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und Urgeschichte“ (Z. Aufl. 18900), „Victor Hehu“ (1890),
„Reallexikon der indogerman. Altettumskunde“ (1901) ⁊.
Schrader, Wilh. Pädagog, geb. 5. Aug. 1817 in
Harbke (Prov. Sachsen), 1848 und 1840 Mitglied des
Parlaments in Frankfurt a. M., 1886 Propinzialfchulrat
n Königsberg, 188873 Vorsitzender der wissenschaftlichen
Prüfungskommisfion, 1888 1802 Hurator der Unwersilät
Halle; schrieb „Erziehungs⸗ und Unterrichtslehre fůr Gym⸗
nasien und Realschulen“ (5. Aufl. 1889), „Geschichte der
Universität Halle““ (1894) u. a.
Schraffent, Bergichraffen, die die verschiedenen Nei—
zungen andeutenden Striche in den Bergzeichnungen (s.
Terrainzeichnung).
Schraffierung, Schraffür (vom ital. sgrafflare)
die Bezeichnung der Helligkeitswerte in Zeichnungen, Kupfer—
stichen, Holzschnitten, Lithographien ec. durch nebeneinan⸗
der gesetzte mehr oder weniger starke Striche; meist mit
Schraffierapparaten und Schraffiermaschinen hergestellt
— In der Wappenkunde die Bezeichnung der herald
Farben in nichtfarbig ausgeführten Wappenabbildungen
durch Striche in verschie dener Richtung oder Punkte sTafel:
Wappenkunde J,32-X].
Schram, ein schmaler Einschnitt in das Gestein;
schrämen, einen S. in das Gestein hauen, um die Los—
trennung zu erleichtern, ausgeführt mit Keilhaue, Schräm⸗
spieß oder Schrämmaschine (f. v.).
Schramberg, Stadt im württemb. Schwarzwaldkreis
im Schwarzwald, an der Schiltach, (1008) 9820 de Schloß,
2 Realschulen, Uhrenmuseum.
Schramm, Anna, Schauspielerin, geb. 8. April 1840
zu Reichenberg (Böhmen), seit 1861 Soubrette am Wall—
nertheater, seit 1880 ani königl. Schauspielhaus in Berlin
für das ältere komische Fach.
Schrämmafchine, im Bergbau Maschine zur Her⸗
tellung von schmalen Einschnitten im Flöz behufs Abloͤsen
möglichst kompakter Kohlenftücke, besteht aus einem mit
nelirtswadetnen besetzten Rad, welches, während es
rotiert, au sienen gegen
is i baneeeen —
Schrank, dersenkrechte
Absiaud Rob. 1664. —— 8—
der parallelen Linien, die 1664. Schrank.
beim Ziehen des Edel—
wildes durch das Setzen der rechten [b, d] und linken sa, e
Läufe schräg nebeneinander (schränken; Gegensatz: schnüren
. d) entstehen.
Schranken (der), in Wien das Parkett der Börse.
Schränken der Sägezähne, s. Sägen; in der Jäger
prache, s. Schrank.
Schränker, in der Gaunersprache s. v. w. Einbrecher
Schranne, eingegitterter Raum, wo etwas verkauf
vird, bes. Getreidemarkt; auch Platz, auf dem etwat
verhandelt wird (Gerichts⸗S.). [(1906) 2088 E
Schraplau, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Merseburg
Schrapunell (engl. Shrapnel), Granatkartätsche
mit kleinen Kugeln gefülltes Hohlgeschoß; außerdem mit
Sprengladung und Zeitzünder versehen, um das Geschof
kurz vor dem Ziel in der Luft zum Krepieren zu bringen
S. Bodenkammerschrapnell und Ruudschrap⸗
Schratsegel, s. Segel. snell.)
Schratten, s. Karrenfelder.
Echrattenkalk, s. v. w. Hippuritenkalk.
Schratz, Schrätz, Schrützer. sJ. Barsch.
Schrauben, Bestandteile von Maschinen
und Geräten, dienen zur Herstellung lösbarer
Berbindungen (Verbindungs-⸗S. Befesti-⸗
gungs·S.), zur Ausübung von Druckkräften (Druck-S.)
zur Übertragung von Bewegungen Gewegungs-S.) u. a
Die S. besteht aus der Schraubenspindel oͤder Scrauven
bolzen und der sie drehbar umschließenden
Schraubenmutter; der Bolzen trugt am
Ende in der Regel einen Kopf sAbb. 1666; 2
d. Bolzen, x Kopf, m Mutters. Das —
Profil des Schraubengewindes, welches 1666. Schrauoen⸗
überall in demselben Winkel ansteigt, ist een en
bei der scharfgngigen S. ein Dreiec Abb,
166 al], bel der slachgängigen S. ein Rechteck [bJ. Die
Größe, um welche das Gewinde bei einem bollen Umgang
der S. in Richtung der Schraubenachse fortrückt, heißt Stei

IMiz 3 ie Schrau⸗
ung (Steighöhe, Ganghöhe). Der Kopf und die Schrau⸗
enmutter siud dußen meist sechskantig, öfters auch —
ig; zum Anziehen schwerer S. dient der Schraubens suane
d zumn Ainiehen mit der Hand, magt man 8
nutiern f. unter Feiltloben (Abb. 3681). Das
elbsttätige Lösen von Befestigungs-S. wird
zurch Schraubensichernugen verhindert; am
neisten durch einen über der Mutter durch den
Bolzen geschlagenen Splint (Spließstift) oder
urch eine anf demselben Bolzen fest ange— —
sogene zweite Mutter (Stell-⸗ Gegen-oder 667. Holz⸗
dontermutter). Holz⸗S. (zur Befestigung in schraube.
zolz) dhaben fchwach konischen Bolzen [Abb. aitels des
16671; ihr Kopf hat einen Schlitz zum Anziehen mi 307
Schraͤubenziehers S. vhne Ende.Zahnräder [Abb.1
u die Schiffs-S. s. IJI
chraubenbakterie, s. Spirillum.
Schraubenbohrer, Gewnrebohrer, ———
imenenn zum Einschneiden von Schraubenge
m Muttern (Mutterboh⸗ J 9
ahee n einer Apra V 9
wach konisch gearbeiteten enbohrer.
—————— an wel⸗ asss. Sechraus des Ge⸗
ser durch Längsuuten Schneiden vou der Form de
eindequerschnifts gebildet sind [Abb. 1668).
Schraubendampfer, s. Dampfschiff. it
dchraubensueger, Fluͤgapparat, s. Flugte huitin⸗
bchraubenhornziege, s. Ziege und Tafel:
che Tierwelt, 1. auben.
Shrauvenkopf Schraubenmutter, ..Sgrgute
ẽgraubenpropeller, enigesastaube ein vrge
ür Dampfschiffe, Petroleummotorboote und elektr. r
zestehend aus 224 Flügeln, die sara gestellt auf ein iß
neinsam horizontalen Welle sitzen, bei —
ie Schraubenflugel durch Reattion, das Schiff y 8*
reiben. Erfinder des S. ist Jof. Ressel (s. d. und 33
Schraubenräder, s. Zahnrader — n
Schraubenfchlüffel, abnehmbare Handgriffe zum
ehen und Lösen von Schrauben; sie passen entweder n

1669. Schraubenschlüssel. qur
einer bestimmten Schraubengrößze Abb. 1669 b] oder n—
erschiedene Schraubengrößen einstellbar ntwersatgenn hen
kingländer, franz. Schlüssel ec. IAbb. 1669 u1: durch
»on a wird die Maulweite verstellt; das
hräge Maul e dient zum Fassen versteckt
egender Schrauben).
ZSchraubenspindel, s. Schrauben.
Schraubensteine, s. Seelilien.
Schraubknecht, eine große Schraub⸗
zwinge (s. d.).
Schraubstock, eisernes, an der Werk⸗
bank befestigtes Werkzeug zum Festhalten
der Arbeitsstücke während der Bearbei—
tung. Das Maul zu deren Aufnahme *
besteht aus einer festen und einer beweg⸗ 1670 Flaschen⸗
lichen Backe; die lehtere bewegt sich ente schraubstock
weder bogenförmig (FlaschenS. fAbb. S.ist
1670)) oder parallel (Parallel⸗S.). Ein kleiner Hand Ssp
der Feiltloben(f. d. sAbb. bo8) und Reiftloben fAbb. 1*
Schraubzwinge, Leimzwinge, Werkzeug ( 7 —
zum Zusammenhalten von Arbeitsstücken wäh⸗ S 6
zend der Bearbeitung, besteht aus einem höl- J
zernen oder eisernen Bügel, purg dessen einen 5
Schenkel eine Schraube geht [Abb. 1671]. —7
Schraudolph, Johs. von, Historienmaler, I
geb. 13. Juni 1808 zu Oberstdorf im Allgäu, J—
Jest. 31. Mai 1879 in München; Kartons zu gud
Blasgemälden, 1844 —63 Ausmalung des DA.
Doms zu Speyer, neutestamentliche Staffelei⸗ S hraub⸗
bilder. — Sein Bruder Claudius S., geb. winge.
1813, gest. 1891 als Direktor der Kunstschule 1848
in Stuttgart, und sein Sohn Claudius von S. geb, aic⸗
in München, 188394 Ditektor der Kunstschuͤle in S
zjart, gest. 4. Jan. 1902, ebenfalls Maler.