winnen und erhielt im Frieden zu Tilsit 1807 Bialystock,
gewann von i 1809 — und Ostbottnien,
von der Turkei 1812 Bessarabien, widerstand 1812 dem
Anacis Napoleons ., nahm danu an dem Kampfe gegen
Fronkreich (s. Russisch-Deutsch-Französischer KriegJ tei
und gewann 1810 Königr. Polen. Nikolaus J. —
ES unterdruͤcte inen Hullitäraufstand und herrschte
darauf in streng militar.-abfolutistischem Sinne, ü er
die verschiedenen Rationelitaten durch polizeiliche ü cp
hung.und Dbsperringeeen glan zu russi⸗
dzieten suchte. Et fuͤhrte dcn glücklichen Krieg gegen
B— din
d Sine d die Dontehtheee ie un
schaft im Kaukasus ficherte. Nach dem Aufstand von 1880
A mahhte er Polen e einer Provinz die Revolutiom
pon 118 weranlaßte sein Einrücken in die Donaufürsten—
tümer, 1849 seine Unterstützung Osterreichs gegen d
Ungaru. Nach Schlichtung der dün.-holstein. Sache durch
dag dondoner Protokoll (8. Mai 1839) begann er den
— d.) gegen die Türkei und die Westmächte,
in dessen Verlauf ar Marz 1885 starb. Alexrander I.
ss. ⸗ beendete den nuglücklichen Krieg durch den
— —— J
daun der Besserung der innern Verhältnisse zu. Er ho
388 die Leibeigenschaft auf, reorganisierte die Armee,
ührle Reformen“in Justiz und Verwaltung ein, verbesserte
dab Schulwesen, erleichterte die Steuern, milderte die
—V—— Aften gewann er 1860 das Amurland,
nterwarf bis g80 Vaufasien, nahm nach glůcklichen Kriegen
Igen Kolan um Buqchata Turkestan in Besib, eroberte
Samarkand, 1d78 Chiwe unde r Len Während
Deutsch· dramzösischen Krieges 187071 erlangte er die
Ausdebnng der Bestimmung des Pariser Friedens von
es welcher. verbot, eine Kriegsflotte im Schwarzen
Meere gu halten; die Untuhen auf der Balkanhalbinsel
sfgraulahien ihe unheussTa schotgenenn
965 d) der mit dem Frieden von San Stefano schloß,
essen Bestimmungen aber durch den Berliner Kongreß
— 4878) bedentend zuungunsten Ris veründert
wurden indem dieses nur Bessarabien und in Türk.⸗Asien
ꝓre Gebiete don Kars, Ardahan und Batum erhielt. Trotz
r dußern Erfolge, die 1880 noch durch die Unterwerfung
8 Tele⸗Turtmchen permehrt wurden, war es nicht mög⸗
9 die spaialen übel zu heben, die besonders in den Ge⸗
dattatidieten des Nihllismus zutage traten. Den wieder⸗
solten usntnn fiel endlich 13. Maͤrz 1881 Alerander II.
—6 Opfer. Sein Sohn Älerander iIn. begünfiüigte
danslawistischen Tendenzen und die Russifizierung der
Issechronngen Finnlands und Polens; unter dem Ein⸗
uß von Pobiedonozew wurde die orthodore russ. Kirche
dum Nachteil der Audersgläubigen auf jede Weise be⸗
dinstigt. In Mittelasien fuͤhrte nach der Einperleibung
derwd 1884) das weitere Vordringen gegen Afghanistau
nem feindlichen dusammensioß n Kuͤscht (30. Murz
886) wodurch 1887 der nordwestl. Zipfel am Murghab
du R. kam 1891 besetzte R. auch das Pamirgebiet.
ß u bulgar, Ereignissen (s. Bulgarien) gegenüber verhielt
n R. ablehnenun nahm 79 sceine Truppenanhau⸗
ungen an der Westgrenze eine so bedrohliche Haltung an,
daß sich Deutschland Bherreich und Jigtien zu dem drei⸗
und vereinigten, worauf R. mit Frankreich ein Bündnis
— das seine Stellung wefeutlich verstärkte, zumal
n id Frankreich die finanziellen Mittel lieferte, die es
dur rmehrung des Heers und der Flotte und zu seinen
drohartigen Eisenbahnbaͤuten (Sibirische Eifenbahn Trans⸗
ashisce Eisenbahn) bedurfte. Dieses intime Verhältnis
drantrein sette auch nach Aleranders Tode (1, Rov.
— in Sohn Rikoleus fort, der das Bündnis 1887
— proklamierte, Er fuhrte auch im Innern dieselbe
auitit srt nmamentlich in der Beschränkung der Auto—
e Finnlands In übrigen gab Nikolaus II. seinen
dducen Tendenzen durch die Einberufung der Haager
idenstonerem Ausdruck. In der Bekumpfung der chines.
irren ¶s. China) 1900 nahm R. eine Sondersiellung ein,
— war dei der Befteinng der Gesandten und der
kkupation von Petschi⸗li —— daneben aber in einem
Vonderten Feldzuge sich der Nandschnrei demachtigte. Res
enedns dane rht e
ührte Febr. 1904 Ausbruch des Russisch-Japauischen

579

Rüs

drieges (s. d.), der R. zahlreiche schwere Niederlagen
Wasser und zu Lande ee erst im
Portsmouth 5. Sept. 1905 beendet wurde. Inzwischen
varen im Innern revolutionäre Erhebungen ausgebrochen
senen, die Reglerung mit scharfen Gewaltmaßregeln ent⸗
egentrat. Als Entgegenkommen gegen die Uberalen
dorderungen wurde ini Aug. 10085 die Tinberufung einer
Feichs duma in Aussicht gestellt. Auch wurde im Nopember
Braf Witte zum Ministerpräsidenten ernannt, und bildete
»as erste einheitliche Ministerium in R. die Eröffnung
er Duma, zi der die Wahlen überwiegend demotratisq
usgefallen waren, fand 10. Mai 1906 durch den Kaiser
tatt. Kurz zuvor hatte Graf, Witte sein Amt mieder—
elegt, und, es war ein neues Ministerium unter der Lei⸗
ung von Goremykin gebildet worden. Diefes bemuͤhte
ich mit der Duma in Bezichungen zu bleiben, obgleich
deren Verhandlungen einen immer mehr doltritlärenꝰ und
evolutionären Meer annahmen. Am 21. Juli wurde
ein neues Ministerium Stolypin berufen und am 22
durch kaiserl. Manifest die Duma aufgelöst sowie ais
Termin der Einberufung einer neu zu wählenden 6. März
1907 I33 — 8
Literatur. Zur Geographie: R. Vollständige geogr. Bes
schreibung von P. P. Semenow und W.
(russ. 1899 f9.; auf 22 Bde. berechnet), Hettner (1905),
Wallace (deutsch, s. Aufl. 1906). Zur Geschichte: Karamfin
deutsch, 10 Bde., 1820 38), Strahl und Hermann Bde.,
832 66), Polewoj (russ., 6 Bde. 1828 83), Uustrijglow
deutsch, à Bde., 1839 43), Solowjew (rusf., 28 Bde.,
1854 85; neue Ausg. 1898 fg.), Bernhardi (Bd. 153
863-77), Schnitzler (3. Aufl. 1874), Rambaud (deutsch
Rußnase, s. Brachsen. [1886), Brückner (1886).
Rußniäken, s. Ruthenen.
Rußßöl, s. v. w. Birkenteer.
Ruffomanie, übertriebene Vorliebe für die Russen;
sufssophile, Russenfreund; Russophobte, Russenfurcht.
Rußschwarz, Farbe, s. v. w. Bister (s. d.).
Rußtau, Pflanzenkrankheit, bestehend in einem schwarzen
überzug auf Blättern, bes. an Sträuchern und Bäumen,
dem Myzel einiger Schmarotzerpilze der
Pyrenomyzeten. Häufigste Art Fumago
alieina ul. sAbb. 1557)]; sie wird bes.
dem Hopfen schädlich (schwarzer Brand
des Hopfens). Andere in den Blättern
egetierende Pilze sind Fleospöra hyanthi
 Sor., der den schwarzen Rotz der
Hyazinthenzwiebeln verurfacht, und Spori-—
 00
pflanzungen schädliche Rapsverderber, sowie der die Herzsante
 der Ruukelrübe hervorrufende Pilz Sporidesmium
butrefaciens uch.
Ruæsnula emotiea, Pilz, s. Speitäubling.
Rust, Stadt in Ungarn, s. Ruszt.
Rufstak, ee des turkestan.⸗ afghan.
enee aduchschan, Straßenknoteupunkt, Haupt⸗
andelsplatz.
Ruftenburg, Stadt bei Johannesburg in der Trans⸗
ralkolonie, ca. 360 E.
Ruͤster, Baumgattg., s. Ulme.
Rufter Ausbruch, s. Ruszt.
Rtüfterfalter, s. Fuchs (Schmetterling).
Ruͤsternsplintkäfer, s. Borkenkäfer.
Ruftita (ital.), s. Bossage [Abb. 2521].
RKuftikãl (lat), ländlich, bauerlich.
Ruftizitãt (lat.), bäurisches Benehmen.
Rüstkammer, Sammlung alter merkwürdiger Waf—
en d Zenegane Friedr. Mil
Rüftow, Wilh. Friedr., Militärschriftste
26. Mai 1821 in Brandenburg, preuß. Vener
A Shie Der deutsche Vulicürstaut u b
„erhaftet, entfloh nach der — 1860 Oberst und
Seneralsiabschef unter Garibaldi, 1870 eidgenössischer
Dberst, gest. 14. Aug. 1878 zu Zürich durch Selbftrubrd;
chrieb: „Geschichte des griech. Heerwesens“ (mnit Koͤchly,
852), Die Seldherrnkunst des is. Jahrh.“E8 Auft
87875) die Geschichte der meissten neucru Kriege uha.
P ue 18. Jan. 1826, gefallen
ils preuß. Major bei Dermba i
Militärschriftsteller ch 4. Juli 1866: ebenfalls

1557. Rußtau.