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Sch
Schan⸗thau, hines. Hafen, s. v. w. Swa-tou.
Schan⸗tung, Provinz im nordöstl. China, am Gelben
Meer und am Golf von Pe⸗—tschizli sKarte: Ostafien Ij,
140 600 ꝗkm, (I8840) 88,1 Mill. Eh großenteils gebirgig
vom Kaiserkanal durchschnitten; Hauptstadt Tsi-nan-fu;
dem fremden Handel geöffneter Hafen Tschi-fu; das deutsche
Pachtgebiet Kiau⸗tschou und das brit. Wei⸗hai⸗wei. — Vgl.
von Richthofen (1808),, von Hesse-Wartegg (1808), Gädertz
Schanz, Frida, Dichterin, s. Soyaux. [(01902).
Schanuz, Georg, Rationglökonom, geb. 12. Maͤrz 1858
n Großbardorf (Ünterfranken), 1880 Prof, in Erlangen,
882 in Würzburg; schrieb: „Engl. Handelspolitik gegen
Ende des Mittelalters“ (3 Bde. 1881),, die Steuern
der Schweiz“ (5 Bde. 1890), 8ur Frage der Arbeits⸗
losenpersicherung“ (1806, 1881, 1801) u. à.
Schanz, Martin von, Philolog, geb. 12. Juni 1842 in
Uchtelhausen, seit 1870 Prof. in Wurzburg; gab Platon
heraus (eit 1878) und „Beitruge zur histor. Eyntax der
griech. Sprache“ (1882 fg.), „Röm. Literaturgeschichte“
2. Aufl., 3 Tle., 1808 — 1906) u. a.
Schanmz, Paul, kath. Theolog, geb. 4. März 1841 zu
Horb, seit 1876 Prof. in Tübingen, gest. das. 1. Juni 1903
schrieb: „Kommientare zu den vier Cvaugelien“ (1879 85),
„Apologie des Christentums“ (3 Bde. 2. Auft. 1808 f9.).
„Die Lehre von den Sakramenten“ (1893) u. a.
Schanze, in der Befestigungskunst s. Feldschanzen, auf
Friegsschiffen, s. Kampagne; aüch das franz. chance, ein
Blückswurf im Würfelspiel; daher in die S.
ichlagen s. v. w. aufs Spiel setzen.
Schanzkleid, s. v. w. Reling.
—AD
Schapel (Schappil), eine seit Mitte des
12. Jahrh. bei Frauen wie Männern gebräuch—
siche diadem- oder kranzartige Kopfzierde
Abb. 1616).
Schaper, Friedr., Bildhauer, geb. 31.
Juli 1841 zu Alsleben, 1875— 906 Prof.
an der Alademie zu Berlin; Hauptschöpfun- 1616. Schapel
gen: Standbild Goethes in Berlin (1880
—VD
drei allegorische Figuren für die Berliner Ruhmeshalle,
dutherdenkmal in, Exfurt (1888), Kaiserin Augusta in
Berlin (1895), Reiterstandhild des Großherzogs Ludwig IV
in Darmstadt (1898), Großer Kurfürst (Marmor, Berlin;
Bronze, auf der Sparenburg, 1900), Reiterstandbild Kaifer
Wilhelms J. in Aachen (1801), Gustav Freytag in Wies—
baden (1905).
Schapirogrãph, Vervielfältigungsapparat, bei dem
das mit besonderer Tinte geschriebene Original auf prä—
variertes Papier übertragen wird. Die Abzüge werden
vie beim Heltographen (s. d.) gewonnen.
Schapu, s. Beutelstare [Abb. 201)].
Schapur (Sapor, eigentlich Shahpuhr, „Königssohn“),
nehrere Perserkönige aus der Dynastie der Sassaniden.
S. J. (242 273), Sohn des Ardeschir Babeghan, Gründer
des Reichs, kämpfte siegreich gegen die Römer. — S. I.
der Große (310 8379), Sohn Hormizds II., festigte und
erweiterte das währeüd der Regierung seiner Votgäuger
zeschwächte Reich. — Auch unter seinem Sohn und zweiten
Nachfolger S. UI. (388—388) blühte das Perserreich.
Eqar, der Teil des Pflugs (s. d. nebst Abb. 18744),
der beim Pflügen den Boden wagrecht durchschneidet.
Schara, auch Schtschara, J. Nebeufluß des Nienen ir
den russ. Gonv. Minsk, Grodno und Wilna, 306 xw
ig.gehört zum Oginfkischen Kanalsystem.
Scharade (frz. charade), Silbenrätsel, die Umschrei—
ung der einzelnen Silben eines mehrsilbigen Wortes, un
araus das ganze Wort erraten zu lassen.
ZSchararaka, s. Grubenotterm
Zcharbe, s. Kormoran sAbb. 964)].
Scharbock, s. Storbut.
Zcharbockstraut, s.Kanunculus.
Schardagh, Gebirgslette der Balkauhalbinsel (Wilajet
ꝰosopo), im Liubotrn 2700 m hoqh. [(1900) 3762 E.
Schärding, Bezirksstadt in Sberösterreich, am Inn
Schären (Stären, Scheeren), die Küppen und Feifen—
nseln an den Küsten von Schweden und Finnland.
Schärf, Münze, s. Scherf. sfenberg
Scharfenberg, Albrecht von, s. Albrecht von Schat—

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Zcharfenort, Stadt im preuß. Reg.s Bez. Posen,
908) 1660 E. fech
Scharfenstein, Dorf und Luftkurort in deh
dccsh. Chemumih, an der Zschopau, (1900) 981 6, α
Scharfrichter (Nachrichter), der amtliche Vougneau
)er gerichtlich verhängten Todesstrafe der Enthaup u
růher unterschieden S. und Henter, insofern letzterer b
ntehrenden Todesstrafen Sanen Verbrennen,
vie auch die Folterung) zu vollziehen hatte. F
Schari, Strom ius mittlern Sudan in Afrika, 3
luß zwischen Kamerun und Franz.-Kongo, müuͤnde u
nem Delta in den Tfadfee; bedeutendster Zufluß der —T
Scharkteh, Proviuz Unterägyptens im Nildelta, bhß
k (28344 qkm Sultucland), (1897) 749 180 E;
—
Scharkreuz, die Durchschneiduugsstelle sich ene
Scharlach Scharlachfieber, Searlatina), Inee *
Ausschlagskrankheit des Kindesalters, gekenneichnet urd
einen hellroten, über den ganzen Körper verhreiteten —
ausschlag, beginnt meist' mit schwerer, selbst diphthann
ihnlicher Entzündung der Rachenschleimhaut und hohn
Fieber, nach dem vierten bder füuften Tage lüßt
Fieber' nach und der Ausschlag wird blässer; die vgu
huppt sich während der nächsten 283 Wochen ab. un
Anschluß an S. tritt vielfach Nierenentzündung und ei it
Riltelohrentzn dung auf. Der Erreger des S. ist noch n
sicher bekannt, Einmalige Erkrankung fchützt meist 234
neuter Ansteckung. Behandlung: en Liegen im A.
strenge Diät, lühle Luft, kühles Geträn Iehenn dnse D *
Scharlachberger, Rheinwein vom füdwestl. Abha
zcharlachberg genannt) des Rochusberges bei Bingen.
Scharlachfell, s. Fannus.
Scharlachfieber, s. Scharlach.
Scharlachkörner, s. Schildläuse.
Scharlachlaus, die Cochenille (s. Schildläuse). iier
Schariatan Ipt. ing, fg. chariutan), Marktschre e
Quacksalber, Aufschneider, Prahlhans; Scharlatanismus,
Scharlatanerte, Benehmen nach Art eines S. lu
Scharley, Gutsbezirt im preuß. Reg.-Bez. Oppeln,
205) 8845 E.; Eisen-, Galmei-s, Bleierzbergbau. Oost
Scharlotte, Pudding aus Semmelfchnitten und
ccharmänt frz caarmant), reigend, anziehend;
harmaute, Liebste; scharmieren, liebkosen.
Zcharmotte, s. v. w. Schamotte (s. d.).
Sscharmut, s. Aalwels.
Zscharit, Verkaufsstelle für Fleisch, Brot ꝛc. ⸗
Scharuhorst, Gerh. Joh. Savid von, preuß. Ser
ral, geb. 12, Nov. 1765 zu' Bordenau (Hannover),
n hannov., seit 1801 in preuß. Diensten, 1804 gradel
806 Generalstabschef des Herzogs von Vraunschweig
1807 10 Direktor des Kriegsdepartements, sorgte 8
rine waffentüchtige Reserve durch Einrichtung des Inn
persystenis (s. Krümper), für wissenschaftliche Ausbildun
der Offiziere ꝛc., darauf Chef des Geueralstabs der
nee und des Jugemeuckorps, 1812 Jufpettor der 9 —
Festungen, bereitete 1813 nach der Konvention von
oggen alles zum Krieg vor, erhielt als Generalstabs
Bluͤchers bei Großgörschen 2, Mai eine Wunde, an *
auf einer diplomat. Reise nach Wien 28. Juni 1813 zu Punt
tarb; seinen Namen führt das 10. preuß. gFeidacti h
egiment; schrieb: „Handbuch für Offiziere“ (4. Aufl., 48
gi Militaͤr. Dentwürdigketten⸗ o Boc. 1797. *
Zos)u. a. Biogr. von Klippel usos —7D), M. Lehman
2 Bde., 1886 87), Buchner (1804), von Kianiß (1906.
Scharnier (frz. charniéro), Schar⸗
nierbaud, zwei gelenkig durch einen Stift
»erbundene Tesile aus Blech zur Ver—
zindung von Türen, Fensterläden ꝛc. mit
dem Rahmen oder zur Befestigung der
Deckel von Kästen, Dosen, Ühren ꝛc. 7*
Abh 1617: a von der Seite, b von 1617. Scharnier.
»orn].
Schärpe, Dienstabzeichen der Offiziere bei Para den
Zand aus Gold-, Silber-, Seideufäden in den —8 —
arben, um die Taille oder (bei Adiutanten) schräg uͤn
ꝛie rechte Schulter getragen, bei anderm Dienst durch
Feldbinde (J. d) erfetzt. suu
Scharpie Eftz. charpie), durch Zerzupfen alter
yand entstandene Fäden, früher zum Verband von Wun