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Schmerling, Pilz, sa v. w. Schmeerling (s. d.).
Schmerling, Ant. Ritter von, österr. Staatsmann.
geb. 28. Aug. 1805 zu Wien, 185. Juli bis 15. Dez. 1848
unter Reichͤverweser Erzherzog Johann Reichsminister zu
Frankfurt a. M., dann österr. Bevollmächtigter bei der
Zentralgewalt, Hauptbegründer der Großdeutschen Partei,
1849-51 Justizminister, 1860 —65 Staatsminister, dann
erster Präsident des Obersten Gerichtshofs, feit 1867 Mit—
glied des Herrenhauses, Führer der Verfassungspartei
jest. 28. Mai 1898 zu Wien. — Vgl. von Arneth (18085).
Schmerstein, sa v. w. Speckstein.
Schmerwurz, Pflanzengattg., s. Nonotropa.
—A— Sqhmerzensfreitag, s. Marie
eben Schmerzen. [Betäubung
Schmerzstillende Mittel, s. Anodyna, Auästhesie
Schmettau, Samuel, Reichsgraf von, preuß. General
reldmarschall, geb. 26. März 1684 zu Bexlin, 1741 Feld
marschall in oͤsterr. Diensten, bei Ausbruch des ersten Schles
strieges als preuß. Untertan von Friedrich D. zurückge—
rufen, Gesandter in München und Paris, gest. 18. Aug
1751. — Sein Bruder Karl Christoph, Reichsgraf von S.
erst österr, dann preuß. General, geb. 8. Juni 1696, gest
Schmetten, in Österreich s. v. w. Rahm. —[11775
Schutetterlinge, Falter, Schuppenflügler (Dopido
—
lin Form eines meist spiralig einwärts gerollten Rüssels).
zwei Paaren häutiger, mit feinen farbigen Schuppen be—
deckter Flügel, vollkommener Verwandlung. Die S. sind
in etwa 20000 Arten kosmopolitisch verbreitet. Einige
sind nützlich (Seidenspinner), andere dagegen können seh
schädlich werden (Ronne z. B.). Zwei Hauptgruppen: Groß
S. (Großfalter, MNacrolépidoptera), er die Fami⸗
lien der Tagfalter, Schwärmer, Holzbohrer, Widderchen
Bären, Spinner, Eulen und Spanner, und Klein⸗S. (Klein
falter, Miorolepidoptéra): Wickler, Motten, Zünsler
und Geistchen. sHierzu Tafeln: SchmetterlingeTu. II.]
— Bgal. uͤber die europ. S.: Staudinger und Rebe'
——
(östert. und schweiz.); von Heinemann (3 Bde. 1888-77),
 Speyer (xBde., 1868 -62), Rothe (2. Aufl. 1902);
über exotische: Staudinger und Snat (1888), Hübner
(1894 fg.); über paläarktische; Standfuß (2. Aufl. 1896);
Seitz, „Die Groß-S. der Erde“ (1906 fg.); populär die
Schmetterlingsbücher von Medius (5. Aufl. 1898), Berg—
(8. Aufl. 1899), Rockstroh (7. Aufl. 1901), Fischer (5. Aufl
.900), Fleischer (6. Aufl. 1805).
Schmetterlingsblüte, s. Leguminosen [Abb. 1034)]
Schmetterlingssink, s. Prachtfinken.
Schmetterlingshafte, s. v. w. Köcherfliegen (s. d.)
Schuteykal, Franz, polit. Führer der Deutschen in
Böhmen, geb. 8. Dez. 1826 zu Böhmisch-Leipa, 18614 Ab—
geordneter im böhm. Landtag, gest. 5. April 1894 in Pra
Schmid, Christoph von, Jugendschriftsteller, 4
5. Aug. 1768 iun Dinkelsbühl, gest. 3. Sept. 18854 als
Domherr zu Augsburg, Verfasser der „Ostereier“ (1816) ⁊c.
„Erinnerungen aus meinem Leben“ (1883 -57).
Schimid, Ferdinand von, Dichter unter dem Psendo—
iym Dranmor, geb. 22. Juli 1823 in Muri bei Bern,
ebte lange als Kaufmann in Rio de Janeiro, gest. 17. März
1888 in Bern. — Bgl. Vetter (1897).
Schmid, Herm. von, Volksschriftsteller, geb. 80. März
1815 zu Weizenkirchen, gest. 19. Okt. 1880 in München:
chrieb Erzählungen aus dem bayr. Hochland („Almen—
rausch und Edelweiß“ 2c.), auch Volksdranien („Der Taßzel—
wurm“, „Z'widerwurz'u“ u a.).
Schmid, Karl Adolf, Pädagog, geb. 19. Jan. 1804
zu Ebingen, 1868478 Rektor zu Stuttgart, gest. das
27. Nai 1887; Herausgeber der Enzyklopädie des gesam—
ten Erziehungs- und Unterrichtswesens“ (2. Aufl., 16 Bde.
18768 87); schrieb; „Geschichte der Erziehung“ (1884
1902) „Aus Schule und Zeit“ pos u. a.
Schmid, Malthias, Genremaler, geb. 14. Nov. 1888
zu See (Tirol), Sean Pilotys, seit 1888 Prof. in Mün—
cheu; ernste und fatir. Darstellungen aus dem Tirole:
Volksleben, so: Beichtzeitelablieferung, Der strenge Sit—
enrichter, Hexrgottshandler, Auszug der prot. Zillertaler
Schmidscher Motor, s. Wassersaulenmaschinen.
Schmidt, Auguste, Führerin der deutschen Frauen—
dewegung, geb. 8. Aug. 1833 in Bresblau] 1854 das.

dehrerin an der städtischen höhern, Mädchenschnle, später
eiterin einer Privatschule in Leipzig, seit 18665 mit duise
Stto⸗Peters Vorsteherin des Allgem. deutschen Frauen⸗
ereins, 1894 -1800 des Bundes — Fraueuvereine,
jest. 10. Jum 1902 in Leipzig. — Bol. Fricdrichs g
Schmide, Erich, Qierarhistoriker. Sohn von Oskar
geb. 20. Kuni 1888 zu Jeha, 1877 Prof. in Straßburg,
Seo in Wien, 1s8 in Berlin; schrieb: Heinxich Leo—
dold Wagner“ (2—2. Aufl. 1879), „Lenz und Flingen
18785.vessing“ (1884 81, 2. Aufl. 18909) u. a., fan
en „Urfaust““ (3. Aufl. 1894). b
Schmide, Ferd. Volts- uͤnd Jugendschriftsteller, geh.
2. Olt. 1816 zu Frankfurt a. O., Lehrer zu Berlin, gest.
30. Juli 1890, verfaßte Schriften über Geschichte und Sage,
Volkserzoͤhlungen, eine Jugendbibliothek (186885) 2
Schnmidt, Friedr. Freiderr bon Achitett, geb. 28. Olt.
8 zu Frickenhofen (Wurltemberg), seit 1860 Prof. an
)er Kunstakademie und seit 1863 Vombaumeister von St.
Stephan in Wien, gest. 28. Jan. 1891; baute das. im got.
Stik die Kirche in Fünfhaus, das Rathaus (1888) u. d.
Schmidt, Friedr. Wilh. Aug., genannt S. von Wer.
ienchen, Johllendichter, geh. 2. Mai 1764 in Fahrlaud
hei Potsdam, gest. als Prediger 26. April 1838 zu 23
euchen, gab unter anderm den „Kalender der Musen un
Itoien⸗a to7 heraus, von Goethe in dem Gedicht
„Musen und Grazien in der Mark“ parodiert.
Schmidt, Georg Friedr., Kupferslecher, geb. 24. Jan.
7 2 in Berlin, gest. daf. 25. Jan. 17785; bes. Bildnis⸗
iche. Verzeichnis seiner Stiche von Wessely (1887).
Schmidt, Georg Phil. genannt S. von Luͤbeck Dichter,
jeb. I Jan. 1766 in Lübeck, gest. 28. Okt. 1849 in Altona.
Lieder“ (8. Aufl. 1847).
Schmidt, Isaak Jak. gründlicher Kenner der moungol.
ind tibet. Sprachen, geb. 14. Oklt. 1779 zu Amsterdam,
gest. 8. Sept. 1847 als Pitglied der Akademie zu Petersburg.
Schmidt, Fohannes, Sprachforfcher, geb. 29. Juli 1848
u Hrenzlau, seit 1876 Prof. zu Verlin, geft. das. 4. Juli
12901; schrieb: „Zur Geschichte des indogerman. Vokalis⸗
nus“ (1871 - 6), „Die Pluralbildungen der indogerman.
Neutra“ (1896) u. a.
Schmidt, Julian, Literarhistoriker, geb. 7. Mürz 1818
zu Marienwerder, seit 1847 in Leipzig, wo er mit G.Frey⸗
ag die Grenzboten“ herausgab, feit'1861 in Berlin, gest.
das. 27 Marz 1886. Haupiwerke: Gefchichte der deut⸗
chen Natignolliteratur seit dessings Tod“ (6. Aufl. 1065
267), „Geschichte des geistigen Lebens in Deutschland
don Leibnig bis auf Lessings Tod“ (1860 —64), Ge⸗
chichte der deutschen Literatur von Leibniz bis auf uͤusere
zeit· Asse 36
Schmidt, Karlvon, preuß. Reitergeneral, geb. 12. Jan.
1817 zu Schwedt, führte die 14. ee bei
Mars⸗ la⸗Tour, wirkte im Frieden hervorragend bei der Aus⸗
dildung der Kavallerie, gest. 26. Aug. 1875 zu Dauzig .
Schimidt, Karl, Pädagog, geb. 7. Juli 1819 zu Osternieu⸗
mrg, gest. 8. Nop. 1864 als Seminardirektor und Landes⸗
—A— zu Gotha; schrieb; „Geschichte der Pudagogik
3. Aufl. 1878 76; Bdol, 4. Aufl. 1888),, Geschichte der
Irziehung (4. Aufl 1883) u. a. — VBgl. Pleißelbach (1882).
Schmidt, Kaspar, Philosoph, s. Stirner.
SEchmidt, Klamer Eberh. Katl, Dichter, geb. 29. Dez.
b in Holberftadt, gefi.“ daf. 18 Rov. 1821, schrieb
ꝛieder, Fabeln, Idyllen und poet. Episteln.
Schutidt, Mar, Landschaftsmaler, geb. 23. F 1818
u Berlin, seit 1872 Prof. an der Akademie zu Königserg,
 gefl. das. 8. Jan. 1901; norddeutsche Kustens und
Niederungslandschaften (auch als Wandgemälde); verfaßte:
Die Aquarellmalerei“ (7. Aufl. 1901).
Schmidt, Marimilian, Schriftsteller, geb. 25. Febr.
832 zu Eschlkamm im Bayr. Walde, bis 1874 bayr.
Iffizier, lebt in München; verfaßte treffliche Erzählungen
ius dem Volksleben seiner Heimat. „Gefammelte Werke
1884-91), „Volkserzählungen“ (1883 -940).
Schmidt, RMoriß, Laryugolog, geb. 15, März 1888
n Frankfurt a. M. das. prattischer Arzt bis 1902, be⸗
reite 1903 Kaiser Wilhelnt IIJ. von einem Stimmlippen⸗
olypen, wurde zum Wirkl. Geheumrat ernannt; schrieb:
srankheiten der obern Luftwege“ (8. Aufl. 1903)3.
Schmidt, Oskar, Zoolog, geb. 21. Febr. 1823 in
orgau, 1855 Prof. in Krakau, 1857 in Graz, 1872 in