Sqeremetjew, rxuss. Adelsfamilie. — Boris Petro⸗
witsch. ruff. ee geb. 25. April 1652,
17o6 zum Grafen erhoben eroberte 1710 ganz Livland,
est. 17. debt. igSein Sohn Peter vorissowitsch,
Graf Si. Oberkammerherr Katharinas II. (17183 88), gab
die Korresponden seines Vaters mit Peter d. Gr. heraus
6 Bde. 1774-79). — Dessen Sohn Nikolaj Petrowitsch.
raf c. gcb. Ni, geste 2. Jan. 1808 zu Moskau,
nündete das. 1803 das n benannte Hospital.
Scheren, Wertzeuge oder Werkzeugmaschinen, bei wel⸗
hen uin dettcüch Gegenständen zwei scharfgeschliffene
Stahiblatter dicht aneinander borbei dewegt werden. Die
Scherenblatter sind entweder um einen gemeinsamen
Drehpuntt beweglich (Hebel⸗S.) oder das uͤntere Blatt
liegt fFest, während das obere sich parallel auf und nieder
bewegt (Parauet Sz Vu den Kreis· S. werden zwei
unde Scherenblatter in atgegengesebter Fichtung gedreht
und das zwischen ihnen hindrgefhrte Molersal durch
inen fortlaufenden geraden oder gebogenen Schnitt zerteilt.
m Sheren ein Appretarverfahren“ für Gemebe, besteht
Abschneiden der Haardecke bis zu einer gleichmäßigen
dohr ilitels eintt Saecheeschin 4uddh in der Weberei
* ——— bezweckt, die Kettenfüden von
den einzeinen Spulen ade nd duf eine Walze, den Scher
banm, parallel nebeneinander aufzuwinden. — Im See⸗
wesen heißt S. ain Tau durch einen Bloct führen; aus
deren ein Schiff ans seiner Kurbrigtung herausdrehen
rinscheren, die Kurbiniehe wiever aufnehnien.
Sqerenberg Christian Friedr., Dichter, ge b. Ma
Isß u Stent seit 1848 Bibliothekar im
lerium Berlin, gest. 9. Sept. 1881 in Zehlendorf
ogfaßte die Shiahlene mlde Waterloo“(6. Nufi 1860),
Aigny· (4. Aufl. 1870), Leuthen“ (3. Aufl. 1867) u. a.
Sdihte⸗ 4. Aufl. 1860). — Bgl. Fontane (1888). —
Sein Reffe ErnsS, Iyrischer Dichter, geb. 21. Juli 1839
d Swinemünde 137083 Redettenr ber elberfelder Zei⸗
n spater Geschaftsführer des Vereins deutscher Sistu—
dießereien gest, 18 Septe vot in Eisenach; Gedigte
sz. Aufl. 1884), „Neue Gedichte“ (14382. Germania
dramal. Dichtung. ed u. a.
Scherende Flechte (KHerpes
ondens), . Glatflehte.
sß Serensehnabel Verkehrt⸗
— ( Rhynchops), Gaitg
— Möwenfamilie ull ku ngeu⸗
ihen ——— —
nd ků nter⸗
e — ron
ewohnende Arten, dar—
vin der ee S. (Rhynchops nigra L. Abb. 1626)
gtvögel fressen Fifche, Weich⸗ uud Gliebertiere.
1 Smerer, Edmond, franz. prot. Theolog, geb. 8. April
nt in Paris, 1846 — in Geuf, seit 1860 Vor⸗
ampfer der liberalen Bewegung in der franz. prot
che, seit 1878 Petglicd den Senats, gest. 16. Rar
838 in Paris; schrieb Lettros a mon curé“ (8. Aufl
1800) Etudeés éritiques sur la Uttératurse contem
—
de cerer Georg, Dichter, geb. 16. März 1828 zu
ennenlohe bei Ändbach früher Prof. an der Kunstschul⸗
du Stuttgart, rbtenn Muuchen; verfaßte Gedichte,
. iust. h Die sabee deushen Boenedet
2. Auf. 1s6s Ilitsteiertes deutsches Kinderbuch (Bd.n,
. Juft. igoh Wore a
werer, Wuh Glimduit, eb, 26. April 18413u
Schönborn Miederosterreich), 1868 Prof. in Wien, 1872
zu Straßburg, seit 1877 zu Berlin, gest. das. 6. Aug. 1886
eröffentlichte „Denkmaͤler deutscher Poesie und Prosa“
Wait wei ic host enhe ge eide ber daster
rache (G. Aufl. 1890), , Geschichte der deutschen Lite
ratur· d An 1905), Kleine Schriften“ (1898) u. a
Zcherf, ut⸗ ober⸗ und ——— Scheidemünze
5 Pfennig, 24 S. — 1ESchilling.
1 Scherff, Wilh. von, preuß. General, geb. 6. Febr.
3¶ u drantfurt egnege Ehef ves Stabes des
—11. Atmeckorps. 1888 -91 Divisionskommandeur, 1891
Moabschiedet. schriede Die — von der Truppenper—
—
„Die Lere von Kriege“ (1857) u. a.

327

Sch
dcherflein, Münze, s. v. w. Scherf (s. d.).
Scherg, Fisch, s. Störe. ä
Scherla, bei Homer die Insel der Phaialen . d.*
Scheri'a (Schari'a, auch Scher'), das kanonische Gesetz
der Mohammedauer, im Gegensatz zu dem Gewohnheitsecht
 und den durch die Refoͤrmen hervorgerufenen welt⸗
ichen Gesetzen (Kanun).
Scheriat el⸗Kebire, arab. Name des Jordan.
Scherif (arab.), s. v w. edel, Titel der Nachkommen
Mohammeds bei den Mohammedanern; bes. der erste
eligiöse Würdenträger in Mekka.
Scherk, s. v. w. Scherg (s. Störe).
Schermaschine, Appreturmaschine zum Saeren (s. d.)
)er Gewebe; Hauptteil der
asch rotierende Scherzylinder ⸗
gzylinder mit einer Anzahl 16. ocherzyunder.
chraubenförmig gewundener
Hiefser Abb. 1626)), an welchem das Gewebe dicht vor⸗
Schermaus, s. Wühlmäuse. lübergezogen wird.
Scherr, Johs., Kultur- und Literarhistoriker und
stovellist, geh. 8. Olt. 1817, auf Hoheurechberg, 1848
As ein Fuͤhrer der demokrat. Partei in Württemberg,
Jest. 21. Nov, 1886 als Prof, am Polytechnikum zu Zürich;
hrieb: „Allgemeine Geschichte der Literatur“ (10. Aufl.
800), Geschichte deutscher Kultur und Sitte“ (11. Aufl.
802), , Geschichte der, deutschen Frauenwelt“ (4. Aufl.
870), Germania“ (6. Aufl. 19058), „Novellenbuch“
I878ο)u. a.
Scherres, Karl, Landschaftsmaler, geb. 81. März
833 zu Königsberg i. Pr., seit 1868 Lehrer an der Zeichen
und Malschule für Künstlerinnen in Berlin; Bilder aus
dem ostpreuß, und märk. Flachland, bes. bei Gewitter—
smmung. Hauptbild: Überschwemmung (1875, Berlin).
Scherschel (frz. Chercheil), Stadt im alger. Dev.
Algier, am Mittelländ. Meer, (1901) 9088 E., Ruiuen
bou Cauecarea, der röm. Hauptstadt Mauretaniens.
Schertlin (Schärtlin, Schertlein) von Burtenbach,
Zedastian, deutscher Feldhauptmann, geb. 12. Febr. 1496
u Schorndorf Württemberg), seit 1530 im Dienst der
steichsstadt Augsburg, im Schmalkald. Kriege Befehls—
jaber der Soldtrupyhen der oberdeutschen Städte, trat
548 in franz. Dienste, ward in die Reichsacht erklärt,
ber 1558 begnadigt, gest, 18. Nov. 18577 zu Aussburg.
Selbstbiogr. (h9. von Dnensuch 1858)
Seherzando, sehe Muß., spr. ster-), scherzend.
Scherzer, Karl, Ritter von, Forschungsreisender, geb.
. Ma 1331 zu Wien, bereiste 1832266 mit M. Wagner
Rordamerika, nahm 1857 89 teil an der Nopara-Eipe⸗
Ailion, 1869 an der ostasiat. Erpedition, 1866 Ministerial⸗
rar inm österr. Handelsministerium, 1872 Generalkonsul
n ESmyrna, 1875 in London, 1878 in urig, 1884 —
I6 iu — gest. 20. Febr. 1903 in Görz; bearbeitete
den Befchreibenden Teil“ (G. Aufl., 2 Bde. 4876) und
den EStatist Lommerziellen Teil“ (2 Bde. 2. Aufl. 1867)
der Robara⸗Erpedition, schrieb ferner „Aus dem Natur—
Ind Volterleben im trop, Amerika“ (1864), „Smyrna“
1873), „Weltindustrien“ (1880) u. a.
Scheræo (ital., spr. ster-), Tonsatz in der Sonate und
Sinfonie, von heiterm, huͤmoristischem Charakter; seit
zeethoven an die Stelle des Menuetts getreten.
Scherzylinder, s. Schermaschine [Abb. 1626,1.
Scheschuppe (Szeszupa), J. Nebenfluß der Memel,
greuzfiuß zwischen Ruñland und Preußen, mündet ober—
jalb Ragnit.
Scheßlitz, Stadt im bayr. Reg.-Bez. Oberfranken,
in der Ellet, (1808) 1228 E., Amktsgericht.
Scheuchzer, Joh. Jakob, pen Naturforscher,
eb. 1672 Iin Zürich, —
rof. der Mathematik in Zürich; schrieb: „Raturgeschichte
des Schweizerlandes“ (2. Aufl., 8 Bde., 1782), „Phyiea
 eν icοnibus illustrata“ (4 Bde., 17381 -55) 1c.
ach ihm wurde der Andrias Scheuchzeri (. d.) genaunt.
Zcheuer Sheune. BVgal. Hoͤherl (1801).
Scheuerkraut, s. Equisetum.
Zcheuermaschinen, . Schlägermaschinen.
Zcheuern, prouß, Flecken, s. Bergnassau⸗Scheuern.
Scheuffelin, Maler und Zolgeneigen s. Schäuffelein.
Scheune EScheuer), landw. Gebäude, besteht aus der
Teune, zum Dreschen, den Bansen zu beiden Seiten der
151*