Marine, beteiligt 1080 62 an der preuß. Erpedition nach
hina Japan und Siam, unkernahm 1874 76 mit der
Gazelle in wissenschaftliche Expedition, 1883 Konterad⸗
miral, 1886 als — ———— 1886 -88 Landes⸗
hauptmann in Neuguinea, lebt bei Pyrmont.
Scleißheim, onet. dasishloß n bayr. Nea cBez.
— V München, 1684 * 7
od erbaut, mit Gemaldegalerte. — Val.
Mayerhofer (1890).
ZSqhleiz, Kreissiadt im Fürstent. Neuß
—2 Residenz des Fürsten, (1806
— — Amtsgericht/ Residenzschloß, Gym⸗
nasium Lehrerseninar, Holzfchnitschule, 1644. ochle iz
Taubstuͤmmenentat 9
Schlemihl (jüd -deutsch), ein Mensch, der vom —
hit verfolgt wird, Pechbogel; bekannt durch ein Mär—
don Chamisso.
Sen der Spiritusfabrikation der nach dem
Abdesittercn des — aus der vergorenen Flüssig⸗
git verbleibende Ruͤcstand, wichtiges Futkermittel, enthält
Liweiß und andere stickstoffhaltige Bestandteile, Fette und
Aschenbesnudtee viel (91— 87 Proz.) Wasser, erzeugi
oft Shlenpemen (s. Mauke). Die S., bes. Getreide-S.,
ommt getrocknet in den Haudel.
Sqlemperohle durch Verbrennen eingedampfter
Relasen soten erhaͤltener stückstand, enthält 6070 Proz.
ohlen saureg Kaliten vad venae Potiaschebereitung.
Eglenther Poul, Schriftsteller und Kritiker, geb.
20. Aug. 1854in Insterburg, 1898 Direktor des Burg⸗
theaterd in Wien; schrieb: — von Hülsen“ 888)
Frau Gottscher⸗ (1886), Genesis der freien Bühne
— ———
Schlebpangel, Dorre, mit und ohne Angelrute an—
Jewandt / dient zum Fang von Hechten oder Seeforellen
etn aus
eppen, s. Bugsieren.
„Lglepper, e, der das Fördergefäß 2c
hleppi doet zieht; dann überhaupt jeder, der föͤrdert
ug sav. w. Schleppdampfer (s. Bugsieren).
Schleppnet Zugnetz, jedes Neß, das so auf dem
srunde des Wassers gezogen wird, daß der untere Rand
ftiner Sffnung über dem —* hingeht oder in denselben
ingreift; das größte bei der Hochfecischerei angewandte iß
das aumishledu dzg vr dredshey⸗
—— s. Kettenschleppschiffahrt.
Schiern, Bergstock in den Suͤdtiroler Dolomitalpen
m Alt·S. oder Per 2861m hoch, mit berühmter Aussicht
Schlefien ehemals zu Bohmen gehöriges Herzogtum
sett ziwischen Preußen ubnd Dhlectteich geteitt.
Die preuß vroge6. lKarte: Bran denburg zc. IJ Be
steht aus dem 1742 an Preußen gekommenen Teil von S.
der Wisß Glatz und dem 1815 erworbenen Anteil au
—
zo8 887 lidoe! 4933 494) E. t1 100 831
Polen o77 Mähren, 16396 Tschechen,
— Wenden) sf. Beilage: Deutsch⸗ E
— Im Suden Berglandfchaft (Iser⸗, *
Glatzer Gebirge — 7 diag⸗ *
nd Hauptflüsse: Oder, Weichsel; Klod— Ehlesten
— —33 — See, reich an Wald, botn Schleß
Wetreide⸗ Kartoffeln, Zuckerrüben und Steinkohlen (Ober⸗
schlef. Steinkohlenbecken), Fisen⸗, Fink⸗, Blei⸗ und Kupfer⸗
tzen: zahlreiche Mineraluellen Warnibrunn, Salzbrunn,
danded, Reinerz). 8 Regierungobezirke (Breslau, Liegnitz
Dypelinh Oberprasidium in Breslau. Wappen: Schwarzei
Adler mit sce Halbmond auf der Brust, gekrönt mit
de Hexzogskrone im doldenen Felde Abb. 164189; Farben
Weiß Geetn Bgl. ———— (8 Bde., 1885 —88), Partsch,
gLandestunde⸗ Usss sg.), Sommer (2. Aufl. 1908)
wriedrich ngor).
sterrS. Hsterr. Kronland (Herzogtum), der 1068
bei Osterreich gebliebene Rest von S., 6147 qkm, (1900)
o80 as2 παα,— Katholifen, 91741 Evangelische,
8 Irachtene dog epese, d volen
—— ———
Besente, Besliden, Jabluntagebirge), hewässert von Oder
————
treide, Zuckerrüben, Ost und Gemuse, Flachs; Stein
kohlenberabaneeeatane Fandtag 31. im öͤsterr. Ab—

339

Sch

zeordnetenhaus 12 Mitglieder; 8 Bezirkshauptmannichaften;
 Hauptstadt Troppau. Wappen: dasselbe wie das
»on Preuß.⸗S. Abb. 1646], nur sind die Enden des Halb⸗
wondes kleeblattförmig; auf dem Schild ein Fürstenhut;
Farben: ui — BVgl. Peter (1880), Slaͤma
Is87), ꝓ Die Ofterr.⸗ Ungar. Monarchie in Wort und
Bild“, Bd. 17 (1887).
S., im Altertum von german., dann von ssaw. Stäm—
men bewohut, gehörte c dem 10. Jahrh. zu Polen,
hatte seit 1163 eigene Herzöge aus dem Stamm der
Piasten, die sich in viele Linien deilten und 1327 die böhm.
Lehnsherrlichkeit anerlannten. Nach dem Tode des letzten,
1678, ward S. österr. Provinz; durch die Schlesischen Kriege
J. d) kam der größte Teil au Preußen. — Vgl. Schroller
(3 Bde., 1888 88), Grünhagen (neue An 1884 86
und 1880 -82), Rachfahl (1897).
Schlesinger, Ludw, Historiker, geb. 13. Okt. 1838
u Oberleutensdorf, 1876 Direktor eines Mädchenlyzeums
n Prag, Mitglied des böhm. Landtags und des Landes-—
usschusses, gest. 28. Dez. 18809 in rag; schrieb: „Ge—
chichte der Seutschen in Böhmen“ (2. Aufl. 1870) u. a.
Schlesinger, Siegm., Schriftsteller, geb. 15. Juni
832 zu Waag-Reustadl (Ungärn), lebt in Wien; schrieb
eliebte Soloszenen, Lustspiele ?c. („Gustel von Blafewitz“).
Schlesische Dichterschulen, s. Deutsche Literatur.
Schlesische Kriege, die drei von Friedrich II. von
Preußen mit Osterreich um den Besitz von Schlesien ge⸗
ührten Kriege. Veranlassung zum ersten Krieg V——
12) waren Friedrichs II. e auf Brieg, Liegnitz,
Wohlau und Jägerndorf. Er eroberte durch Schwerins
Sieg bei Mollwiß (10. April 1749) bald Shlesien und
rzwang durch den Sieg bei Chotüsitz (17. Mai 1742)
den Frieden von Breslau (11. Juni 1742), der ihm fast
janz Schlesien samt Glatz brachte. Durch den zwischen
ee Großbritannien, den Generalstaaten und Sar—
inien abgeschlossenen Allianzvertrag zu Worms (28. Sept.
1743) ane begann Friedrich DI. den zweiten Krieg
——
Zohenfriedberg (4. Juni 1745) und bei Sorr (30. Sept.);
Rer Sieg Leopolds von Dessau bei Kesselsdorf (185. Dez.)
fuͤhrte den Dresdener Frieden herbei (28. Dez. 1745), der
hem König den Besitz von Schlesien und Glaätz bestaͤtigte.
der dritte S. K. wird — Krieg (s. 9 genannt.
BVgl. Grunhagen (1881), „Die Kriege Friedrichs d. Gr.“
(hg. vom Großen Geueralstabe, 188095).
Schlesishes Grenzgebirge, s. v. w. Reichensteiner
Bebirge (s. Reichenstein).
Schleswig, ehemal. Herzogtum, seit 1866 der nördl.
on der Cider gelegene Teil der preuß. Prov. Schleswig-Hol⸗
tein (s. d.), 2140 4km. S-e tritt erst um 800 in die
Zeschichte ein (Errichtung des Danewerks durch den König
nt 804810); es wurde im 10. Jahrh. dem dän.
Reich einverleibt und von Mitgliedern der königl. Familie
als Herzoͤgen von S. regiert, bis es 1886 als dun. Erblehn
an die Grafen von Holstein kam.
Schleswig, Hauptstadt der preuß, Prov. 6*
Sqhleswig⸗ Holstein, des die gauze Provinz —
imfaffenden Reg.⸗Bez. S. und Kreisstadt. —
n der Sqhlei, (1000) 17 gio goc ß5
xF., Garnison, Oberpräsidium, Amtsgericht,
Shhloß Gottorp (s. d. Dom, Gymunagsium
mit RKealschule, Lehrerinnenseminar, Taub⸗— See
ummen⸗, Provinziolirrenanstalt; Lederindu⸗ hleswig.
irie; Hafen. — Bgl. Sach Geschichte, 1875 1896; 1899).
Schles wig⸗Holstein, preuß. Provinz Karte: Norde
vestdeutschland L, bei Hannover], aeridet aus den bis
864 zu Dunemark gehörigen Hzgt. Schleswia. Solstein und
seit 1876) Lauenburg hte Helgo⸗
nd Is doa q, (1800) 87 68 äα:
504339) meist prot. E. Is. Beilage:
deutschkland], darunter 132 217 Dänen 9
westjut. Mundart), Tiefland mit vielen *
znseln, im O. fruchtbares Hügel-, im W. —*
Narsch⸗, in der Mitte unfruchtbares Heide⸗ ——
and; gauptnuse: Elbe mit Bille und 7* geqge
Aister, Trave, Eider; viele Landseen (Plö— witz— ein.
ier, Wittensee), Koiser⸗Wilhelm⸗, Elbe-Trave-Kanal u. a.;
Ickerbau, Pferde-, Rindvieh⸗, Bienenzucht und Fischerei
Austernbänke); Schiffbau. Einziger Regierungsbezirk