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schrieb: „Die Hansestädte“ (1879), Fortsetzung von Dahl—
manns Geschichte von Dänemark“ 11883 u. 1902), gibt
dieWürttemb. Geschichtsquellen“ (eit 1894) heraus
Schaefer, Joh. Wilh., Literarhistoriker, geb. 17. Sept.
1808 zu Seehausen bei Bremen, gest. 2. Marz 1880 als Ober⸗
lehrer an der Hauptschule in Bremen; schrieb;: „Geschicht
der deutschen Literatur des 18. Jahrh.“ (2. Aufl. 1881)
Goethes Leben“ (8. Aufl. 1877) u. a. — Sein Brude
Arnold S., geb. 16. Okt. 1819, seit 1865 Prof. der Ge
schichte zu Bonn, gest. 19. Noöv. 18885 schrieb; , De—
mosthenes und seine Zeit““ (E. Ausg. 1883 87), 6Ge—
schichte des Siebenjähr. Krieges“ (1867 74) u. a. — Vgl
Asbach I884 u. i800).
Schäfer, Karl, Architekt, geb. 18. Jan. 1844 in Cassel
eit 1884 Prof. an der Technischen Hochschule in Berlin,
seit 1894 in Karlsruhe;, Hauptbauten: Universitüt in
Marburg, Equitablepalast in Berlin; gab heraus: „Glas—
malerei des Mittelalters und der Rengissance“ (1881 fg),
„Mustergültige Kirchenbauten des Mittelalters in Deutsch
Schäferlied, s. Pastourelle. land“ (1892 fg.)
Schäferspiel, s. Pastorale.
Schafeuter, Pilz, s. Polyporus und Tafel: Pilze, 24
Schaff, bayr. Getreidemaß, s. Metze.
Schaff, Philipp, deutsch-amerik. prot. Theolog, geb
J. Jan. 1818 zu Chur (Schweiz), 1844 Prof. am theol.
Seminar zu Mercersburg (Pennsylvanien), 1868 am
reform. Ugion Theological Seminary in Reuyork, gest.
das. 23. Okt. 1893; Vermittler zwischen deutschet und
amerik. Theologie. Hauptschriften; „NHistory of the
Ohristian Chureh“ (8*5. Aufl., 7 Bde 1880 fg.), „Thé
person of Christ“ (12. Aufl. 1882); Herausgeber von
—
25 Bde. 1866 94).
Schäffel, bayr. Getreidemaß, s. Metze.
Schaffgotsch (Schaafgotsche), altadliges Geschlecht
692 fretherrlich, 1708 reichsgräflich, besteht aus einem
Schlesischen (die Linien J. Kynäst-Warmbrunn; II. Wild⸗
chütz) und einem Böhmischen Haus.
Schaffhausen, nördlichster Kanton der Schweiz, 2984
Xm, (1800) 41514 deutsche, meist prot. EF am
Rhein, im N. und O. vom Randengebirge
durchzogen, im SW. zum Klettgau gehörig;
blühender Getreide⸗, Obst-⸗, Weinbau; Gipsstall⸗,
 Sandsteinbrüche, Tongruben; Hauptindustriezweige:
 Fabrikation von Aluminium,
Waggons, Eisen-, Stahlwaren, Wollspinnerei,
Uhrmacherei. Demokrat. Verfassung. Gesetz⸗ 161⸗
ebende Behörde der Große Rat, vollziehende Suͤnf⸗
Mitglieder) der Regierungsrat. Der Kanton hausen.
zerfällt in 6 Bezirke. S. trat 1501 der Eid—
genossenschaft bei. — Die Hauptstadt S. r. am Rhein,
Iberhalb des Rheinfalls, 16 275 E. — Vgl. Rüeger (Chrönik,
2 Bde., 188062).
Schäffle, Albert, Nationalßkkonom und Staatsmann,
geb. 24. Febr. 1831 zu Nürtingen (Württemberg), seit
1868 Prof. zu Wien, 1868 Mitglied des Zollparlaments,
Febr. bis Ott. 1871 österr. Handelsminister, lebte seitdem
zu Stuttgart, gest. das. 28. Dez. 1908; schrieb: „Das
gesellschaftliche System der menschlichen Wirtschäft“ (3. Aufl,
i873), „Quintessenz des Soziglismus“ (18. Aufl. 1891)
„Bau und Leben des sozialen Körpers“ (2 Bde. 2. Aufl
1896), „Die Aussichtslosigkeit der Sozialdemokratie“
(a. Aufl. 1881) u. a. Selbstbiogr. „Aus meinem Leben“
Schäffler, s. v. w. Böttcher. (2 Bde. 1904)
Schäfflertanz, Böttchertanz, ein in München alle
Jahre im Januar stattfindender feierlicher Aufzug der
57 zum Andenken an die Seuche von 1517.
Schaffliege, s. dausfliegen.
Schafgarbe, Pflanzengattg., s. Mohillea.
Schafhaarling, s. Pazfresser.
Zchafhaut, s. ümnion.
Schafhäuti, Karl Franz Emil von, Physiker, Geolog
und, Musiktheoretiker, geb. 16. Febr. 1803 zu Jugolstadt
1848 Prof. zu iine 1849 auch Oberbibliothekar, gper
Schaftamel, J. Lama. [26. Febr. 1890 das
Zchafklee, Futterpflanze, s. Klee.
Schaftkopf, Spiel mit deutscher Karte, von 4, 6 oder
s Personen in 2 Parteien gespielt, mit 1 oder 2 Karten⸗
spielen (letzteres Doppel-S. Doppeltopfy.

Zchaflaus, s. Lausfliegen.
eee I s. Coronilla.
AV—
Zchafpocken, den Kuhpocken ähnliche Seuche der Schafe.
Zdchaffschwingel, Grasgattg. s. Fostuoa.
Achafshusten, olaner, s. w. Keuchhusten . ——
Zchafftade (Schafftedth, Stadt im preuß. Reg.-Vez.
exseburg, (1905) 2850 E.
29 eee . ehelee.
aftcelt, s. Celt.
Schafteke, s. Lausfliegen. [nebst Abb. o
Zchaften, Art der Veredlung, s. v. w. Kopulation (. d.
Schafthalme, Pflanzenfamilie, s. Equisetazeen.
Schaftmörser, s. Halenmörser.
Schafwasser, Amnonwasser, s. Amnion.
Zchafzecke, s. Lausfliegen. llen⸗
cchah (perf), Konig meist Titel der orient. Vasa
asten, wührend der unabhängige Souverän Schahinsch
Oberfchah), Padischah geuannt wird. 9J dt in
Schahd sehahanpur (Shahjahanpur), Distriktssta
her Divp. Roͤhilthand der indobrit, Vereinigten Provinz
Nordwestprövinzen; jetzt Agra), (1901) 76 458 E. der
Schahi, perf. Rechnungsstufe und Kupfermünze,
»0. Teil eines Kran (. d.).
vohahnamo, Epos von Firdusin(s. d). in
Scha⸗rho, I. Zufluß des Hnn⸗ho (Fußgebiet Siaußi
er Mandfchurei, südl, von Muk-den, Daran 9. bis 18.
904 Kämpfe der Russen mit den Japanern, die mit
sückzug der erstern über den S. endigten. Prinzen
Schaͤhsade (persi), Titel der perf., afghan. und *
Schakal, Goldwolf (Canis auréus Briss. Faß F
Afritanisshe Tierwelt, 7)), wilde Hundeort, sute
hitlich, gefräßig, leicht zähmbär; gesellig lebend, pege
ines nachtlichen Geheuls berüchtigt. Asten, Nordafti
Schakare, s. Alligator. Südosteuropa.
SchakariUrinde, s. v. w. Kaslarilla.
Zchake (Seew.), Glied der Ankerlette.
Schaku (Shaku), japan. Lüngeumaß 0, Sos m.
Schakuhuhn (Jakuhuhn), s. Hokkovögel. inster
Schal (Shawt), große Umschlagtücher aus feinse
Kaschmirwolle (pers. und tibet. Ziegenwolle), nachgeahn
aus Schafwolle (Kammgarn) oder gezwirnter Florettsei n
Schalanken, Ziergehänge an ungar. Pferdegeschiricn
Smaiblattern der Vemphigus s d) der Reugeborenn
Schalcken, Godfried, holländ. Genremaler, geb— 12
ꝛele Jahre in England, 1706 im Haag; bes. Einze
iguren in Kerzens oder Lampenbeleuchtung. o)
Schalders, Dorf und Badeort in Euͤdtirol, —
1E.r, Hauptort des in das Eisacktal mündenden Schaunen
Zchalenassel, s. Schnurasseln. be
Zchalenblende, schalige Zinkblende, auch Wurtzit,
Schalenguß, s. v w. Hartguß. Gemenge beiden
Schalenkrebse (Thorsacostraca), Unterabteiluug *
Malakostraten (s. d.d), umfassend die Ordnungen 1) der
tieläugigen S. (Podophthalmäta). Unterordnungen
a. zehnfuͤßige S. (Decapöda), mit 8 Paar Fieferfüßen
ie in ihrer Form von den fölgenden 5 Paar Brustbeinen
erschieden sind; zerfallend in die Gruppen der kurz ichwan
igen Dekapoden, Brachyuren oder Krabben (s. d.) un
er langschwänzigen Dekapoden oder Makruren iaciara)
nit dem gFlußtrebs, Einsiedlerkrebs ac. p. Spaltfüßer
Schizopoda), mit 2 Paar Kieferfüßen, die, übereinstimn
nend mit den 6 Paar Brustbeinen, zweiästige Spaltbeine
arstellen, kleine das Meer bewohnende Krebschen. 2) Man
uer if. do) und 3) Rumazeen (Sumacon), kleime Krebscher
eit sizenden Augen, Bewohner der nordischen Meere,
ZSchalenkreußz, Robinfons, s. Anemograph sAbb. 7181
Schalet, israci. Sabbatessen aus fetlein Rinde, Ham⸗
e oder Gänsefleisch mit Reis, Graupen, Erbsen.
Schalfigg, Tal in der Schweiz, s. Schaufigg. z⸗
Schalk, un Altdeutschen s. v. w. Knecht; spater bot⸗
gfter, schadenfroher Mensch (Schalksknecht); jetzt er
Mensch, der mutwillige, lofe Streiche treibt.
Schalkantig beschlagen, s. Bewaldrechten. —
ZSchaltau, Stadl in S.Hleiningen, au der Ib, (190
244 E., Anitsgericht, Kunstschnitzschule.
Schãͤiknötchen, Zahnausschiag Zahnfriesel (8t79
hülus), Hautausschlag der Säuglinge; blaßrote, mäßig
uckende Kaͤßtchen, verschwinden bald unter AÄbschuppung-