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Schollen, Plattfische, Seitenschwimmer (Pleuronoe-Adas),
 Familie der Weichflosser, seitlich stark zusammen—
gedrückte, sehr hohe Fische von unsymmetrifchem Köͤrper—
bau, mit einer bunten, die beiden nebeneinander getretenen
Augen enthaltenden, und einer weißen, blinden Seite.
auf der sie am Boden liegen. In allen Meeren ver—
tretene räuberische, nhtuchende Fische, deren Fleisch ge—
schätzt wird. An den europ Küsten vertreten sind: Heit—
butt GRiesen⸗S., Pferdezunge. Hippoglossus vulgaris
lem.), größte Art, 130 1g.;3 Steinbutt (Turbot,
Rhombus maximus Cup.), schuppenlos, mit Knochen
warzen; Glattbutt (Brill, K. Revis Rond.), mit glatten
Haut; unechte Kliesche (Hippogiosaotdos Umandotde
Gunth.); Flunder (Buit, Sanbbuti Elbbutt, Pleuronéctes
flesus L. Tafel: Fische I, 99); gemeine S. (Goldbutt,
Mai⸗S. Glattbutt, Platteis, P. plateasa T.), braun, goid—
gelb gefleckt; echte Kliesche (P. Umanas L.); Hundszunge
Aalbutt, Pole, Motzunge, B oynoglocsus L). Zur Gattg.
Sohle (Scezunge, Zungen-S., Soisa), von Alänglicher,
zungenfoͤrmiger Gestalt gehört die gemeine Seezunge
Zunge, Sole, Solsa-vulganis Qꝛensed).
Schollenbrecher, eine Art Ackerwalze, zusammen—
gesetzt aus eisernen Scheiben, deren aͤußerer Umfang und
Seitenwangen mit prismatischen Zähnen besetzt sind.
Schöllenen, Felsschlucht im schweiz. Kanton üri, von
Böschenen bis zum Urner Loch von der Reuß (vderüber
die Teufelsbrücke) und der Gotthardstraße durchzogen.
Schökraut, Pflanzengattge s. Choudoniu
Schöllrrippen, Dorf im bahr. Reg.-⸗Bez. Unter⸗
ranken, an der Kahl, (1905) 1049 6. Amtsgericht.
Scholong (Cholon), antonome Stadt in Kotschinchina,
vestl. von Saigon, (1801) 122 132 6.
Scholten, Joh. Heinr. niederland. prot. Theolog, geb
17. Aug. 1811 zu Zleuter bei Utrecht, 184381 Prof
zu Leiden, gest. 10. April 18880; Hauplvertreter der freien
kritischen Theologie in Holland BHoauptfchriften; Die
Lehre der reform. Kirche“ (2 Bde., 4 Aufl. 1861; deutsck
1865), „Gefchichte der Religion und Philosophie (3. Aufl
48683; deutsch 1868), „Einleitung zu den Schriften des
N. T.“ C. Aufl. 1856; deutsch 1886),, Der freie Wille⸗
(1859; deutsch 1870. — Vgl Kuenen (1885).
Scholtz, Julius, Geschichtsmaler, geb. 12. Febr. 1828
in Breslau, seit 1874 Prof. an der Äkademue zu Dres⸗
den, gest. 2. Juni 18935 Hauptbilder: Gafimahl' der Ge—
uerale Wallensteius (Karlruhe), Freiwillige vor Friedric
Wilhelm II. (Breslau und Berlin)
Scholz, Adolf von, preuß. Staatsmann, geb. 1. Nov
1883 in, Schweidnitz, 1879 Unterstaatsfekretär, 1880
Staatssekretär im Reichsschazamt, 188280 preuß. Finanz⸗
minister, 1883 in den Adelsstand erhoben.
Schömann, Georg Friedr. Philolog, geb. 28. Juni
703 zu Stralfund, gest. 28. Matz 1879 als Prof, zu
Breifswald; dei „Griech. Altertümer“ (8. Aufl.
1817 733 4. Aufl. von Lipsius, 1807 fg.).
Schomberg, Friedr. von, General, geb. Dez. 1615
zu Heidelberg, trat 1650 in franz. Dienste, 1678 Herzog
und Marschall, 1687 brandenb. Generalifsimus und Staais
minister, später in holländ.— Kriegsdiensten, fiel gegen Ja—
kob I. 1. Juli 1600 am Boyne in Irland.
Schümberg. 1) S. in Schlesien. Stadt im preuß.
Reg.⸗Bez. Liegnitz, nahe dem Adersbacher Felsen, (1900)
1853 E. Amtsgericht. — 2) S. in Wuͤrttemberg, Stadt
m würitemb. eeree (1905) 1267 E.
Schomburgk, Sir Rob Herm., Reifender und Natur—
forscher, geb. d. Jun 1804 u Frehburg a. d. Unstrut,
bereiste 1833809 und 1840 41 Brit.⸗Guahang, 1848 -57
hrit. Konsul in Santo Domingo, 1867 64 brit. General—
onsul in Bangkot, gest 11. März 1865 in Sqhöncberg bei
Berlin; Description of Britisn Guiana“ (deutsch
1841), „Reisen in Guahang nnd am Orinoco⸗ (1841)
Ietorꝝ otf Barbagosꝰ AsaAn) u. a. — Sein Brudet
wichard S geb. 8. Ott. 1811 bereifte 184044 Brit.-Buayang,
 seilk 1868 Direktor des Botan. Gartens zu Ade—
aide in Australien, gest. 208. Marg 18013; schrieb Reifen
in Brit.x Guayang 1810 6 Bde 1847 - 48) u. a.
Schomlau, deutscher Rame von Somlyovasärhely.
Schon Son), r. Rebenfluß des Ganges, entspringt im
Hochland von Amarkantal (Gondwana), mundet nach
744 km ovberhalb Palma.

3 843 — ichnet
Zchön, wichtiger Begriff für die Kunsttheorie, bezeicht
ie innige S und das harmonische iem
ewicht der geistigen Zdet und der sinulichen erhee
Zchöne ist das verwirklichte Ideal. Die Lehre vom —
st die Asthetik. Schoöͤne Kunste, s. Kunst. Z,
Wissenschaften (frz. Beiles lettros), früher die Dich u
ind Redekunst (s. Belletristik); ESchöngeist Gu.
»8sprit), wer fich vorzugsweise damit * —
Zeele nach Rousseau in der „Neuen Heloise und e
— das moralis⸗
thetisch feinfühlende Gemüt.
Schön, Heiur. Theod. von, preuß. Staatsmann,
0. Jan. 1773 zu Schreitlauken (Litauen), 1809 Inepr 7
—— Oberprasident ae
Ist- und Westpreußen, trat den reaktionären Ten de
des Adels entgegen, 1840 zugleich Staatsmivigeer, 93
23. Juli 1886 anf Ärnon bei Königsberg. — Bgl.
en Papieren des Ministers von S (187688).
ZSchön, Mart., Maler, s. Schongauer.
Schonaich, Geschlecht, s. Carolath-Beuthen. d. gr.
Schönau. 1) S vbei Geidelberg, Stadt im wy 3
Zeidelderg, im Odenwald, an der Steinach, (1905)2 5
2)Sm Schesten, Kreissiadt, im hreußz Regen
Liegnitz, an der Kahbach, (1005) 1706 E., 8
abei Dorf Alt-S. 815 E., 2 z3) 8. 4m Wie
at, Amtsstadt im bad, Kr. Lörtach, im, Schwarzwalo,
n der, Wiese, (1905) 1912 E., Asecgerdt 80 Er:
Schönbach, Stadt in Böhmen, am S., (1000) 41
Jastrumenten- und Saitenfabrikation. 18as zu
Schönbach, Ant., Germanist, geb. 29. Mai 18 85
Numhburg (Böhmen), seit 1878 Prof. in Graz; ue
Walter von der Vogelweide“ (2. Aufl. 1888), u
dartmann von Aue“ (1894),, Das Christentum in
ldeutschen Heldendichtung“ (18075, über Lesen
tzildung“ (6. Aufl. 1900) u. a. alt⸗
Schöͤnbart, entstellt aus dem ältern Stchembart
ochdeutsch szeema, Larve), Maske mit Bart; —
aufen (Schönbarispiel), Faftnachtsmaskenumzug der
Vyne in Nürnberg (bis 1539). Oti.
Schöndein, Ehristicn Friedr, Chemiker, geb. 48.
799 in Metzingen (Württemberg), seit 1828 —5
Basel, gefi. 29.“ Aug. 1808 in Baden- Baden, ent vn
ie Passivitüt des Eisens, das Ozon, die Stießbaugg
vollc, das Kollodium u.a. — Bal. Bagenbach (1868),
dahlhaum und Schaer (1899). uß.
Schönberg. 1) S. in Holstein, Dorf im 1535
Neg. Bez. Schleswig, Arm von der Kieler Föhrde, 7
b88 E. Amtsgericht an der Kuste Neu⸗S. und Sch
zerger Strand (102 E.), Seebad. — 2) 8. in Megtenvurg
Hauptstadt des Fürstent. Ratzeburg, an der ane
856 E., Amtsgericht, Realschule. — 3) S. in der O *
ausitz, Stadt im preuß. Reg.⸗-Bez. Liegnitz, am Rotwas
1302 F. — 9 S. in Westpreußen, Dorf im preuß. 3
Bez. Danzig, 448 E.; dabei die Schönberger Berge,
kdurmberg 8331 m hoch. zuber
Sconverg, Sladt in Mähren, MährischeSchönbetg
Schönberg, Gust. Friedr. von, Nationalökonom, *
J. Juli 1839 in Siettin, seit 1872 Prof. in — —
Zergusgeber des „Handbuchs der polit. Okonomie“ (4. Aufl.,
vBVde., 180619
Schoͤnberg von Brenkenhof, s. Brenkenhof- zed
Schönboru, Johann Philipp von, geb. 1605, 45
rürsibischof i Wuͤrzburg, 1647 Erzbischof und Aumtin
son Mainz, gest. 1673. — Bgl. Menb (1886), 3
Isob). derfelben Familie gehört an griedrich, Gr
3., österr, Staatsmann, geb. 11. Sept. —A
1881 Statthalter von Mähren, 1888 983 Justizminist
atdem Vit dent des Verwaltunagertohes des
Zruder Frauz, Graf S., Primas don Boͤhmen, —*
24. Jan. 1844 in Prag, erst Offizier, 1873 Prie *
sss Bischof, on Vudeis. isds durst- Erzbischof oot
Prag, 1889 Kardingl, gest. 25. Juni 1899 in —2
Schönbrunn, kaiserl. Lustschloß südwestl. von Big
Karte: Osterreichisch-Ungarische Monarchie I —
inter Kaiser Leopold J. nach Plänen von Fischer von Er 9
jegonnen, von Maria Therefiag 1741 50 ausgebaut, g
zroßartigen Partanlagen. Auf der Höhe des Schönbrunn
Zergs die Gloxiette mit Kolonnade. Hier wurde 26. b3
808 der Preßburger Friede bestätigt 14. Okt. 1809