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Tenne und der Empor⸗S. im Dachraum, bes. zur Auf⸗
hdewahrung der Früchte, des Strohs und Rauhfuͤtters.
Scheunenkauz, der Steinkauz (s. Enlen).
Scheuren, Kaspar, Landschaftoͤmaler, geb, 22. Aug.
810 zu Aachen, seit 1886 Prof. an der“ Akademie zu
Düsseldorf, gest. das. 12. Juni 1887; Bilder aus der rhein.
Vegend, Rheinwerk in 26 Aquarellen u. a.
Scheurenberg, Joseph, Maler, geb. 7. Sept. 1846
in Düsseldorf, seit 1881 in Berlin, seit 1891 das. Lehrer
an der Kunstaka demie; Genrebilder religiösen Inholis, wie:
Der Tag des Herrn (1879, Verlin), Luthers Verlobung
— Maria begegnet einem Hirlenknaben (18008, Ber
in) ferner Bildnisse Danddenwe im Justizgebäude zu
Cassel und im Rathaus zu Berlin.
Scheurl, Christoph Gottlieb Adolf, Freiherr von, Jurist,
peb⸗ 7. Jan. 1811 zu Rürnberg, 184081 Prof. zu Er⸗
angen, 1884 Iee gest. 25. Jan. 1893 in Rürnberg
Hauptwerk: „Lehrbuch der Institutivnen“ (8. Aufl. 1888)
—Vol. A. von Staehlin (1808).
Scheveningen (spt. sche), Fischerdorf in der nieder—
ünd. Prov. Suͤdholland, au der Nordsee, Km vom
haag Karte: Niederlande zc. I, I], 21000 E. Seebad
hler 8. bis 10. Aug. 1683 Seesieg der Engländer unter
Monk über die Houänder unter Tromp, wölcher fiel.
Schewtschenko (Szewczenko), Taras Grigorjewitsch
kleinrusf. en geb. 9. März 1814 im Gouv. Kiew,
aus der Leibeigenschaft losgekauft, in Petersburg zum
Maler ausgebildet, 18860—37 perbannt, gest. 10. —*
1861 in Petersburg; schrieb: Gedichte (bef. die Samm—
lung „Kobzar“ 1840 u. ö.), das Epos ö—
Novellen, Erzählungen. Ihm zu Ehren seit 1892 die
wissenschaftliche Scheitschenko⸗Gesellschaft in Lemberg.
Schenern (Scheiern), Dorf im bayr. Neg.⸗Bez. Sber⸗
bayern, (1900) 1138 E. Benediktinerkloster mit Knaben—
eminar; Stammburg der Grafen von S., der spatern
Grafen von Wittelsbach (s. d.).
Schi, chines. Buddhaͤpriester, s. Fa-chien.
Schiaparelli (spr. sti.), Giovanni Birginio, ital
Astronom, geb. 4. März 1838 zu Savigliano, 1862-1800
Direktor der Sternwarte in Midaa schrieb: „Rofles-Sionâ
 sulla teoria astronomica delie stello cadenti“
deutsch 1871),,I precursori di Copernico“ (deutsch1876)
Lastronomis nell' antico testamento“ (1903) u. a.
Schiavdne (pr. rnd Andrea, eigentlich Andrea
Medola (Meldolia), ital. Maler und Radierer, —8— um
522 zu Sebenico in Dalmatien, gest. 1682 zu Venedig
Schibboleth (hebr.), nach Richter 12, 858 das Wort
an dessen Anewiach die Gileaditer die feindlichen Ephrai⸗
miter erkannten; daher Erkennungszeichen, Losungswort
Schibkapaß, s. itareh
Schichau, Ferdinand, Ingenieur, geb. 30. Jan. 1814
in Elbing, gründete 1837 das Schichauwerk in Elbing
bestehend aus Maschinenfabrik und Schiffswerft, Loko—
motipfabrik und Kesselschmiede, wozu später noch eint
Schiffswerft in Danzig und ein Dock nebst Reparatur⸗
werlstätte in Pillau baute 18855 den ersten
preuß. ee Borussia, 1882 die erste Drei⸗
facherpansionsmaschine des Kontinents, gest. 28. Jan. 1896
in hbing, Das Werb, jetzt geleitet von seinem Schwiegersohn
Ziese (s. d.), baute feit 1877 bes. Torpedoboute und Tor⸗
pedokreuzer. sgnosie, s. Schichtung
Schicht, die Arbeitszeit der Bergleute; in der Geo—
Schicht, Joh. Gottfr., Musiktheoretiker und Kirchen—
omponist, geb. 29. Sept. 17583 zu Reichenau, gest. 16. Febr,
1828 als Kantor an der Thomasschule zu Leipzig, bekannt
ein „Allgemeines ree —8
Schichtenbau, s.v. w. Schichtung (s. d).
Schichtengefteine, Sedimentgesteine (s. Sediment)
Schichtenkopf, s. Ausgehendes.
Schichtenstörungen, dislotationen, durch Faltung
der Verwerfung bewirkte Lageveränderung ursprünglich
jorizontaler Gesleinsschichten. [Abb. 6524.)
Schichtlinien, Riveaulinien, Niveaukurven, Höhen
kurven, Horizontaien, Isohypfen, in einer Terrain zeichnung
die Linien gleicher Höhe über dem Meeresfpiegel; sie werden
in gleichen Höhenadstünden (Schichthöhen) von 20 zu 20 m
oder von 10 zu 10 m zc. dargestellt; bei ozeanographischen
Karten werden die Punkte gleicher Meerestiefe cbenfalls
durch S. (Tiefenlinien, Isobathen) verbunden.

Schichtlohn, der Lohn für die Arbeitszeit; Gegen⸗
3 Gedingelohn, Lohn für eine Leistung. t
Zchichtmeifter, Rechnungsführer auf einem Bergwert
Schichtung, in der Geognosie die Trennung der 9
teine in unter sich parallelen Platten (Schichten), die ich,
ine nach der andern, übereinander gebildet haben. e
intere Fläche einer Schicht heißt Sohlfläche. Bei Ab⸗
agerungen aus Gießbächen und durch Wind liegen zwischen
atallelen Schichten anders gerichtete Greuz-HQuer
diagonal⸗S.). Die Schichten ind meist gefaltet; die Ein⸗
enkungen heißen Mulden, die Erhebungen Sättel, die
Richtung der tiefsten Senkung Muldenlinie, der — —
Erhebung Sattellinie, der oberste, weggewascheue Teil eine
Zaltels Luftfattel lAbb. 6b2 ps. das Hinausreichen höherer
Schichten über die untern übergreifende Lagerung.
Schichtwolke, s. v. w. Stratus. g
Schick (frz. ciue) / Kunftgriff; rechte Art des Benehmens,
lussehens lin bezug auf gesellschaftliche Formen und —
Schick, ———— Zistorienmaler, geb. 18. Aug. 1736
u Slutigart, 1802 In in Rom, gest. das. 7. Mal 1812
ußer mehrern alttestamentlichen Bildern, Apollo unter den
hirten (1807, Stuttgart).
Schicksalsgöttinnen, s. Moiren und Nornen.
Schicksalstragödie, Trauerspiel, in dem der Unten
ang des onne durch eine blindwaltende, unentrinnbar
Macht herbeigeführt wird, wie in den Drämen der griech.
ragiker; ebenso in deutschen Dramen von Grillparzer,
Nülüner, Houwald u. a. — Vgl. Minor (1883).
Schiebe, Aug. Pädagog und Schriftsteller im Handels
ags, geb. 2. Ott. 1778' u Strahßbing E. 18315
direktor der Handelslehranstalt in Leipzig, gest. 21. Aug .
851; schrieb: „Die kaufmännische Korrespondeuz“ (16. Aufl.
803), Kontorwissenschaft“ (8. Auft. 1880),, Lehre von
er Buchhaltung“ (18. Aufl. 1897) u. a.
Schiebebrücken, s. Rollbrücken. V
Schiebebühne, Gleiskarren, eine Rangiereinrichtuug.
estehend gus einem Stück Bahngleis, das auf einem auf
Schienen laufenden Gerüst so ruht, daß es rechtwinllig
ur rienn verschoben werden kann; dient zum
hieben von Kolomoliven und Woagen von einem Glei
uf ein mit diesem paralleles Gleis.
—Schiebeleitern, s. Feuerleitern.
Schied, Fisch, s. Rapfen.
cẽchiedam (pr. schihd), Hafenstadt in der niederlünd
Srov. Südholland, an der Mündung der Schie in die
Maas, (1809 28290 E.; Geneverbrennereien. Karte
stiederlande ac. J, 1.]
Schiedsämter, s. v. w. Einigungsämter.
Schiedseid, zugeschobener Eid, s. Eid. d
Schiedsrichter, die von zwei Parteien auf Grun
ciner Vereinbarung (Schiedsvertrag) gewählten Ver—
rauensperfonen zur Entscheidung einer streitigen Rechts—
ache; im Fall der Unzufriedenheit mit dem Shiedsspruch
teht die Berufung an ein anderes Schiedsgericht oder au
as Urteil des ordentlichen Gerichts freie (Deuische Zivil⸗
rozehordnung g5 lNor810. das Reidhoftrafgesehbuch
88 334 und 336) bedroht unredliche S. mit Zuchthaus.
der Austrag völkerrechtlicher Streitigleiten durch Schieds⸗
erichte war schon dem Altertum geläufig und ist naiuent⸗
ich feit der Mitte des 19. Jahrh, wieder häufig zur An⸗
vendung gekommen. Eine neue Grundlage für ein inter⸗
nationales Schiedsgericht wurde durch das auf der Haager
Friedenskonferenz (s. d.) unterzeichnete Abkommen zur
riedlichen lediuns internationaler Streitfälle geschaffen.
Auf Grund des Abkommens ist im Haag ein internationaler
tändiger Schieshof (Cour permanente darbitrago)
ingerichtet worden, der für alle Schiedsfälle zuständig
ein soll, sofern nicht zwischen den Parteien Einrichtung
eines besondern Schiedsgerichts vereinbart ist, — Auch
Behorde (Schiedsmann, Friedensrichter), welche Zivil⸗
streitigkeiten, bes. Beleidigungen, auf Änrufen der Be⸗
leiligten im Wege der Güte zum Austrag zu bringen
hat. Das Amt ist ein öffentliches eeg Amt. Eine
hesondere Art der Schiedsgerichte sind die Einigungsämter
i. d.) und Gewerbegerichte (s. d.) (S. auch Auträge,)
Schiefblait, Pflanzengattg.f. Beconis [Abb. 186).
Schiefe Ebene, eine zur Horizontalebene geneigte
Ebene; in der Mechanik eine der einfachen Maschinen,
ezweckt die ÜUberwindung eines Widerstandes durch Über⸗