Debröer Staub) ist ein trocknes Tabaksmehl und, wird erst
oor dem Gebrauͤch angefeuchtet. Dem S. werden oft zur Er—
pöhung des Niesreizes andere Schnupfmittel zugesetzt.
Scnur, alldentscher Rame jur Ehwiegerohter
Schnuraffeln Denn
Vas oder Chognatuaß,
Ordnung der Tausendfüßet,
nit je Iwel Beinpaarenan doielfuß.
eden Leihesring; Pflanzen J
neser. Hierhen die Schelenassel (Glomsris marginuta
VAillers), à Westdeutschland und Frankreich, und der Sand—
dietfug Emus vapulogs T. fAbb. 1660h), in gang Eu—
copa häufig.
Schnürboden, im Theater der durchbrochene Boden
über dem Bühuneunraum mit den Vorrichtüngen zum Auf⸗
iehen des Vorhangs, zum Dekorationswechsel, Flugwerk ec.;
m Seewesen Lin geschlossener Raum auf Werften, in dem
die Malle fur die Spanten hergestellt werden.
Schnuͤren, das schnurgerade erfolgende Hinterein—
inderfehen der Läufe (z. B. des Fuchses und Wolfes beim
sraben); Gegenfah shruuten f Schranh.
Zynürteber,. Leberentzundnug
Zwynur vhne Ende Seiltetcb. eb
Zoynurrenvsgel, die aetins is. d). lwien
Zamurjcheibe Schnurtrieb, s. Seilscheibe, Seil⸗
Sqchuurwvurmer (demoertini, Rynchocoela), Ordtung
 der Plattwürmer, bewimpert, mit ausstülpbarem
angem Rüssel vor dem Munde meist getrenut⸗
dentig Entwicklung mit oft komplizierter
delamidtphose Freischwimmende Meeresbe—
vohner bis auf den Land⸗S. (Geonemertes
nnoophors . Abo rog Rase
nit Stikett und Giftdrüse)), 12 mwelg., weiß,
—AI ausluͤudischer Treib⸗
auspflanzen gefunden,
Schoͤ Schob), japan. Hohlmaß, 1,804 1.
3 —2 — christl., gu Abesssnien gehöriges Teil— )
dnigreich Mill E. (Amhara und Gallad; gaut Hhunr⸗—
daudtstat Addis⸗Abebo. sosa. Sa
Schober, sov. w. Feimen (s. d. nebst Abb.
Sqchober, Thekla von, geborene von Gumpert, Jugend⸗
cthriftftederm, geb. 28. Juni 1810 in Kalisch, permählt seit
86 mit dem auch als Dichter bekaunten Legatibusrat
ang von SGeue eeshs hehttn Si 889
— April 307 in Dresden; schtieb: Töchteralbum
seit 854),, Herzoͤlättchens Zeitverlreib“ (feit 1856) ua.
Smyobergenpoer adl. Vocleite der Gohen Lalern
Ostalpene n e von Tirol, im Petzet 3288 mm hoch.
Ewobo (Chobo), Stadt in Tongking, am Song-bo
oder Schwarzen Fluß; r. Rebenfluß des Song⸗la).
Zyochet hebtd Sgächter h Scagteh
„Echoc, ene Aunzahl' von 60 Stück; 1 Groß⸗S.
4 Stuůd. berg (80s) 1362 6.
Zyocen (Schokken), Stadt im preuß Reg.sBez. Brom—
Shoddy (engl. ngady)ß, Kunstwolle h dy
Schofar, ein aus einem Widderhorn bestehen des Blas—
ustrumen der alten Hebräer, noch jetzt beim jüd. Tempel—
ienst in GebrangesSeset Muse54
Scofel Güd.adeutsch), wertlos, Schund.
Sqöffen (Schöppen, lat. Soahbrni), in der altgerman—
denchsereisst die Gerichtsbeisitzer, welche das Urteil
n fuden, die ve tmäßige Hegung des Gerichts zu über—
wachen und auf gucn ein allgemeines Zeugnis über
das Herkonmen abzulegen (Recht zu weisen) hätten; in
der neuern Strafprozeßordnung nach 1848 die Laien, welche
n Vemeinschaft at rechtsgelehrten Elementen die nieder—
n Surnten abzuurteilen hatten. Nach dem Deutschen
ctichtsverfaffungogeseh vom 27. Jau. 1377 (86 25-67)
deu die Schöffcugerichte am Sitz der Amtsgerichte ge⸗
sien den Amtsrichter zunt Vorsitzenden und zwei S.
u Beisthern; ihre Befugnis erxstreckt sich auf Aburteilung
on Polizeiͤbettreiungen und einzelner geriuger Ver—
gehensfuͤln Alljährlich wird durch einen voni Amts⸗
shter geleiteten Vertrauensmännergusschuß eine Jahres—
isle der füt vdas Geschaͤftsjahr erfordetlichen, Haupt⸗S.
gelegt, cbenfo ei solche der Hilfs-S., welche au die
Stele wenfallende Haupt? S. treten.
ʒEchofer, Peter, aus Gernsheim, geb. um 1425, von
eruf Schöuschreiber, Gehelfe Fuüsts wihreud desen Ber—

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Sch

indung, mit Gutenberg, später Teilhaber und Schwieger—
ohn Fusts in Mainz, gest. 1002 oder 15083, verdient um
zexbesserung des Buchdrucks. — Bgl. Roth (1892).
Schoitasch (aus dem franz. soutaohe), die tunst—
ollen Verschnürungen auf den Uürmelu und Beinkleidern
er ungar. Nationaltracht und der Husarenuniform.
Schokken, preuß. Stadt, s. Schoͤcken.
Schololade (Chocolade, aus dem mexik. choco —
häumen und atl Wasser), Gemisch von Kakao und
zucker mit oder ohne Zusatz von Gewuͤrzen und Arznei⸗
offen. kommt meist in Tafelform in den Handel, bildet,
nit Wasser oder Milch gekocht, ein nahrhaftes Getränk und
gird, zu verschiedenen Konditorwaren verwendet. Zur
Schokoladenfabrikation werden die Kakaobohnen geröftet,
uf einer Brech- und Reinigungsmaschine grob zerkleiuert
gebrochen) und von den Schalen befreit; dani auf der
dakaomühle und Walzmaschine fein geschliffen. Auf einem
dollergange (Melangeur) wird die Kakaomasse durch Mischen
nit Zucker in Schokoladenmasse verwandelt, die, in der
zntluftungsmaschine von eingeschlossenen Luftblasen befreit,
ann in Blechküstchen zu Tafelun geformt wird. Die gewöhn—
iche S. (Gesundtzeits⸗S.) besteht meist zur Hälfte aus Kakao,
ur andern Hälfte aus Zucker; bei geringern Sorten über—
viegt der Zucker (bis zu zwei Drittel). Zusätze von Mehl oder
*türke werden als Verfälschungen betrachtet.
ZSchokoladenbanni, s. Kakao.
ZSchokoladenpflaster, s. v. w. Mutterpflaster (s. d.).
Zcho koladenpulver, Schießpulver, s. Braunes Pulver.
Sohola (lat.), Schule; Scholar, Schüler, im Mittel⸗
ilter Student; in England Schüler einer Gelehrteuschnle.
Scholapur (Sholapur), befestigte Stadt in der brit.⸗
stind. Präsidentsch. Bombay, (1801) 75 288 E.
Scholärch (grch.), Schulvorstand; Scholarchät, Auf—
chtsbehörde einer Schule. sschaftsbeflissener, Schüler.
Scholast (Soholastieus, lat.), im Mittelalter Wissen⸗
Scholastiker, bei den Römern Lehrer der Bered—
amkeit; dann die Philosophen des Mittelalters, deren
rehre, die Scholastik (scholastische Philosophie), als Grund—
harakter die Beschränkung der philos. Untersuchung auf
ie Theologie hatte. Vorbereitet wurde dieselbe vom
bis 11. hr durch Scotus Erigena, Gerbert (Papst
Sylvester I), Berengär von Tours, Lanfrauc und An—
elm von Canterbury;, ausgebildet bes. durch den Mitte
es 12. Jahrh. von Roscellinus angeregten Streit der
dominolisten und Realisten (s. Nominalismus), der zu—
unsten der letztern entschieden ward. Die Theologie
hurde immer mehr Richtschnur und Negel der Philo—
ophie; letztere hatte nur die feststehenden Glaubenslehren
u begründen uüd in ein System zu bringen („die Philo—
ophie die Magd der Theologie“), und hierzu wurden
n eheer Weise die Logik und Dialektik des
lrifioteles angewendet. Hauptvertreter der Scholastik sind
lexander von Hales, Albert d, Gr., Thomas von Aquino
nd Duns Scotus. Die Mystik und die Streitigkeiten
inerhalb der S. im 14. Jahrh. (Thomisten und Scotisten)
ührten den Verfall der Scholastik herbei; wieder auf—
cnommen wurde ihre Lehre in den Jesuitenschulen. —
zgl. Kaulich (1863), Stöckl 1864 66), Liliencron (1876),
Verner (4 Bde., 1881-87), pon Eicken, „Geschichte uud
zystem der mittelalterlichen Weltanschauung“ (1887).
Scholastikus (lat.), in Kollegiate und Domkapiteln
er Aufseher der Stiftsschule; Scholastika, lehrende Noune.
Schollen (grch.), die Anmerkungen der alten Gramma—
iker zum Tert der griech, und röm. Schriftsteller. Scho—
iast, Berfasser von S A
Schöll, Adolf, Archäolog und Kunstschriftsteller, geb.
. Sept. 1805 zu Brüun, seit 1861 Oberbibliothekat zu
Weimar, gest. 26. Mai 1882; weröffeutlichte: „Goethes
Zriefe an Frau von Stein““ (3. Aufl. von Wahle, 1900) 2c.
Edhne: Rudolf S, geb. 1. Sept. 1844 zu Weimar,
876 — der Philologie zu Straßburg, seit 1885 iu
München, gest. das. 10. Juni 1893; Friedrich S., geb.
. Febr. 1880, seit 1877 Prof. der Philologie zu Heidel⸗
erg, Mitarbeiter an der großen Plautusausgabe.
Schöll, Marim. Samson Friedri, Diplomat und Schrift⸗
teller, geb. 8. Mai 1766 zu Harskirchen (Nassau), seit
8189 Geh. Oberregierungsrat zu Berlin, gest. 6. Aug. 1833
u Paris; schrieb: „Cours dehistoirsé des états euro-»ésnus“
 (46 Bde. 1830 —86) u. ag.