Sau

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Chlorwasserstoff⸗ S. und Blau-S.), oder durch Vermittlung
von Sauerstoff, wie in der Salpeter-⸗S. (Sauerstoff⸗S.)
die letztern koönnen durch Wasserentzichung in ESaureanhydride
 übergehen; nach der Zahl der erfehbaren Wa sserstoff⸗
atome GBafizität) unterscheidet man einbasische, zweibasische
und mehrbasische S. Die organischen S. enthalten als
charakteristische Gruppe die Karbouylgruppe. Säurean—
ydride sind neutrale Oryde, die erst duͤrch Verbindung
mit Wasser S. liefern; Saͤureradikale Säurereste) sind
die an die Hydrorxylgruppen gebundenen Reste. Wenn in
Sauerstoff⸗ S. Sauerstoff durch Schwefel ersetzt ist, entstehen
die Sultfo⸗ oder Thio⸗S.
Sauret (pr. ßoreh), Emile, franz. Violinvirtuos, geb
22. Mai 1852 in Duß-le⸗Roi, iu Paris und Brüssel ge—
bildet, dann auf Kunfireifen in Europa und Amerika
seit 1891 Biolinlehrer an der Musstatademse in London
Säurewecker, Reinzucht von Säuerungspilzen zur
Erzeugung sauren Rahnis zur Butterbereitung.
Sau richniten, fofsile Fußspuren eidechsenartiger Tiere
m Keupersandstein von Coburg Beispiel zeigt Äbb. 347,
dei Chirotherium.]
Saurier (Sauria), s. Eidechsen.
Sauropoden, riesenhafte fossile Dinosaurier.
Bauronsadaso, eine der drei Unterklassen der Wirbel—
ere, die vereinigten Reptilien und Vögel.
Sauropterygüier, s. Pleslosaurus,
Sauser, der Most (s. d.) nach der ersten Gärung.
Saussier Epr. ßoßleh), Felix Gustave, franz. Gene—
ral, geb. 16. Jan. 1828 zu Troyes, 1870 in Metz Regi⸗
mentskommandeur, kriegsgefangen, 1879 apersaeht
in Algerien, dann in Chaͤlons, 1881 wieder in Afrika,
1884-98 Militärgouverueur von Paris und zugleich bis
19083 Mitglied des Obersten Kriegsrats, gest. 20 Dez. 1905
in Luzarches (Dep. Seine-Oise).
Saussure (pr. zoßühr), Horace Benedicte de, franz.
Naturforscher, geb. 17., Febr. ine Conches bei —
gest. 22. Jau. 1789 als Prof. in enf, hochverdient um
Geologie, Geophysik und verwandte Wissenschaften; er⸗
stieg als einer der ersten den Montblanc 1787); schrieb
„Jovages dans les Alpes“ (4 Bde. 1779 -96 deutsch
78138) u. a. — Sein Sohn Töheodore de S., geb
14. Okt. 1767 zu Genf, gest. 18. April 1845 als Prof
das., Begründer der Pflanzenchemie; schrieb: Roohberches
chimiques aur la végétation“ (1804; deutsch 1890)
Saufsurit (spr. ßoßür), Umwandlungsprodutt des
Plagioklases, grünlichweißes Aggregat, aupgaci aus
Zoisit. Gemengteil gewisser Varietuten des Gabbros.
Sauternes (pr. hotärrn), feine weiße Bordeaurweine
pom Flecen S. (1801: 9384 E.) im Dep,. Gironde.
Sautieren (frz. spr. hot.), dünne Fleis n Kar⸗
toffeln u. a. in einer Pfanne mit Butter au lebhaften
Feuer schwenken und dadurch rasch gar machen.
Sauvegarde (frz. spr. kow gärd), Schutzwache; aud
Schutzbrief. lwer kann
Sauvs qui peut! Eftz. spr. ßow ki pöh), rette sich
Sauveur (pr. ßowöhr), Joseph, Alustiker, geb. 24. Mär,
1658 in La Fleche, gest. 9. Juli 1716 zu Paris, berech⸗
nete zuerst die äbfolute Schwingungszeit der Toͤne und
erklürke zuerst das Entstehen der Oherlöne.
Sava, griech. Sabbas serb. Heiliger, eigentlich Rastko,
geb. 1168, gruͤndete 1108 das Kloster Chilandaraui
dem Berge Athos, 1219 —84 erster Erzbischof bon Serbien
ig 1236 in Tirnova, gilt als Begründer der serb. Volks
ildung. Nach ihm benannt der ferb. Orden des Heiligen
S.. 23. Jan. (4. Febr) 1883 gestiftet, fur Verdienste um
Kunst und Wisfenschaft, fünf Klassen.
Savage (pr. sawwedsch), Richard, engl. Dichter, geb
8. Jan I6s87 zu dondon, aigebich Latürlicher Sohn der
Bräfin Macclesfield und des Lorde Rivers, gest. 1. Aug.
1743 im Schuldgefängnis zu Bristol, schrieb Dramen
aud Gedichte. Sane ee von Gutzkow dramatisiert
Savage (spr. ßawwedschß, Richard Henry, amerik. Schrift⸗
seller, geb. 13. Juni 1846.in Utika Neuhorth 1
Zivilingenieur, nahm am Kriege gegen Spanien keil, gest
12. Olt 10083 in Reuvort schrieb humoristische Erzählungen,
bes. bekannt My offdcia ir⸗ (auch dramatisiert).
Savage⸗-Armstrong (spr. ßäwwedsch), George
Francis, irischeengl. Dichter, s ditrmstong.
Savage Jsland (spr. zawwedfch eilund), s. Niuk.

Savaii, größte der deutschen Samoginseln, 70 kwm lIg.,
— we —* (erloschener Vulkan) 1640 m hoch,
1707 4k, (1000) 14022 6.
3 (spr. ßewännk), Grenzfluß zwischen Srri
und Südkarolind (Nordamerika), mundet nach, 720 p
in den Atlant. Ozean. An ihm die Stadt S., —I —
Zaupthafen Georgias, (180038) 64862 E. (etwa die 8
zarbige); Baummoll-, Holz und Terpentinspiritushan
Savannen (span.) in den Tropen weite Srasfuren
welche, im Gegensaß zu den sonst verwandten Pampas un
Puszten, mit eingestreuten Bäumen und Baumgrupp
hesetzt sind. IErdkarten II, 8.1
Savannenhund, Karasissi
Maikong (Canis candrivörus
Desm. [Abb. 1606)]), wilde Hunde⸗
art, dunkelbraun; Guayana und
Benezuela.
Savaria (Colonta Olaudia
Zavaria), alter Name der Stadt F ν
Steinamanger. 5 Anenhund.
Saväry, Anne Jean Marie —* Saranne s der
Vent, Herzog von Rovigo, General und Polizeiministe
Napoleons I, geb. 26. April 1774 zu Mare rdennen
»räsidierte 1804 bei Verurteilung des Herzogs von Lnghig
iegte 16. Febr. 1807 über die —* dei Ostrolenka, 180
Herzog, 1810 Minister, 183133 Oberbefehlshaber in
Algier, gest. 2. Juni 1833. „Mémoires“ (1828).
8 (Sau, ungar. Szava), r. Nebenfluß der Donan
utsteht in Krain bei Radmanusdorf aus der Wutzen⸗n
S. und der Wocheiner S., wird bei dem Einfluß der
raibach schiffbar, muündet nach 712 kRm bei Belgrad; Neben⸗
lüsse: l. Sann, r. Laibach, Kulpa, Bosna, Drina.
Save (spr. ßahw'), l. Nebenfluß der Garonne, entspring
m Dep. HautesPyrknbes, muünder bei Grenade, 148 kwls
Saverne (spr.wärrn), franz. Name von Zabern.
Saviglianv (pr. wiljac), Stadt in der ital. Prov.
Funeo (Piemont), an der Haira, (1801) 17821 6
hdier 4. und'z. Rov. 1799 Sieg der Russen und Oster—
reicher über die Franzosen.
Savignano di Romagna (spr. winnja, mannija)
Stgdtin der ital. prov. gorth Godi adr C, Attadent.
Savigny (spr winnjih), Friedt. Kal bon, Zurist,
eb, 21, debt. 1778 zu Frauttfurta. Hn, feit 1810 Prof.
u Berlin, 1842 —48 Justizminister, gesi. 25. Okt. —
Führer der so histor. Schule; Hauptwerk: „System d
eutigen römn. Rechts“ (8 Bde. 1810409); serner: „Da
Necht des Besitzes“ (7. Aufl. 1868) „Bom Beruf unserer
Zeit für Geseßggebung“ (1815; Reuüdruck 1802) ꝛc. —
Biogr. von Bethmanu Houweg (1867), dandsberg (1890)
— Sein Sohn Karl Friedr. von S., preuß. Diplomat.
jeb. 19. Sept. 1814 zu Berlin, 1864 66 preuß. Bun des⸗
agsgesandter, trat 168 aus dem Staatsdienst; seitdem
m Reichstage ein Hauptführer der klerikalen Sentrums⸗
artei, gs 11. Febr. 18765 zu Frankfurt a. M.
Savitar, ind. Sonnengott, s. Suͤrya.
Sävitien (lat.), Mißhandlungen.
Savitri, Tochter des ind. Sonnengottes Savitar;
uuch Tochter des Königs Acvapati, Frau' des Satjavant,
den sie durch ihre Treue dem Todesgotte Jama abringt.
Die Erzählung von S. gehört zu den schönsten Episoden
es Mahapharata,; übersetzt von Kellner (in Reclamé
Universalbibliothek“), meisterhaft nachgedichtet von Rückert.
Savoie (spr. ßawda), Savoyen m engern Sinne),
ranz. Dep. im südl. Savohen, 6188 gem, (1901)
264781 6. Hochalpenland; Hauptstadt Chaͤmbery.
Savoie, Haute⸗ (pr. oht dawda), Obersavoyen, franz.
Departement im nördl. Savohen, 4808 4km, (1801)
63803 E.; Hauptstadt Annecy.
Savoir-airo (rz., spr. ßawdahr fähr, „zu machen
oissen“), Geschicklichteit Gewandtheit; Sabirirro spr.
wihwr. „zu leben wissen“), Lebensart, Lebensklugheit.
Savonia, Stadt in der ital. Prov. Genug, an der
Riviera di Ponente, (1901) 38355 E., befeftigter Hafen
Beilage: Azlierh
Savonarolag, Girolamo, Urheber eines kirchlich-polit.
Reformversuchs in Florenz, geb. 21. Sept. 1468 zu Fer⸗
rara, Dominikaner, 1489 hrlor von San Marco zu vlo⸗
cenz, kämpfte gegeit die Sittenlosigkeit der Zeit, des. des
Klerus, suchte nach der Vertreibung der Medici (1494)