als Dramatiker. Seine ersten
Bedichte (darunter die „Geharnischten Sonette“) erschienen
1814 unter dem Namen Freimund Raimar (Reimar). —
Bal. Beyer (1868 u. 1875), Borxberger (1878), Suphan
(1888), Muncker (1880). — Sein Inn Heinr. R., Ge⸗
chichtschreiber und Germanist, geb. 14. Febr. 1328 zu Coburg
seit 1852 Prof. zu Breslau, gest. das. 11. Sept. 1875; schrieb
„Kulturgeschichte des dngeh Volks in der Zeit des über⸗
zangs aus dein Heidentum in das Christentum“ (2 Bde.,
1853-54), „Geschichte der neuhochdeuischen ee
1875) u. a. Biogr. von Sohr und Reifferscheid (13877 80).
Rückfall, im Strafrecht Wiederholung desselben (oder
zines gleichartigen) Verbrechens nach vorausgegangenei
Bestrafüng des Verbrechers, ein Strafverschärfungsgrund
hei Raub, Diebstahl, Hehlerei und Betrug; die Ruͤckfalls—
trafe fällt aber weg (GRückfallsverjährung), wenn das
jeue Delikt erst nach 10 Jahren begangen wird (Deutsches
Strafgesetzb. 88 245 u. 264). — In der Medizin (Rezidiv
das eg einer scheinbar oder wirklich ge⸗—
hobenen Krankheit während der Rekonvaleszenz.
Rückfallsrecht, der Satz des franz. Rechts, daß
Veschenke des Aszendenten an den Deszendenlen, nach
dessenn kinderlosem Ableben an den erstern zurückfallen,
Rückfalltyphus, Rückfallfieber (Ty phus recurrens,
gobris redurrens), epidemisch auftretende typhusähnlicht
drankheit, meist in zwei lange anhaltenden (8327 Tage
Fieberanfällen mit —33 — Kräfteverfall bestehend,
wischen denen eine völlig fieberfreie Zwifchenzeit (meist
6—8 Tage), liegt; betrifft meist herabgekommene Indi—
viduen, bes. Vagabunden. Ursache: feine Spirillen
(Spirochäten (Tafel: Bakterien, 11)), die sich während
des Fiebers im Blute finden. Überträger des Infektions—
toffs ist eine blutsaugende Zecke (Ornithororus Larigni).
— Baul, Wyß und Bock (1869), Lebert (1876).
Rückgrat (Spina dorsi), s. v. w. Wirbelsäule z.im
ngern Sinne die in der Mittellinie des Rückens fühl—⸗
aren Spitzen der Dornfortsätze der Wirbel.
Rückgratsverkrümmumg, . Schiefheit und Wirbel⸗
Rücdckgrattiere, s. v. w. Wirbeltiere. ssäule
Rückgriff, s. Regreß.
Rücdckaufgeschäft, s. Pfandleih- und Rückkaufgeschäft.
Rücklauf, Rücksiv, infolge des Drudes der Vulver⸗
zase guf den Boden oder den Verschluß von Geschützen
ewirktes Rückwärtsrollen, das durch einen Lafettensporn
oder Rücklaufbremsen vermieden werden soil (. Rohrrück⸗
Rückläufig, s. Rechtläufig. llaufgeschütze)
Rückprämie, f. vw. Empfangsprämie (s. d.).
Rückrechnung, Retourrechnung, Ricambiorechnung,
die Rechnung, die im Wechselregreß der Regreßnehmer
iber den Belrag seiner Regreßforderung aufstellt.
Rüͤckschlag, das plötzliche Zusammentreten der getrenn⸗
ten Elektrizitäten in ilolierten Leitern, welche einem'elettri—

ierten Konduktor nahestehen, wenn dieser plötzlich entladen
oird. — R. in der Biologie, s. Atavismus.
Rückschlagventil, in eine Druckrohrleitung *5.
zautes Ventil das bei Rohrbruch sich selbsttätig sch b
ind das Auskreten des Druckmittels (Dampf) verhinder
Abb. 15471]; bei Rohrbruch verschließt die
ugel durch den einseitigen Überdruck den —
erletzten Rohrstrang. 5
Rüuckstand, elektrischer, s. Residuum. n—
Rücksteuer, Rückzoil, die Erstattung
ines Zolles oder einer Verbrauchssteuer, —
alls eine zolls oder steuerpflichtige Verwen⸗ M
»ung des belasteten Gegenstandes nicht stattzæ 1547. Rück⸗
indet (z. B. wenn er ius Ausland, statt in scagventil.
en inlündischen Verbrauch übergeht). der
Rückversicherung, Reasseturauz, Versicherunder
»on einer Versicherungsgesellschaft übernommenen —
dei einer andern solchen Gesellschaft gegen —
»ines Prämienauteils, meist sogar bei mehrern Gesen
chaften (Beteiligungsversicheruug). Retrozession, d
R. letzterer wieder bei dritten Gesellschaften ——
h Ehrenberg (1885), Rau (1901).
Rückwechsel, s. Wechsel.
Rückzoll, s. Rücksteuer. od)
Ruda, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Oppeln, (19 n
doe sadod: 18 o06) EESieintohlengruben, Eisen—
ad, Zinkhütten; dabei Gutsbez. R. (2880 E.).
Ruda, Goldbergwerk bei Brad in Siebenbürgen. zo
Rudbeck, Olov schwed. Polyhistor, geb, Jan. 4630
u Westeräs, gest. 17. Sept. 1708 als RProf. der V
omie und Kurator der Universität üpsala; Hauptwert
—* * —35 Bo. 13, ———
ine phantastische Geschichte Schwedens in der Urzeit. F
Sein Sohn Olov R., geb. März 1660, folgte isn
Is Prof 1718 geadelt 1780 Acchigter, gest. 28. März
740; Ichrieb: „Lapponia illustrata“ (1701) u, a.
Rüde (frz. Tudo), roh, ungeschliffen. .
Rüde, bei Wölfen, Fuͤchsen und Hunden das Minn
jen; dann ein Hatzhund, überhaupt ein großer start
zund; Rüdemann, Fütterer und Führer der Hatzhunde.
Rudelsburg, Burgruine im preuß. Reg.⸗Bez. —*
urg, bei Bad Kösen, ra über der Saale; Denkmal für b
870/71 gefallenen Korpsstudenten, Kaiser-Wilhelm- un
Aismarck-Denkmal; westl. Ruine Saaleck. .
Rudelstadt, Racktflecken im preuß. Reg.-Bez. Liegnitz,
m Bober, (1800) 1336 E.; Schwefelsäurefabrikation.
Rüdemann, s. Rüde.
Rudenz, Schlößchen bei Flüelen.
Ruder, unfeemännisch Steuer, Vorrichtung zum
Steuern des Schiffs, ist uüm eine senkrechte Achse dien
ar am Hiuter- oder auf Einschraubenschiffen pe
dudersteven mit Fingerlingen in die Ssen der —8
cheren aufgehängt, Kopf reicht durch eine ung
ofnung im Heck GRuderkoker oder Hennegatt) in d
-chiff hinein nach dben, wo die Pinne (j. d.) oder
Joch (s. d.) aufgesetzt und durch Ketten oder Stahl⸗ n
edertaue das Steuͤerreep mit der Steuermaschine r
em Rad in Verbindung gebracht wird, durch die das
gedreht („gelegt“) wird. Das Blatt bietet dem Waße
Widerstand und zwingt das Schiff nach der Seite s
mn drehen, nach der das R. gelegt ist. Balance⸗R, sin
o gebaut, daß ein Teil des Blaͤttes vor der Drehachse
iegt. Rudersmann oder Mann am R., Rudergänger—
er steuernde Matrose. (S. auch Riemen.) zihfel
Rudera (late) Schutt, Truͤmmer,überbleibsel,
studerãten, Schutbpflanzen; Ruderation, Estrichbereitung
aus Schutt ꝛc.
Ruderanzeiger, Axiometer, eine mechanisch eder
lektrisch betriebene Leitung, welche die jeweilige Lage
es Ruders auf der Kommandobrücke vder im Kommando—
urm anzeigt.
Ruderenten (EErismaturidae), Familie der Enten⸗
»ögel, mit eiwas verlangertem Hals, derkürzten Flügelu,
erlängertem Schwanz, in Amerika, Afrika, Australien,
dleinasien. Eine Art, die Weißkopfente (DPrismatürs
onoooephala Eyton), rostbraun, Munnchen mit weißem
vopf, in Südungarn und auf der Balkanhalbinsel.
Ruderflug, s. Flugtechnik.
NRuderfrosch. s. Flugirosch sAbb. 609).