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Schmu (jüd deutsch), Gewinn, bes. betrügerischer.
Sch mücke, Höhenzug, s. Finne; Wirtshaus im Thü⸗
aiger Wald, westl. von Ilmenau, 911 m u. d. M.
Schmucklilie, s. —J——— Schmucktanne, s. Arau
Schmuckvögel, s. Manakins. lcaria
Schmudten, deutscher Name von Samogitien (s. d.)
—chmuggel, s. Schleichhandel.
Schmunz Flecken in Agypten, s. Aschmuneln.
Schmutzflechte, Borkenslechte Rhypla, Rupia), hart—
zäckige Hautkrankheit, aus Bluschen entstehend, die zu
dicken Krusten oder Borken einirocknen. Antiseptische Be—
haudlung, bei Syphilis Quedfilberkur:
Zcmiutzgeier, der Aasgeier (s. Geier nebst Abb. 658)
Schinutztitel, abgetürzter Titel eines Buchs, geht
zewöhnlich als erstes Blatt dem Hauptitel voraus.
Sqnaafe, Karl, Kunstschriftstelier, geb. 7. Scpi. 1798
zu Danzig, 1848 267 Obertribunalscat zu Berlin, gest.
20. Mai 1875 zu Wiesbaden; Hauptwerk: „Geschichte
der bildenden Kuͤnste“ (8 Bde., 2. NAuft. 180678 umer
Mitwirkung von Lützow, Friedrichs, Luͤbte, Woltmann
und Dobbert).
Schnabei, Joh. Gottfried, Schriftsteller, Pseudonym
Gifander, geb. um 16890, schrieb Robinfonaden (die Insel
Felsenburg). — Bal. Stern (1893).
Schnabelfisch, s. Schuppenflosser.
Schnabelfliegen (Panoxpiäae), Fa⸗
milie der Reßflügler, mit kleinem, nach
unten schnabelartig verlängertem Kopf, ges
ring entwickelten Flügeln, langen, dunnen
Beinen und Füuhlern; fressen —** In⸗ v74 Gemeine
sekten. Laxven raupenähnlich, in der Erde Slorpionfliege.
lebend. Hierher die gemeine Skorpivnfliege (Panorpa
gommũnis T. [Abb. 1651)), braunschwarz, Flügel unge⸗
färbt mit schwarzen Flecken.
Schnabelflöte, eine gerade, oben durch einen Spalt
Schnabel) angeblasene Floͤte mit fieben Tonlöchern, deren
lleinste Art sich im Flageolett ( .. d.) erhalten hat.
Zchnabelkerfe, sJ. Halbflügler.
Schnabelschuhe, über die Zehen hinaus sehr ver⸗
angerte Schuhe, bef. im 14. bis Ende des 15. Jahrh. getragen.
Zchnabelsteine, s. Rhyncholithen.
Schnabeltier, s. Kloakentiere und Tafel: Austra—
sche Tierwelt, 17.
Schnabelwal, s. Zwergwal.
Schnaderhüpfel, vierzeilige Volkslieder des deutschen
Alpenlandes, melst aus dem Stegreif und nach eigentüm⸗
lichen Tanzmelodien gesungen. 4232)
Schnake, s. v. w. Ringelnatter (s. Nattern nebst Äbb
Schnaken, Bachmucken (Tipuitaus), zur Unterordnung
der Mücken gehörige Familie der Zweiflügler, mit kurzem
dickem, nicht zum Stechen geeignetem Rüssel, sehr langen
Beinen und großen, schmalen Flügeln. Hierher z. B. die
Riesen ⸗S. (große Bachmücke, Tipuia gigantẽéa Schr.)
Wiesen⸗S. (Paohyrhina pratensis T), Larve unter ver
wesenden Blättern, Kohl S. (T. dloracen L.).
Schnalser Tal, Seitental des Vintfchgaues in Tirol
20 xmiulg., südl. von den tztaler Alpen.
Schuaͤpel, Fisch s. Kente.
Schnäpper (Schnepper), chirurg. Instrument, aus den
wittels einer Feder eine oder mehrere scharfe Klingen
emporgeschnellt werden, dient zum Aderlaß und Schröpfen
— Auch eine kleinere Form der Armbrust. wurde durch
die Wippe gespannt, einen mit der
Haud geleiteten Hebel.
Schnappfchildkröte, s. Land- und
e en
nappschloß, span. Gewehr⸗
ve des ig dach Abbᷣ. — desfen Is
urch eine Feder é gespannter Hahn 1*
beim Abdruͤcken re Schnappschloß.
and mittels seines Feuerfteins 7 au der gleichzeitig zurück—
chlagenden stählernen Pfanndeckelfläche d dumen schlug,
die dos Pulver auf der Pfanne aentzündeten
Schnarre, die Mifteldroffel (1. Drossel) und der
Wachtelkönig G. Sumpshuühnerß
Zcnarrheuschrecke, Zeldheuschrecken.
Smnarrposten, Eiunzelposten im Vorpostendienst zur
inmittelbaren Sicherung geschloffener Abteilungen.
Schnarrwert, Orgelstimme, s. Zungenregister.

Aguar; 53
Schnaumast, s. Masi. J “
Schnecke, ein Zahnrad (s. Zahnräder); in der Id,
ettur s. v. w. Voluͤte; bei eee der pberne
Teil des Halses; auch ein Teil des Ohres (s. d. un
Tafel: Sinnesorgane U, 1, 2 u. 4). zßte
Schnecken, Bauchfütrer (Gastropodad, die oht
dlasse der Weichtiere, mit deutlich gesondertem
und unpaarem, die Mitte der Bauchflüche einnehmenden.
Fuße, der meist eine breite Kricchsohle darstellt. Atmuns
urch Kiemen oder Lungen; teils Zwitter, teils getrennt.
zeschlechtig. Die meisten S. haben eine wiehen
diralig aufgerollte Schale und sind Wasserbewohner. *
Drdnungen? fane eyeaertlenenn Kielfüßer un
diuterkiemer (s. diese Artikel).
Schneckenburger, Diar, Dichter der Pagt
Rhein“, geb. 17. Febr. 1818 zu Thalheim, gest. 8—
Sag als Teilhaber einer Eifengeßerei zů Burgdorf Wern
Das Lied entstand 1840, als von Frankreich aus dem un
Rheinufer Gefahr drohte, wurde aber erst 1870, von Kar—
Wilhelm komponiert (1834), populär.
Zchneckengärten, s. Schnirkelschnecken.
ZSchneckenkilee, s. Medicago; Sthneckentleestrauch
Schneckenkrebse, s. Einsiedlerkrebse. Luzerne.
Schneckenlinie, s. Spirale (Abb. 1780)]. w
Schneckenrad, eine Art Schöpfrad (s. d.); auch s. v. w.
S-chraubenrad (s. Zahnräder nebst Abb. 1979 — ile
Schneckenschnitt, die schneckenhausähnliche Teilung
)es Wappenschildes.
Schnee, atmosphärischer
NRiederschlag, bei gewissem
dältegrad der obern Luftchichten
 unter ähnlichen Um⸗
tanden wie der Regen gebildet
eine Eiskristalle e 1653)], 8
ie sich im Hexabfallen zu *
Zchneeflocken vereinigen. Diese 7
saben gewöhnlich die Form 1600. Schnee (Elskristalle).
echsstrahliger Sterne. (S. s
hneegrtenze.) — Vgl. Hellmann (1803). — Roter S..
Schnneeaͤmmer, Spornammer. [Blutregen.
Schneeball, Gartenstrauch, s. Viburnum i.
Schneeballfyftem, Gella⸗, Hydrafystem, Gutsche
jandel, eine Art des Daee bei welcher de—
händler ig dadurch größern Absatz zu sichern sucht,
er seinen Abnehmern einen besondern Gewinn —
venn sie ihm weitere Abnehmer ufüzen Da letztere
benso wieder den Gewinn pershaten oͤnnen zc., gleicht da—
System dem Anwachsen einer Lawine; es gilt als An
iche Russpielung, die ohne behordliche Erlaubnis ftrafbar ist.
Schneeberg. 1) Gipfel der Riederösterr. Kalkalpen,
2075 m, Zahnradbahn. — 2) Berg auf dem Karst in
drain, nördl. von Fiume, 1796 m. — 3) Glatzer, Spieg⸗
itzer auch Großer S., Gipfel in den Sudeten, an der
nähr.⸗schles. Grenze, 1422 m0; 3 KRm südwestl. der Kleine
.. 1323 m. — 4 Neisser S., s. v. w. Altvater.
5) Gipfel des I— Lösi m. — 6) Hoher S:
höchster Berg des Elbsandsteingebirges, auf böhm. Gebiet,
723 m sKarte; Brandenburg ic. I, 61. - )) Berg
im Böhmerwalde, bei Waidhaus, 748 m. — 8) Berg in
den Vogesen, bei Molsheim, 951 m.
Schneeberg, Bergstadt in der sächs. Kreish. Zwickau,
1805) 9086 E., Amtsgericht, Gymnasium, Lehrerfeminar,
Zpitzenklöppelmuster⸗, Klöppel-, Handelsschule; Maschinentickerei;
 Bergbau auf Silber, Kobalt, Wismut, Nickel,
Schwefelkies. Der Schneeberger Schnupflabat wird bes⸗
uch im nahen Bockau (s. d.) verfertigt.
Schneeblindheit, Hemeralopie.
Schnee⸗Gifel, s. Eifel.
rersogend wmn 6 Chionanthus.
neefloh, s. Springschwänze.
Schneegans, Karl Aug., elfüss. Schriftsteller und
bolitiker, geh. 8. März 1835 zu Straßbuͤrg, bis 1870
Zeitungsredakteur das., im Deutschen Reichstag 1877 579
Führer der Autonomisten, 1878 Ministerialrat bei der elsaß⸗
othring. Regierung, 1880 deutscher Konsul in Messina,
887, Generalkonsul in Genug, gest. das. 2. März 1888,
chrieb Novellen, „Aus dem Elsaß“ (1875), „Memoiren
i904), „Sizilien“ (2. Aufl. 1905) u. a.