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Bauchflossen, heer Schwimmblase. Vorwiegend die ge—
mäßigten und kalten Meere bewohnende Fleischfresser. Hier—
her der gemeine S. (Gadus aoglefinus I. Fafel: Fifch
II, ꝓp· Rücken braun, Bauch — bes. in der Nordsee
Fleisch schmackhaft, zirt, wird frisch und geruuchert kon—
sumiert. Zu den S. gehören außerdem Dorsch, Merlan
stöhler, Aalraupe, Leug, Hechtdorsch rc.
Schelhhammer, ein Setßhammer zum Bilden des
Schließkopfes beim Nieten.
Schelling, Fricdr. Wilh. Jos. von, Philosoph, geb
27. Jan. 1775 zu Leonberg (Württembergh, 1708 Prof
9 Jena, 1808 zu Würzburg, 1806 Genexalsekretär der
Akademie in München, seit is27 Prof. daf., seit 1841
r Berlin, gest. 20. Ang 1854 zu Ragaz, entwickelte an—
angs die Identitätsphilosophie“ als die Lehre von der
absluten Identität des Ideglen und Realen und stellte ein
pantheistisches System der Naturphilosophie auf, wandte
sich später einer positiven Philofophie zuß schrieb: „Ideen
zur Philosophie der Natur“ (1707), „Von der Weilfeele“
(1798), „Bruno oder über das een natürliche Prinzir
der Dinge“ (1802) u. a. „Werke“ (14 Bde., 18866—61)
7 Bgl. von Hartmann (1897), K. Fischer, „S.s Leben,
Werke und Lehre“ 6* Aufl. 18502). S. war in erster Ehe
dermühlt mit Karoline Michaelis (s. d.). — Sein Sohn
hermann von S., geb. 19. April 1824, 1879 Staatssekretär
 im Reichsjustizamt, 1889 -94 preuß. Justizminister,
wesentlich beteiligt am Bürgerl. Gesetzhuch für das Deutsche
Reich; schrieb: Die Odyssee, nachgebildet in achtzeiligen
Strophen“ (1886).
Schellkraut iSchöllkraut), s. Chelidonium.
Schelmenroman, vonSpanien ausgegangene Roman⸗
zjattung, die Landstreicher und Spitzbuben darstellt.
nelnssen ein komischer Roman von Christiar
Reuter (s. d.).
Schelper, Otto, enn Buchk, Bühnensänger (Bari—
on), geb. 10. April 1844 in Rostock, seit 1876 am Leipziger
Stadttheater, 47. 10. Jan. 1806 in Leipzig.
Scheltopusit (russ.), s. Panzerschleiche, Abb. 1820).
Schema eg „Gestalt“), jede als Muster, Zeichen
Veitfaden) für Anordnung, Untersuchung und Darstellung
eines Gegenstandes dienende Form; schemätisch, form⸗,
entwurfsmäßig; schematisieren, ein S. aufstellen, in ein
S. briugen, entwerfen; Schematismus, entwurfsmäüßige
Form; der Geschäftsgang nach feststehenden Mustern;
auch bes. in Osterreich s. v. w. Rangliste.
Schemachä (Schamacha), aiet im russ.⸗kaukas
Bouv, Baku, am Pirsagat, 20 008 E.; häufige Erdbeben.
Schem bart, Gesichtsmaske, s. Schönbart.
Schemen (grch.), wesenloses Schattenbild.
Schemnmitz, ungar. Selmecz⸗es Belabanya, königl
Freistadt und —2 des ungar. Komitats Hont, (1900)
16375 E., Bergdirektion, Berg⸗ und Forstakademie (1760)
mit hehrette Bergbau auf Gold und Silber
Schenckendorff, Emil von, Politiker, geb. 21. Ma
1837 zu Soldin (Neumarkh), Telegraphendirektlonsrat a. D.
lebt seit 1876 in Görlitz, seit 1882 preuß. Abgeordnete
(nationalliberal), trat fuͤr Reform der höhern e, ein
örderte die Jugend⸗ und Volksspiele, Vorsitzender der Kom⸗
mission für Einrichtung deutscher Nationalfestspiele.
Schendi, Städt im südl. Nubien (Aghpten), an
Nil, Gewerhebetrieb, früher bedentender Handelsplatz.
Schenectady —V——— Stadt im nordamerik
Staate Neuyork, am Mohawkfluß und Eriekanal, (1900)
31682 E.; 1620 von Holländern gegründet.
Schenefeld, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Schleswig
848 E., Amtsgericht.
Schenge⸗kirig, Mut-den (Fengtien), chines. Provinz
n der Mandschurei, zwischen der Prov. Pe⸗stschi-li und Kored.
42 000 F (1884) 446 Mill. E.; Hauptstadt Muk-den.
Schent, Aug., Bolaniker, geb. 17. April 1816 31
Hallein, 1348 Prof. in Würzburg, 1868 in Leipzig, gest. daf
30. März 1891 schrieb: Beitrüge zur dlora des euperb
und der rhätischen Formation⸗ (1861) u. a., gab ein
ö der Botanik“ (1881 - 00) heraus.
Schenk, Joh. Komponist, geb. 30. Rov. 1761 zu
Wiener⸗Neustadt gest. 20. Hez. 1836 in Wien; sqriel
omische Finghpiene (, Der —8 rc. ).
Schenk, Karl, schweiz. Staatsmann, geb. 1828 in
Bern, erst Pfarrer, seit 1884 in der Regterung, 18685,

871, 1874, 1878, 1888, 1803 Bundespräsident, geft
8. Juli 1885 in Bern. in
Schenk, Leopold, Embryolog, geb, 28. Aug. 1840
Armeny (Ungarn), bis 1900 Pros. der Histologie in Win
sest. 17. Aug. 1808 in Schwaunberg (ESteiermarh),
Aannt durch seine Theorie, das Geschlecht ——
krnährung der Mutter zu beeinflussen; schrieb: —
nf das Gefchlechtsverhältnis (1008 u. ö.), „Lehrbuch —
Veschlechtsbeftimmung“ (1802) u. g. /* gs
Schenkeimer, aneres bayr Flüffigkeitsmaß zu bo
Schenkel, beim Menschen die untern Gliedmaßen
mit Ausnahme des Fußes), zerfallen in Ober⸗ gen
ind Unter·S. GOrus), erflerer von einem Knochen
emdris), letzterer von zwei, dem Schienbein (ribta) vur
»em Wadenbein GFibunls) gebildet. — S. in der Mathe⸗
natik die beiden den Wintel einschließenden Geraden. 10
Schenkel, Dan., prot. Theolog, geb. 21. Dez. 30
u —3— (Kanton Zuͤrich), 1810Prof. in Basel, 1851
n Heidelberg, gest. daf. 19. Mai 1888, Führer des ing
ichen und Vertreter des theol. Liberalismus; Haupt⸗
verte: Das Wesen des Proteftantismus⸗ (3 Boe
846 51), „Christl. Dogmatik“ (2 Bde., 8359
Das Charakterbild Jesu' (4. Aufl. 1873), , Die Grun
hren des Christentums“ (1877); Herausgeber des „Bihbel⸗
xikons“ (5 Bde. 1869 75).
Schenkelbeuge, s. Leistengegend.
Schenkelbrand, s. Rauschbrand. 1s
Schenkelbruch, entweder der Bruch des Oberschenke
der ein Eingeweidebruch, bei dem ein Darmstück aus de
gouchhoͤhle durg den Shhentelring hervortrit a. Vruch
—3333 der Wohnerinnen. Phleg
nasie.
Schenkelhalsbruch, Bruch des Oberschenkeltnoheus
wischen dem Gelenkknopf und dem großen Rollhügel,
ommnit bei alten Leuten leicht zuftande, heilt langsam,
interläßt eine Verkürzung des Beines.
Schenkelwespen, s. Zehrwespen. ß
Schenkendorf, Marimilian von, lyrischer Dichter, ge
D I7ñ3 u Tilit geft. II. Deg 1817 als Regierunge
at zu Koblenz, christl.xro mantischer Zunger der —
triege. — —* von Hagen (1863), Knaake (1890).
Schenkl, Farl, Philolog, geb. 11. Dez. 1827 0
Zrünn, 1857 Prof. in Innsbruck 1864 in Graz, 1878
Vien, gest. 20. Sept. 1800 in Graz hab zohlriiche Klaß
ueee schrieb ein ee Sauworlerhuch
ʒ. Auft. 18863. Deutfchegricch. Schulwörlerbuch“ (4. Aufl.
884) u. a. ICA805) 837 E. Amtsgerhe
Schenklengsfeld, Flecken im preuß. Reg. Bez. Cassel⸗
Schenkmaßz, Schantmaß, fruͤher das 5 —
hank gebrauchte Flüssigkeitsmaß, etwas kleiner als das
Lichmaß des Großhandels; in Württemberg — 1,62 1. 6
Schenkung (Donatio), die freiwillige Hingabe eine
Bermoͤgensteils einer Person (Dondtor) au eine andere
Donatarius), entweder zu Lebzeiten (S. unter vrvenden
oder nach Ableben des Schenkers (S. auf den Todesfa
»der von Todes wegen); bei letzterer (Deutsches Buůͤrgerl
Vefetb. d 2300), als ciner Abatt der Vermaghtniffe, muß
)er Schenker testierfähig sein, ersterer F616) genůgt die
iTgemeine Dispofitionsfühigkeit. Fur das Sqenkungs?
»ersprechen ist gerichtliche oder notarielle Form orderlich
86518). Pflichtwidrige S., S. des Erblassers, der gegenüber
ie Pflichtteilsberechtigten das Aeh der Anfechtung haben.
Schen⸗si, Provinz des nordwestl. China, 189 300 qkm,
4894) 7906000 E. vom Tsin-ling-schan (bis 3860 m
och) durchzogen, fruchtbar; Hauptstadt Si-ngan⸗-fu.
Schesol (hebr.,„Abgrund““, die Hölle der Hebräüer, vor⸗
estellt als finsterer Ort der ünterwelt, wohin die Seelen
iller Menschen nach dem Tode hinabsteigen, um dort ein
—— e und empfindungsloses Leben zu führen.
5. Hölle.
ZScheppenftedt, braunschw. Stadt, s. Schöppenstedt.
Scherbauim, s. Scheren.
ZScherbengericht, im alten Athen, s. Ostrazismus.
Scherbenkobalt, das gediegene Arsen (s. d.).
Scherbet, s. Sorbet. Leone Giuen 48300 E
ZScherboöro, brit. Insel an der Küste von Sierrs
Schere, Werkzeug, s. Scheren; die vordere Fortsetzuug
er Deichselarme bei einem Wagen; bei Festungen s. v. w.
Brabeunschere.