Sal

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Salzkote, Salzgebäude, Halle, bei Salzwerken (Sali—
aen) das Gebäude, in welchem das Salz aus der Sole
durch Sieden gewonnen wird.
Salzkotten, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Minden
1905) 2497 E., Amtsgericht, Saline.
Salzkraut, Pflanzengatig., s. Salsola und Salicornia
Salzkupfererz, s. Atacaͤmit.
Salzmann, Christian Gotthilf, Pädagog, geb. 1. Jun
.744 zu Sömmerda, gründete 1784 die Erziehungsanstalt
zu Schnepfenthal (s. d.), gest. 31. Okt. 1811; verfaßte
Volks- und Jugendschriften (gesammelt 1848 —46), den
Roman „Carl von Carlsberg“ (6 Bde. 1783 88), „De
Himmel auf Erden“ (1797)5 eine Anzahl seiner püdago⸗
gischen Schriften hg. don Wagner (4. Aufl. 1899).
Salzpflanzen (Halophyten), nur in salzigem Erd⸗
boden vder salzhaltigem Wasser wachsende Pflanzen, wi⸗
die Seegräser (s. d.)) Glaux, Cakile, Salsola u, a.
Salzquellen, die Kochsalzquellen (s. Mineralwässer)
Salzsäure, Ehlorwasserstoffsäure, die wässerige Lösung
des Chlorwasserstoffs, dn Exrhitzen von Kochsalz und Schwe—
felsäure, technisch bei der Leblanc⸗Sodafabrikation als Neben⸗
prodult gewonnen, konzentriert eine stark rauchende, farblos⸗
Flüssigkeit vom spez. Gewicht 1,2 und ungefähr 40 Proz
Chlorwasserstoff; die offizinelle konzentrierte S. hat dat
spez. Gewicht 1,1224 und 25 Proz. Chlorwasserstoff, die ver
dünnte —7 spez. Gewicht 1,000 und 12,6 Proz. Die Salz
der S. sind die Chloride. S. dient zur Darstellung vor
Chlor, Chlorkalk, chlorsaurem Kalium, von — und
aundern Chloriden, zur Reinigung von Zuckerkohle, zur Ge⸗
winnung von Leim, Phosphor, Superphosphaten, Chloro⸗
form ꝛc.; sie wird angewendet zur Reinigung des Sandes
für die Glasfabrikation, zur Entfettung der Wolle, als
Medikament (bei schlechter Verdauung) ꝛc.
Salzschlirf, Dorf und Badeort im preuß. Reg.⸗Bez
Cafsel, am VBogelsgebirge, (1900) 1123 E., Solbad, lithion⸗
jodz, bromhaltige Kochsalzquellen (Bonifaciusbrunnen
gegen Gicht, Stein-, Grießbildung ꝛc.), Moorbäder.
Salzsee, Großer, Salt Lake, Great Salt Lake, größter
See im nordamerik. Staate Utah Karte: Vereinigte
Staaten von Amerika II, 1283 m ü. d. M., 114 vᷣm
lg., bis 36 Kmebr., bis 12 mmwtief, enthält 22 Proz. Koch⸗
alz (ährl. Salzgewinnung 42 000 t); zahlreiche Inseln;
Zufluß der Jordanfluß (vom Utahsee).
Salzfspindel, sj. v. w. Gradierwäge (s. 3
Salzsteuer, Verbrauchsabgabe von Kochsa * seit 1868
im Deutschen Zollverein unter Abschaffurig des Salzmonopols
 gleichmäßig eingeführt mit einem Zollsatz von
6 pro —— netto. — *
Salzuflen (Salzuffeln), Stadt im Fürstent, Lippe, an
der Werre, (1905) 16833 E., Amtsgericht, Sol⸗, Stahl—
quelle, Saline.
Salzungen, Stadt in S.-Meiningen, J. an der Werra,
1905) 4881 E., Amtsgericht, Salzwerk, Solbad.
Salzwage, s. v. w. Gradierwage (. d.).
Salzwedel, Kreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Magde—
»urg, an der Jectze, (1900) 10 188 (1905: 11 112) E.
Salzwerk, s. Salz. [Garnison, Amtsgericht.
Sam, s. Onkel Sam.
Zamachonitis, See in Palästina, J. Bahr el⸗Hule.
Samaden (ladinisch Samedan), Dorf im schweiz—
Lanton Graubünden, Hauptort des Oberengadin, l. am
Inn, am Fuße des Piz Padella (2883 w), an der Albula—
bahn, (1900) 967 E.; klimatischer Kurort.
Samakov, Stadt im bulgar. Kr. Sofia, am Isker
ind am Fuße des Rilodagh, (1803) 9568 E. J
Samana, Halbinsel an der Nordostküste von Haiti, zu
Santo Domingo gehörig, mit der Hafenstadt S. (5000 E.).
Zamanala, s. v. w. Adams-pit.
Samandarin, s. Landsalamander.
Samaniden, Dynastie in Westpersien, 801 von Is—
mail al⸗-Samani, gegründet, 099 von den Gasnawiden
vertrieben nach Buchara.
Samar, Ibabas, eine der Philippinen, mit Nebeninseln
13 386 qkm, (1908) 222 690 E.; Hauptort Catbalongan
Samara. 1) L. Nebenfluß des Dnjepr in den russ.
Gouv. Charkow und Jekaterinossaw, 310 &amp;m Ig. — ) 8.
Nebenfluß der Wolga im Gouv. Samara, 560 xm lg.
Samaära, Gouvernement im südöstl. Teil des Europ
Rußlands, östl. längs der Wolga, 131047 qkm, 2 7561 336 E.,

darunter Mordwinen, Tataren, 8 Proz. deutsche K olonisten
Kreife. — Die Haupistadt S. l. an der Wolga (Die
Zchleife von S.), an der Mündung des —
1672 E., Flußhafen, Handel mit Getreide u. a d
Samarang ESemurang), Hauptstadt der niederlünd,
— ————— auf
der Rordküste von Java, in sumpfiger Gegend, an der
Mündung des Kali S., 82962 E.
n er de eeee Zeite des 4 gahrh.g.ch
Zauptsiadt des Reichs ——— e. Ehr. durch Sargen
son Assyrien erobert und kolonisiert, daher das spütere Misch⸗
olt der Samaritaner (s. d), um 110 v. Cht po —9—
ʒyrkanus J. gerstort, von Hetodes d. Gr. als Sebaste uet
Agueta) wieder aufgebaut; Ruinen bei Sebastije. Zur dei
csu hieß S. die audschaft zwischen Judäa und Galilüa.
Karten Jur Biblischen Geschichte, AIg F
Samaͤrin, Jurij dedorowitsch, russ. Publizist snn
ohiler Richtung, geb. 1819 in Moskau, gest. 31. Märzʒ 18 1
ʒu e be Berlin, bekannt durch seine Angriffe ——
e Osfeeprobinzen („Grenzmarken Rußlands“, 8685.
Dainda gae der Unterabteilung Kutei
ꝛandsch. Kutei auf Borneo, am Flusse Kutei. e
Samaritaner (bei Luther: Samariter), die Bewene
Samarias (f. d.); im engern Sinne das Misawonn
velches dort aus den Resten der Isracliten und rn
abylon. Kolonisten hervorging; von den serufalemisnen
ruden unter Esra und Nehemia aus eschlossen, gründeten
e nach jüd. Muster eine eigene ——
ie aber nur die 8 Bücher Moͤses als heilige Schrift —
rkannte; ein kleiner Rest der Sekte lebt jetzt noch unter ein —
Zohenpriester in Nabulus (Sichem). Bur ————
riteratur gehören „Das Buch Josug“, eine Ehronik von
Fosuas geit'bis auf Konstantin d. Gr ,Chrgnicoꝝ *
iam“, hg. 1848) und die CThronit des Ahu ——
us dem 14. Jahrh. (69. 1866). — Bgl. Kohn 18685
i876)Bινεα_ νααιανεα s Bde. 1884 —
Sainaritervereine, Vereine, die den Iweck haben
ur Hilfeleistung bei Unglücksfällen vorzubilden pestehen
'ast in allen zivilisierten Ländern. Der —RWB 5
zründet 1882 nach dem Muster der engl. St. —85
Ampbulance Association, erteilt regelmäßigen Unteru
in Samariterschulen; in Deutschland wird in über n
Drten Samariterunterricht erteilt. Ein internationan
Zamariterbund wurde 1886 in Berlin gegründet; Bunde —
egan Der Samariter (1808 fg). —Vol Schriften ve
on Esmarch (s. d.)) George Meyer (1807),, Henius ioo.
Samarlum, sehr seltenes wenig Ineuchtes chem.
Zlement, im Samarskit gefunden. m
Samnarkanbe Gebien im russ. Zentralafien, un
generalgond . Tutkestan gehörig, uun S. und SW. hohee
Bergland (Serafschantal u. g. das nach AW zur Ster
era dfuͤlt 68 go8 n, 860 621 6., meift Asbetken Goy
Tadfchit (27 Proz.) —Die Hauptstadt S., das alte Mara
randa am Seraffchan, 88 131 6. Zitadeũe zahlreiche ——
en und Moscheen sowie prächtige Deukmäler aus der ge
Timurs, der hier 1369 — 140 residierte; seit 1868 —26
Samarov, Gregor, Pseudonym, s. Meding, Su
Samarskit, Aranstantal, rhombisches, fast metag
läuzendes, samtschwarzes Mineral, bestehend aus Niob⸗
ind Tantalsure Uranbioryd, Thors und girtonsäure.
Zisen⸗ und Manganorydul, — — mit Ceroryd, wenig
Kalk und Magnesia. Sendet Becquerelstrahlen aus.
Sambaki (Sambaguy oder Camba-qut), Anhausun
⸗vn Huschelfchalen, Fische und Saugetierresten an der gist
Brasiliens, meist deutlich geschichtet; dazwischen Skelet
und Steinwerkzeuge. — VBgl. von den Steinen ——
Sambesi Gambesi), groͤßter Fluß Südafrikas, 38
pugeht e, u et Tne Gigmbai
dannt dubchfir nt daß Land der Lobale , Barotse pn
dambunda, bildet bedeutende Wasserfälle Keting Hiotuue
Fittoriafälle Is. d. . Tschikarongafaͤlle), bildet bei Niangom
ein großes Delta (wasserreichster Mündungsarm der Zuabe
für Dampfer fahrbar der Tschinde) und mündet nach 2660 x
in den Ind. Qzean; Stromgebiet 1880 000 gkm; von Tete
Untechalb der Vittoriafülle eine 1908 eröffnete Eifenbahn⸗
hrücke / 140 m ůber dem Strom. [S. auch Beilage: Eut⸗
ecdungsreisen,J — Val. Mohr (2 Bde., 1875), Mulleꝛ
1896), Coillard (franz., 1898).