Sch

z36

ntgegengesetzte Seite des Gehirns. Ursachen: meist ein
Blutaustretung in dem Gehirn (Gehirnblutnug), veranlaß
d Platzen einer durch Verknöcherung oder Verfettuu
brüchig gewordenen Ader; auch plöhliche Berstopfung einet
Hirnarterie iufolge Embolie, periodischer oderploͤhlicher Druc
einer Hirngeschwulst, ploͤtzliche Wasserergüsse innerhall
der Schädelhdöhle (sog. Wasserschtag) u. a. Zuweilen fogleid
tödlich, öfter ganz oder teilweise heilbar. Erste Hilfe
Entfernung enger Kleider, kalte Umschläge auf den Kopf,
warme Fuͤße ESenfteige, heiße Fußbaäder, Frottieren)
scharfe Klistiere, absolute Ruͤhe.
Schlaggenwald, Stadt in Böhmen, (1900) 4072 E
Schlaginutweit, Herm. von, Raturforscher und Res—
ender, Sohn des Augenarztes Joseph S.(geb. 7. Dez
1791 zu Regen, gest. 10. Aug. 1854 zu Munchen), geb
13. Mai 1886 zu“ München, bereiste mit seinen Bruͤdern,
Adalf von S. (geb. 9. San. 1829) und Robert von S.
(geb. 27. Ott. 1883), 18534 — 53 Judien und Hochasien,
wobei Adolf 26. Aug. 1857 zu Lasaer ermordet wurde.
Die beiden andern bearbeiteten die Ergebnisse ihrer Reise
in dem Prachtwerk: „Results of a geientific mission
to India“ (4 Bde. 1860 — 66). Hermann, der wegen
seines Vordringens uͤber den Kwen-lun 1864 den Beinamen
Sakünlünsti und 1866 den Freiherrentitel erhielt, schrieb
außerdem: „Reisen in Indien und Hochasien“ (186880
u. a., gest. 19. Jan. 1882 zu Muͤnchen. Robert war⸗
Prof. in Gießen, bereiste 1869 und 1880 Nordamerika
gest. 6. Juni 1888 zu Gießen; schrieb; „Die Pacific
Eisenbahn in Nordamerika“ (1870), Kalifornien“ (1871),
„Die Mormonen“ (1874; 2. Aufl. 1876), Die Prarien“
(1876) u. a. — Der pierte Bruder, Eduars S., geb. 8. März
1831, fiel als bayr. Rittmeister bei Kissingen 10. Juni 1866
der fünfte, Emil S. geb. 7. Juli 1838, Sprachforscher, gest
20. Olt. 1904 in Zweibrücken, bes. um
das Tibetische verdient.
Schlaglot, Hart⸗, Strenglot, Lot,
welches das Biegen und Schlagen mit
dem Hammer aushält, zum Löten von
kisen, Stahl, Kupfer, Messing.
Schlagrädchen, s. Krausräder.
Schlagring, eiserner Ring mit vier
Annenner een Den als
Waffe . 1634]; auch der Daumen—
ring, mit dem die Zither geschlagen wird. 1634. Schlagring
reeee vn Entzünden von Geschützladunger
durch das Zündloch di⸗e— J
aende Röhre; bei J jezt — — O
gebräuchlichen Friktions⸗ 1636. Reibschlagröhre.
»der Reib⸗S. IAbb. 1635)]
vird ein Friktionssatz durch Herausreißen eines Reibert
Schlagschatz, s. Münzen. lentzündet
Schlagsilber, s. Zinn
Schlagstock, s. v. w. Amboß.
Schlagwasser, s. Karmelitergeist.
Schlagwerk, Stanz- und Prägevorrichtung, bei welcher
die Patrize an einem vertikal geführten Stabe befestigt
st, auf den Hammerschläge gegeben werden.
Schlagwetter, s. Schlagende Wetter.
Schlagwirtschaft, landw. Betriebsart, bei der die
Felder in sog. Schlaͤge geteilt sind, die —E— in
Jeordneter Fruchtfolge bebaut werden.
Schlammt, im Hüttenwesen das fein gepochte und durch
das Wasser beim Schlämmen in den Schlammkasten abge—
etzte Erz. Moorbäder.
ZSchlammbäder, s.
Schlammbeißer oder
Schlammpeitzger, Wetter⸗
isch — (Misgurnus
ossilis Lacép., Cobstis foszilis
 T. n e 1636. Ichlammbeißer.
Familie der Karpfeu gehörender Fisch, aalförmig; im
Schlannne stehender Gewäsfer.
Schlämmen, Operation zur Scheidung spezifisch leichter
örper von schweren, feinerer don grobern in Fluüfsigkeiten;
m Hochdau das Grundieren geputzter Wande mit Echlämm-Schlammfisch,
 . Lurchsische IAbb. 1096). streide
Schlammfliegen, Wasserssorfliegen (Siasidae) zu der
Unterordnung der Plattflügler gehörige Familie der Netzflügler.
 Hierher die Wasserfltorsliege gemeine S. Siaus

4 — Zunlich, uunl
itaria T.), schwarz und gelb, Flügelhaut bräunli
ie Kamelhalsfliege (f. d. — S. heißt auch eine 3
Fristalis) der Schwebfliegen, deren Larven in faulen
Stoffen, Schlamm, schmutzi⸗
sem Wasser ꝛc.
Schlammgesteine, s.
Helitische Gesteine.
Schlammhüpfer, auch
Schlammgrundel, Schlamm⸗
springer (Periophthalmu—
Koelreuteri Bl. Sclin. Abb
16837)), ein zu den Meergrun—
deln gehöriger Fisch; vow
Noten bis zum Stillen Meere
chlammpeitzger, J
lammbeißer [Abb. 1636).
chlammguellen, s. Schlammpulkane. z43).
chlammschnecke, s —— [Abb. wy
Mlanimspriuger, s. Schlammhüpfer Abb.
Ihlammsprudel, s. Schlammpulkane. *
Schlammtenufel, Hellbender (Menopöma eg
ue'Se aran), ein Riesensalamander im süble iih
merita, duntelschiefergraun, mit Rückenkamm; fü sch
IIs giftig gefürchtet. zudel,
Schlammivulkane, Schlanmguellen oder eme
ꝛgelförmige Hügel von tonigem Schlamm mit
zrmiger Einsenkung, aus der Jeitweilig Schlamm her sn;
richt, getrieben von Wasserdampf oder Verwesumgsaache
u Norditalien Salsen, Bollitori, in Sizilien Makaln
m Mississippidelta Mudlumps genannt. 2E
Schlann, Begirkostadi in Böhmen, (1900) 9491 6E.
teinkohlenbergbhau; dabei Bad Sternberg. in Tirol
—— Marklflecken und Bezirksort in Tirol,
mplon des Uutern Vintschgaus, (1000) 1146 6.
Schlange, Reptil, s. Schlangen. Seiten
Schlange (Serpens), Sternbild zu beiden Frin
des AÄquators, mit einem veränderlichen Stern Ta
Astronomie 1, 1]. der
Schlangen (Ophidia, Serpentes), Ordnung b
Reptilien, langgestreckte, walzenförmige, fuüßlose, —*55
oder beschilderke Tiere mit ren und verschiebba *
Gesichts⸗ und Gaumenknochen, deweglicher, an der Spitze r
spaltener Zunge, zahlreichen spitzen, nach hinten —
Zähnen, ohne Augenlider, Harnblase und äußerlich sichtba
Behörorgan; nähren sich von lebenden Tieren. Fortptan
zung meist durch Eier, die, paketweise in Sand, u
abgelegt, meist durch die atmosphärische Wärme ausge 35
tet werden. Von den etwa 10006 Arten gehören die ge
sen, giftigsten und schönssten den Tropen an. Vier Un *
oardnungen: 1) viperina (Solenoglypha), umfassend
Familie der Grubenottern und Vipern; ) Colubrins
osa (Protéöroglypha): Familie der Prunkottern und v
.; 3) Coluvrirormia (Opisthoglypha): Python- *
ZoasS. (beide zusammengefaßt als Riesen-S), ean
5., Baum-⸗S., Wüsten-Sa, Rattern, Schildschwänze 5
) 7Typhlopidae (Wurmschlangen, s. d.). Viperina —*
dolubrins venenoss umfaässen die giftigen Arten (s, Gi n
schlangen). S, die Einzelartikel: Grubenottern, Biyg
Prunkottern, Meerschlangen, Riesenschlangen ꝛc. —5
Dumẽril und Bibron, „Erpétologio généiale“ (10 Bden
1835-650); Jan, „Jeonographie générale des opuioieg
Bde. 1860 639, denz (2. Aufl 1870); üder dcutsche S
Bleyer-Heyden (1891), Dürigen (1891 -097).
Schlangenadler, s. Adler. Be
Schlangenbad, Derf und Bad im preuß. NegSp
Wiesbaden, in einem Tal des Taunus, (1900) 374
acht alkalische Mineralquellen von 28 bis 320 0. — Fye
Baumann (6. dufl. 1804), Muller de la Funente (009
Schlangen fische (o dhnnaae) gomlie der Feig—
losser, mit schlaukem, nacktem oder beschupptem Körpen
osmopolitisch verbreitete Meeresbewohner. Hierher der ge
neine S. (Ophiatum barbatum T), fleischrot, im Nitte
— —— —9
Schlangengift, von den Giftschlangen (s. d.) eczeugten
dem Speichel ähnlicher Stoff, bewirkt Anschwellung des gh
zissenen Gliedes, Blutungen aus Nase, Mund und —
chnellen Kräfteverfall und Tod nach kurzer Zeit; wirlt g —
lärksten, wenn es direkt ins Blut gelaugt und führt zu
mner Zeisehumg des lebtern. Behandlung'bei Schlangen