August III. in der Regierung. — Vgl. Wuttke (Vollskunde,
Aufl. 1803) — etzadat 3 Bde., an
—AA Wünsche (1906), Zemmrich (1806); gi —
— —
2. Aufl. 1862 63), een (1889). znigr. S
Sachsen, reuß. Provinz, aus den 1815 vom ——
abgetrelenen e nebst altpreuß. en
art. Wagheburg Halberstadt ec.) bestehend ssarte: Mitt⸗
——
aopingh, 28 208 auen u dob uä
eit Wang. E. (Cebs n eien
8047 vsraeliten), (19005) 29078 669 E.,
r R. und S eben, im S. und W. ge⸗
rgig Garz, mit Brocten, Thuͤringer
Valdð mit Beerberg); beiwbüssert von
Elbe mit Schwarzer Elster Ihle, Ha—
pel. Mulde dng Saale (Weiße Elster, it Ihle⸗
Unstruth, ferner Werra und Aller, Plauenschem mit
kangl, Sußem, Ransfelder See; reich an Mineral⸗
Sol⸗ und Schwefelguellen (Artern, Elmen, Suderode,
Zennstudt, Kösen, Lauchstädt, Wittekind), fruchtbar
Hetreide Nitett und Zuckerrüben, Zichorien (bes. n er
Vaddebureer Börde, Wische, Goldenen Auͤe), Obst, Gur en,
eich an Salz Staßfurt, Saline Schönebeck u. a.), Sraun⸗
lohlen, Sie Kupfer. Reg.⸗Bez. Magdeburg, Merse⸗
nigund Erfurt; Oberprafidium in Raghbeburg, Wappen ein
dyn Gold und Schwarz zehnmal gestreifter Schild mit einem
cuag rechts liegenden grumen Rautenkrang, Farben Schwarz-.
 — Geschichte von Jacobs 30
Artid ut dae (I801l sg.), Schultze, „Geschichts⸗
——— s. Moritz, Graf von Sachsen
en, Marschall von, s. Moritz, Gr—
Saee Herzogtum und Bundesstaat r
Dnne e eurge hsoec
bei Rheinproviue, 18324 qk, (1900) 194 914 Iee
de ooge Bellage: Deutschland], durch das itsent
Dene d e e e *—
e gelet in sstras don Auslaufern des din
sebirhes im Wesstreis von vorbergen des Thuͤringer Walde
du Mogen, im erstern von Pleiße, Sprotta, Wyhra, im
ehtern don Suate und Orla bewässert; bes. im Ostkreis
chr fruchtbar und gut angebaut, mit bedeutender Vieh⸗
zucht; im Westkreis vorhertfchend Waldwirtschaft. Bergbau
dwy Braunsohlen bes. bei Meuselwih; Industrie und Han⸗
lebheft Wolle, Handfchuhe, Huͤte Steinnußtnopfe, Ma—
schinen Ton⸗ Chamotte⸗, Porzellan⸗, Holzwaren). Landes⸗
aniverfitãt in Jena; zwei Gymnasien, Realgymnasium,
ketnerseneneh Technikum, Landwirtschafts⸗, Webschule.
Verfasfung und Verwaitung. Nach der Verfassung vom
29. April 1831 ist S. eine konstitutionelle Monaͤrchie,
datih im Mannsstamm der Vrnestinifchen Linie (s. d.)
* Gesamthauses Dehn Die Landesvertretung besteht
. Gesetz dom 81. Mai 1870 aus 30 direkt gewählten
Al sedtoncten im Bundesrate und im Reichstage ist das
Herzogtum durch je ein Mitglied vertreten. Hochste Ver⸗
Waltungẽbehoree ist das Ministerium (—8 —
Dberlanden ht in Jena, Landgericht in Alten urg.
Amis nerchee Einnahmen und Ausgaben 1905—7:
—* Mill. Staatsvermögen 8,12 Mill. (UÜber⸗
u, ohne den Reservdefonde der Landesbantß, Matri⸗
nlarbeitrage 1906: 772 836 M. Haupt- und Resi⸗
dengstadt Altenburg. An, Truppen heute S. das zum
Zutteuß. Armeekorns (hDibistonhegehorige 6. Thüring.
Infanteriereinct Nr. 153. Wappen: das 53
acische aa der Herzogskrone. Orden; der Ernestinische
Hneorden G. d.) und cine Medaille fur Kunst und Wissen⸗
shast. Zandesfarben? Weiß und Grün— p
d Beschichte Ven Altenburger Gebiet gehörte als Tei
Osterlandes zur Markgrafsch. Meißen, fiel 1485 der
nestinischen, 1547 der ice 1654 wieder der
rnestinischen Dine zu, hatte 1603 —72 eigene Herzöge
dus der ältern vemr — kam dann an S.-Gothaͤ
urch den Teilungsvertrag vomi 12. Nov. 1826 wieder ale
bslandiges Herzogtum an Friedrich von Hildburghausen,
— sein Herzogtum S. Hilnburghaufen Lsso nus der
eilung der Söhne Ernsts des Frommen —A—
dh Die mingen tet in hten age Zoseph
—R — infolge der evolutiondren Bewegung
bon 1848 welche di Vugedet des Landes durch Reichs⸗

156432.

585

Sac

ruppen vperanlaßte, 80. Nov. 1848 ab; ihm folgte sein
Zruder Georg und diesem 8. Aug. 1858 sein Sohn Ernst,
der die Gesetzgebung von 1848 wesentlich abänderte, 1866
die obersten Landesbehörden umgestaltete, im Deutschen
driege von 1866 auf der Seite Preußens stand, 18. Aug.
dem — sr Bunde und 1870 dem Deutschen Reiche
heitrat. — Vgl. Unger, „Heimatkunde“ (1865); Töpfer,
Landeskunde“ (1867); zur Geschichte Braun (1876).
Sachsenberg. ) S. in Waldeck, Stadt, (1908) 7681 E.
— 2) Dorf in Mecklenburg-Schwerin, bei Schwerin, am
Ziegeksee, 688 E., Irrenanstalt.
Sachfenburg, Dorf im preuß. Neg.-Bez. Merse—
hurg, an der Muͤndung der Wipper in die Unstrut, (1900)
516 E., Schloßruinen Hakenburg und S.; Eisengießerei
Maschinenwerkstütte. — Vgl. Arndt (2. Aufl. 1900).
Saͤchsenbuße, s. Emende.
Sachsen⸗Coburg-⸗Gotha, Herzogtum und Bundes⸗
staat des Deutschen Reichs Karte; Mittleres West—
deutschland I, bei Rheinprovinz]), 1958 4km, (1900)
2050ον; 24 οα) E. Is, Beilage:
deutschland], besteht aus den Hzgt.
Coburg (G62 qhktn, 66814 E.), auf der
züdseite des Thüringer Waldes, von
Zahern begrenzt, bon It, Rodach, Lauter
ewässert, und Gotha (18906 4km, 162 736
5, auf der Nordseite des Thüringer Wal⸗
Jeß, mit dessen höchsten Bergen (Inselsherg,
 Schneekopf, Großer Beerberg), von
her Apfelstedt, Gera, Leina-Hörsel, Nesse,
linstrut bewässert. Sehr fruchtbare Ebenen 35 Dadhene
nd Taler, Haupterwerbszweig die Lande doburg⸗Go ha.
virtschaft; bedeutende Vichzucht, Garten⸗-, Obstbau, aus—
sedehnte, gut bewirtschaftete Waldungen; Saline zu Ernstall
 bei Bufleben. Lebhafte Industrie (Maschinen, Nickel-,
Stahl⸗, Eisenkurzwaren, Porzellan-, Glas-, Ton-, Spiel-,
MNeecschaum⸗, Schuh⸗, Marmors, Fleischwaren ꝛc.). Landes⸗
miversitüt in Jena 2 Gymnasien, 1 Realgymnasium, 1
— mit Realschule, 2 Realschulen, Erziehungsinstalt
 zu Schnepfenthal, Handelslehranstalt, 2 Lehrer-⸗ 1
rehrerinnenseminar, 2 Baͤugewerk- und Gewerbeschulen,
Laubstummenanstalt; Sternwarte in Gotha.
Versafsung und Verwaltung. Nach der Verfassung vom
. Mal 1662 ist S. eine konstitutionelle Monarchie, erblich
n Mannsstamm der Ernestinischen Linie (s. d.) des
hesamthauses Wettin; es bestehen 2 Sonderlandtage, für
roburg mit 11, für Gotha mit 19 indirekt gewählten Ab⸗
eordneten, die zugleich den gemeinsamen Landtag bilden.
Im Bundesrate hat das Herzogtum 4 Stimme, im Reichs-Age
 2Abgeordnete. Hochste Verwaltungsbehörde ist das
Raalsmmisicrium (J ÄAbteilung für Coburg, 1 für Gotha).
andgericht in Gotha; das Hzgt. Coburg gehört zum Land⸗
cricht Meiningen. Eingeteilt ist das Land in 7 Immediat⸗
tädte und 4 ndratsamtsbezirke. Einnahmen und Aus—
aben 18056: im gemeinschaftlichen Etat 2.ers, im Sonder⸗
tat 1108 (Coburg) und 2,807 (Gotha) Mill. A, Matri—
uarbeiträge (1906) 910167 AM.; UÜberschuß der Passiva
00 707 (Coburq), der Aktiva 468 830 Gotha) . Re⸗
idenz abwechselud in Coburg und Gotha. Die Truppen
ilden gemeinsam mit denen von S.⸗Meiningen das zum
IJ. preuß. Armeeckorps (B38. Division) gehörige 6. Thüring.
fanterieregiment Nr. 95. Wappen; im Mittelschild das
Algemeine sachsische, umgeben von den Zeichen von Thüringen,
Meißen, Henneberg und Coburg [Abb. 1563]. Orden:
er Ernestmische Hausorden (s. d.. Landesfarben: Grün
und Weiß. V
Geschichte. Die ültere Linie S.-Coburg, von Ernsts
des Frommen zweitem Sohne Albrecht gestiftet, bestand
680 89. Stifter der jetzigen Linie ist der siebente Sohn
Irnst des Frommen, Johann Ernst von S.-Saalfeld
geft. 1729), dessen Söhne Christian Ernst Ge 1745)
nd Franz Sosias (gest. 1764) nach Coburg ůhersiedelten
ind sich nun Herzöge von S.Coburg-Saalfeld nannten.
ꝛetzterm folgte Ernst Friedrich (1764—1800) und diesem
Franz Friedrich Anton (1800—6). Dessen Sohn Ernst III.
I808 ⸗44) vertauschte 1826 Saalfeld gegen Gotha
ind nannte sich Herzog Ernst J. von S., ihm folgte
29. Jan. 1844 sein Sohn Herzog Ernst IV. (I.) (. d.),
er 1866 auf der Seite Preußens stand und 1870 dem
deutschen Reiche beitrat. Nach seinem Tode (22. Aug.