Saa

Saarkohlenkanal, Schiffahrtskanal zwischen der
kanalisierten Saar bei Saargemünd und dem Rhein⸗
Marne⸗Kanal, 1862-66 erbaut, 68,4 xm Ig., 2 mw lief
Saarlouis, Kreisstadt im preuß. Reg.Bez. Trier,
an der Saar, (1905) 8309 E., Garnison, Land- Amts
gericht; bedeutende Industrie (Fayence, Glas, Panzer—
platten, Steinkohlengruben); bis 1815 französisch, bis 1888
Festung. 01905) 8010 E., Amtsgericht
Saarunion, Stadt im Unterelsaß, an der Saar,
Saarweine, an der Saar in Lothringen und der
Rheinprovinz wachsende Weine; in letzterer die dekanntesten:
Scharzhofberger, Bocksteiner, Herrenberger.
Saasgraͤt, Gebirgsstock, . Rischabelhörner.
Saastal, Alpental im schweig. Koanton Wallis,
oon der Saaser Visp durchflosfen, 26 xm Ig., zwischen
den Mischabel- und Fletschhörnern; Hauptort Suas im
Grund,. (1900) 429 6.; gegenüber Saas⸗Fee (280 E.),
Saateule, s. Agrotis. sbeides Luftkurorte
Saati, Ort in Erythrua, zwischen Asmara und Massaua
Saatkrähe, s. Raben.
Zaatschnelitafer, s. Schnellkäfer [Abb. 1658).
Saavedra, Miguel de, s. Cervantes Saavedra.
Baaz, Bezirksstadt in Böhmen, an der Eger, (1900)
16188 E.; Mittelpunkt des böhm. Hopfenbaus.
Säb (Mehrzahl San), s. Buschmaͤnner.
Saba, eine der Leewardinseln, niederländ. Gouv
Cuxracao, 13 qkmm, (1902) 2254 E.; dauptert Hellsgate
Saba oder Sabäa, hebr. Schebaä, Vandͤschaft im südl.
Arabien, Sitz der Sabäer (. d.), Heimat der (von der
Arabern Billis genannten) Königin von S. (J Kön. 10)
Sababai, s. Assabbai. ldie Salomo besuchte.
Sabac (spr. schabatz), Hauptort des serb. Kreifee
Podrinje, an der Save, (1901) 12072 E. [23 294 E
Sabadell, Stadt in der span. Prov. Barcelong, (18000)
Sabadilie Brondt sSchoenocaulon 4. Graoy), Pflanzen:
zattg. der Liliazeen, Zwiebelgewächse Zentralamerikas.“ &amp;
oftleinarum eta. bes. in Veracruz angebaut, liefert der
durch seinen Gehalt an Veratrin (s. d. wirksamen Saba—
dill⸗ Kapuziner⸗ oder Läusesamen (Länsekörner).
Sabäerxr, südarab. Volksstamm, im Altertum in Jemen
Landsch. Saba, s. d.) vorherrschend, trieb mit Raucher
werk, Gold, Edelsteinen 2c. Exporthandel nach Syrien
Agypten, Indien; mit ihnen rivalisierten die im östl
Teile Südarabiens herrschenden Minüer. Im 8. Jahrh
v. EChr. machten die Assyrer das Reich der S. tribut⸗
pflichtig; zur Zeit des Kaisers Augustus die S. durch die
Himiariten (s.d.) verdrängt. Die Residenz der sabäischen
Könige war Marib (Mariaba). — Die S. sind nicht mit
den Sabiern (s. Mandäer) zu verwechseln.
Sabahinseln, Sieben Brüder, ⁊ vulkanische Klippen
(76 108 m) in der Meerenge von Bab el⸗Mandeb, fuüdl
Sabaikalien, s. Transbaikalien. [von Perim
Sabalkanskij, s. Diebitsch.
Sabanilla —7— illja), jetzt Puerto Colombia, Hafen⸗
tadt im kolumb. Dep. Bolivar, an der Mündung des
Magdalenenstroms ins Karibische Meer, mit dem 'Lan—
dungsplatz (offene Reede) Salgar.
Zabaorden, s. Sava (Orden des heiligen).
Sabara, Villa Real do S., Stadt im brafil. Staatt
Minas Gerages, an der Mündung des Rio S. in den
Nio das Velhas, 5000 E.
Sabarka, röm. Kolonie, s. Savaria.
Sabaskloster, griech. Klofter in Palästina, südl. von
Jerusalem, 483 pom heil. Sabas gegründet, eine Stätte
der Hesychasten (s. d.).
Sabatier (spr. Keh), Louis Auguste, franz. prot.
Theolog, geb. 22. Olt. 1839 zu Vallon Ardeche), seil
1877 —— an der prot. theol. Fakultät zu Paris, gest.
das. 42. April 1801; Hauptschriften: „L'apöôtrso Paui“
(8. Aufl. 1896), „Isvangile de Piorro ot les 6vangiles
 canoniques“ (18903)9, „Théorie de la connaissanee
 religiouss“ (1893; deutsch 1896), „Esquisse
d uns e dse la religion“ (1897; deutsch 1898).
Sabatino (Lacus Sabatiuus), See, . Bracciano.
Sabbat (hebr. schabbath,, Ruhezeit“), neujüd.
Schabbes, der im A. T. verordnete Ruhetag der 7. Wochen—
tag der Juden (von Freitag bis een Abend).
Sabbatai 8'vi, jüd.“ Schwärmer und Stifter der
Sekte der Sabbatianer und Sabbatäer, geb. 1626 in

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Smyrna, gab sich 1628 für den Messias aus; von der
ürk. Mhidche d ennr wurde er Mohammedaner,
gest. 1676 in der nens in Albanien. 8
Sabbatarier, christl. Sekten, die statt des Sonntag
der neben ihm den Sabbat feiern. ee
Sabbaterweg, Strecke von 2000 Ellen, die den
Is aeten onn Schbat a gehen ertaubt war (2 Mos. 16, 20).
Sabbatiganuer, Sekte, s. Sabbatai Z'vi.
Sabbatisten, s. v. w. Sabbatarier (s. d.).
Zabbatjahr, nach s Mos. 212; 28, u das je J. In
n dem die Ucer unbebaut blieben und vom israel. Schuld⸗—
ner Schulden nicht beigetrieben wurden.
Sabberseuche, s. Maul- und Klauenseuche. *
Sabbloncelloe (spr. Aschello) oder Orcbit, gebirgig —
steit ins Meer abfalleude Halbinsel in Dalmatien, beginn
hei Stagno und erstredt fich nordwesil. in einer Lünge von
38 kmeund einer Breite von 5 km. e⸗
Säbel, Hiebwaffe mit einschneidiger, zugespitzter, g
kummter Klinge.
ecpe, s. Antilopen [Abb. 90]. ird
Zãbelbein, .Bein. e i
Säbelkoppel, Leibgurt, an dem der Säbel genage
ẽAabelnler, im Allertum die von den Sabinern (s. d.
ibgeleiteten mittelital. Völkerschaften. ß⸗
Sabellianismus, Bezeichnung (nach dem röm. Pre.
byter Sabelltus, Ende des 2. Jahrh.) der bes. im 8, un
Jahrh verbreitelen, um z60 kirchlich verurteilten Lehre,
nach welcher die drei Personen der Trinitüt nicht guig
reitig existieren, sondern aufeinanderfolgende Erscheinung
formen des freien göttlichen Wesens sind.
Säbelschnäbler, s. Avocette [Abb. 146). jerte
Saäbeltasche, flaͤche, meist mit Namenszug verzier
Tasche am Leibgurt der Dhee Paradestuck; ber den
Fuhltuppen der Teil des deibgurts (Koppels), durch den
das Seitengewehr durchgesteckt ist. Sdbel⸗
Saͤbeltroddel, bei“ den Fußtruppen um die Säbe
tasche getragene Quaste, bei den Jägern (außer Bayern)
rün, bei deren Unteroffizieren mit Silber, bei den unten
affizieren der übrigen Fußtruppen mit Fäden in dn
dandesfarben durchwirkt; bei den Gemeinen bezeichnet
Farbe des Stengeis (weiß, rot, gelb, blau) die Punume
des Bataillons, die Farbe des Knopfes und Schiebers di
der Kompanie innerhalb des Bataillons.
Säben, Kloster, s. Klausen. FJ
Zabes, Alexandre, Präsident von Haiti, s. Petion.
Sabi, Fluß in Mosambik.
Sabler (Zabier), s. Mandäer. inat
Zabine syr ßäbbin), Fluß in Nordamerika, entspring
n Teraß, budet die Gtenze gdegen Loufiona, mündet in
den Golf von Mexiko. ker
Sabine (spr. habbtn), Sir Edward, engl. Physi
und Mathemaͤhtter, geb. 14. Okt. 1788 zu Dublin, Gentra
der Artillerie, gest. 26. Juni 1883 in Richmond, um Er⸗
'orschung des Erdmagnetismus verdient. J d,
Sabtneinsel (spt. ßäbbin), Insel bei Ostgrnlang
Winterhafen der 2. deutschen Norbpolarerpedition —
Sabiner, mittelital Volt, wuit der Hauptstadt Kea ,
das Stanimvolt aller Samniter (s. d.s. Ein Teil verschmolz
in der frühesten Zeit Roms mit den Römern zu n
Volk, woran y die Sage vom Raub der Sabinerinne
nüpft. Die übrigen wuͤrden nach verfschiedenen Kriegen
290 v. Chr. von Curius Dentatus unterworfen.
Sabinerbaum, s. v. w. Sadebaum (s. d.).
Sabinergebirge, Monti Sabini, der sich westl. vn
dago Fucinv an die Abruzzen anschließende Teil des apen
ninischen ——53 n Mone Viglio 2136 m hoch.
Sabismus, Lehre der Sabier, s. Nandäer.
Sable Island (spr. ßehbl eilünd), Insel im Atlant.
an, zur kanad. Prov. Reuschottland gehörig.
Säbler, s. Avocette [Abb. 146)]. ðe¶ν
Sabiles dDionnes, Les (sprealä ßabl dolbun), Ser
dad im franz. Dep. Vendte, am Atlant. Ozean, 001)
2 2140 E., Leuchtturm; Sardinenfischerei, Austernzucht.
Sable⸗ sur⸗Sarihe spr. hür hatth, Stadt im fran—
Dep. Sarthe, an der Muͤndung der Erve in die Sarthe,
1801) 60 E. Schloß in der Raͤhe Solesmes (814 C
Anthrazit⸗ und Marmorgruben, ehemal. Benedittinerabtei.
Sabon, große Druafchrift zu Tileln und Plakaten;
henannt nach dem Buchdrucker Jak. S. (1590).