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Schnellfliege, s. Raupenfliege [Abb. 1474].
Schnellfluß (von Baumt), Gemenge von 3 Teilen Sal—⸗
peter, 4 Teil Schwefel und A Teil Sägemehl; entwickelt
beim Anzünden Silberschmelzhitze.
Schnelltäfer (Elateridae), artenreiche Familie der fünf—
zehigen Käfer, mit großem, geipölbtem Brustschild, langen
Fuͤhlern und kurzen Beinen. Auf dem Ruͤcken
liegend, können sie sich iu die Höhe schnellen und
ac die Beine zurückfallen,. Larde vieler Arten
als Drahtwurm (s. d.) bekannt, namentlich die
des dunkelbraunen Saat⸗S. (Agridtes Uneltus
IAbb. 1668), die bes. im Fruüͤhliung jungen
Sflanzen sehr schadet. Zu den Sogehört auch Saat—
die inm trop. Amerika heimische Feuersliege (Cu⸗ schuell⸗
cujo, Pyrophorus), mit einer voachsgelden, im küäfer.
Dunbkeln heu lenchtenden halbkugeligen Auftreibung jeder—
seits am Rande des Halsschildes, gehene Art P. noc
tilons I. hraun, Larve im Mark des Zuckerrohrs; auf Kuba
Schnellkraft, Federtraft, s. Elastizität.
Zchnellot, s. Loͤten.
Schnellphotographie, amerikanische, s. Ferrotypie
Schneulpresse, Buͤchdruͤckmaschine, welche mittels Zy⸗
linders druckt und durch mechan. Kraft bewegt wird; Ti—
fiuder ist Friedr. König (s. d.). Die einfache S. leiste“
die zehnfache Arbeit (1000 14060 Abdrücke in der Stunde
von 2 geübten Handpreffendruckern. Die Druckform ruh
auf einem Fundameut, das unter einem Farbwerk hindurck
unter den Zylinder geführt wird, während gleichzeitig da—
selbst, durch Greifer geführt, der zuͤ bedruckende Boger
anlangt; derselbe wird bedruckt wieder abgeführt, und dat
Fundament, geht wieder zurück. Doppelmafchinen mi
2 Farbwerlen und 2 Zylindern (neueste Konstruktior
mit 1 Zylinder) bedrucken beim Ruckgaug einen zweiter
Bogen, liefern also die doppelte Anzahl in gleicher Zeit
sKomplettmaschinen bedrucken den Bogen auf beideu Seiter
während des Hin- und Hergangs. Für große Auflagen
(Zeitungen, Prospekte ꝛch werden Rotations- und Zwil
liugsrotationsmaschinen verwendet; dieselben drucken vor
Stereotypplatten, die um Zylinder gelegt sind, auf end—
losem Papier, welches zwischen den Stereotyp⸗ und Druck
zylindern hindurchgeführt, in Bogen geshuitten und meis
gefalzt ausgelegt wird, 1 96 000 Eremplare in der Stund
vierseitig Zeitungsformate. Zweifarbeumaschinen liefern
gleichzeilig zweifarbigen Druck mittels zweier Farbwerke
Zweitouren⸗ und Chromotypiemaschinen besitzen Zylinder
und Tischfürbung und führen deu Bogen mit der bedruck—
ten Seite nach oben aus, werden daher vorzugsweise zum
besten Illusträtionss und Farbendruck beuutzt
Schnellwage, s. Läuferwage [Abb. 1026).
Zchnellzüge, s. Eiseubahnzüge. J
Schnepfen, Schnepfenvögel (Scolopacidae), Familit
der Sumpfvögel, Jusekten und Würmer fressende, kosmo—
zZolitisch verbreitete Zugvögel, laufen geschickt, fliegen schnell
Vier Gruppen: eigentliche S., mit uur an der Oberschnabel⸗
spitze hornigem Schnabei: Wald-⸗S., Sumpf-S., Strand—
laufer, Sanderling, Kampfläuser; Wasserläufer, mit an
der ganggu Spitze hornigem Schnabel: Uferläufer, Wasser—
läufer, Brachvogel, Wassertreter, mit lappigem Saum an
den Vorderzehen: Wasserrreter; Stelzenläufer, mit bedeu—
tend verläugertem Lauf: Avocette und Strandreiter (4
die Einzelarlikel). — Boal. Ia neeunsere S.“ (1802)
Schnepfendreck, Waldschnepfe.
Schnepfenftrauß, s. Kiwi [Abb. 924)].
Schnepfenstrich, s. Waldschuepfe.
SEchnepfenthal, Erziehungsaustalt für Knaben ir
SeeGotha, füdwesil. von Goͤtha, am Fuße des Thüringe—
Waldes, I784 von Salzmann (s. d.) gegründet. — Vgl.
Festschrift“ (1889).
Schnepfenvogel, s. Schnepfen.
Schnepper, Schnüpper.
Schnepperer, Digten J. Rosenblut, Hans.
Schneuß, in der Vaufunst, s. v, w. pischblase.
Schneußen, s. Schneisen.
Schnierlach, Dorf und Kantonsort im Oberelsaß,
1905. 2095 6., Amtsgericht; Baumwollindustrie.
Schnin, preuß. Staͤdt, s. Znin.
Schnirkelscynecken, Schuecken schlechthin (elleldae),
artenreichste (über 10000) Familie der Lungenfenecken, kos⸗
mopolitisch verbreitete vandschnecken miß äußerer, meisl

suᷣli keln.
„as ganze Tier umschließeuder Schale und 4 Teuta
Ju zur d S. mit scheiben⸗, kegele oder ——
ormiger Schale, die durch einen Wiuterdeckel aus Ka
verschlossen wird, gehören z. B.
die große Weinbergfchnecke (M.
pomatis L.), Tier gelblichgrau,
Schale bräuulich, mit 5 dunkeln
Bäudern, größte europ. Land—
schnecke, gemein in Gürten, Wein—
bergen ꝛc., wird in Süddeutsch—
land ac. gegessen und in sog.
Schneckenguͤrten gezüchtet (ogl.
Schneider, 3. Auft. 1903); Gar—⸗ le gelb
enschnege . hortenis Inci Abb. 1680), Shalen
der gebändert, südwärts bis zu den Alpen; vainscpene
N. nomoäu ), ühnlich, wird in Italien zc, gegesen
ßaumfchnecke (Bufchschnecke, A. fructioum Mull.) an
ugelig, gelblichweiß bis rotbrauu, an feuchten Orten. —
den S, gehören außerdem die Acatschuecke, Zebenu e
Schließmundschnecke, Tönncheuschnecke, Berusteinschnecke c.
Schnittalgen, s. Bazillariazeen.
Schnittkohl, s. Blattkohl. ase⸗
Schnittiauich CAIIIum sGhoenopräsum L.), nnn q
lanze, deren Blätter als Zutat zu Speisen benuͤtzt werden.
Schnittsalat, s. Gartensalat.
Zchnittstanze, s. v. w. Lochmaschine.
Schnitzel, Rübenschnitzel, s. Zucker. he
Schnitzelijagd, diejenige Form der Parforcejagd,
er die Hunde sowie das Wild (der Fuchs) durch —
er. Jagdgesellschaft (des Feldes), die dährte aber dur⸗
hapierschnitzel dargestellt werden. a
—334 De ngresiecen s. Emin Pascha.
nitzerei, s. Bildschnitzerei.
Schnihzler, AÄrtur, dramat. Dichter, geb. 15. Pu
862 in Wien, lebt daf.; schrieb: „iebelei“ (1805), Ade
oild“ (1896), „Das Vermachtnis“ (1898), Rargcelsun —
Die Gefährten⸗, Der grune Kakadu“ (1809, „De,
ẽchleter der Bedtrite (1000), Vebendige Stunden
1901), „Der einsame 34. (1908) u. a. ud
Schnörr von Carolsfeld, Veil Hans, Maler
zeichner, geb. 11. Viat 176b4. zu Schneeberg, leit 1812
Sirektor der Leipziger Äkademie, geft. 30. April 1841. j
dein Sohn Ludw. Ferd. S. v. E., Historienmaler, 3
I. Okt. I788 in Koͤnigsberg Pr, Jest. 13. April b
ils Kustos an der Galerie des Belvedere zu Wien
Dessen Bruder Julius S. v. C. Historienmaler i
Illustrator, geb. 26, März 1794 in Leipzig, gest. 24. P
872 als Prof. der Akademie und (seit 1846) Direktor de
vemäldegalerie zu Dresden. Hauptwerke: Hochzeit zu Kang⸗
darstellungen aus dem Nibelungenliede in der Neuen I,
»enz [Tafel: Historienmalerei — Wandgeninde
ius der deutschen Kaisergeschichte im destsaalbau der Re⸗
idenz in Munchen, Illustrativnen zur „Bibel in Bildern
240Tafeln, 1882 62), zum Nibelungenliede, Kompo—
ilionen zu Glabgemalden iin der Paulstirche in London
1. a. — Dessen Sohn Ludwig S. v. C., dramat. Sanget
Heldentenor), geb. 2. Juli 1836 in, Munchen, seit 186
n Hoftheatet in Dresden, gest. das. 21. Juni 1866. 5
Sein Bruder Franz S. v. T., geb. 11. Äpril 1842 u
München, Oberbibliothekar in Dresden, verfaßte eine Wouo,
raphie über Erasmus Alberus (1803), gab 1874 -87 da
Archiv für Literaturgeschichte“ heraus.
Schnüffelkrankheit, s. Knochenerweichung.
Schnupfen (Ooryza), Katarrh der Nafenschleimhaut,
ie dabei entweder trocken, aber verschwoilen ist Stod
3.) oder sogleich einen dünnen, scharfen Schleim abseu
hert, entsteht meist durch plößlichen Temperaturwechsel, aud
enet gewisser Jufektionskrankheiten Masern,
Brippe) und bei der chronischen Jodvergiftung (Jod⸗s.)
äufig mit Fieber verbunden Schnupfensieber). Behand⸗
ung: Dampfbad, Einziehen von lauer Kochsalzlösung,
Schnupfpulper aus Neuthol und Kötain. VDer Stock-S.
anu auch auf Schleimhautwucherungen (Polypen), in der
Nase beruͤhen und erfotdert daun chirurg. Behandlung.
Schnupftabak, aus zerkleinerlen Tabakblättern ge—
vonneucs Schnupfmittel. Die mit der sog. Sauce gebeizten
Blätter werden einer Gürung unterworfen und dann ger⸗
chnitten, gemahlen (rapiert), gesiebt, angefeuchtet und in
Füfser bocr Bucsen vervadt.“ Staublabat (ungar. oder