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1898) folgte seines Bruders Alfred zweiter Sohn, Alfred,
Herzog von Edinburgh, gest. 30. Juli 1900, darauf dessen
Neffe Karl Eduard, Sohn des Herzogs von Albany, zu—
nächst unter Vormundschaft, seit 10. Juͤli 1905 selbstaͤndig.
7 Bgl. Schulze, „Geographie und Geschichte“ (1851);
Ebexhard, „Heimatstunde (1869) Geschichte von Beck
(8 Bden 868 78), Fleischmann 1880), Loh 802).
Sachsen⸗Coburg⸗Kohary, Kohary.
Sachsengängerei, die jährliche Abwanderung von
Landarbeitern im Frühiahr aus den östt. Provinzen Preu⸗
hens nach dem Westen, bes. der Prov. Sachsen (daher der
Name) und Hannover, wo sie beim Rübenbau bis November
lohnendere Beschäftigung als in der Heimat finden. —
Bal. Kaerger (1800).
Sachsen⸗Gotha, ehemal. Herzogtum der Ernestinischen
Linie des Haufes Sachsen, kam 1540 an Ernst T. der
Frommen, der 1672 auch Altenburg erhielt. Die Linie er—
losch 1828 mit Friedrich V., die Besitzungen fielen an Hild—
qurghausen, Meiningen und Coburg. — Vgl. Lerp (1802)
Sachsenhagen, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Cassel,
in der Aue, (1905) 834 G., Schloß (1235).
Sachsenhausen, Stadt im Fuͤrstent. Waldeck, Kreit
er Eder, (1905) 1006 E.
dadene negrsen s. Sachsen-Altenburg.
Zachsen⸗Lauenburg, Lauenburg.
Zachsenlücke, Engpaß, s. Hainleite
Sachsen⸗Meininugen, Herzogtum und Bundesstaat
es Deutschen Reichs Karte: Mittleres Westdeutsch⸗
and J, bei Rheinprovinz), 2468 qku, (1000) 250721
1905; 268868) E. ss. Beilage:
Deutschland], umfaßt die Hzgt.
Meiningen und Hildburghaufen das
Fürstent. Saalfeld, die Grafsch.
Lamburg, einen Teil des Amtes
Eisenberg und die Herrschaft Kra—
nichfeld. Die Hauptmasse liegt am
Thüringer Wald und wird von
Werrg, Saale, Steinach, Itz. Milz
bewüässert; 14 Exrklaven. Bergbau
auf Schiefer, Salz, Eisen, Sa— eeen hene
linen in Salzungen und Oberneu— baningen.
sulza; Bitterwasserquellen in Friedrichshall. Lebhafte In⸗
dustrie: Eisenguß⸗, Zünd-, Holzwaren, Maschinen, Glas
Porzellan, Farben, Spielwaren (Sonneberg), Steinpappe,
Papiermachẽ, Textilindustrie ꝛc. Landesunidersittit in Jeua
2Gymnasien, 2 Realgymnasien, 3 Realschulen, Lehrerseminai
mit Taubstummenanstalt, Technikum, Landwirtschaftsschute
Berfassung und Verwaltung. Nach der Verfassung vom
23. Aug. 1828 (abgeändert 1871, 1874, 1896) ist S. ein⸗
konstitutionelle Moͤnarchie, erblich im Manusstamm der
Ernestinischen Linie (s. d) des Gesamthaufes Wettin
der Landtag besteht aus 24 direkt gewahlten Abgeordneten.
Im Bundesrate hat S. 1 Stimme, im Reichstage 2 Ab—
geordnete. Oberste Landesbehörde ist das Staatsmimsterium
65 Abteilungen). eremeeee in Jena; Landgerich
in Meiningen (Saalfeld gehört zum andgericht Rudolstadt)
Eingeteilt ist das Land in4 Kreise (Meiningen, Hildburg⸗
hausen, Sonneberg, Saalfeld); Haupte und Residenzstad
Meiningen. Einnahmen (1903/8) 9 osr, Ausgaben de
—A————
Loburg⸗ Gotha. Wappen: im Mittelschild das allgemeine
sächsische, umgeben von den Zeichen von Thüringen, Henne
berg, Römhild und Meißen ([Abb. 1564). Orden: der
glinische Hausorden (s. d.). Landesfarben: Grün und
eiß.
Geschichte. Die Linie S. gründete 1681 Ernst des
Frommen dritter Sohn Bernhard (gest. 1706); ihm folgte
sein Sohn Ernst Luüdwig (geft. 1N730), vessen Brüde
Friedrich Wilhelm (gest. 1746) und Anton Ulrich (eest.
1768), da seine Sohne bei seinem Tode noch unmündig
waren, darauf gemeinsam regierten. Letzterm folgten sein⸗
Sohne Karl (est. 1782) und Georg und diesem 1808
sein Sohn een Erich Freund (s. d.); dieser erhiel
1826 bei dem othaischen Erbteilungsvertrag Römhild
Lamburg, Saalfeld, Kranichfeld und Hildburghausen; sein
seindliches Verhalten gegen Preußen Asos hatte die Be—
setzung S. durch Preußen zur Fol e, worauf er 20. Sept.
abdankte. Sein Sohn und —— Georg II. (s. d.)
trat 8. Olt. 1866 dem Norddeuifchen Bunde und 1871

r kunde“
dem Deutschen Reiche bei. — Vgl. Brückner, Kandestu: F
dp ete des Vereins fuͤr Sache enen
ihe Sesdihte Iiscs au pg eere
Sachfen⸗Merfeburg, Nebenlinie des sächs. H
Zagsenrecht, FSacisches RJecht. Ihes No chtsbuch—
— ⏑——
wahrscheinlich von einem Schöffen aus dem Anha 53
Fike (Eyle) von Repgow (Reptow, Rebkow), vor w
oerfaßt, fand im 18. Jahrh. in ganz Deusschann aura
iber hinaus Verbreitung, zerfüllt in Land— und in *.
entnimmt seinen Inhalt teilweise aus Reitageene deb
Wer aus dem Herkommen, bildet die Grund * *
Schwabenspiegels und anderer Rechtsbücher; ha. v 808),
meher (8 Boe. 1888 40). —vVal. Bomcher(
ider 1859)
Zaghsen⸗ Teschen. Herzog von, sAlbrecht. eswig,
Sach sei wald, Waid im dreuß RegBez. I ui
Kr. Hzgt. Lauenburg, 70 qkm, 1871 vom Kaiser 9 *
dem Fuͤrsten Bismarck — darin driedrichomnn — *
Sagsen⸗ Weimar Eisenach, Großherzegtum
Bundesstaat des Deutschen Reichs [Karte: Mi —6
Westdeutschland 1, bei Rheinprovinz), 3615 akm,
362 878 (10053: 807 602) Cs
Beilage: Deutschland], be—
teht aus drei größern Kreisen
Weimar, in der Mitte; Neu—
tadt, im O., vogtländisches
Bergland; Eisenach, im W., am
Thüringer Wald und Rhönge—
birge) und einigen kleinern Teilen
und Enklaven (Allstedt, Oldis—
leben, Ilmenau und Ostheim).
Hauptflüsse: Saale, Ilm, Werrä,
Unstrut und Elster. Rindvieh-,
Schafzucht, Obst-, Forstkultut
blühend; Weinbau im Saalege—
biet. Bergbau auf Stein⸗, Braun⸗ Stot⸗
kohlen, — Mineralquellen in Luisenhall —
ternheim, Rastenberg, Stadtsulza, Berka. Lebhafte 3
trie: Spinnerei, Weberei, Papier, Leder, Porzellan, ne
Zpiel⸗, Meerschaumwaren ꝛc. Landesuniversität *
; Gymnasien, 2 Realgymnasien, 2 Realschulen, 2 I
eminare, 1 Forstakademie (in Eifenach), ahlteiche *
gewerk⸗ und gewerbliche Fortbildungöschulen, Wa
Taubstummen⸗, Blindeninstitut. vom
Verfassung und Berwaltung. Nach der Verfasung o
5. Mai 4816 (revidiert 15. Okt. 1850) ist S. eine, 3*—
utionelle Monarchie, erblich im Mannsstamm der Er
nischen inie ede) des Gesamthauses Weitin. Naqh den
Wahlgefetz vom 17. April 1896 besteht der dandta⸗ *
sndueit ewähten Gnngltedern . gm Vundesrute ge
S. 1 Stimme, im Reichstage 8 Abgeordnete. Das S —5—
ninisterium zerfällt in 8 Abteilungen. Oberlandesaen
gewmeinsam für die thüring. Staaten) in Jeng, bandgae
n Weimar und Eisenach (Reustadt a. O. gehört zum 3
gericht Gera). Eingeteilt ist das Land in8 ———
vezirte WWeimar, Apolda, Eisenach, Dermbach, Neu
a. D.); Haupts und Refidenzfiadt Weimar. Ciniahmen
Ausgaben 1805/7: 12 418 ————— 1905: —8*
Staatsschuld Ende 1904: 282 Mill. — (durch —**
'apitalien mehr als gedeckt). An Truppen stellt das *
herzogtum das zum 11. preuß. Armectorps (88. Divi *
zehörige 5. Thüring. Infanterieregiment Nr. 94 ——
von Sachsen). Wappen: im Mittelschild das allgemeine e
Wappen, ungeben von den Zeichen von Thüringen, a
Zenneberg, Neustadt, Tautenburg, Blankenheim Abb⸗ *
Orden: der Hausorden vom Weißen Faälken (s. du
orden nebst Abb. 348). Landesfarben: Schwarz⸗Gelb⸗
Geschichte. Die Linie S. wurde 1640 von Wilhe F
dem fünften Sohne Herzog Johanns von Weimat, 5
tiftet, teilte sich 1078 in di Linien Weimar, —
erloschen 1741) und Jena (erloschen 1690), die *
August 1741 wieder vereinigte. Ihm folgte 5 *
Sohn Ernst August Konstantin und diesem 1788 sein
darl August (. d), der 1818 die großherzogl. —
ielt, 1816 eine freisinnige Verfassung gab und Kantac
Wissenschaft förderte. Ihm folgie 1828 sein Sohn *
Friedrich, und diesem 1858 sein Sohn Karl Arander
sJ. d.), der sich 1866 Preußen anschloß und 18. Aug.