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gleichung der Schrift einer Urkunde, deren Echtheit oder
Unechtheit bewiesen werden soll, mii der Schrift von Ur—
kunden, welche anerkaunter- oder erwiesenermaßen von
dem augeblichen Aussteller der strittigen Urkunde her—
rühren. (Deutsche Zivilprozeßorduung 8 441 und 442:
Strafprozeßordnung 8 93.)
Schriftzeng, s. v. w. Letternmetall (s. d.).
Schrimm, Kreisstadt im preuß. Reg-Bez. Posen, an
der Warthe, (1905) 6571 E. Amtsgericht, Gyninasium.
Schritt. Der militär. S. hat in Deutschland 80, in
Hsterreich 76 m Länge; von der Infanterie werden im
gewöhnlichen Marsch 114 S., im beschleunigten 120 S.
n der Minute, ini Lauf⸗S. 1Rm in7 Minuten zurück⸗
gelegt. Zur Einübung des militär. S. dient der langsame S
Schrittzähler, s. Wegmesser.
Schrobenhaufen, Bezirksstadt im bayr. Reg.-Bez
Oberbayern, an der Paax, (1905) 3374 E., Amtsgericht
Schrobnetz, s. v. w. Baumschleppnetz.
Schröckh, Joh. Matth., luth. Theolog, geb. 26. Jul'
1733 zu Wien, 1762 Prof. in Leipzig, 1767 in Witten⸗
herg, gest. das. 2. Aug. 1808; Hauptwerk: „Christl. Kir⸗
chengeschichte“ (35 Bde., 1768 -1808), als Fortsetzung
Kirchengeschichte seit der Reformation“ (10 Bde. 1804fg.)
— Vgl. Tzschirner (1812).
Sqhroda, Kreisstadt im preuß. Reg.Bez. Posen, ar
der Cybina, (1905) 6653 E., Amtsgericht.
Schroeder, Eduard Angust, eeme und So⸗
ÿolog, geb. 25. Mai 1852 zu Teschen, seit 1888 das
Direktor der Handelsschule, Begründer einer wissenschaft—
lichen Fischereiwirtschaftslehre (1889); schrieb uͤber das
Irrenrecht (1890, 1861) und das „Recht in der geschlecht⸗
lichen Ordnung“ (2. Aufl. 1896) u. a.
Schröder, Edward Germanist, geb. 18. Mai 188568
w. Witzenhausen, seit 1889 Prof. in —— 1902 in
Göttingen, gab „Die deutsche Kaiserchronik“ heraus u. a.,
redigiert mit Roethe die „Zeitschrift für dentsches Altertum“
Schröder, Friedr. Ludw., Schauspieler und dramat
Dichter, geb. 8. Rov. 1744 zu Schwerin, seit 1764 in Ham—
burg bei der Schauspielertruppe seines Stiefvaters Acker
maun tätig, übernahm nach dessen Tode 1771die Direk—
tion der Bühne das. und erwarb sich Verdienste um die
Hebung der Hamburger wie der deutschen Bühne über—
haupt, gest. 8. Sept. 1316. „Dramat. Werke“ (1831). —
Biogr. von Meyer (2. Aufl. 1822), Litzmann (1890- 94)
Schröder, Karl, Gynäkolog und Geburtshelfer, geb
11. Sept. 1838 in Neustrelitz, 1868 Prof. in Erlangen
1876 in Berlin, gest. das. 8. Febr. 1887; erahe Ope
rateur, führte die Ovariotomie in Deutschland ein; schrieb
„Lehrbuch der Geburtshilfe“ (12. Aufl. 1892), „Krand—
heiten der weiblichen Geschlechtsorgane“ (11. Aufl. 1808)
— Bal. Hofmeier (1887), Löhlein (1887).
Schröder, Nich, Gexmanist, geb. 19. Juni 1888 zu
Treptow (Pommern), seit 1863 Prof. in Bonn, 1878 in
Würzburg, 1882 in Straßburg, 1885 in Göttingen, 1888
in Heidelberg; schrieb: „Lehrbuch der deutschen Rechtszeschichte“
 (4. Aufl. 1802), „Die dentsche Kaisersage“ (1803)
„Das Allgemeine Deutsche Handelsgesetzbuch“ (8. Aufl
1896), „Das eheliche Güterrecht“ (3. Aufl. 1900) u. a
Schröder, Sophie, tragische Schauspielerin, set
23. Febr. 1781 in Paderborn, Tochter des Schauspickers
Bottfr. Bürger, 1804 vermählt mit dem Teuorisien Friedr
S. (gest. 1818), 1801 — 18 an der Hamburger Bühne,
18315— 29 und 1836 — 40 am Wiener Hojtheater, gest
25. Febr. 1868 zu München.
Schröder⸗Vevrient, Wilhelmine, dramat. Sängerin,
Tochter von Sophie Schröder, geb. 6. Dez. 1804 zu Hamburg
trat schon 1818 als ——— seit 1821 als Sängerin
am Wiener Burgtheater auf, verniählte sich 1828 mit dem
Schauspieler Karl Deprient, 1823 —47 Mitglied des Hof⸗
theaters in Dresden; seit 1828 von ihrem Gemahl getreunt,
1850 mit dem livländ. Edelmann von Bockverheiratet, gest.
26, Jan. I860 in Coburg. — Biogr. von Wolzogen (1863)
Schrödter, Adolf, Genremaler und Radierer, geb
28. Juni 1805 zu Schwedt, seit 1889 Prof. an der Poly⸗
technischen Schule zu Karlsruhe, gest. das. 8. Dez. 1876
Szenen aus dem rhein. Wirtshausleben (Weinprobe), aus
„Don Quixote“ (Don Quixote die Amadis studierend),
aus Shakespeare (Falstaff, Heinrich V., Malvolio) und
Till Eulenspiegel; ferner Auerbachs Keller (1847).

Schröer, Tobias Gottfried, Sghriftsteller, Pseudonym
chr. Hfer, geb. 14. Inni 1791 zu Preßburg, gest.
Zod als Sqchulrat und Schulinspektor das.; veröffentli ne
Zchulbücher, Novellen, Lustspiele, Dramen (Leben, und
kalen Emerich Toökölys“), Briefe an eiue Zungftan
Iz38 u. d). — Sein Sohn Karl Julius S. cit
istoriker, geb. 14. Jan, 1828 zu Preßburg, seit 1867 vi
n der Taͤhnischen Schnle in Wien, gest. 46. Dez. 38
erfaßte einen Faustkommentar (58, Aufl. 1892 - 96)
F Daisen Literatur“ (1853) u. a.
chroll, s. Barsch.
Schröpfen, Starifikation, örtliche Blutentziehung vg
mitlelft zahlreicher lleiner, durch einen Schnäpper
Jervorgebrachter Einschnitte in die Haut, aus denen *
Zlut mittels erwärmter tleiner Glocken aus oreee
Metall (Schröpftköpfe) herausgezogen wird, zur Ableitun
—— Bauchfellentzünduug. *
rockene S., d. h. das Aufsetzen der — ohr
„orherige Einschnitte, wirkt nur als Hautreiz. Vier⸗
Sanot, das auf der Schrotmühle fur Viehsfutter,
aud Branntweinmaische grobkörnig gemahlene 5
BS. Blei⸗S. Hagel, Schießhagel), der, in kleine 8 5
dörner (Tropfen) geformtes Blei, das zur Jagd auf klein
Wild dient und von e, und 1 mn (Vogeldunst) vidge
nm (Rehposten) Durchmesser hat. vatent-S. g
rzeugt, indem man das flüssige Blei von einem n
Schrotturm) herabtropfen läßt, wobei es schon unterweg
rstarrt. — S.. Rauhgewicht, s. Fein.
Schrotblätter, s. Schrotmanier.
Schrotbüchse, s. v. w. Kartätsche. eden
Schroten, s. v. w. grob zerkleinern; beim Etmiede
w.Rbhauen des Ilühenden Eisens mit Hilfe de—
zchrotmeißels (s. Meißch.
Schröter, der Hirschkäfer (s. d. nebst Abb. 807). p
Schroͤter, Corona, Saugeriu und Schauspielerin, geb,
4. Jan, 1751 in Guben, bis 1776 für die großen gene
erte zu Leipzig engagiert, dann durch Goethe an die weima
Bühne ainge gest, 238. Aug. 1802 in Iimenau. — Vgl.
Dünther (1876), Stümcke (18009). th
Schrothsche Kur, von dem Naturarzt Johann e J
gest. 26. Maͤrz 1886 r Lindewiese in Sfierrechisch⸗Schle
sen) angegebenes Heilverfahren, bei dem der Kranke läu
ere Zeit mit trocknen Vegetabilien (Semmel, Reis, Grieß
Zirse) ernährt wird, weuig (meist Wein) zu —
Hlt und über Nacht in feudte Leinentücher gewickelt 8
virkt energisch auf den irene ein, bei veralet
Syphilis, chronischen Ausschwitzuungen u. a. — Bgl .
cybulka (7. Aufl. 1900, Möller (1004).
Schrötling, die Metallplatte, auf welche die Münz⸗
tempel aufgepruügt werden.
Schrotmanter, bei ältern Kunstblättern (Schrom
lattcend die Ausführung der Umrisse in Holz oder Me⸗
allschnitt (also schwärz — während andere Zeie
n die Fläche der Platte als Punkte oder Linien gearbeite
geschrotet), weiß erscheinen.
Schrolmuͤhle, Quelschmühle, eine Maschine zum
zroben Zertleinern von Körnerfrüchten, gewöhnlich für
Bvöpel⸗ oder Handbetrieb eingerichtet.
Schrötter, Anton, Ritler von Kristelli, Chemiler,
eb 26. Ror Isor in Olmnh. 1880 Vrof. in Grag, 1848
Wien, gefl. 18. April 1876 als Vircttor des det. Hauptnünzamtes
 das., entdeckte unter anderm den amorphen
phobphor (1847). — Sein Sohn Leopold, Ritter von
risteus, Arzt und Kliniker, geb 8. Febr. 1837 in Graz,
875 Prof. in Wien; hervorragender Laryngolog; schrieb:
Krantheiten des Herzfleisches“ (2. Aufl. 1876), „Laryn⸗
——— 1876) u. a.
Schrotturm, s. Schrot.
Schrot und Korn, s. Fein.
Zchrotwage, das Bleilot der Maurer.
Schrumpfuiere, granulierte Niere, Nierenzirrhose
Rronische Entzündung der Niere, durch die diese aumahlich
chrumpft, daß sie um die Hälfte und mehr an Volumen
eciert; bildet den Ausgang der Brightschen Krankheit oder
ritt selbständig auf, führt zu wassersüchtigen Anschwellungen
ind urämischen Erscheinungen.
Schruns in Montafon, Dorf in Vorarlberg,
auptort des Montafoner Tals, (1900) 1503 E.
Schtschara, Fluß, s. Schara.