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Begründer einer verbesserten Chronologie („De emenda
tione temporum“, 1583).
Soandia, Seandinavia, alter Name für Schonen in
südl. Schweden.
Soansõres, s. Klettervögel.
Scanzoni von Lichtenfels, Friedr. Wilh., Ge—
burtshelfer und Gynskolog, geb. 2i. Dez. 1821 zu Prag
1850 88 Prof. in Würzburg, gest. I2 Funi 1891 66
einem Gute Schloß Zinneberg in Oberbayern; schrieb
„Lehrbuch der Geburtsshilfe“ (4 Aufl. 1867), „Die Krank—
heiten der weiblichen Sexualorgane“ (56. Aufl. 1875) u. a
sscaphopoda, s. Grabfüßer.
Scapinov, ital. Theaterfigur, der ver⸗
hmitzte Bediente. [Schultern).
Soaputa (lat.), das Schulterblatt (f.
Soaraba eus (lat.), der Käfer, insbes. der
zu den Mistkäfern gehoͤrige, den alten Agyp⸗
ern heilige Ateuchus vacer L. (s. Ristkäfer).
 Nachbildungen in Stein 2c. (Stara- 160s.
bäen, Käferfteine [Abb. 1608)) dienten als Skarkius.
Amulette und Schmuck.
Soaramuocia (spr. muttscha), s. Skaramuz.
Scarborough Epr. Pord oder brö). 1) Stadt in
)er engl. Grafsch. Nork (Rorth Riding), (1901) 3816160
—.) Hauptstadt der brit. Jusel Tabagd, 8000 E.
Scardong, Stadt in Dalinatien, (1800) 10613 E.
Scarlatti, Alessandro, ital. Komponist, geb. 1649
zu Trapani, gest, 24. Okt. 1725 zu Neapel, Grunder der
neapolitan. Schule; schrieb zahlreiche Bühnen- und Kirchen⸗
werke, auch Kämmermusik und Madrigale. — Sein Sohn
Domenico S., Klaviervirtuos und Komponist, geb. 26.
Okt. 1688 zu Reapel, gest. das. 1757, der eigentliche
Begründer der Klavierfonate.
Scarpanto, türk. Insel, s. Karpathos.
Scarpe, RNebenfluß der Schelde in Frankreich, mündet
nach 112 kme bei Saint-Amand.
Scarron (spr. ong), Paul, franz. Dichter, geb. 1610
in Paris, 1652 mit Fraucoise d'Aubigné, der sparern Frau
von Maintenon, vermählt, gest. 7. Okt. 1660 zu Paris
schrieb burleske Gedichte, „Virgile travesti“ (18648 58)
den „Roman comique“ (16862), Novellen und Lastspiele.
Guvres complètes“ (10 Bde., 17387). — Bql. Morilsoi
(1888), Boislisle (1899
Seartazzini, Joh. Andr. Danteforscher, geb. 80. Dez
1887 zu Bondo (Graubünden), seit 1884 Pfarrer in Fahr—
wangen (Aargau), gest. das. 11. Febr. 1901; gab heraus:
Divina Commedia“ (1874 -90), „Dante-Handbuch“
892), „Fnoiclopedia Dantesca“ (3 Bde. 18935— 1005)
„Daute“ (1886), „Concordanza della dcüvina commo
Scävsla, s. Mucius. ldia“ (I1801) u. a.
Scefi (spr. sche,), Klara, Stifterin des Ordens de—
klarissinnen (s. d.).
Soelidotheorium, s. Faultiere.
Scepter, s. Zeyter.
Scefaplanag (pr. sche), höchster Berg des Rhätikor
Ostalpen), 2969 mn hoch.
Schaaffhausen, Hermann, Anthropolog, geb. 18. Jul
816 zu Koblenz, seit 1885 Prof. in Bonn gest. 26. Jan
1893; schrieb: „uber die Urform des menschlichen Schädels“
(1869), „Anthropol. Studien“ (1883), „Der Neander—
aler Fund“ (1888). *
Schabbes (hebr.), s. Sabbat. S.Goi, s. Goi.
Schaben (Biattidae), Familie der eigentlichen Gerad
lügler, Insekten mit flachem, ee Körper; Kop
fast völlig von dem großen Halsschild bedeckt, Fühler lang
borstenförmig; leben von pflanzlichen Abfällen, legen ihre
Lier (30 550) in einer harten Kapsel ab. Hierher die
dentsche S. (Ruffe, Preuste, Schwabe ?ꝛc. Phyilodromts
oder Blatta germonlon ), schmutig gelbgrau, ursprünglich
 in Europa und Nordafrika im Freien lebend, jetzt über
die ganze Erde verbreitet und nur noch in Häusern, nur
des Ragts hervorkommend; Küchen ·S. (BrotS., Kakerlak
fälschlich ebenfalls Schwabe, Foriplaneta orieutaus 73
dunkelbraun, ae— mit verkuͤmmerten Flügeln und
turzen Flügeldecken ustiges Ungegiefer bes. in Kuchen unt
bei Bäckern und Müllern, aus dem Orient eingeschleppt,
über die ganze Erde verbreilet. Surinamischer Katetiai
E. americans Faobr.), rostrot, aus Amerita eingeschleppt,
namentlich in Seestädten; Tarakan (Ectobia lapponiea L.),

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opf und Vorderrücken schwarz, Flügeldecken ziegelfarben,
unkler gefleckt, in Rorde und Mitteleuropa im Freien
bend. — S. heißen auch die Motten (s. d.).
Schabkäfer, s. Speckkäfer [Abb. 1773)].
Schabkunft, Schabmanier, f. Fupferstechtunst. tdethr
Schablone, Musser zur Rachfertigung gleichgesta cie
Begenstände, ein Blatt aus Holz, Blech oder Pappe,
welchem das Muster ausgeschnutten ist, um es auf giacen
zu übertragen (wie beim Malen der Zimmerwände) 5
velches das Muster in seinen Umriffen enthält on
es auf Flächen auszuschneiden ist. — S. in der Gigenh
s. re im dirwes, eine dem gewünschten Pro
nachgeschnittene Lehre (s. d.).
Shablonendrehbank s. v. w. dassondrehbank (. d.).
Schabotte, s. bre t
Schabraͤcke (türk), verzierte Pferdes, Sattelde ehen
Wahrune 333 der Küurassiere über
istolenhaltern oder Packtaschen. *
Schabzieger, der grune Kraͤuterkäse in der Schweiz;
diee Iene Gspiel
Schach, s. Schah und Schachspiel.
Schacharit (hebr.), Morgengebet der Israeliten.
Zchachblume, s. Fritillarie rd⸗
Schachen, Aussichtspuntt im Wettersteingebirge (No
roler Kalkalpen), 1700 m, Schloß. Uri
Schächental, Alpental im schweiz. Kanton
s Kr Ig., vom Schaͤchenbach (Zufluß der Reuß) dur—
römt, mündet bei Bürglen in das Reußtal. Ve⸗
Schächer, s. v. w, Räuber, Mörder, seit Luther
ichnung der, zwei mit Jesu gekreuzigten Übeltäter. de
Schächerkreuz, Gabelkreuz, bef. in der Wappenlun
estehend aus einem senkrechten Pfahl und gwei schräg
Armen oben. 6)
Schachmatt, s. v. w. Matt (s. d. nebst Abb.
Schachspiel, Brettspiel für zwei Parteien, aus Ju g
tammend, von da nach China und Persien, zur Zeit —
d. Gr. nach Griechenland, später durch die Mauren
Italien und Spanien übertragen; auf dem Damenbre.

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1609. Schachfiguren (natürlich und schematisch).

64 Felder) mit 16 weißen und 16 schwarzen Figuren
König, 1 Dame, 2, Lüufer, 2 Springer, 2 Türme a
3 Bauern) gespielt. [Abb. 1609 zeigt die 6 verschiedenen
Schachfiguren in natürlicher Form: a König, b. Dame,
o Springer, d Läufer, e Turm, XBauer, darnuter dieselben
dne cie Dastellng ubchen Feiguurg
S. Ve Matt. Patt, Remis Rochade nebst Tertfiguren
— Lehrbücher von Bilguer, von der Lafa, Lange, Zuckertor
und Dufresne; Geschichte des S. von van der Linde (2 Bde.,
1879,, von der Lasa (18097).
Schacht, lotrecht (seiger) oder mit bedeutender Neigung
tounlägig) in die Tiefe (Teufe) bergmännisch gesichetet
Zrubenbau, der über Tage durch das Schachthaus [Tafel:
Bergbau II, 11 überbaut ist. Blinder S, ein nicht zu
Tige führender S.
Schachtelhalme, s. Equisetazeen.
Schachtelfaft, s. v. w. Marnmelade.
Schachtelwurm, s. Bandwürmer.
Schachten, nach jüd. Ritus (mit Durchschneidung der
Luftröhre) schlachten, wird durch den dazu autoriflerten
Schächter (Schochet) vorgenommen. — Vgl. Simon 1893)
Weichmann und Strack (1899), von Schwarg (1906).
Schachtfufßß, ein Körpermaß von 1 Fuß Lauge, 1 duß
Breite und 1 Zoll Höhe.
Schachtkranz, s. Hängebank.
Jagctosen Ofen, dessen Innenraum schachtartia
). h. oben offen und bedeutend hoͤher als weit ist; dien
um Rösten und Schmelzen von Erzen und Hüttenprodulkten.
der Höhe nach e man Hochoͤfen (s. Eisen⸗
rzeugung) und Halbhoch- oder Kruumöfen.
Schachtrute, s. Ruie