Schulwesen Sch
ind Toulouse. Außerdem gibt es seit 1878 freie Fakul⸗
äten, die sich zu freien Universitäten vereinigen dürfen.
Die Zahl der Studierenden an den Unipversitäten belief
ich 1905 auf 31589. An den freien Falultäten studier—
en 1494 Hörer. Die Ausbildung der kath. Geistlichen
erfolgt in den bischöfl. Dibzesanschulen und in einer An—
ahl von Klöstern. Ebenso find zahlreiche andere Fach—
und Sonderschulen vorhanden, so für das Studium der
geschichte und der Sprachen, der Handschriften, Urkun⸗—
en 2c. Für Kaufleute und Gewerbtreibende gibt es
2 höhere Handelsschulen mit 600 Hörern und viele mittlere
ind niedere Handelslehranstalten. Für den technischeu
Unterricht bestehen neben den Hochschulen 12 Gewerbe—
and 5 Kunstgewerbeschulen; ferner Uhrmacher-z, Forst-,
3 höhere Ackerbau-, 6 Gartenbaus, eine seht große Zahl
oon Landwirtschafts⸗, 8 Veterinärschulen, Schäferschulen
ind eine Gestütschule, eine höhere Berg- und mehrere Berg⸗
zauschulen; außerdem zur Förderung der Kunst 18 National⸗
nusik⸗ und 6 Singschulen für Chorknaben. Schließlich
ind noch zu erwähnen die Militärschule, wie die höhere
driegsschule zu Paris, die Koole, spéciale militasre zu
St. Cyr, die Artilleries und Genieschule, die Pyrotechnische
zentralschule, die Schule für Ärzte und Apotheker des
heers u. a.
55 Großbritannien und Irland. In England und
Wales wird der Elementarunterricht von dem im J. 1900
ingerichteten Board of Edueoation beaufsichtigt. In dessen
lustrage leiten die von der Regierung ernannten Schul—
nspektören das Elementar⸗S. Im wesentlichen lag den
Schuleinrichtungen das Gesetz von 1870 mit verschiedenen
pätern Ergänzungen zugrunde. Nach den bestehenden Be—
immungen muß für die Kinder zwischen 8 und 14 Jahren
enügend Gelegenheit zum Schulbesuch vorhanden sein;
jemaß den Gesetzen von 1888 und 1900 können Kinder
wischen 12 und 14 Jahren teilweis oder gänzlich vom
„chulbesuch befreit werden. Der Schulunterricht ist seit
881 in den öffentlichen Volksschulen unentgeltlich. In
ffentlichen wie auch in den von Gesellschaften oder Pri—
aten unterhaltenen Schulen (voluntary schools) brauchen
ie Schüler dem Religionsunterricht nicht beizuwohnen.
Ddiese und die von den Gemeinden eingerichteten Schu—
sen TPoard schools) baben Anspruch auf Staatszuschuß,

Die 21 ital. Universitäten in Bologna, Cagliari, Catania,
— Macerata, Mefsina, Modena, Neapel (5062 Studie⸗
nde), Vadug, Val ermd , Parma, Veavig, Hifa Rom (2880),
Sassari, Siena und Tuͤrin wurben 10084 von zusammen
21651, die freien Universitͤten Camerino, Ferrara, Perugia,
Arbing und I8 weiter⸗ Universitätsinstitute von zusammen
208 Studierenden besucht. Ferner bestand ein königl.
asisches Studieninstitut in Florenz ein gleiches techmsches
gustitut und in wissenschaftliche literar. Akademie in
Mailand. Außerdem waren's Tierarzneischulen, 4 tech⸗
ische Hochschulen, 34höhere landw. Schulen, 2, Berge
uschuen, os Gewerber und Handelsschulen (16 411
en 174 Zeichen⸗ und Modellierschulen 12 286
Shülers, 26 Kunftschulen, d Mufitfchulen und 41 private
jachschulen borhanren
8) Frankreich. Durch das Gesetz vom 28. März 1882
durde der Primärunterricht fuͤr Kinder vom 6. bis 18.
vebensjahr sür obügatorisch erklrt und vestinimt, daß
ede Gemeinde von mehr als vod E. eine Knaben- und
ine Mädcenschule, jedes Deparkement eine Normalschule
ur Ausbisdung von Lehrkräften zu unlerhalten habe.
Das gesamte Unterrichtswesen Frankreihs ist einschl.
Itgeriens in r aene, eingeteilt, an deren Spitze je
»in Rektor steht, welchem Unterrichtsrüte beigegeben sind.
„Dem Minister des disentlichen Unterrichtöwesens steht
ain oberer Unterrichtsrat Conseii supsérisur de l'intruction)
 zur Seite und unter ihm Geueralinspektoren
zur Uüberwachung des öffentlichen Unterrichts,
Der öffentlche umternen teilt sich in Voltsschulunter⸗
gcht Gmetretion printo) mit hoͤbern Voltsfhultlasfen,
ymnasiat und Realschulunterricht (instruction seconairs)
 und Hochschulunterricht acen supsrieure).
der Volksschulunterricht siand fruͤher sehr start unter deim
Linfluß der Gatten de — —— esch vomn
30. Ott. Igeo erheblich eingeschränkt wurde. 1902 wurde
die Schließung aller von Geistlichen geleiteten Schulen
ngeordnet, die nicht die Genehmigung der Regierung
achgesucht hattenSelbstverständteh seigerten sich die
Ausgaben des Staates für die Volksschulen, sie nen
3293 105, 19805: 175 Mill. Irs. Der Bestand er
Loltsschulen unn die Veranderung in der Leitung der—
elben ergibt fit ans nbede Tabelle:

Frankreich — Frankreich urd Algerien FJ
Art der Schulen isre1802838 18oz/⸗ · Lohl der
Schülerzahl Schulen Lehrer J Schüler

507 488
172501
Tnmen —
8 Darunter unter geistlicher geitutel 127947
) Vollksschulen.
ischte 4 797 7262 2410 550
ctnn n n ogz 33 33 33 3333
* 2 z 355 9 0 9
vrivate / sur 333 de misch o Bo an 2333 368 742512
manmen / Tic F277555 σσ
Darunter unter geistlicher —E— — 2068373 1115015 6387 — 28 098 690644
1Von diesen besuchten 26798 Knaben, 19383 Mädchen die Höhere Volksschule.
65 Zahl der Analphabeten unter den Rekruten, die
86 noch über 10 prog. veirng, ist 1004 auf 4 PVroz.
sinten An Lehrerbildungsanstalten waren außer den
eiden Normalschulen in Fontenay und St. Cloud 87 Lehrer⸗
uinare mit 4456 und 84 Seminare für Lehrerinnen mit
g 14 Zöglingen vorhanden. Die Kosten der öffentlichen
olts schulen beliefen sich 1902 für den Staat und die Ge—
neindeverbande auf 238 Mill. Frs.
Der Gymnasial⸗ und Realschulunterricht ist gewöhnlich
en Hierfür gibt es 32 für Knaben 110 Lyckes
aatliche) mit 60 211 und 228 Colleges (Gemeindeanstal⸗
7 mit 34 854 Schülern, für Müdchen 42 Lyckes mit
7 77 80 Colleges mit 8679 und 60 Setkundarkurse mit
5 Schülerinnen. Die Heranbildung von Lehrern und
kehrerinnen erfolgt an den beiden höhern Normalschulen
n Paris und Sebresb
An Univerfitaten heftehen 168, Aix⸗Marseille, Blsancon,
—— Caen, EClermont-Ferrand, Dijon, Grenoble,
Alle, Lyon, Montpellier, Nanch, Paris, Poiliers. Rennes

—
) inderschen.
Offentliche.....
Private55

4

der 1905 für das vereinigle Königreich 14808580 Pfd. St.
betrug. Zahl der Analphabeten ist stark im Ab—
ehmen begriffen. Unter den Rekruten, welche 1903/4
ingestellt wurden, hatten 7,2 höhere Schulbildung,
zi roz. donnten lesen und schreiben, 0,8 Proz. nur
lesen und 1 Proz. weder lesen noch schreiben. 1904 bestan—
den in England und Wales 20278 Elementarschulen mit
isd 106 Lehrkraften und 6142 774 Schülern und 28 höhere
dollssguuen (874 Lehrer, 8185 Schüler). Außerdem wur—⸗
den in Vlinden- und Taubstummenanstalten in 208 Schulen
3274 Kinder von 928 Lehrern unterrichtet. Das höhere
S. ist noch wenig organisiert, vorläufig geregelt jedoch
durch die Iendwineß vpon 1902 und 18083 nach welchen
ine Anzahl von Aufsichtsbehörden geschaffen ist. Die
zohern Schulen (s00ondary senools) zerfallen in England
sochmals in zwei Klassen: 4. the higher und B. the
lowor, zu welcher noch die Kunstschulen und Akademien
Jehören. Solcher Schulen gab es 1808/4 in England
3553 mit 19841 und 229 mit 32625 Schülern; in