San

60

Sandowsche Salze, seit 1880 von Sandow in Ham—
burg (gest. 1904) gergesteuu Salze, sowohl künstliche
Mineralwassersalze (s. Mineralwässer), als auch andere zu
dimeren dienende Salzmischungen, wie die Brause—
salze (s. d.). *
Sandpier, s. Sandwürmer. ẽ —
Sandpunmipe, zur Sandfoͤrderung bei
GBründungen unter Wasser und beim Ver— v 46
senken von Brunnen benutzter Apparat
Abb. 1686], bei welchem durch den einen
Schenkdel weeines gebogenen Rohres Wasse E
gepumpt wird; dieses steigt im andern 7 —
Schenkel,s auf und reißt duͤrch eine Off⸗ Sandpumpe.
nung o den Sand mit empor.
Sandrart, Joachim von, Maler, Kupferstecher und
unstschriftsteller, geb 12. Mai 1606 zu Frankfurt a. M.,
Ish 14. Okt. 1688 in Nürnberg; wiqhtig seine „Teutsche
Akademie der Baus, Bild- und' Mahlereikunst““ (8 Bde.,
1675 u. 1679; neue Ausg., von Sponsel, 1896).
Sandrock, Adele, Schauspielerin, geb. 19. Sept. 1864
in Rotterdam, 1887—99 am Wiener Burgtheater, seit
1904 am Deutschen Volkstheater das., spielt bes. leiden⸗
chaftliche Frauenrollen.
Sandrohr, Pflanzenart, s. Sandhalm.
Sandschak (d. i. Banner), in der Türkei die Unter—
abteilung des Ejälet (Wilajet), von einem Kaimakam re—
giert. S.Scherif, die Fahne (s. d.) des Propheten, aus
grünem Seidenzeug mit goldenen Fransen.
Sandschaktar (türk.), s. Alemdar.
Zandschilf, Pflanzenart, s. Sandhalm.
Sandschlangen, zwei Familien nicht giftiger Schlan—
gen, Bewohner der Alten Welt. 1) Psammophidae (Wüsten⸗
schlaugen), ausgezeichnet durch eine tiefe Grube in der
Zügelgegend; hierher Pzaammöphis sibIans Gunth., braun
bis blaugrau, Nordafrika, Westasien. 2) Erycidas, mit
verkümmerten Hinterbeinen neben dem After; Hauptgattg.
Erxyx, mit einigen, namentlich in Wüsten heimischen Arten.
Sandschliffe, durch treibenden Sand glatt geschliffent
Flächen an Gesteinen, die sich bei losen Bloͤcken in scharfen
stanten schneiden (Kanten⸗, Facetten⸗, Pyramidalgeröille
Dreikanter).
Sandsegge, Grasart, s. Carex [Abb. 319)].
Sandstein, klastisches Gestein aus Quarzkoͤrnern, die
durch mineralisches Bindemittel verklittet sind, nach der
Größe des Kornes unterschieden in: grob- und feinkörnigen
S.; nach der Natur des Bindemittels: mergeligen, kal—
tigen, kieseligen S. —— eisenschüssigen, bitumi—
nösen S., TonaS., Kaolin-S., Glimmer-S., Grün-S.,
feldspatführend (Arkose), mit schwarzbraunen Flecken von
Manganoryden (Tiger⸗S.), mit Quarzzement und fein—
porös (Müuhlen⸗S.).
Sandstein, künstlicher, Gemenge von Staubkalk und
Portlandzement, wird angefeuchtet, an der Luft getrocknet
und in verdünnter Wasserglaslösung gehärtet; auch s. v. w.
Hydrosandstein (s. d.).
Sandstrahlgebläse, Vorrichtung zum Mattieren des
Glases, zur Erzeugung von Flachornamenten in Stein,
Ruim Putzen der Gußstuͤcke, Reinigen und Schärfen der
Feilen u. a., wobei durch einen kräftigen Luftstrom Sand
gegen den zu begrbeitenden Gegenstand getrieben wird.
Sanduhr, Zeitmeßinstrument, bestehend aus zwei durch
rine feine Offnung in Verbindung stehenden Glaäsern, vor
denen das obere mit so viel feinem Sand gefüllt ist, als
in der zu messenden Zeit in das untere abläuft; At—
tribut der Zeit, des Todesgottes.
Sandusky (spr. ßänndößkt)
Stadt im nordamerik. Staate Shid,
am Eriesee, (1900) 18664 E.
Sandwefpe (Ammopuila),
Gattg. der Grabwespen, meist trop.,
eee Arten. Die Weibchen
legen ihre Nester in Sandboden an
und tragen ihren Larven größere,
nackte Schmetterlingsraupen din Einzige deutsche Art die
gemeine S. (4. sabuldea L. Abb. 1887), 1820 mn
i8. — Bgl. Kohl (100).
Sandwich (spr. ßäundwitsch), Stadt in der engl
Grafsch. Kent, (1001) 3174 E. einer der Cinque Ports
etzt 3 Km vom Meet.

3 trindete
Sandwiches (engl., spr. hänndwltsches), en
Weißbrotschnitte mit Butter bestrichen und belegt. * dhr
Zanamon en heißen auch Ranner, die, mit Pla e
behangen, durch die Straßen gehen. sfis Ag
Sandwichhafen (spr. änndwitsch-), . v. w. 3—
Sandwichinfein VUpr. dnndwitsgh⸗ Zawa Iusesm
polynes. Inselgruppe im nordöstl. Stillen Ozean — wß
Australien c. I, Territorium der Vex. Staa J 3
AmeritaIs 7d Cohhh uba don .ee
z Fröhern und 18 kleinern Jnseln, vulkanisch 9 8
7Tea, 4208 m, auf Hawaii), fruchthar; die e 5
Kanaken) gehören zur polynes.snialatischen Fami Ib
Ehristen und ivilistert.“ Die größten Inseln sind. ggu
Maui, Pon Kaugai; Hauptstadt Honolulu auf ? r
Handel s. Beilage: Australien und Ozeanien; e
sahnen s. Beiläge: Eisenbahnen. ———
inen vom Präsidenten zu ernennenden Gouverneur, *88
ind Abgeordnetenhaus; Vertretung im Kongreß F cn
— ——— su
784 1810 unter den ane Kamehameha
jannte 1837 die kath. Missionare, wurde 1844 4 5*—
ühüngig anerkannt, klarte fich aber 1846 als Enalance
Untertan, doch schützte ihn dies nicht genügend gegen *
Franzosen, so daß er sich den Nordamerikanern umen
Ihm folgte 183468 Kamehameha 1V., 188353
Zruder Kamehameha V., 1878 74 Lunalilo I. 8 *
dalakaua J. Seine ihin nachfolgende Schwester *.
alan wurde 1898 geftürzt, wotauf, eine Republi —
gerichtet wurde, bis 16. Juni 1887 die S. von dene
Staaten annektiert wurden. — Vgl. Hopkins hg —*
bd. 1866), Fornander (engi., ßs Bde 187785) —2
1883), Graf Anrep⸗Elmpt i 888), Marcuse (1894), —*
1806). Morris (engl, 1809), Twombly (engl.,J 3
Sandwichinfeln (spr. ßäundwitsch-), Inselgruppe
uͤdpolarländer, westl. von Südgeorgien.
Sandwicke, s. Vicia. sien⸗
Sandwürmer (Arenicolidae), Familie der 7 un
vürmer aus der Unterordnung der Röhrenwürmer. Be *
este Art der Pier (Saudpier, Pieraas, Köderwurm, 3
di wrι ιινν fpieutrum Tam. Abb. 16881
jellgelb bis dunkelbraun, jeder—
eits mit 18 roten Kiemenbüscheln,
lemein an flachem, sandigem
Strand der europ. Meere, wird a. Pier.
ius Fischtöder benudt. Den RPier pter
Sanetsch, Col du Senin, Bergpaß der wreiburge
Alpen, zwischen den Kantonen Bern und Wallis, ——
Sanfediften ital), ehemals polin Portei im Kirch
aate, zur Befestigung der päpstl. Gewalt. Ba⸗
San Fele Siadt in der ial rov Potenza
iilicata), am Sele, (1901) 6341 E. un,
San Felipe, Haͤuptstadt der chilen. Prov. Aconcagua,
am Aconcagua, (1803) 11789 E. tiva
Zan delipe de Jatspa, span. Stadt, . v. w. Jauurg
Zan Feitn de Guirols (spr gichohls), Hafenft
n der span. Prov. Gerona, (1900) 11338 E. nz, auf
San Fernando, Stadt in der span. Prop. Cäaͤdiz, a
»er Insel Leon, (1900) 29 635 E., Kriegshafen. lcha⸗
San Fernando, Hauptort der chilen Prov. 60
ug, (1008) 827 E. dad 000
San Fernando, Stadt auf der brit Insel unt
San Franucesco deAlbaro (fpr. frantscheslo), ostl.
Voxort von Genua, ca. 12000 E. d⸗
San Francisco (Frisco), größte Stadt des wi
amerik. Staates Kalifornien, am Stillen Ogean, auf cp
Landzunge zwischen dem Goldenen Tor und der Bai g
Z3. F. Kaͤrte: Bereinigte StaatenponAAmerikag,
(1803) 385 8910 E. (1846;: 600); offentliche Gurten: —
vard's Gardens und Golden' Gate Park; bedeuten
Handelsstadt an der Westküste Ameritas; Ausfuhr 3
See, bes. Getreide, Mehl, Wein, Lachs, Quecksilber, Wo n
Edelmetalle ss. auch Beilage: Vereinigte Staaten vn
Amerika], Industrie in Eisengießereien, Schiffbau ec. n
S. F., früher eine 1776 augeeghe Franziskanermission
axst seit der Entdeckung der kaliforn. Goldfelder 1848
nn gekommen. 18. April und folgende Tage g
)urch Erdbeben und Feuersbrünste zum größten Teil zegt —
San Fratells, Stadt auf Sizilien, (1901) 9879 6.
ilte lombard. Kolonie (11. Jahrh.).