Sch

Schulwesen
den einzelnen Kantonen sehr verschieden, indes wird der
Schulzwang überall streug durchgeführt. Die Primar⸗
Elementar⸗)Schule umfaßt in der Regel eine 6llaß⸗
ige Schule, an die sich die Repetiers oder aae
dule min 83 Schuljahren anschließt. Das ——
tige Alter wechselt in den einzelnen Kantonen vom 65 un9
yis zum 18 14. 15. und 16. Lebensjahre. Einen be⸗
eutenden Einfluß auf das Bildungswesen haben die ithr
lichen, 1875 eingeführten Rekrutenprüfungen ausgeübt.
lhrend Issn sode von 24 o80 durgschnittlich jährlich vee
rüften 821, d i. 217 Proz., nicht lesen konnten, war dies
gαvei 27 108 Gepruften hur noch bei O a2 Proz. der Fall;
1881/88 konnten 60 Promille nicht schreiben, 1901/8 nur
roch 6 Promille.
Im J. 1004 gab es in der Schweiz 862 Kinderschulen
nit 1047 Lehrkraften und 38 208 86glingen, 4665 Primar⸗
Pier o oe Lehtrafte, Ios bes Schüler) sos Sekundar⸗
i e cüee Sulery, bö Nittelschulen
n Anschluß v das atademssche Stubium (841 Lehrer.
n iler 2 Miltetsulen vhne Anschluß (208 geht⸗
rüfte 488 Schuler), 87 Lehrerbildungsanstalten, 28 öffent⸗
ache mit 2148, 9 private mit 80 8oͤglingen. Ferner
anden (1903) 22 Bandelsschulen (2185 Schüler), 82 Fort⸗
ildungsschulen füt Kaufleute (94835 Schüler),* landw.
139 Schüler), 1 Gartenbau⸗ (16 Schüler), 6 Weinbau⸗
Obstibaͤu⸗, ä Molkereischulen, sowie 11 landw. Win ter⸗
qulen, 318 gewerbliche ESchulen für männl. Personen-275
 Schulen fur weibl. Personen zur Ausbildung in der
Hauswirtschaft, sowie eine große Anzahl von freiwilligen
und obligätorischen Fortbildungsschulen, Relrutenkurse
u. dgl. A höhern Lehranstalten desitzt die Schweiz 6 In,
herfuten in Basel (18004/80 626 Studierende),Bern
Studierende), Genf (1269 Studierende), Lausanne (93
Sludierendeß Freiburg sors Stuͤdierendeß, Reuenburg (22
Studierende) und in eine Polylechnische Schule n
er lande und forstwirischaftüchen Abtettung, einer Schule
rur Kulturingenieure und einer philosophischen und stasts⸗
virischaftlichen Ableilung Sors Sinditrende). Außerdem
Jibt es noch 4 Priesterseminare und 2 Tierarzneischulen
Die Ausgaben fuͤr das Unterrichtswesen beliefen sich
1904 auf 30.e66 Mill. Frs. von welcher Summe 28,828
Mill. Frs. auf den Bund entfielen. icht
Inien ges die duigeS fieht unter Oberaufficht
des Staates und wird jeht von diesem ganz oder in vdene
indung nut den Gemeindebehörden unterhalten. Es, wir
gregunt durch das allgemeine Schulgeseh don 1877, sowie
Rie Reglements vom 16. Febr. 1888 und 5. Okt. isob.
danach besteht die Schulpflicht in Orten ohne hehere
clementarfchulen fur Kinder pon 6 dis d. in andern Orten
nn Kinder bis zu 18 Jahren Höhere Elementarschulen
verden in denjenigen Orten gefordert, wo höhere tlafsische
Schulen vorhanden sind und in allen Orten mit mehr
Is Aooo EVDer Unterricht in beiden Tlementarschulen
ist unentgeltlich. Die Ausgaben des Unterrihtsmin
leriums beliefen sich 1903/4 auf 57,1 Mill. Lire. Die Zah
der Analphabeten unter den eingestellten Rekruten, die
1881 noch' 8, Proz. betrug, ist 1003 auf 80,5 Proß
fallen. Die Schulen zerfallen in niedere und höhere
xlementarschulen, höhere klassische Schulen (Lyzeen und
Gymnasien), höhere Realschulen ceinschl. e Insti⸗
ule und Seemannsschulen) und Sochschulen (eintchl. der
Fachschulen und Akademien).
uüuber die ersten drei Gruppen gibt folgende Tabelle
die wichtigsten Zahlen.

dem hatten die 7 technischen Hochschulen in Wien, Graz,
Prag (2), Brünn (2) und Lemberg 536 Lehrer und
6458 Studierende, die Hochschule fuͤr Bodenkultur in
Wien 58 Lehrer, 381 Studierende; die Bergakademien
in Leoben und Plibram 48 Lehrer, 395 Studierende; die
Kunstakademien in Wien, Präg und Krakau 45 Lehrer,
485 Studierende und die Exportakademie Wien 22 Lehrer,
80 Studierende. Endlich sind noch die 409 theol. Lehr⸗
anstalten für das Studium der Geistlichen zu exrwähnen,
von denen 45 kath., je 1 griech.-kath. armenisch-kath.
griech rorient. und evang. mit zusammen 294 Lehrern und
1884 Studierenden bestan den. Der Staatsaufwand für das
S. betrug 1897 für Hochschulen d, os, für Mittelschulen 6,60,
für Lehrerbildungsanstalten 2os, für Handels- und Gewerbe⸗
schulen 2,88, für Volls- und Bürgerschulen 4008 Mill. Fl.
In Ungarn besteht die Schulpflicht für die Volksschulen
vom 6. bis zum 12., für die Fortbildungsschulen bis zum
15. Lebensjahr. Von den 3415587 schulpflichtigen Kindern
besuchten 77,8 Proz. (2657 763) die Schuͤle; die allgemeine
Volksbildung läßt jedoch noch viel zu wünschen übrig,
wenn auch in den letzten Jahren ein Fortschritt unverkenn⸗
bar ist; die Zahl der Analphabeten betrug 1903 nur noch
47,8 Proz. der Zivilbevölkerung. Die öfsentlichen Unter⸗
richtsanstalten Ungarns gliedern sich in: Kinderschulen,
Elementarschulen mit Fortbildungs- und Repetitionskursen,
Mittel- und Sekundärschulen, Gymnasien und Realschulen
lin Kroatien und Slawonien Realgymnasien), Fachschulen
und höhere Lehranstalten. 18903 waren vorhanden 2768
Kinderschulen (darunter 1519 ständige) mit 2891 Lehr⸗
kräften und 219331 Kindern, 11 Kindergärtnerinnenbildungsanstalten
 mit 89 Lehrern und 627 Schülerinnen.
Die Zähl der Volksschulen belief sich auf 18783 (18 386
Elementar⸗, 29 höhere Volks- und 3858 Buͤrgerschulen) mit
24677 Lehrern und 8085 Lehrerinnen und einer Schülerzahl
von 26089421. Außerdem bestanden noch 151 Schulen
in humanitären Anslialten, wie Waisenhäuser, Blinden—
Taubstummen- 2c. Anstalten mit 103831 und 45 Ge—
füngnisschulen mit 8261 Schülern. In 92 Lehrerbildungs⸗
anstalten wurden von 11138 Lehrern 8842 männliche
4892 weibliche Zöglinge für den Lehrberuf ede
An 175 Gymnasien, 42 Realschulen und 26 höhern Mädchen⸗
schulen wurden von 4801 Lehrern 72 942 vne unter⸗
richtet. Universitäten bestehen in Budapest (316 Lehrer,
1596 Studierende), Klausenburg (105 Lehrer, 5543 Stu⸗
dierende) und Agram (86 Lehrer, 894 Studierende). Dit
technische Hochschule in Budapest zählt 121 Lehrer, 1848
Studierende. Außerdem sind 10 höhere Lehranstalten für
das Rechtsstudium (1740 Studierende) und 49 für das
Studiuni der Theologie, darunter 5 griech.-kath., 4 griech.⸗
orient. 10 prot. und 1 jüd., mit zusammen 2162 Stu—
dierenden vorhanden. Ferner wird Fachunterricht erteilt
(1904) in 68 landw. Lehranstalten, 6 Bergschulen 570 Han⸗
dels⸗ und Gewerbeschulen, 48 Kunstschulen, 16 Militaärin—
stituten ec. mit zusammen 86656 Lehrern und 99 282 Schülern
3) Schweiz. Die Entwicklung des S. ist nicht ein—
—
fassung von 1874 die Kantone verpflichtet, für genügenden
Elementarunterricht zu sorgen, der unter der Leitung des
Bundes steht, obligatorisch und in den öffentlichen Schulen
unentgeltlich sein soll. Seit 1902 ist der Bund durck
einen Zusaß zur Verfassung ermächtigt, das Primar-S
durch jährl. Subpentionen zu unterstützen. Durch die
örtlichen Verhältnisse ist der Schulbesuch vielfach sehr
erschwert und dementsprechend die Schulorganisation in

Art der Schulen

Schulen

F —
terr —
weir berhaupt
173913 355 594
1173 030 2548583
125 475 181 766
43785 178311
— 8347
9044 20378
359 14528
597 32 798
463 12509
s isẽ —
2108
33813

Lehrer

A—

Kinderschuule.. *
Elementarschulen, öffentliche.. .. ..
Elementarschulen, private ....... —XR—
Abende und Sonntagsschulen1
Höhere Mädchenkurse und Fortbildungsschulen. ..
Normalschulen (einschl. Lehrerbildungsanstalten). ....
Sygeen — ——— — —
Bymnasien
Realgymnasien, technische Institute ꝛc..
Gewerbeschulen.. . . .......
Rautische Schulen
BPrivatichulen (höhere .—

14
343259
8518
5 404
233
149
157
7

699
7331
92306
5683
1904
2026

31681
315 553
58291
134526

1329
14169
31201
12 046
38297
2109