Sch
Hrchulwesen.

H. Dentschland. Infolge des Schulzwangs, der für
ale n Idide udte durch besondere Schulgesetze
oder Berordnungen eingeführt ist, ist eine gewisse schul⸗
näßige Bildung fast allgemein geworden. Die Zahl der
in das Heer und die Flotte eingestellten Analphabeten
de von Jahr zu Jahr zurück; sie betrug 1880: 1,50,
nur noch Goa Proz.
Die —ã pere efallen in: Volks⸗ oder ene
Arschulen einschuehüch der Privatfchuten mit
und, der diefen gleichzuftellenden Taubstummen- un
sindenlehransialten Mittel⸗ oder Bürgerschnlen, höhere
Nadchenschuen, Fachschulen, höhere Lehranstalten, Uni—
erfitäten und lechnische tierürztliche, laudw. Hochschulen,
Handelshochschulen fowie Forst- und Bergakademien. Der
Ausbiidung in den Künsten und dem Kunstgewerbe dienen
dunfigkadesnien Kunstgewerbeschulen, Konservatorien eꝛc.
doltshochschuniese wie sie in zahlreichen Städten bestehen,
ollen die Ergebnisse der Wissenschaft weitern Kreisen zu⸗
Iunglich machen, waährend kine große Anzahl d nee
—T namentlich die gewerblichen, kaufmännischen un
andwirtshaftlichen, dazu bestimmt sind, die in der Volkschule
 erworbenen Kenntnisse zu befestigen und in ihrer
Anwendung auf das praktische Leben zu erweitern.
dür das'S. einschließlich der Unterhaltungskosten für
Sebaude ẽ. erwachsen dem Reich und den Bundesstaaten
ach em Etat Noob s zusammen 271 107 Mill⸗
Ausgaben.
lüber den Stand der Volksschulen, höhern Lehranstalten
ind Universitäten (18901/5) gibt die nachstehende Tabelle
Auskuuft,

Bei der Volkszählung 1900 wurde ermittelt, daß nur
32 Proz. der Bevölkerung lesen und schreiben, 2,00 Proz.
loß lesen und 36,1 Proz. weder lesen noch schreiben konnten.
Die österr. Schulen zerfallen in allgemeine Volkss und
gürgerschulen, Lehr- und Erziehnngsanstalten, höhere Lehr
anstalten, Fachschulen, Universitäüten und Akabennen. In
en 20028 öffentlichen Volks— und Bürgerschulen wurden
903 von 83098 Lehrern 8610014 Schulkinder unterrichtet,
ußerdem bestehen 1032 pxivate Volksschulen mit 107 096
Schülern. Die Lehre und Erziehungsanstalten gliedern sich
n solche für geistl. Bildung 80 (300 Lehrer, 88414 Schüler),
ür allgemeine Bildung 407 (3268 Lehrer, 28 478 Schüler)
ind fuͤr spezielle —— 74 (326 Lehrer, 4476
Schüler). Außerdem bestehen Schulen für Ausbildung der
örperlichen Gewandtheit 76 (210 Lehrer, 9688 Schüuler),
Sprachschulen 587 (909 Lehrer, 16 207 Schüler), Shhreib⸗
qhulen 42 6«⸗ Lehrer, 2820 Schüler). An Fachschulen
ind 1802/8 exmittelt worden: Schülen für weibliche Hande
rbeiten und Schneiderei 782 (1033 Lehrerinnen, 23757
S„chülerinnen), Schulen für musikal. und dramat. Bil—
ung 722 (1892 Lehrer, 24636 Schüler), Hebammenlehran⸗
talten 18 (583 Lehrerinnen, 1121 Schülerinnen), Schulen für
lierarzneikunde und Hufbeschlag 7 (51 Lehrer, 801 Schüler),
autische Schulen 8 (37 Lehrer, 136 Schüler), niedere Berg⸗
chulen7 (32 Lehrer, 389 Schüler), ländw. und forstwirt—
chaftliche Schulen 179 (13838 Lehrer, 6336 Schüler), Ge—
verbeschulen 1183 (7950 Lehrer, 184 865 Schüler), Haudelsehranstalten
 257 (1740 Lehrer, 27377 Schüler). Ferner
estanden Bildungsanstalten für Lehreriunen 48 (800
dehrer. 3996 Zöglinge), für Lebrer 60 (949 Lehrer. 8751

Volksschulen

Gymnasien
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2) Oiterreich ⸗ nngarn. Die leitenden Grundsütze für
ie gefamte Schulverfassung find in dem Reichsvolkssschul⸗
eseß vom 11. Mal Ido niedergelegt. In ÖHsterreich
tginnt die Schulpflicht mit dem dolleudeten 6. und daueri
* zum vollendeten 14. Lebensjahre, wie in Deuischland.
lnch die Gliedenng ver Schulen ist der deutschen ühnlich
Troßdem ist die Anzahl der Analphabeten giemlich groß.
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. 5. Aufl.