Sal

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weiße, geruchlose, süßlich-sauer schmeckende Nadeln, schwer in
kaltern Wasser, leicht in Alkohol und Äther löslich. Sie
wirkt fäulnishindernd, gärungshemmend und fieberwidrig
wird bei der Wundbehandlung, Mund- und Zahnkrankheiten
innerlich gegen Gelenkrheumatismus, Magenkatarrh, Typhus
Lungenfellentzündung verwendet, dient zur Konfervierung
von Fruͤchten, Bier, Wein, leicht schimmelnden Gegenstän
den. Ihr Natriumsalz (Natriumfaiizylat, salizylfaures Na
trium), weiße, kristallinische, süß-salzig fhmeckende Schüpp⸗
chen, wird hauptsächlich gegen akuten Gelienkrheumatismus
angewendet; salizylfaures Aluminium und salizylfaures
Ammonium⸗Aluminium (Salumin) dienen als Streupulver
bei Nasens und Kehlkopfkatarrhen, Sauzylfäureamid (Sa—
lizylamid), farb⸗, geruch⸗ und geschmacklose Radeln, dient
zegen Neuralgien. — Vgl. Kolbe (1875 u. 1876), Für—
ringer (1876).
Salijaͤny, Kreisort und Zentrum großer Fischereien
m russ.⸗kaukas. Gouv. Baku, beim Beginn des Kuradelta,
Salland, s. Salisches Land. [12455 E
Salle, La (spr. ßall, Lasalle), Stadt im nordamerik
Staate Illinois, am Illinois River, (1900) 10446 E.
Salleiste, s. Salband. [Zink⸗ und Kohlenindustrie
Sallet, Friedr. von, Dichter, geb. 20. Aprril 1812 in
PReisse, bis 1838 preuß. Offizier, gest. 21. Febr. 1848 in
Reichau (Schlefien); Hauptdichtung;: „Laienevangelium“
(1889 u. v.). — Vgl. „Leben und Wirken Friedr. von S.“
(1844). — Sein Sohn Alfred von S., Numismatiker,
eb. 19. Juli 1842 zu Breslau, seit 1884 Direktor des
S—— in Berlin, gest. das. 25. Nov. 1897; ver⸗
öffentlichte: ggreinang der antiken Münzen der königl.
Museen in Berlin““ (2 Bde. 1888 -05) u. a.; gab seit
1874 die „Zeitschrift für Numismatik“ heraus.
Sall ustius, Gajus S. Crispus, röm. Ancr
ber, geb. 87 v. Chr. zu Amiternum, Anhänger Cäsars, gest
um 36 v. Chr.; von seinen Werken erhalten: „De conju
ratione Catilinae“, „De bello Jugurthino“ und Bruchstücke
 der „Aüstorias“. Ausg. von Jacobs (10. Aufl
1894), Opitz (1885) u. a. Übers. von Dietsch (1888)
Mecklenburg (1877).
Sallwürk, Ernst von, Pädagog, geb. 7. Mai 1839
in Sigmaringen, seit 1877 Oberschulrat, 1898 Dozent an
der Technischen Hochschule in Karlsruhe; schrieb: „Ferien⸗
tage, pädagog. Erwägungen“ (2. Aufl. 1897), „Die didak—
tischen Normalformen“ (2. Aufl. 1904), „Adolf Diester⸗
weg“ (3 Bde. 1899 1800). AFa Welt und Schule“
(1902), über Herbart, gab „Herbarts püdagog. Schriften“
6. Aufl. 1896), Voltatresche Werke u. a. heraus.
Salm, Fisch, s. Lachse.
Salm, Vielfalin, Marktflecken in der belg. Prov. Luxem⸗
hurg, (189040) 3879 E., Stammschloß des Grafen- und
Fürstengeschlechts S.
Salin, zwei bis zum franz. Revolutionskriege unmittel.
bare deutsche Grafschaften. Das Haus Ober⸗S., mit Be⸗
sitzungen in Westfalen, keilt sich in drei Linien: o S. Saliu
seit 1739 reichsfürstlich; eniee Chef Fürst Leopold
geb. 18. Juli 1838, erbliches Mitglied des preuß. Herren⸗
hauses. Sein Oheim, Prinz Feür, geb. 26. Dez. 1828,
erst in preuß. dann in österr. Diensten, kämpfte im
amerik. Bürgerkriege auf Seiten der Union, 1866—267 Ad⸗
jutant des Kaisers Mar von Mexiko und Chef des kaiserl
Hauses, fiel 18. Aug. 1870 bei St.-Privat als preuß
Major; schrieb: „Queretaro“ (1868). b. S. Kyrburg
reichsfürstlich 1742; Fürst Ludwig. geb. 3. Aug. 1845
) S. Horstmar, fürstlich feit 1816; Chef Fürst Otto, geb
23. Sept. 1867, erbliches Mitglied des preuß. Herreuhauses.
— Von dem Hause Nieder⸗S. besteht nur noch die Linie
Z3.Reifferscheidt, die sich wieder teilt in: s. S.Meifjer—
scheidt· Krautheim, am Bodensee ansässig, fürstlich seit 18053
Chef Fürst und Altgraf Alfred, geb. 28. Juni 1868, erb—
liches Mitglied des preuß. Herrenhauses. b. S.Reiffer—
scheidt Haiuspach, gräflich seit 1488, in Böhmen seßhaft.
d. S. Reifferscheidt⸗Raitz, in Böhmen und Mähren be—
gütert, fürstlich seit 1780. — Bgl, Fahne (1867).
Salmaäkis, Quellnymphe, s. Hermaphroditos.
Salmanafssar, mehrere Könige von Assyrien. Am
herühmtesten S. II. (860824), Sohn des Assurnasirbal,
führte Kriege gegen Armenien, die nördsyr. Staaten, Ha—
math und Damaskus 2c. — Aus der Bibel bekannt S. IV.
(727 -722), der die Belagerung Samarias begann.

Salmannsweiler, bad. Dorf, s. Salem.
aneee nlohh, deutsches Spielannsgedicht
 des 10 Jahrh., bg. von F. Vogt 1880).
Salmaflus, Claudius, eigentlich Claude de ——
— gebe 15. April 1888 zu Semur⸗en⸗Aurois
o der Junsprbeng zu Leiden geft. 8. Sept. 1665 —
Spa; wen plimanae exeroitationes in 80
be Jos), gab lat. und griech Autoren heraus.
Salm⸗Horftmar, Fürsten von, s. Salm.
Salmi Urz, feines Ragout aus Wildgeflügel.
Zalmtak, s. Ammonium.
Zalmigtgeiste Amnoniat.
Zalmis, Hafen von Haparanda.
Salm⸗Kyrburg, Fürsten von, s. Salm.
Zalming, dijt sa Saibling; auch Rame der jungen,
ch nicht im Meere gewesenen Lachse. d)
Salmon, alter —— des Gebirges Hauran (. d.)
Salmoniden (Salmonidae), s. Lachse. Im
Zalni vieifferschede und Saim⸗Salun
ZSalmson, Hugo, schwed. Maler, —8 7. JZuli 18
n Stockholm, gest. 1. Aug. 1894 in Lund; Genreszenen
aus der Pitardie (Verhaftung, 1879) und aus ——
Salmunster, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez, casela
r Kinzig, (1905) 1445 E., Amtsgericht, Franzidtanerklos
Salnaner Gebirgé, Leil' des Boͤhmerwaldes, an
Ffer der Roldau, im Spitzberg 1215 n hoch, e
Sald, Stadt in der ital. Prov. Brescia, am Gardasee,
28o) og Lirbefabtitanon, ml⸗
Salol, Phenylsalizylat, der Phenylester der Saup
ure, ein weißes, kristallinisches Puͤlver, fast unloslich n
Wasser, löslich in Äther, Alköhol, Ehlorosorm, dargeste
durch Behandeln von Hhenolnatrium und salizylsanten
Rottium dait Phosphorchiorid, wirtt fänlnishindetnd, dien
gegen Blasenkatarrh, Tripper und Rheumatismus. t⸗
Salome (hebrdie Friedensreiche“). 1) Die Mut⸗
er der Apostel Jakobus und Pone Maith. 20, zo
2) S. Alexandra, maklabäische Königin, Gemahlin an
pnis eee i geh aucin, 5) Scwae
zerodes“ I., lebte an dessen ẽ mehrfach vermäh
Tochter der Herodias und Enkelin der vorigen, erbat
das Haupt Johannes des Tüufers (Mart. 6, 20 fg.) vcr
nhite de elracchen Pruͤppag gerodes Sohn,
dann mit Aristobul von Chalkis am Libanon. *.
Salsomo chebr. Senelomoh, „Friedensmann), Fen
von Israel um lonß ons v Chr. (nach neuerer Beren⸗
nung 970 -088), Sohn Davids und der Bathseba, Er⸗
des ersten Tespeis In des ionigt Polahes iu Je
rusalem, — durch seine Prachtliebe eine große Schulden⸗
und Steuerlast herbei und zeigte sich —8 gegenüher
Botzendienst seiner fremden Weiber. Die nacherilische —*
ah in seiner Regierung das goldene Zeitalter des Volls
and schueb ihm in A. T. die aucht Huůcher das „Hohe⸗
ied“, der „Prediger“ (s. em die Sprůche zwen
psalinen und das —0 Buch der Weisheit“, zu
zu der orient. Mürchenwelt gilt „Suleiman“ als —
ind Beherrscher geheimer Kräfte, der Siegelring S.es
Talisman seiner Weisheit und Zauberkraft. Der, Salo⸗
nonische Tempel in der Freimaurerei als Symbol. 4
Salbmon, Ludwig, Schtitsteller, geb. 260 diov. 184
u Gorden (Prov. heg seit 1883 Leiter der amticen
eiung der Sladt Elbegeld, sohries Rovellen „Geschichte
oer ien Nationallitergtur des 19. Jahrh.“ (2. Aufl.
1887), Geschichte des deutschen Zeitunaswesens“ (8 Bde.
i8006 ua,
Salbinvninfeln, Arsacideninfseln, Archipel von Reu
zeorgin, melanesische Infelgruppe sKatten; Australienæ.
Iu. I, Deutsche Kolonien IL II, östl. von Reuguinea,
ieben große und mehrere kleinere Inseln, zusammen 48 goo
rm, 200 doo E. wovon sfeit 14. Rov 1808 Buta, Bou⸗
jainville, Marqueen, Tasman und Carteret (10 000 —
0000 E.) deutsch, die südl. und füdöstl. von Bougain⸗
oille liegenden (33 6000 qkro, 140 000 E.) britisch sind.
deutfchen S. werden adnnnistrativ zum Bibmarckarchipe
die Brit S. stehen unter dem Gouverneur der
Fidschünfeln. Die S. sind gebirgig (Balbiberg 4100
dammasberg 2440 m) und ig Aussuhr von
dopra, Trepang, Perlmutter, Schildpattefs. auch Beilage:
Australien cJ. — Vgl. Gupph (engl. 1887).
SRalomonsnuß, Wundernuß Salsmos, sJ. Lodoioes