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gebirge an der böhm, Grenze (Fichtelberg, höchster Berg
S.s, 1218 m), und dem zu den Sudeten gehörigen Lau⸗
sitzer Gebirge östl. von der Elbe (Lausea) allmahlich
 nach R. zur Tiefebene
Leipzig) abznördl. parallel dazu
ceicht das Sächs. Mittelgebirge von
Glauchau bis über Döbeln hinaus,
wischen beiden das Erzgebirgische
Dc von Werdau über Zwickau
und Chemnitz nach Hainichen.
Nechts an der Elbe entlang gieht
von der böhm. Grenze bis nach
Pirna das Elbsandsteingebirge
Suchs. Schweiz). Flusse. S. ge
hört Fast ganz zum Stromgebiet
der Elbe, deren im Lande“ ent⸗
springende Nebenflüsse Schwarze
Elster, Spree, Freiberger und Zwickauer Mulde, Weiße
Elster mit Pleiße (zur Saale) außerhalb S.ẽ * ihr fließen.
Bodenkultur. Das Land ist reich an Ackerland' (aber
70 Proz. landwirtschaftlich benutt; 20 Proz. der Bevölke⸗
cung treiben Landwirtschaft und Viehzucht) und Waldungen
J —— Deutschland], überall gut angebaut, liefert
Vetreide Begau, Loinmatzsch), Obst, Beeren (in der Löß
binn Wein (im Elbtal). ir e des sehr beden⸗
tenden Bergbaues;: Steinkohlen (im Plauenschen Grunde,
bei gwickau, Delsnitz), Kupfer, Blei, Cifen, Zinn (Altenberg)
und Silber (Freiberg, Scharfenberg); über 8d Mineral
quellen (Bad Elster). Bevölterung. 1900. 1202216
(1905: 4502 860) E. Beilage: Beutschlands. Die
geistige Kultur des Landes wird gepflegt von Volksschulen,
Lehrerseminaren (20), Lehrerinnenseminaren (2), Real⸗
schulen 6 Kadettenkorps (Dresden), Realghmugfien (12),
Gymnasien (18) ꝛc., einer Universitãt (Leipzig), je eine⸗
Technischen und Tierärztlichen Hochschule Dresden), Berg⸗
akademie (Freiberg), Forstakademie (Tharandt); ferner be⸗
stehen 1 Hoch cuie für Musik (Dresden), Laudw Institu
Leipzig), königl. Gewerbeakademie mit Maschinenbau—
schule —E und zahlreiche audere Fachschulen. Die
Industrie ist sehr entwickelt und heschäftigt 56 Proz. der
Bevölkerung; wichtigster Zweig Textilindustrie; ferne⸗
Rauchwaren, Maschinen, Fahrräder, Klaviere und musikal
Instrumente, Taschenuhren, Papier, Porzellan und Stein—
gut, Spielwaren, Zigäretten, Buch-, Noten- und Kunstdruck
 ꝛc. In a des bedeutenden Handels (Rauchwaren,
 Borsten, Getreide, Produkten zc.), besonders des
Buchhandels ist Leipzig (2 Engrosmessen, 1 Buchhändler⸗
messe). Schiffahrt auf der Elbe bedeutend; sehr dichtes
Eisenbahnnetz (1903: 3148 kw Staatsbahnen, dabon
122 Schmalspurbahnen, 41 xm PrivatbahnenJ).
Verfassung und Verwaltung. Staatsform die konstitutio⸗
nelle Monarchie nach der Verfassung vom 4. Sept. 1831 mi
Abänderungen und Ergänzungen durch Gesetze von 1840
786; die Krone erblich im Maunsstamm der Albertinischer
Linie (s. y des Gesanithauses Wettin. Die königl. Familie
ist katholifch. Die Stundeversammlung besteht aus der
Ersten Kammer (47 Mitglieder) und der Zweiten Kammer
82 durch Wahlmänner gewählte Mitglieder). Im Bundesra
* S. ¶ Stimmen, im Reichstag 283 Abgeordnete. Oberst⸗
erwaltungsbehörde das Staatsministerium aus 6 Mini
sterien. Landeseinteilung in 8* Kreishauptmannschaften
Bautzen, Chemnitz, Dresden, Leipzig, Zwickau; jede in Ber⸗
waltungsbezirke unmittelbare Studte Dresden, Leipzig
Chemnitz und 27 Amtshauptmannschaften). Kirchliche Ver
hältnisse. Landesherrliche Kirchengewalt über die evang. Kirch
in den Händen der in Drangelicis beauftragten Staats
minister Landeskonsistorium it Dresden, reform Konfistorien
in Dresden und Leipzig, apostol. Vitariat mit dem kath
Bischof und dem apoftolWitar an der Spitze; israel. Kultut
dem Kultusministerium unterstellt. Budget für 1994 und
1805 in Einnahme und Ausgabe 333 40 Mill.4.. Direlte
Steuern 51,464, Zoͤlle und Konsumsteuern 4,066; königl
Haus s vo. Etat der Staatsfchuld 413 Mill. A. Siaatsschuld
 4. Jan. 1905: 10452 id N. Die sächs. Armee
—
land]. Wappen zeigt Abb. 1561 Landesfarben: Weif
und Grün. Orden: Hausorden der Rautenkrone, Militär—⸗
St.⸗Heinrichs⸗, Verdienste, Albrechts⸗ Sidomen-, Maria⸗
Anna-⸗Orden ss. auch Beilage: Orden s.

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Geschichte Karten: Deutsches Reich II, 4, 8 u. 6).
Das Königr. S. entstand aus dem Kurfürstent. Saͤchsen, das
eine Grundlage in der Mark Meißen (. d.) hatte, die loss
an das Haus Wertin kam und seit 1127 in dessen erblichem
Besitz blieb. Auf Konrad (1128 66) folgten Oits der Reiche
, Alre der Stolze Cuode ) Detrig
Bedrungte (bis 1221) und Heinrich der Erlauchte (bis 1288)
der 1242 das Pleißnerland und 1264 88 erwarb,
aber ducch Teilunge zwischen feinen Söhnen Albrecht dem
Entarteten (Thüringen), Dietrich (Osterland mit Leipzig)
und Friedrich (Dresden) einen laͤngen Bruderkrieg erregte
bis san Gatel Fichen der Gebisseue 310. des u
wieder vereinigte. Auf Friedrich den Ernsthaften ——
solgten seine Söhne Friedrich der Strenge, Anheher und
Wilhelm gemeinschaftlich, bis Friedrich 1361 starb, worauf
ein Sohn Friedrich der Streitbare das Osterland, Balthasar
huͤringen Wilhelm RMeißen erhielt. Friedrih (18827
——— ———
tamui) die sächs. Kur. Ihm he Kurfurst Friedtich der
Zanftinütige (i12864) der, anfangs mit seinem Bruden
hZerzog Wilhelm gemeinfam regierend, diesem 1440 das
hnen quge sauen Thüringen überließ. Der hierüber aus⸗
rechende Bruderkrieg (1145 —51) hatte den hrnzenraub
s. b. ) zur Folge. Sbhue teilten, nachdem sit
88 Thüringen geerot, 1488 so. daß Kurfürst Ernß 4s⸗
B6) Thürin gen Ernestinische Linie, s. ded, Herzog Albrect
Meißen (Albertinische Linie, s. d.) erhielt; das Oflerland
vard zwischen beiden geteilt. Auf erstern folgten Friedrich der
Weise a Ichai der estundtge beo 82
ohann und Friedrich der Großmütige (1382540 der
547 durch die Wittenberger Kapitulation Kut und Land
n gerzog Boriß aus der Aldertimischen Linie, perlor.
In der leßtern waͤr auf Albrecht 1300 Georg der Bärtige
Ißzs Heinrich der Fromme, 1011 Moriß gesolgt. Desen
Kachfolger als Kurfürsten waren: 1883August, 1686
Ihristian T, 1581 Ehristian I., 1614 Johann Georg *
der die bis 1746 wieder erlofchenen Seitenlinien Weißen⸗
els Veericg und Zeitz füftele, 1600 Johann Georg .
68o Johann 1691 Johann Georg IV., —
August (Friedrich) der Starke, der wegen seiner Wahl
um gönig von Polen (August 11. 16807 zum Katholi⸗
ismus übertrat, 1733 Friedrich August II. (als König
»on Polen August T), der feit 18 H 1744 und daun
m Siebenjühr, Kriege auf Seite, Osterreichs stand, 1168
. Ott. bis I. Den) Fredrich Chesian 1763 68 der
Idministrator Zaver wahrend der Minderiährigkeit Qur⸗
ürst Friedrich Augusts iT. (1708 1827); dieser trat
1806 mit Preußen bei Auerstedt und Jena von den Fran⸗
sen geshlagen⸗ im Frieden zu Pofen 11. Deg. 1806 dem
Kheinbund bei, und S. wurde zum Königreich erhoben.
uͤrfürst Friedrich Rugust, als König riedtich August 1.
xhielt 1807 das Größhzgt. Warschau. Als Verbuͤndeter
Lapoleons in Zipzigusis gesangen, mußie er nach den
Bestimmungen des Wiener Kongreffes im, Frieden mit
Zreußen 18. Mai 1816 an diefes die nördl. Hälfte von
7 —
zuf arschau verzichten. Sein Bruder und Rachfolger
Anton (182736) berief infolge der durch die Vegunsti⸗
zung der Katholiken und prot. Mucker hervorgerufenen
unruhen 1830 seinen Neffen Friedrich August züm Mit⸗
Egenten und gab 4. Sept. 1881 eine Verfassung. ünter
Friedrich RAugust II. (SS65 820) veranlaßte die Auflösung
»es meist aus demokrat. Elementen bestehenden Landtags,
der die sofortige Anerkennung der Reichsverfassung forderte,
3. Mai 1849 einen Aufstand in Dresden, der erst 8. Mai
nit preuß. Hilfe unterdrückt wurde; danach erfolgte 1860
— Vefeitigung der 18184 cingefuhrten Uberalen
sunn unter Johann (1884 73) rat wieder eine freiere
igung hervor; doch führte die föderalistische und —V
bolitik uͤnter Beusts Leitlung zur Verbindung mit Hfterreic
m Deutschen Kriege don 1866 (s. d.), durh den S. seine
nn en diplomat. Vertretung, das Poste und Tele⸗
raphenwesen teilweise oder ganz au Preußen abtreten und
em Norddeutschen Bund beitreten mußte. Auf Johann
—* 1878 sein Sohn Alhbert in der Regierung. Die Ver⸗
me ugider Sozialdemokraten im Landtage führte 1886
zur Ein ührung einer neuen Wahlordnung im Sinne des
yreuß. Dreiklassensystems. Nach Alberts Tode folgte 1902
ein Bruder Georg und diesem 1904 sein Sohn chci