Sad

584

1781), Juuetts“ (17988) u. a.; danach Sadismus die
Verhindung von seruellen Trieben nut Freude an Grau—
samleiten. — Bal. Dühren (4. Auft. 19085).
Sadebaum (unipérus Sabina T.), Strauch mit
—D — schwarzen, heilblau
hereiften Beeren, in den südl. Alpen, den pgrenden und
im Orient. Aus den Zweigspitzen wird das Sadebaumdn
(Olsum Sabinae), ein heftiges Abortipmittel, bereitet.
Sadeler, niederläud, Kupferftecherfamilie. Jan S.,
geb „um 1550 in Brüssel, gest. zwischen 1600 und 1610
n Venedig. — Sein Bruder diaphact S.. geb. 1868 in
Brüssel, gest. 1628 in München. — Deren Reffe Egidius
S. geb. 1870 in Antwerpen, gest. 1629 in Prag.
Sa de Miranda, Francisco de, portug. Dichier, geb.
27. Olt. 1485 zu Coimbra, geft. 15. März 1658 zu Ta⸗
pada, Begründer der ital-portug. Dichterschule und des
portug. Prosadramas; schrieb Idyllen, Sonette, poet
Kpisteln, Lustspiele, Seine Werke neu hg. mit Biogr.
von Michaelis de Vasconcellos (1885).
Sadismus, s. Sade, Marquis de.
Sadlungs, s. Salings.
Sado, Insel des Japan. Archipels, westl. von Nippon,
69 4xm, 1898) 112738 E. ; Gold- und Silbergruͤben;
Zauptort Aikawã, (15 000 E.).; Haupthafen Ebifumingio
ZSado, Fluß, s. Sadäo. Don, 8313 E.
SZadönsk, Kreisstadt im russ. Gouv. Woronesch, am
Sadowa, Dorf in Böhmen, an der Bistrig 1000)
183 E., Harrachsches F und Fideikommißherrschaft;
während der Schlacht bei Königgrätz (8. Juli 1866) Mittel⸗
punkt eines erbitterten Kampfes.
Sadr (arab., „Brust“, dann „Ehrenplatz“), Titel in der
ärkei; S. a'zäm, Großwesir.
Zadruga, richtiger Zadruga, s. Hauskommunion.
Sadscha, s. Fluüghühner und Tafel: Asiatische Tier—
Sadyr Pascha, s. Czajkowsti. welft, 18.
Säen, das Ausstreuen des Samens in den dazu vor⸗
gerichteten Boden, mit der Hand oder mit Maschinen
Mastchinensaat), geschieht teils im Herbst (Wintersaath,
teils im Frühjahr (Sommersaat). Zuͤr Prüfung des Sa—
mens (Saat, Saatgut) im Handel bezüglich der Reinheit
und Keimfähigkeit sind seit 1860 Samenkontrollstatissen
errichtet. Die Säemaschinen, im 17. Jahrh. erfunden, sen
breitspurig (Breitsüemaschinen) oder in Reihen (Orills
. Drillen) oder horstweise (Dibbelmaschinen, s. Dibbeln)
Safar, Dichtername von Bahadur Schah (s. 3
Safarit Epr schafarschihh, auch Schasarut, üaul Sos.
Slawist, geb. 18. Mai 1795 in Kobeljarowo im ungar.
Komitat ie slowak. Abstammung, 1818 Gymnafial
prof, in Neusatz, 1833 in Prag, zuleht Bibliothekar, geft.
26. Zuni 1861; schrieb: „Geschichte der slaw. Altertuͤmer⸗
ss deutsch i842 44); „Geschichte der slaw. Sprache und
diteratur“ (1826), „Slaw. Ethnographie“ (1819 u. d.J u. .
Safety-oin sengl., spr. ßehftꝭ eul, „Sicherheitsble)
Saffi, marokk. Siadt, s. Safi. Is. Auroraöl.
Safftan (nach der Stadt Safi), Maroquin, Marokko
leder, lohgares, sehr feines und weiches, künstlich ge—
narbtes, einseitig gefärbtes, nicht lackiertes Ziegenleder
nechter S. wird aus gespaltenem Schaf- oder dünnem
Schafleder hergestellt. Der orient. S. kommt, meist nur
gegerbt, als Meschinleder nach Deutschland. S. dient zu
Schuhs, Portefeuilles und Buchbinderwaren.
Saffianpapier, Maroguinpapier, stark glänzendes,
rinseitig gefürbles, den Saffian nachahmendes Papier.
Saffron Waiden (pr. fäffr'n), Stadt in der engl.
Graffch. Esser, am Cam, (1901) 6666 E.
Safi ESaffi, Assi), Stadt an der Wesitküste Marokkos,
an der, Mündung des Wad Tensift, vodo 6.
Saflor, Pflanzengatige, s. Curthamus sAbb. 822);
Farbstoff, s. Kobalt
Safran, Pflanzengattg., s. Crocus nebst Abb. 376;
als Droge die getrockueten“ braumroten Narben von cro
qus sativus L. snnc in Spanien gewonnen, riecht
stark gewürnig chmeckt nere dient zum
Färhen, als Gewütz und in der Heiltunde ais erregendes,
die Menstruation förderndes und krampfstillendes Mittel;
er enthült ein gelbes atherisches Ol (Safrandi) und den
Farbstoff Crocin (. d. — Faischer S., s. v. w. Saflor
blumen (s. Carthamus).
Safranbronze, s. Wolfram.

7 3 n j bstoff—
Safranin, Antlinrosa, Pink, künstlicher Far
uerst durch Orydation von Mauvein (. d.) —
etzt durch Orydation von Paratoluylendiamin win 5—
oluidin und Kondensation der Zwischenprodukte mi riie
jergestellt, rotbraunes Pulver, färht tannierte Baum i
ott dient im Kattundruck zum Ruancieren von Alizariuroi.
— he pllaster
afra aster, s. Oxykrozeumpflaster.
eeee sol (. Kresoh.
Zafrantod, Pilz, s. Rhizoctonis. J
Zasrol Soleimne suder uehn a m Sasafeusel sat
ose, esende Kristalle, in der Parfümerie
ilkoholisches Kali verwandelt S. in Iso-S., das
Arydation Piperonal (s. d.) liefert.
Saftfarben, s. Deckfarben. d Na⸗
Saftieven, Herm. hollaänd. Landschaftsmaler mne —
ierer, geb. um 1610 zu Rotterdam, gest. 1685 zu —*
ʒes. Rheingegenden. — Sein Bruder Cornelis S., 8.
naler und ee geb. 1606 ju Rotterdam, gest. daß.
Saga (altnord.), Sage, Erzähluug, befondere Ga *
cisländ. Literatur (s. Isländische Sprache und Iiterann
Saga, Gold- und Silbergewicht in Siam — —
Saga, Kenhauptstadt in der japan. Prov. Hizen,
dinshin, (10039 36 083 E. im S.
Sagaler, nomadisierender türk. Volksstamm Va
der russ.⸗ sibix. Gouv. Jenisseisk und Tomsk, 12900 Se
Sagant, Kreisstadt im preuß. Reg.s Bez. Zieguit
Bober ag 14208 E., Garnifon, Antsgerticht, Han
ammeẽr , Schloß, Gnadenkirche mit herzogl. Gruft, nn
ium, Lehrerseminar, Strafanstalt für Frauen. Da e
Truppenuͤbungsplatz Neuhammer. S. ist Hauptort g
aiatfürstent. S. (elwa 1200 qkm), das 1397 au
Fürstent. Glogau hervorging, 1786 durch Kauf an den geue⸗
beter Biron d.) von Kurland, durch dessen Tochter
hea an das Haus Talleyrand (s. Talleyraud⸗Perigord) uů
Sagar, sumpfige Insel an der Mündung des — ⸗
n Gangesdelta, zo3 qkm, Wallfahrtsort der Hin Pit⸗
Sagar (engl. Saugor), neeehede in den brit.
o. Zentralprovinzen, (1901) 42 330 E.
Sagard, Matkiflecken und Haunptort der Halbinsel Jas
und auf Rügen, (1800) 1597 E. zrkieh
Sagafik (GSagassigh, Ort der üghpt. Prov. Schaͤrkieh,
im Delta, am Kanal Muizz, (18807) 35 715 E. eb.
Sagasta, Praxedes Mateo, span. Staatsmaunn⸗ he
21. Juli 1827 zu Torrecilla en Cameros, Sept. bis De
Ministerpräsident, dann Führer der Konstitutirneleng
den Cortes, 188188 und wieder nach dem Tode Konig —*
vons' 1888 —90, 1892 95, 18907 —90, 1901 -2 Mini
dräsident, gest. 5. Jan. 1803 in Madrid. ad.
Sagazrtat (late) Scharfsinn, durchdringender werstnd
Sage, eine mündlich überlieferte und durch die Doe *
asie ausgeschmückte Etzählung, vom Murchen da un
uiterschieden, daß die erzuͤhlten Begebenheiten an bestim
Orte und Zeiten anknüpfen, nach dem Gegenstande
allend in GütterS. (Peythus), Heiden⸗S. (Epos) 8
igen⸗S. (Legende), Tier⸗S. ꝛc. Eine um eine einzen
Persönlichkeit oder Ortlichkeit gebildete Gruppe on
eißt Sagenkreis. — Vgl. „Deutsche S.“, gesanmelt yen
den Brüdern Grimm (2 Bde., 3. Aufl. 1831); Braun,
urgeschichte der S.“ (W Bde 1864 65); Henne am Rhy
2. Aufl. 1879), Nover (2 Bde., 1896).
Säge, s. Sügen.
SZagebaum, s. v. w. Sadebaum (s. d.).
Sägedach, s. v. w. Sheddach (s. d.).
Xsefeite sJ. e — 7 —XR
asefemmse (frz., spr. ßahsch' famm), Hebamme,
Zägaeñfch ietin, ingie Gattar der n den Rochen

1568. Sägefisch.
gehörenden Familie der S. (Pristidae), mit niedrigem
trecktem, haifischartigem Koͤrper und nach unten gerichteten
Kiemenspalten, ausgezeichnet durch die in einen sehr langen,