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Qriginalmethode der Champagne erhält man die gewünschte
Menge dehtensaur dadurch, daß man in dem auf Flaschen
uunen ungwein durch Zusatz von Zucker eine neue
Bärung herbeiführt. Nach beendeter Gärung muß die Hefe
aus der Slasche entfernt werden, worauf durch Dosieren
(: d.) dem S. der süße und liebliche Geschmack erteilt
wird. Der Drud in den fertigen Flaschen beträgt 127
Atmosphüren. Nach dem Reihlenschen Gärverfahren ver—
läuft die Gärung öhne die störende Hefebilduung; nach
andern Verfahren eutsteht die Kohlensäure nicht' durc
Gärung, sondern wird dem Weine im gasförmigen Zustande
eingepumpt oder im flüssigen Zustande zugefüllt. In Deutschland
 seit 1902 eine Verhrauchsabgabe auf im Inland er⸗
zeugten S. und schaumweinähnliche Getrünke (Schaummeinsteuer):
 10 5 fuͤr die Flasche S. aus Fruchtwein (ohne
Traubenwein), 50 4 für alle andern S. — Bgl. dal Piat
1892), von Regner (2. Aufl. 1898).
Schaumzirpe, Schaumzikade, s.Kleinzirpen Abb. 931)].
Schauri, Wort aus der Sprache der Suaheli: Ver—
andlung, Beratung der Häuptlinge.
Schauspiel, Gattung des Dramas (s. d.), die tragische
Stoffe mit einer versöhnenden Lösung schließt.
Schauspielkunst, die Kunst, eine dramat. Dichtung
ür Auge und Ohr zu versinnlichen. — Vgl. Rötscher,
„Die Kunst der dramat. Darstellung“ (2. Aufl. 1884)
Ed. Devrient, „Geschichte der deutschen S.“ (5 Bde.
1848 -74), Proelß (Geschichte, 1900), Possart Lehrgang,
Schawine, Abfall von Blattgold. —118019.
Schawli (poln. Szawle), Kreisstadt im russ. Gouvb.
—
Schazk, Kreisstadt im russ. Gouv. Tambow, an der
Schatscha (zur Zna), 13094 E.
Schebecke (ital. sciabecco), langes, schmales, drei—
nastiges ẽ9 auf dem Mittelländ. Meere gebräuchlich.
Schechr Zor (Schehr Zor), türk. Stadt, s. Kerkuk.
Scheck (engl. eheck, frz. ohéque), Geldauweisung, bes.
Anweisung auf das Guthaben, das jemand bei einer Bant
hat, zahlbar bei Sicht; in Deutschland bes. durch die Reichs—
ank eingebürgert, deren rote S. zur Überweisung im Gito—
verkehr, deren, weiße S. zur Abhebung von Barbeträgen
dienen. Gewöhnlich erhält der Kunde eines Bankhauses
von diesem ein Scheckbuch mit numerierten
Scheckformularen. — Vgl. Fick (18807), Pav⸗-idek
 (1898), Obst (1899).
Schecke, ein Mitte des 14. Jahrh, aufgekommener
 jackenartiger enger Rock mit
kurzen Schößen; vorn mit vielen Knöpfen
geschlossen I[Abb. 1621)].
Scheckenfalter (Melitaea), Gattg. der
Tagfalter, mit rundlichen, oben rotgelb bis
braun gefürbten, schwarz gefleckten Flügeln;
Unterseite der Hinterflügel mit 8 hellen
Querbinden oder Fleckenreihen. Hierher
dM. Afhalia Esp. ITafel: Schmetterlinge J, 7].
Schedel, Frauz, ungar. Literarhistoxiker, s. Toldy
Schedewitz, Fabrikdorf in der sächs. Kreish. und
Amtsh. Zwickau, an der Zwickauer Mulde, (1905) 5680
E.; Steinkohlenbergbau.
Scheelbleierz, Stolzit, Wolframbleierz, tetragonales
oerschiedenfarbiges, fettglänzendes Mineral, wolframsaures
Blei. Zinnwald, Chile ꝛc.
Scheele, Karl Wilh., Chemiker, geb. 9. Dez. 1742 in
Stralsund, Apotheker in Köping, gest. das. 21. Mai 1786
Entdecker des Sauerstoffs, Stickstoffs, Chlors, Mangans
Baryts, der Arsensäure, Weinsäure, Oralsäure, Blau—
ure, des Glyzerins c.; seine gesamten Werke gab Hermb⸗
stüdt (2 Bde. 1793), nachgelassene Briefe und Aufzeich
nungen Rordenstiöld (1898) heraus.
Scheelesches Grun, Schwedisches Grün,
Mineralgrün, grüne, äußerst giftige Ol- und
Wasserfarbe, arfenigfaäures Kupfer, mit Kalk ge—
mischt Kalt- oder Erdgrun.
Scheelesches Süß, s. v. w. Glyzerin. 1262
Scheelifieren, das Versüßen von Wein, auch Shheelit
»on Bier und Essig mit Glyzerin.
Scheelit, Schwerstein, Tungstein, tetragonales Nri⸗
stallform. Abb. 1622), feltglanzendes, farbloses oder ge—
färbtes Mineral, wolframfaͤurer Kalt, dient zur Darstel—
lung der Wolframsäure. Zinnwald, Schwarzenberg ic.

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Scheeltum, Metall, s. v. w. Wolfram.
Lcheei⸗ Plieffen, Kail Theodor Aug, Graf 73
chlesw.⸗holstein. Staatsmann, geb. 18. März ie
diel, 1888 Oberprüsident in Altona, Gegner, der a
egierung, 106674 Sberpräfident, von Shleswig⸗Ho
tein, gest. 7. Juli 1892 Varese CLombardei).
Scheelsfäure, s. Wolfram.
Zcheer, Stadt im württemb. Donaukreis, an der Donau,
9 1121 *8 d wea Schloß.
eeren, Felseninseln, s. Schären.
Schefer, Leop, Dichter, geb. zo Juli 1784 zu Mielan
est. daf 16. Febt. 1862, Im betanntesten sein „Laie
repier“ I83435 u. ö.. — Bgl. Brenning Gezaee
Scheffel, früheres Getreidemaß verschiedener Groͤße:
er preuß. iBerliner) S. — 54,00, der Dresdener 5
Os es, das vayr. Schäffet (Schaff) — 222101; der dan
3. 17 ,20 der alte Amsterdamer — 27,814 1; in einige
Segenden auch Feldmaß (namlich der S. Aussaat). 826
Scheffel, Jos. Viktor von, Dichter, geb. 16. Febr. 3
'n Karlsruhe, gest. das. 9. April 1886; bes. bekannt pne
das epische Gedicht „Der Trompeter von Sackingen w
als 100 Auflagen), den histor. Roman „Etkehard“ Eben
und die humoristische Gedichtsammlunge, Gaudeamne
mehr als 60 Auflagen) — Vgl. Prolß (1887; Bo
rusg. 18902); 8. von Kobell (1901). br.
Scheffer, Ary, franz. Historienmaler, geb. 10. nn
1755 in Dordrecht, au 16. Juni 1888 zu —
weichlich gehaltene oruien aus Dichterwerken —J
Byron u. a.), Bildnisse. — Sein Bruder Heurwe
Jeb. 27. Sepli. 1798 inn Haag, gest. 16. März 18621
Paris, ebenfalls Historienmaler. b
Scheffer⸗Boschorst, Paul, Geschichtsforscher, geb.
ßHila 1848 zu, Eloerfeld, 18760 Prof, in Straßburn
8090 in Berlin, gest, das. 17. Jan. 1902; schrieb; Deutsc
and und Fraukreich 1180 — 1214 (1868), — ——
Studien“ (1879) u. a. „Gesammelte Schriften“ g 50
Scheffler, Herm. Ingenieur und Physiker, geb. 10. Ve
1820 zu Braunschweig, Oberbaurat das.; schrieb: 9*
Krinzipien der Hydrofatik und Hydraulike (1847), „O
Theorie der Gewölbe, Futtermauern und eisernen Brücken
1857), „Die physiol. Optik“ (1864 68), Die Naiun⸗
zesetze und ihr — —— mit den Prinzipien der a
strakten Wissenschafteu“ (4 The. und s Suppl isi g
„Die Welt nach menschlicher Auffassung“ (1885), „Grun
lagen der Wissenschaft“ (1889) u a.
Scheffler, Joh, s. Angelus Silesius. e Lonu⸗
Scheherezade(Schehregade, Scheherfad), die Märchen
erzühlerin in „Tausendundeine Nacht“ (J. d.). erb
Schehol (Ichol, Sche⸗ho), Sommerresidenz des Kaiser
oon China, in der Prov. Pe-sschi⸗li, bei Tscheng-te am
Sche-zho; 1708 angelegt. — Vgl. Franke (1902).
Schehr⸗i⸗Sebs, richtiger Schaar⸗Sabis, früher Ketsch.
Landschaft im nördl. Teil des mittlern Buchara, I
Kaschka-darja und seinen Zuflüssen, 500 000 E., mei
Usbeken; Hauptstädte; Kitab und Schaar.
Schehr Zor, türk. Stadt, s. Kerkuk.
Scheibenberg, Stadt in der suchs. Kreish. Chemnin
m Bafaltkegel So (806 w), (1005) 2632 E. Amtsgericht.
Scheibenkunst, s. Paternosterwerk.
Scheibenmufchel (Plsouna), Gattg. der Austern
nufcheln, mit gleichtlappiger, nicht festgemachfener Schale.
Hierher Kuchenmufchel (P. piacenta pg im Ind. —
»on den Chinesen als Fensterscheibe benuht; Sattelmujche
P. sella Lam.), Schale sattelfoörmig geboͤgen, bronzeglän⸗
jsend, Ind. Ozean.
Scheibenpilze (Discomyeetes), Ordnung von Pilzen,
bei denen die Fruchtschicht auf der Oberfläche eines offenen,
napfartigen Fruchtkörpers ausgebreitet ist.
Scheibenquallen, s. Lappenquallen.
Scheibenzuͤngler (Discoglosstdae), Samilie der
Froschlurche, deren Zunge durch ihr Mittelteil mit deur
Roden der Mundhöhle verwachsen ist, Ostindien, Australien.
Scheich (Schaich, arab.. Alter“), im Orieut Titel het⸗
urragender Personen und der Obern verschiedener Berufs⸗
reiseS.niForam, Titel des Groß- Minftos Vufthh; guch
ne Professoren werden von den Schülern S. genannt.
Scheich Said, südwestl. Vorgebirge Arabiens.
Scheide, s. Blatt und Geschlechtsorgane.
Scheideck, s. Scheidegg.