Schrauf, Albr. Mineralog, geb. 14. Dez. 1882 in
Wien, seitt 1874 Prosf. und Vorstaund des Rineralog.
Ruseums daf dest das. 20 Ron 1s07; shrieb Seht
uch det physik.“ Mineralogie“ (1i866 —68), Bandbuch
der Edelsteintunde⸗ (1868) u. a.
Schreber, VDaniel Goullieb Mor., Artgehn 15. Okt.
8os in Leipzig. Leiler einer orthopäd. Heilanstalt daß
jest. 10. Rov Bar; schrieb: „Airziliche Zimmergymnastik—
28. Aufl, 1004),Bug der Erziehung“ (8. Aufl. 1800).
Schreck, Guslab, Komponist! geb. 8. Sept. 1849 in
deulcurode, feit 1893 Kautor an der Thomasschule zu
Leipzig, schtieb Munnerchöre, ein Oratorium („Der Auf⸗
Lieder ꝛc. 18
recke, Hohe, Bergzug, s. Finne.
oreten Goolog.), —— — S. (vom Wild),
Schmälen.
Schreckenberger, Münze, s. Engelgroschen.
Swcreckfarben, Ekel⸗, Warn⸗ oder Warnungsfarben,
die bunten Farhen der Tiere, die nicht auf nachahmende
noq Ibsehtune Zuchtwahl zurückgeführt werden dönnen
ind sich dei giftigen oder sonst uͤngenießbaren Formen
inden, diese von vornherein als solche kennzeichnend.
„Sqcregchorn, Kleines und Großes, zwei Gipfel des
rinsteraarhornsiocks im Kanton Bern, 3497 und 4080 w.
ZSchreghörner, s. Dinozeralen.
2qregvogei, s. Piornis.
Schreibbiei, s. v. w. Graphit.
Schreiberhau,- Dorf und Luftkurort im preuß. Reg.⸗
dez. Kiegnitz, inm Zackental, höchsten Ort Schlesiens (630 w),
ob) ae E. Lehrerheim Glasschleiferelen (Fosephinen⸗
jütte vwBol. Winkler (4. Aufi 180).
Schreiberfit, Phosphornickeleisen, stahlgraue, stark
aenee Blattchen von schwankender Zusanmmensetzung,
be tandteil des Meteoreisens, wird von Sauren nuͤr
dwierig angegriffen; verursacht daher die Widmannstätten⸗
chen Figuren (s. Meteorsteine).
Schreibkraupf, Mogigraͤphie, Cheirs · oder Grapho⸗
pasnius, krampfhafte, oft lähmungsartige Störung der
tim Schreiben täligen Muskeln und Nerven der Hand und
r Finger, gehört'zu den Beschästigungsneurosen (f. dy.
vorbeuung durch Benutzung rauher, dicker Federhalter
zud weicher Fedein. Behandlung; galvanischer Strom,
Nassage und Heilgymnastik. — Vgl. Nußbaum (1882 u. b.),
Wolff e. Angt o Borcherde (18009
Schreiblesemeihode, vesen.
Schreibmafchine, Thpenschreiber, ein das Schreiben
etzender Stempelapparat, dei welchem mittels einer
dlavlatur oder eines Einzeltasters einzelne Stempel
nacheinander auf dem Papier zum Abdruck gelangen,
ihrend —
sta enweite fortrückt. Die Leistung der Klaviaturmaschinen
egenüber dem, Schreiben, mit der Hand beträgt das
.Bfache Eintaftermaschinen arbeiten bedeutend Jlang⸗
amer und sind nur wegen ihrer Billigkeit bisweilen noch
in Gebrauch. Die erste brauchbare S. wurde von den
amerik. Buchdruckern Sholes und Soule in Gemein—
hhaft mit dem Mechanter Gubdden erfunden Tpatent
don 1867); aus derfelben entwickelte sich der Remington
andard Pype Writor. Gegenwärtig gibtes solgende
—5 von Klaviaturmaschinen: a. mit Typenhebeln
Batlock, Brooks, Caligraph, Chicago, Cleveland, Con⸗
inental, Densmore, Dupler, Elliot und Hatsch-Buch⸗S.
ẽnglish, Fitch, Franklin, Ideal, Jewett, Monarqh, Oli—
ver. Pittsburg, Polygraph, Remington, Smith Premier,
ndermood Wintams Hoth dm —3 Adler
rig o. mit Typenrad, Typenzylinder oder Typeu⸗
tor (Blickensderfer, Craudall, Hammond, Keystone,
Munson, Victoria). Gegenwärtig legt man mehr als
onft Wert darauf, daß wuhrend des Ardeitens die Schrift
iichtbar ist Sa nt fichtbater Schrift⸗)
Schrein (pom lat. gorininn), hölzerner Behälter,
Schrank; daher Schreiner, s. v. w/ Tifchler.
Schreiner, Slive engl Schriftstellerin, Tochter eines
uth. Geistlichen in Kapstadt, heiratete 1894 den Kolonisten
onwright, veröffentlichte 1883 in England „The story
otan Africun tarm“ unter dem Ramen Ralph Iron,
8091 die Parabelsammlung „Dreams“, 1893, Dream
lits and roai life“, 1887 die Erzühlung „Trooper Peter
Jalxet or Manrana4.7

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Sch

Schreitwanzen, s. Raubwanzen.
Bchreivögel (oiamatdres), Unterordnung der Sper—
ingsvögel, mit unvollkommeiiem Stimmapparat, meist
amerik. Bögel. Hierxher die Fruchtvögel, Tyrannen ꝛc.
Schrenudck, Karl, Freiherx von, bayr. Staatsmann, geb.
7. Aug. 1806 zu Wetterfeld bei Cham, 184647 bayr.
zustizminister, 1849 Regierungspräsident von Niederbayern,
859 -64 Minister des AÄAußern und des Handels, dann
Besandter beim Bundestag bis 1866, Mitglied des Reichs
ats, gest. 10. Sept. 1884 in Wetterfeld.
Schrenck, Leopold Iwanowitsch, Naturforscher und
Teisender, geb. 24. April 1826 im Gouv. Charkow, be—
eiste 1884 56 Ostsibirien und Sachalin, gest. 20. Jan.
1894 in Petersburg; schrieb: „Reisen und Forschungen
m Amurlande“ (4 Bde., 1889 -02).
Schrenzpapier, dünnes Packpapier, in kleinen For—
naten aus groben, ungebleichten Lumpen verfertigt.
Schrey, Ferd. Stenograph, geb. 19. Juli 1880 in
berfeld, Exfinder einer vereinfachten Stenographie, 1887
nit der Stolzeschen zu dem System Stolze-S. berschmol⸗
en, Verfasser mehrerer stenogr. Schriften.
Schreyer, Ad., Maler, geb. 9. Juli 1828 zu Frank⸗
art a. M., gest. 30, Juli 1898 in Crouberg; Hauptbilder:
Valachische Post, Arab. Vorposten, Halt in der Oase,
daiserl. Knrier; auch Kriegsszenen.
Schreyvogel, Jos., Schriftsteller unter dem Namen
West, geb. 27. Mürz 1768 in Wien, seit 1814 Drama—
urg am Burgtheater, gest. das. 28. Juli 1832, bekannt als
Bearbeiter e Dramen. „Tagebücher 181023 (1803).
Schriesheim, Marktflecken im bad. Kr. Mannheim,
in der Bergstraße, (1900) 2990 E., Luftkurort.
Schrift, die Darstellung ganzer Worte oder einzelner
zaute bestimmter Sprachen durch sichtbare Zeichen, ent—
vickelte sich allmählich aüs der Bilder-S. (s. d. und Hiero—
Iyphen) und Wort⸗S. CDarstellung der Wörter durch Bilder)
ut Silben⸗S. und Buchstaben-S. Man keunt drei Schrift⸗
uellen: 1) die chines. S., 3) die westasiat. Ur⸗S. (Keil-3.),
 8) die ägypt. dierogpen·s aus denen alle andern
5. herworgingen. Die älteste Richtung der S. war von
ben nach unten und von rechts uach links; die rechtsläufige
5. trat erst spüter auf, bes. bedingt durch das neue
Schreibmaterial Tafel: Literatur I. Kapitalfchrift heißt
ie bes. zu Inschriften gebrauchte große lat. S. im Gegensatz
ur abgerundeten, bequemern und gebräuchlichen Unzial—
chrift.“ (S. auch Schriften.) — Vgl. Wuttke (1872 78),
zaulmann (2. Aufl. 1880).
Schriftblindheit, s. Sprachstörungen
Schriften, Lettern, Typen, im Bugdruck die ver⸗
chiedenen Schriftsorten. Nach dem Kegel (s. D.), untercheidet
 man in aufsteigender Reihe. Diamant, Perl, Non⸗
areille, Kolonel, Petit, Bourgeois (Borgis), Garmond oder
dorpus, Cicero, VMittel, Tertia, Text, Voppelcicero ec.;
ie noch größern Grade werden jetzt nur nach typogr.
hunkten et Deutsche S. nennt man Fraktur,.
re Antiqua und diese, weun schrügstehend, Kursiv.
Schrifterz, s. Sylvanit.
Schriftflechten, s Graphideen.
Sschriftgelehrte (hebr. Soferim) die Sammler, Er⸗
znerer und Lehrer des „Gesetzes“ im nachexilischen Ju—
enlun, die die Priester allmählich an Einfluß überholten
md die eigentlichen Autoritäten des Judentums wuͤrden.
S. Jüdische Literatur.)
Schriftgießerei, die Herstellung von Drucklettern
us Metallegierung (Schriftzeug) durch den Guß in Ah⸗
chlägen Matrizen) der Schriftstempel vermittelst des
Zießinstruments. Die gegossenen Buchstaben werden nach
lbbrechen des, Angusses, Schleifen uud Abhobeln fertig
semacht. Größere Quantitäten werden nicht durch Hand,
uß am Gießofen hergestellt, sondern durch die vermittelst
ines Pumpwerks wirkende Schriftgießmaschine, die durch
zand⸗ oder Kraftbetrieb bewegt wird. Für den Guß
Alsprechend großer Quantitäten dient die sog Kompleit
ießmaschine aee und Fertigmachmaschine), welche
jebrauchsfertige Typen erzeugt.
Schriftgut, s. v. w. Letterumetall (s. d.).
Zchriftkegel, s. Kegel. I[(. d.).
Schriftmasse, Schristmetall, s. v. w. Letternmetall
Schriftvergleichung (Comparatio Utterarum), im
Zrozeß die zum Zwecke des Beweises vorzunehmende Ver—