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setzgebung, dem „Liede vom Heereszug Igors“ u. a
Waͤhrend der Mongolenherrschaff ging das Zentrum der
Entivicklung von Kiew nach Moskau uͤber. Die Literatu—
pegetierte in den Klöstern. Es entstanden die nordruss
Chroniken, histor. Erzühlungen; Volksbücher drangen über
Polen ein. Im 16. Jahrh. entstand der „Domostroj“; als
Schriftsteller traten auf Zar Iwan IV., Fürst Kurbstij, Koto—
Krishanitsch. Ende des 17. Jahrh. entstand die
Beistliche Aklademie in Moskau. Ausländer kamen ins Land
Es entstand die „Nikonsche Chronik“, das „Zarenbuch“, eint
Funstpoesie (Simeon von Polozk), originale Erzählungen
Dramen und Mysterien wurden aufgeführt.
Die Reformen Peters J. brachten auch eine neue Äro
der R. L. Ihn unterstützten literarisch Possoschkow
Theophan Prokopowitsch, später Tatischtschew, Kantemir.
Theaterstücke verherrlichten Peters Siege. Zahlreich waren
Memoiren, Selbstbiographien, Reisebeschreibungen. Ir
der Poesie ward der Pseudoklassizismus herxschend (Tredja⸗
towstij). Lomonossow qu eine russ. Literatursprache
anter Beschränkung des Kirchenslawischen. Dramatiker
Sumarokow. Es entstand eine wissenschaftliche Erforschunç
der russ. Geschichte epe G. F. Müller, Schlözer)
Erpeditionen zur Erforschuug Rußlands wurden ver—
anstaltet. Katharina II. schrieb selbst Lustspiele u. a.
der bedentendste Dichter ihrer Zeit: Dershawin, Satiriker
Von-Wisin; für die Volksbildung wirkte Nowikow und
Ipiew Eine sich inzwischen entwickelnde sentimen—
tale iung fand ihre Hauptvertretung in Karamsin
Die arme Lisa“ u. ä.). Das Juteresse für nationales
Leben und heimatliche Vergangenheit erwachte.
Anfang des 19. Jahrh. wurde Karamsins „Geschicht
des Russ. Reichs“ mustergültig für die Prosa. Die—
selbe ciem erlangte Dmitrujew für die Poesie. Die
Anhänger des Alten scharten sich um Schischkow. Schrift—
steller: Mersljakow (Ode), Narjeshnyj (Koman), Benizkij,
Ryljejew (Dichter), Oserow en Fürst Schachowskoj
(Lustspiel)y; die Fabel erlangt in Krylow ihre höchste
Vollendung. Einen neuen Juhalt brachte die Romantik
eingeführt von Shukowstij, dem folgten Batjuschkow—
— Gnjeditsch. Der Slawist Wostokow begann seine
Tätigkeit, es erschien die erste Sammlung russ. Helden⸗
lieder. In Puschkin erreichte die russ. 3— ihren natio⸗
nalsten und fornivollendetsten Ausdruck. Neben ihm wirk
ten: Wenewitinow, Poleshajew, Jasykow, Baratynstij,
Delwig; Gribojedows satit. Schauspiel „Wehe dem Ge—
scheidten“. Staͤrk war der Einfluß Byrons, bes. auf Ler—
montow, den größten russ. Dichter nach Puschkin. Der
vyriker Kolzow gab dem Volkslied künstlerische Ausbildung
— Anfänge des Realismus in den dreißiger Jahren er—
hielten eine feste Richtung durch Gogol, dessen Bedeutung
zuerst der Kritiker Bjelinskij erkannte, und in den vierzigen
Jahren bildete sich die neue realistische Schule, die den
russ. Roman eine hervorragende Stellung in der Welt-⸗
literatur verschaffte; Herzen, Turgenjew, Gontscharow
Dostojewstij, später Lew Tolstoj, ferner S. Aksakow, Gri—
zoxpwitsch, Pissemstij, Sologub, Drushinin u. a. Zu der⸗
selben Zeit bildeten sich die getrennten Lager der Slawo—
philen (s. d.) und Westler (Zapadniki). Hervorragende
Publizisten und Kritiker nach dem Krimkriege waren Herzen
„Glocke“), Tschernyschewstij und Dobroljubow. Ihnen
folgte der radikale, fast nihilistische Kritiker Pissarew.
Die nachgogolsche schöne Literatur beschäftigt sich immer
eingehender mit dem Volksleben: G. Danilewstit, Melni—
kow, Gljeb Uspenstij u. a. Bedeutend als Satiriker ist Salti—
kow (Schtschedrin); seine „Provinzialskizzen“, begründeten
die sog. Anklageliteratur;, ihm folgten Vomjalowstij, A.
Scheller (Michajlow). Eine gemaͤßigt liberale Tenden;
vertraten:? Boborykin, E. Markow, Nemirowitsch- Dan⸗
tschenko, Salow. Die jüngste Nopellistenschule, zum Teil
pessimistisch, bilden: Gaͤrschin, Jassinstij (M. Bielinskij),
Albow, Korolenko, Potapento, Mamin Sibiriak, Tschechow,
Maxim Gorkij u. a. Histor. Romane schrieben: Kosto—
marow, Aler. Tolstoj, Lew Tolstoj („Krieg und Frieden“)
Karnowitsch, Graf Salias u. a. Schöpfer des modernen
russ. Dramas ist Ostrowstij; ihm reihen sich an; Pissemskij,
A. und L. Tolstoj, A. Palm, Potjechin, Tschechow, Nik
Solowjew, Awerkijew. Lyriker; Nektassow (der be—
deutendste) Nikitin (im Charakter Kolzows), Pleschtschejew,
Nadson, Frug, Mereschkowskij u. a.; der reinen Kunst—

htung gehören an A, Majkow, Aler. Tolstoj, A. Scenscun
zna geen rewe unhen, Goscrtt
scheir⸗ Kutusow ic. In der Geschichte it das kultur⸗
jistor. Element immer mehr hervor (Solowjew, Pogedin
dostomarow, Bestushew-Rjumin u. a.); reich citsaltet n
ie Memoirenliteratur und die —35 — ati
Vypin. A. Wesselowstijnu. g); Bolkslieder sammelten
irjejewstin, Kybnikow, Hilserdiug, Schein una.; urhn
Afanassew, Sprichwörter: —— dahl, 65.
nssche ierntar Val. Phpin (cus. *
808 -69), Reinholdt (1886), Walifzewsti Eranz., 10oo)
Brückner (1805). ter
Russischer Adel, russ. Dvorjanstwo, von. Fen
Gr, durch die Rangtafel (1722) ein —Ve— in
Nilitär⸗ und Zivilbeamten in 14 eee (s. Icn
minteilt. Der persönliche Adel wird erlangt mit sche
weichung der Zivilämter der 14. bis9. Klasse, der gr
nit dem Abdienen der 4. Klasse des Zivils oder des ara
rines Obersten im Militär- oder eines Kapitäns — s
m Seedienst. Außerdem wird der erbliche Adel vom vgi en
erliehen, In gewisse Orden erworben ꝛc., auch
azu die von ürik uü. a. abstammenden alten ru s; den
—— Die Adligen eines jeden Gouvernements bi —*
ine n Adelsgesellschaft, an deren Spite der ve
ernements-⸗Adelsmarschall i hank
ewe vieseeeerweterzburg, Staenn
ur dörberung von Sandel und Industrie ünd gut set
fützung der Finanzverwaltung, organisiert durch 5
omn l. Mat 1860.. Kapita zo Mill., gefetpefonon
J
Zeitweilige Filiaglen. Notenumlauf Dan. 18063 95
Mill, Rubel, Deckung 947,. Mill. Rubel. Die voluist
Zant in Warschau, 1828 als Staatsbank gehrtndet
it 1886 eine Hauptstelle der R. R. sgen
ahe Wueeider Logeltnötetich sahn
Ruffifsches Bad uffisches Dampfbad), s. Dampf *
Rufsische Schrift, eine jüngere Form der rt
Ppuischen Shrift im wefentlichen von Veter de
ührt. æ
Rufsische Sekten, diejenigen Setten, die im Gegn
atz zu den Raskolniken (s. d.) auch im Dogm und b⸗
uffassung der Bibel überhaupt von der cuss. —
* entstanden meist, unter ausländischen dinftüsen
ee hsecüteth wiudeß ude
Duchoboren (s. d), Aus den etstern schieden sich spöte
die Skopzen G d.), aus den andern die viblifh⸗rat ug
listischen Molokanen. Eine neue pietistisch⸗evang⸗ —
si in den Stundisten (s. d.) aufgetreten. Die Zahl der nn
koln iken und russ. Sektierer würde (1807) ell wit
Mill. angegeben, wird aber tatsächlich auf 20 Pull. giet
871 wurden für alle Setten, die denen oder keine stag
merkannten Priester haben, Zivilstandsregister anbesun
Das Manifest vom 17. (30.) April 1908 versprach
»en Raskolniken und Sektierern Glauͤbensfreiheit, ——
ber durch den Ukas vom 14. (27.) April 1006 veschrüntt.
Vgl. Makarij, Gehring (1808), Graß (1906 33) chen
Rufsche Sprache gu dei Slaischen Spre
. dhehorig, harauierifiert durch die dautgruppen 33
ro⸗ o10 (statt ra ro, Ia, 1s in andern slaw. ẽhrachen
erfüllt in ʒ Hauptdialelte: 1) das Kleinrussische . gen
ufsen; R großruss. g, 1 — o), in ———
uthenisch genaunt, mit der rotrussischen (in Pode⸗
Wolhynien, Galizien, Ungarn), der Aditeincusitcen
ukrainischen) und nordkleinrussiscthen (im —3
Mundart. Grammatik von Ogonowsti (1889; Siuone
ur. Grampigtik 1880), Smal-Stocki und u
1893), Zelechowsti, „Ruthen.-deutsches Worterbuch
—
ussisch, aber letzterm näherstehend . Weißrussen). —
ik von Karftu (russ. 1888), Worterbuch von Nossowe
(1870). 3) Das Großrufsische vder das eigentliche ——
zuf dein, nanmentlich dem MNoskauer Dialett die rüss. —3
Prache beruht, mit histor. dem Kirchenslawischen —7
Orthographie und cyrillischer Schrift. ———
Bretsch franz., 2 Bde., 1828-29), Wostokomw —
1874), Buslagem (histor. 4. Aufl. 1375); für ——
Unterricht von Pihlemann (10. Aufl. 1889) Maunsein
Ahtheie on, Alereseid, Körner n. n