Schmalleningken, Flecken im preuß. Reg.-Bez—
Vumbinnen, — nfe: Menei und der russ. Grenze, besteht
us S. Augstogallen, S. Wittkehmen und S. Endruszen,
u zusammen 1510 E., Grenzzollamt.
malnasen, s. Affen.
— * weibliche Reh vom 1. Jan. nach der
Beburt bis zur ersten Brunft. sgeweih.
Zqcmalspießer, ein Edelhirsch mit dem Erstlings—
Schmaifsur bahnen, Eifenbahnen(s, d.) mit de—
ingerer Spurweile als die Nocmal- vber Vollspur (1.4s6 m).
Sqhmaltier, dos weibliche Edelwild vom 1. Jan. nach
3 bis zur ersten Boamte —
malwassergrund, s. Dietharz.
Schmalz, ge g der Hauewietschaft angewendeten
Limalischen Fette (fü. dy; Süddeütschland s. v. w
Shmelʒbutter (f. d.) Vsianzen ⸗S. s. dew. Kotosnußoi
Schmalzöt oder Kunst⸗S., s. v. w. Kunstbutter.
Schmalz, Theod. Ant. Heinr., Staatsrechtslehrer, geb
7. Febr. Néo ziu Hannover, gest. 20. Mai 1831 als Prof.
u Berlin, ein Hauptvertreter der Reaktion nach 1815;
chrieh: „Handbuch des kanon. Rechts“ (8. Aufl. 1834) u. a.
Schunalzůnugler, sJ. Vorderkiemer.
chmani, s. p. w. Rahm (Sahne).
Symarda, Ludie. Kal, Zoblog Und Reisender, geb.
3. Aug. isig in Olmütz, 1847 Lehrer, 1850 Prof, in
deg mochte 1853257 eine Neise üm die Welt, 1862
Prof. in Wien, seit 1888 im Ruhestand; schrieb: „Die
Fanr. Verbreitung der Tiere“ 853), „Reise um die
— ———
— „Zoologie“ (2æ Bde., *. Aufl. 1877 78) u. a.
Schmabgendorf, Dorf in preuße RegeBez. Potsdam,
 am Grunewald, (1900) 3175 E.
Sqchmarotzer, s. Schmarotzertum. Schmarotzerbienen,
. Fuchucksbienen: Schmarotzergewächse, s. Parasit. Schma—
otertrebse, s. Ruderfüßer.
Schmarotzertum, Parasitismus, eine in der Tier⸗
welt weilverbteiteie Ersheinung, bei der gewisse Tiere
Sehmaro her Partsiten eitwellig oder immer auf oder
n dem Koͤrder auderer Ticre und meist auf deren Kosten
eben Das von dem Schmarotzer heimgesuchte Tier ist
der Wirt, indeobti Echmarothern Geuerationswechsel
vorkommi, schmarotzt die geschlechtlich sich fortpflanzen de
Generau beim eigentlichen Wirt, die ungeschlechtlich sich
dermehrenden beim gwishennire Es dunn bor veh
bloß das weibliche Geschlecht schmarotzt (Wurzelkrebse), oder
bloß die Larven (Schlupfwespen, Naupenfliegen), oder bloß
die alten Individuen (Sandfloh). Das S. ist verschieden⸗
artig. Kin Tier kann mit einen andern gemeinsame Wohn⸗
ume haben (Synszismus), oder es kaun das eine in dem
rper Unterschlupf und Schut suchen (Inguilinisnius).
veimn Kommigratorismus benuhen schwächere Tiere die
draste stärkerer, um fich von ihnen transportieren zu
lassen. Der Kommensalismus, eigentlich der Parasitis⸗
zus im Sinne des Alteciums, ber dem Lin Tier mit
sein em Wirt. die noch unverarbeitete Nahrung teilt, also
mittelbar auf seine Kosten sich ernährt, geht schon in das
ahre S. bei dem sich ein Tier don der beratbeitelen
Nahrund, d. h. lebenden Bestandteilen des Wirtskörpers
rnährt, über“ Die wahren Schmarotzer sind Außenschma⸗
ewer EErioparasiten Epizoen) oder Binuen- auch Innen ·
schmarvher Entoparafiten, Eutozoen). Das S—, hat für
die Schmaroder und für die Wirte verschiedene Folgen,für
die erflern Fositive und negative. Die positiven sind Auf—
treten von Haft- und Klammerorganen, sowie Entwicklung
von Saugapparaten und durch Generationswechs el gesteigerte
Vermehtanhesunnete Negative Folgen sind Rückbildungen,
die die Bewegungee Sinnee und Verdauungsorgane sowie
die Furbimg betreffen. Die Folgen des S. für den Wirt sind
ehr verschieden; manche leiden gar nicht unter ihm, andert
mehr oder weniger, mauche und bes. Zwischenwirte gehen zu⸗
zrunde, wodurgh ver Parcfit um fo sicherer in den defini⸗
tiven Wiri gelangen kann (Bandwürmer im Jugendzustande)
T.Val. van Beucben (1876), Leuckart (2 Bde. 1862 76
2. Aufi, vo. 1878 1801), Zurn (2 Tle. 2. Aufl. 1883
738. Küchenmeistet und gurn“2. Aufl. 187081), Looß
I8oðj Brau (8. Aufl. 1803), Mosler und Peiper (. Aufi
8uübeo Pflanzenreich s. Parasit.
Schmarotzerwespen Schlupfwespen.
Schmarrie Art Fierkuchen.

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Sch

Schmarsow, Aug., Kunsthistoriker, geb. 26. Mai
858 zu Schildfeld (Mecklenburg), 1885 Prof. in Breslau,
eit 1893 in Leipzig; Schriften über die ital. Maler Raffael,
Linturicchis, Melozzo, Masaccio, ferner: „Meisterwerke
neutscher Bildnerei des Mittelalters (1802 s9.),„Studien
und Forschungen zur Kunstgeschichte“ (1493 f9.), Beiträge
zur Ästhetik der bildenden Künste“ (8 Bde., 186600).
Schmaschen (russ. smuschki), ursprünglich ordinäre
uss, Lammfelle, jetzt Felle ganz suͤnger Lummer jeglicher
derlunft. Heide⸗S. Felle der Heidschnuckenlämmer.
Schmätzer, s. Steinschmützer und' Wiefenschmahßer.
Schmedkbecher, Geschinacksknospen, die namentuch in
en umwallten Papillen der Zunge, vorhaudenen becher
ormigen Gebilde, in denen der Geschmutacksnerv endet
Tafel: Sinnesorgane IV, 18)].
Schmecken, die durch den Geschmack (s. d.) bewirkte Sin—
teswahrnehmung sTafel: Sinnesorgane II, 1013).
Schmecks, Alischmecks, ungar. Tatrafüred, Badeort in
ugarn, Komitat Zips, an der Schlagendorfer Spitze (Hohe
Lätra); Eisensäuerlinge, Schwefelquelle; dabei die Bäder
seu⸗S. und Unter⸗S. mit 5 alkalischen Eisensäuerlingen.
Schmeerling (Boletus granulätus L.), eßbarer Pilz
nit braunem, klebrigem Hut und gelblichem Stiel.
Schmeißfliege, s. Fuiegen [Abb. 507].
Schmele, vplauzenaatta. s. Aira.
Schmeller, Jos. Andr., Sprachforscher, geb. 6. Aug.
786 zu Tirschenreuth, gest. 27. Juli 1852 als Prof. zu
München; Hauptwerke: Die Mundarten Bayerns“ (1821)
und „Bayr. Wörterbuch“ (neue Ausg. 1872 -77). —
Biogt. von Nicklas (1885).
Schmelz, f. v. w. Email (s. d.), insbes. das undurchichtige
 weiße Email und die emailartige weiße Glasur
auf aci und gewöhnlichen Fayencegegenständen; auch
»erschiedenfarbige Glasperlen. Zahn⸗S.. s. Zähne.
Schmelz, Koͤniglich-Schmelz, Dorf im preuß. Reg.«Bez.
dönigsberg, an der Mündung des iuee
ns — Haff, (18068) 13452 E.; Floßhafen.
Schmelzbutter, Butterschmalz, Flößbutter, auf mäßi—
zem Feuer oder im Wasserbade geschmolzene und so lauge
n diesem Zustand erhaltene Butter, bis sich alle Bei—
nengungen als Schaum oder Bodensatz abgeschieden haben,
aun in Steintöpfe oder Holzbutten geäossen und zum
Erkalten kühl gestellt.
Schmelzen, der Übergang eines Körpers aus dem
esten Zustand in den flüssigen, tritt, wenn dem festen
dorper Wärme zugeführt wird, bei einer ganz bestimmten
Temperatur (Schmelzpunkt) ein, indem von ihm ein Teil
der Wärme (die Sluͤssigkeitswärme, s. d.) aufgenommen
(gebunden) wird, ohne daß die äußere Temperatur sich er—
hoͤht. Zin e haben einen bedeutend niedrigern Schmelz⸗
unkt als ihre Komponenten. Üüberschmelzen oder über⸗
alten kann eintreten, wenn der flüssige Koͤrper gegen Er⸗
chütterung oder Luftzutritt geschügt wird, er bleibt so bis
veit unter dem Gefrierpunkt flüssig.
Schmelzfarben, Emailfarben, durch Metalloryde
jefürbte Glasflüsse zum Malen auf, Glas, Porzellan und
vbeißem Emailgrunde. Das Gemälde wird eingebrannt,
vobei sich die S. verändern. — Vgl. Romanoff (1807).
Schmelzfische, s. Schmelzschupper.
Schmelzglas, s. v. w. Email (s. d.).
Schmelzchupper, Schmelzsische. Glanzschupper, Ga⸗
widen (Ganoidéi), Unterklasse der Fische, mit knorpligem
is knöchernem Skelett, rauteuförmigen, von einer dicken
Schnmielzlage bedeckten, festen Schuppen (Ganoidschuppen;
der großen, reihenweise angeordneten Knochenschilderu
oder zemlich weichen Kreisschuppen. Vorwiegend das süße
Wasser ere teils von pflanzlicher, teils tierifcher
dost lebende Kiemenatmer, in der Vorwelt viel mannigfacher
ind großartiger entwickelt als in der Gegenwart. Lebende
Bertreter der S. sind die Störe, der Flösselhecht und Knochen—
secht (s. diese Artikel). Bei den ausgestorbenen S. unter—
cheidet man die Ordnungen der Knochenganoiden, Knorpel—
Jaͤnoiden, Quastenflosser, Panzergaudiden (Plakodermen
Schmer, Schweinetalg (. Talg). Abb. 1398) ꝛtc.
Schmerflußß, s. Seborrhöe.
Schmerle, Bartgrundel (Nemachilus barbatula van
fass., Cobitis bparbatula L. [Tafel: Fische J, 9)]), ein
ur Familie der Karpfen gehörender Fisch, in klarem Wasser.
Fleisch zart, wohlschmeckend