ragung der Bewegung auf eine geneigte Fläche; bei Eisen—
53 Kandlen's. eee Schivelhein
efelbein, preuß. Stadt, s. Schivelbein.
Schiefer, mise 8 Platten brechende Gestein,
zach der mineralog. Beschaffenhein als Talk-, Chlorit-,
dalk⸗ Mergel-, Ton-S. ac. unterschieden; zum Dach⸗
deten u Plattsormen Fußböden und andern architekton.
Zwecken u Schreibtafeln 26.; zu letztern (Schiefertafeln)
erwendet man sehr reine, schwarze Varietäten des Ton⸗
8V Schieferstiften den Guiffelschiefer (s. d).
Schieferdeger, Schmetterling, s. Nagelfleck.
Scieferformativn, kristauin sche Dder ürschiefer—
prmation, Bezeichnung der Glimmer,Hiefer⸗ und Phullit⸗
mation als Ganges sVenage Geologifche dor—
ionen, nebst Tafcks.
Sieraude Idsaminesem Schiefer durch Destil⸗
ation gewonnenes Leuhtgab.
Zyieser Bals Corlue), J. Hals.
Schiesertohle, sqhiefenge Steintohle; auch inter⸗
laziale Kohleblldungen, bes. der Schweiz. 9
Schieserleiten, weicher roter oder dunter Schicfer
M Im Rotliegenden, im Buntsandstein.
Zywleserot vdiotahür
Zoieferspat, eitpat (. d.
Zwiesersift, SciefertafeinSciefer.
Scieferlon mildes ziemlich weiches, schieferige—
Zestein aus verhärtetem Ton, mit kleinen Glimmer—
zlättchen nad Quarzstäubchen; in der Kohlen-, Lias-Wealden⸗s
 ind Tertiarformation bedeutend entwickelt.
Scieferung, die Absonderung vieler Sedimentsteine
 in dünne Lagen, entweder paͤrallel zur Schichtung
der in einem Wiutkel dazu verlaufend Cfalsche oder
ronspersale S.) lehtere eine Deugwirkung
Zywieerweitßz lewaiß —
Zoie erzahne, va Gechen Backzähne mit scharfen,
rauhen Rändern oder zackigen, scharfen Spitzen an der
inen Seite (beim Oberkiefer außen, beim Unterkiefer
unen), eine Folge nicht ausgiebiger Kieferbewegung.
Zchiefes Fescts. Gaihtahnnig
Zgwiehars oschesen Zals(s ve.
Schiefheit, Schiefwerden, Verkrümmung des Rück
ats. bef. die nach der Seite, die Schlangenkrümmung
dder Skoliose, trilt' stets in Form eined lat. 8 auf, dẽ
der Verbiegung nach der einen Seite eine tiefer sitzen de
B———————— nach der andern Seite entspricht
tsteht durch Keautheit der Wirbelife Roitfches ubeß
Fer durch Anstrengung der einen Seite, oder aus falscher
Angewöhnun beim Siten, bes. bei Kindern (Gewohnheitskoliofe,
 hohe Schulter). Derdihes und Heilung durch
Mnnastische une dtetischee itteh, thogade Ment
ulationen und Stützapparate. — Vgl. Eulenburg (1876)
reng Ess8s), Dolege uso7), Vulpius (1000) Hie
inger Cooth Wauustein (1086).
Swielen Strabismus), Stellung der Augen, bei de
in die Sehagfen nicht in dem firierten Punkke schneiden
eruht auf Lühmung oder Verkürzung einzelner Augen⸗
dueteln letzteres meift infolge ungléächer Sehschärfe der
iden Augen, destes Schunttel Bulen, die das Sehen
mit beiden Augen erleichtern. Heilung: Durchschneidung
des bertürzten Mustels Vul. Sqhweigger (is81 u
1895) Gräfe (1897), Worth (deutsch 19085), Schoen (1806)
Swhienbein (Tibia), der stärkere der beiden Unter—
ate hen (S. Bein und Schenkel.)
Zwiene, in de Chirurgie, s. Verband.
Scierte, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Magdeburg, im
dan am Südostfuüße des Brockens, an der Kalten Bode,
—VV — E., Luftkurort.
Swierling, dici Gistpflanzen der Umbelliferen: der
gefleckte S. . Conium), Garten⸗S. (s. Aethusa) und
— G. Cicuta und Tasel: Giftpflanzen, 14)
Zierlingstannen Hemlocktannen.
Swiermonnitog pr. vchihr.), zur giederländ. Prov.
oregland gehörige Iusel, (1899) 700 E.; Fischerei, Seebad
Sqierflein Dorf im preuß. Reg.⸗Bez: Wiesbaden
— —*9 4430
J .v. w. Segeltuch.
——— Geedin, durch Umwandlung
von Baumwolle de Einwirkung von rauchender Sal—
petersäure und konzentrierter Shwefelsäure sich bildende

339

Sch

cri⸗(Hexa-)nitrozellulose (s. Nitrozellulose), zuerst von
Schönbein in Basel 1846 hergestellt. Trockne S, ist gegen
Stoß und Schlag empfiudlich ünd explodiert bei Erwärmung
ruf 136— 2000. Durch Zusatz von Wasser oder Paraffin
vird die S, unempfindlich gegen Stoß und Schlag. In
Form von Körnern, Scheibeü ꝛc. findet sie zu Spreng—
wecken ausgedehnte Verwendung. Als Geschoßtreibmittel
st sie wegen zu heftiger Wirkung unbrauchbar, dient aber
Als Sprengfüllung für Geschosse. Durch Umwandlung in
Lyloidin wird sie zu rauchschwachem Schießpulver brauch—
»ar. Eine alkoholisch-ätherische Lösung von S. bildet das
dollodium (s. d.). — Val. Escales (1905).
Schießbeere, Pflanzenart, s. Rhamnus.
Zchießen, s. Gefecht.
Schießhagel, s. Schrot.
Schießhütte, eine unter oder auf der Erde, auf
Zäumen oder besondern Gerüsten angebrachte Hütte, aus
er man auf, Wild ac. schießt (s. Kräheuhütte (Abb. 872).
Schießleinen, Laufaugeln, Leinen mit kuͤnstlich glun—
endem Köder, die bei voller Fahrt des Schiffes nach—
chleppen und zum Fang von Makrelen und schnell fchwimmen⸗
)en Fischen dienen.
Schießzpreis, s. Schützenabzeichen. lim Stiel.
Schießprügel, Morgenstern mit einem Fenerrohr
Schießpulver, erplodierendes Gemenge von Sal—
„eter, Holzkohle und Schwefel, zum Treiben von Ge—
chossen, zu Sprengzwecken und für die Feuexwerkerei ge—
ignet. Dem S. aͤhnliche Gemenge waren schon vor der
hristl. Zeitrechnung in Ostindien und China bekannt;
urch die Araber kam die Kenntnis des S. nach Europa.
die Engländer schreiben die Erfindung des S. dem
Roger Baco (1220), die Deutschen dem Mönch Bert⸗
hold Schwarz (1290 1320) zu. Das hentige S., zum
Interschied vom ranchschwachen Pulver (s. unten) anch
Zchwarzpulver genannt, enthält in Deutschland 74 Teile
Salpeter, 16 Kohle, 10 Schwefel, es explodiert durch Stoß
ind Reibung, sowie durch Erhitzung auf 3000 und entwickelt
dabei ein mehrtausendfaches Gasvolumen. Früher gab man
dem S. eine Korngröße von höchstens 2 mm; mit diesem
rzielte man bei gezogenen Feuerwaffen nur geringe Ge—
choßgeschwindigkeiten; durch vermehrte Größe und Dichte
es Kornes erzielte man größere Geschoßgeschwindigkeiten.
So entstanden: das grobkörnige Pulver von 4529 mm
dorngröße, 1878 in Deutschland für Geschütze mittlern
dalibers eingeführt; die verschiedenen geyreßten Pulver,
eren Hauptverlreter das Prismatische Pulver (s. d.)
wurde. — Versuche, ein S. mit geringerer Rauchentwicksung
 und größerer Kraft als beim Schwarzpulver zu
inden, führten 1882 in dem Brauuen Pulver (s. d.) zum
ersten brauchbaren rauchschwachen S. Als rauchschwaches
Gewehrpulver erlangte zuerst Bedeutung das von Vieiile,
Thefingenieur der * Pulverfabriken, 1888 für das
Zebelgewehr eingeführte Vieillepulver, bestehend aus in
Ather gelöster Kollodiumwolle; es iheen in Dentschland
Aufang 1889 das Blättchenpulver (s. d.), Ende 1889
Robels rauchschwaches Pulver (s. d.) ic. Da die rauch⸗
chwachen Pulver keine Rückstände int Rohr hinterlassen
ind kein österes Reinigen desselben erfordern, so wurde
durch ihre Erfindung die Einführung der Schnellfeuer—
vaffen erst ermöglicht.
Schießräder, Lafette für kurze Kananen, die sich mittels
weier Ruͤder am Vorderteil bewegen läßt.
Schießschulen, wilitär. Anstalten zur Ausbildung
on Schießlehrern. Man unterscheidet Jufanterie⸗S. (in
Hreußen: Spandau⸗Ruhleben, Bayern: Truppenübungs⸗
latz auf dem Lechfeld e ee Osterreich:
Zruͤck a. d. Leitha) und Artillerie-S. (in Juͤterbog, eine
für Feld- und eine für Fußartillerie).
Schießwolle, s. v. w. Schießbaumwolle (s. d.).
Schievelbein, Herm., Bildhauer, geb. 18. Kov. 1817
in Berlin, gest. als Prof. der Akädemie daf. 8. Mai
1867; schuf eine der acht Marmorgeudpen der Berliner
Schloßbrücke, Apostelfiguren für die Kirche in Helsingfors,
Bortrãtfiguren, dekorative Arbeiten für öffentliche Bauten ec.
Sohifati, Münzen, s. Scyphati.
Schiff, jedes auf einem Kiel erbaute seefähige Fahr—
eug · Nan unterscheidet — der Art der Fortbewegung
Segelschiff (s. d.) und Dampffchiff (Jd.); nach ihrer Zweck—
estimmung Kriegs-S. ss. Beilage: Heere und Floftten]