Straßburg, gest. das. 17. Jan. 1886; schrieb: „Handbuch
der vergleichenden Anatomie“ (1849; 9. Aufl.,von Lang,
888 84), Lehrbuch der Zoologie“ (18838), Die Spon⸗
zien des Ädriat. Mects“ (1862; Ergänzuugsbande 1864-is)
 Deszendenziehre und Darwinismus“ (5. Aufl. 1884) 2c.
Schmidt, Otto Ernft, Schriftsteller unter dem Namen
Otto Ernft, geb. 7. Oit. 1862 in Ottensen, 18882
4900 Volksfchullehrer in Hamburg; schrieb Gedichte (1889,
8os 1801 Efahs Ebod, 1806 die Dramen Die
rößte Suünde“ (1885), gugend von heute“ (1800),
„Flachsmann als Erzieher“ (1001), ferner „Kartänser⸗
jeschichten“ (1805), „Vom gernhigen Leben“ (18003), „Asnus
 Sempers Jugendland'“ (Roman, 19040) u. a.
Schmidt, Reinhart, Politiker, geb. 14. Juni 1838 zu
nphörel, Papierfabrikant in Fberfeld, Mitglied des
eichstags 1881 84 und feit 1887 (vreisinnige Volks—
vart e), Ros dessen erster, 1808 Iv00 zweiter Vizepräsident
Schinidt, Rudolf, dan. Dichter, geb, 25. Juli 1836
n Kopenhagen, Hexausgeber der Zeitschrift „For Ide
8 Virkelighed“ st Wiiker („Digtninger“, 1863) und
Qramatiket („Den forvaudlede Konge“, 1876), später
Nuptfächlich Rovellist („ßaandtegninger“, 1882; Jochen
dnns I8858;3 Nye Haandtegninger“, 1801), daneben
ritiker, üsthetiler, überseter ausländischer Werke.
Schmidt, Wilh. Adolf, Geschichtschreiber, geb. 26. Sept.
812 zu Berlin, seit 1860 Prof. zu Icna, gest. das. 9. April
1887; schrieb: „Pariser Zustäude der ————
IIS7). Das Perikleische Zeitalter“ (1877—79 u, a.
Schuidbe? Cabanis, Otlto Richaxd, humoristischer
Schriftsteller, geb. 22. Iuni 1888 in Berlin, seit 1869
Redakteur der, Berliner Rontagszeitung“, leitete seit 1896
den „ulk“, gest. 12. Nov. 1903 in Berlin.
Schmidte Rimpler, Herm. Augenarzt, geb. 30. Dez.
1888 zu Berlin, 1871Prof, in, Marburg, 1890 in Götingen,
 1901 in Halle; schrieb: „Augenheilkunde und
Oyhthalmoskopie“ (7. Aufl. 1901) ü. a.
Schnidt⸗Weißenfels, Eduard, Schriftsteller, geb.
Sept. 1838 in Berlin, gest. 24. April 1893 in Bozen;
schrieb: Scharnhorst (1858), „Metternich“ (1860),
Krupp“ (. Nuft 1800), „Fraukreich und die Franzosen?““
(1868), „Das 19. Jahrhundert“ (1890), Romane u. a.
Schinied, s. v. w. Gloͤckenvogel (s. Fruchtvögel); auch
ie Schnellkäfer (s. d. heißen Schmiede.
Schiniedbarer Guß, s. Eisenerzeugung.
Schmiedevberg. 1) S. bei Halle, Stadt im preuß.
Reg.-Beg. Merseburg, (1905) 2618 E., Amtsgericht,
Moorbadeanftalt. — S. im Riesengebirge, Stadt im
reuß. Neg.⸗Bez. Liegnitz, am Fuße der Schneekoppe,
3673 E. Amtsgericht, Präparandenanstalt: Eisenbergwerk;
 klimatischer Kurort.
Schmiedeberger Kaum, s. Forstkamm.
Schmiedeeisen, schmiedbares Eisen . Eisen und
Eisenerzeugung).
Schuriedefeld in Thüringen, Dorf im preuß. Reg.
Bez. Erfurt, im Thüringer Walde, (1900) 2217 E.: Por⸗
ellan⸗, Glasfabrikation.
Schmiedehammer, s. Schmieden.
Schmiedemaschine, s. v. w. Schmiedepresse (s. d.).
Schmieden, Formgebung dehnbarer Metalle durch
dümmern, inshes. die Bearbeitüng des glühenden Schmiede⸗
fens und Stahls durch Hümmern oder Pressen (s. Schmiede⸗
resse). Dabei wird das im Feuer erhitzte Arbeitsstück mit
Zangen auf einer festen Unterlage Amboß) mit ebener
oder in bestimmter Weise geformter Fläche (. Gesenkh) ge⸗
halten und entweder direkt oder unter Vermittlung eines
aufgesetzten Werkzeuges (Obergesenk, Setzsammer, Setz⸗
meißel, Schrotmeißel) vom Hanmmer (Hand⸗, Zuschlag⸗,
Jallhammer) in die gewünschte Form gebracht. Eisen und
Stahl besitzen in weißglühendem Zustande die Eigenschaft,
daß zwei Stücke durch Hümmern oder Pressen zu einen
dereinigt werden können (Schweißen).
Schiniedepresse, Preßhammer oder hydraulischer
dammer, schmiedet in Gesenken nicht wie Hämmer durch
Stoß, sondern durch den Druck einer sehr starken (meist
Mdraulischen) Presse.
Schmiedesinter, s. v. w. Hammerschlag.
Schmiegei, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Posen,
1905) 2871 E., Amtsgericht.
Schmiegen. s. v. w. Schiften (s. d.).

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Sch

zchmiele, Pflanzengattg., s. Aira.
Schmierbraud, s. Brand (des Getreides),
Schmiere, eine herumziehende Theatergeseilschaft; in
er Gaunersprache s. v. w. Wache.
Schmierkur, Inunktionskur oder Friktionskur, die
zehandlung der Syphilis mittels Einreibungen von grauer
Riccksilbersalbe in die Haut. (S. Quecksilbermittel.)
Schmiermittel, Schmiere, im gllgemeinen ölige oder
ttige Substanzen, welche die Reibung und Abüntzung
meinander gleitender Maschinenteile verringern, sowie der
urch die Reibung bewirkten Erhitzung und Zerstörung
orbeugen follen (Maschinenoͤl, Mafchinenschmiere), Für
eine Instrumente verwendet man Olibenbl, Baumöl oder
dlauenfett; gegenüber den organischen S. (Talg, Palm-—
i) haben die mineralischen S. (Vulkanbl, dynn
Jaseline ꝛc.) den Vorzug, daß sie nicht verharzen, hohe
demperaturen ertragen, ohne sich zu gersetzen und daß sie
eine Fettsäure bilden, welche das Metall angreift. Die
zuführung zu den Maschinenteilen geschieht durch Schmier—
Pparate, wie den Dochtöler, Nadelöler, die Staufferbüschse
für festes Fett), den Tropföler mit sichtbaxen Oltropfen,
en Schmierhahn, die Olpumpe oder Olpresse (zum
hmieren von Flüchen unter Dampfdruck).
Achmierfalz, rshes gelbes Blutlaugensalz.
zchmierseife, eine Ärt Leimseife G. Seise).
Zcchminktbohne, s. Bohne und Aragchis [Abb. 101].
Schminke, Mitiel zur vorübergehenden Verschönerung
es Teints, wirkt bei andauernden Gebrauch meist nach—
cilig Weiße S. ist entweder Stärkemehl, bes. Reismehl
poudro de ri⸗), Mehl von geschälten und ausgepreßten
Randeln und Rüssen, Talk- dder Specksteinpulver, Zink—
ryd oder Schminkweiß (j. d.); rote S. liefext die mit
Armin, Karthamin und künstlichen roten Farbstoffen
Eosin ꝛc.) versette weiße S.; zur Rotfürbung der Lippen
sent eine Lösung von Karmin in Salmiakgeist und Rosen—
basser, blaue S. für die Adern ist eine Mischung von
talkpulver mit feinstem Berliner Blau. Fett-S. (für
-Haufpieler) sind mit Mandelsl oder Vaseline angeriebene
Schminkpulver in Stangen oder Dosen. — Val. Alt—
AAn (G. Aufl. 1896).
Schminkläppcheit, Bezetten.
Zamintpfiasterchen, s. v. w. Mouche (. d.).
Zchmintweißß, Spanischweißt, aus basischem Wis⸗
nutnitrat oder Wismuͤtorychlorid bestehende Schmiuke;
achteilig für die Haut, vergilbt durch Schwefelwasserstoff.
Schntirgel(Smirgehh, der kleine und feiükörnigedtnrund,
ewöhnlich mit etwas Ragneteisenerz gemengt, bluͤnlichgrau,
utes Schleifmaterial; laͤgenartig im Glimmerschiefer bei
hwarzeuberg (Sachsen), im koörnigen Kalk von Naxos
heste Sorte) und Kleinasien.
Schmirgel, die Dotterblume, s. Caltha.
s[chmirgelfeile, hartes Holzstück, das, mit Schmirgel
treut, zum Polieren, von Retallen dient.
Schuuttenhöhe, s. Zell gam Sce).
SEchmitz, Bruno, Architelt, geb. 21. Nov. 1858 in
dusseldorf, seit 1886 in Berlin, 1896 Prof.; außer öffent⸗
ichen Bauten (Tonhalle in Zürich) bes. große Denkmals⸗
inlagen: Kaiser⸗Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser,
i Porta Wesiphalica, am deutschen Eck hei Koblenz,
entwurf zum Vollerschlachtdenkmal bdei Leipzig.
Echmalck (Schmotte), Benj. geistl. Liederdichter, geb.
I Dez. 1072 in Brauchitschdorf bei Liegnitz, gest. 12. Febr.
737 als Oberprediger in Schweidnitz.
Schmoller, Gust., Nationalökonom, geb. 24. Juni
838 zu Heilbronn, 1866 Prof in Halle, 1872 in Straß⸗
urg, 1882 in Berlin, 1884 Mitglied des Staatsrats,
ine der leitenden Persönlichkeiten im Verein für So—
ialpolitik Eathederfozialisten); schrieb: „Zur Geschichte
e deulschen Kleingewerbe im 10. Jahrh.“ (1869), „Zur
Sozial⸗ umd Gewerbepolitik der Gegeuwart“ 4800),
Glundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre“ (Th.12
Aufl. 1901 5 ) u. a. gibt: „Staats- und sozialwissen—
haftliche Forschüngen“ heraus. Schmollieren).
Schutollis, Trinkgruß beim Brüderschafttrinken
Schmölln, Stadt in Si⸗Altenburg (Ostkreis), an der
ↄProtte, (4805) 11030 E. Amtsgericht.
Schmoölnitz (ungar. Szomolnot), Großgemeinde in
ingarn, Hauptort des oberungar. Bergdistrikts, (1900)
2535 E.“ Berabau auf Kupfer, Silber, Eisenstein, Antimon.