Schulwesen
ind Gärtnerlehranstalten, 4 Lehrerseminare und eine be—
)eutende Zahl von technischen und Handelsschulen. Außer—
)em gibt es unter anderm ein Polytechnikum (23 Lehrer,
150 Studierende), 1 Veterinär- und Ackerbaulehranstalt
87 Lehrer, 300 Studierende), 1.Pharmazeutische Lehr⸗
nstalt (7 Lehrer, 57 Stndierende), sowie die Königl. Knust⸗
kademie (J Lehrer, 200 Studierende). An der 1479 ge—
ründeten Universität Kopenhagen unterrichten 88 Dozenken
i00 Studierende. Außerdem bestehen in Sorö und Her—
ufsholm bei Nästved allgemein gelehrte Schulen und Er—
iehungsanstalten, sog. Aklademien, und auf Issland 1 Pre—
igerseminar und 1 gelehrte Schule.
11) Japan. Die Schulpflicht beträgt nach dem Gesetz von
1891 allerdings nur 3 Jahre, doch besücht die weitaus
zrößte Mehrzahl der Kinder die Schule vom 6. bis zum
4. Lebensjahr. Der Schulunterricht soll unentgeltlich sein,
iese Maßregel ist indes zurzeit noch nicht ganz durchgeführt.
die Kosten der Volksschule tragen grundsätzlich die Gemein—
en. Die japan. Volksschnleinrichtungen sind folgende: Kin—
ergärten, Elementar- und Mittelschulen, engl. deutsche,
rauz. und andere Privatschulen, einschließlich der Missions—
chulen und der Schule für Blinde und Taubstumme. Die
Zeaufsichtigung erfolgt durch 131 Kreisschulinspektoren.
zede Praͤfektur (Ken oder Fu) hat ein Seminar zur Ausildung
 von Lehrkräften; anßerdem besteht in Tokio ein
öheres Seminar für Direkloren und andere höhere Schul—
eamte. — Auf die Volksschule baut sich die Mittelschule
ind die höhere Schule auf (Einheitsschule) zur Vorberei—
ung für das Universitätsstudium. Japans Schulverhält⸗
üff? im J. 190314 peranschaulicht folgende Tabelle:

Ausbildung von Elementarlehrern (1424 Schüler), 2 höhere
echnische Juftitute und 6 andere Gewerbeschulen (8160),
o Navigationsschulen (347), sowie eine Auzahl landw.
Anstalten und Militarschulen. Außerdem, sind noch vor—
sanden: das Pharmazentifche, das Veterindr- und, das
dorstinstitnt, die Bergwerksshule und, das, gymnastische
zZeutralinftikut, An Universitäten besitzt Schweden je
ng Upsala und Lund (1005. 1013 und 739 Studierende).
ußerdem besteht in Stockholm 1 staatliche Falultät für
Medizin (266 Studierende) und 2 private philos. Fakul—
ãten in Stockholm und Göteborg.
29 Norwegen. Ju Norwegen besteht ein eigentlicher
Schulzwang nicht, wohl aber die gesetzlich bestimmte Unter⸗
aichtspflicht; und diese wird so streug erfüllt, daß die
Schulbildnug außerordentlich verbreitet ist und Analpha—
deten kaum' vorhanden sind. In den dünn bevölkerten
Zegenden wird der Unterricht, wie in Schweden, in sog.
Vonderschuen erteilt. Der öffentliche Elementarunterricht
st frei. In Rorwegen ist gefetzlich das Prinzip der Ein—
itsfhule eingeführt. Auf die zweite Stufe der Volkschulen
 bauen sich die Mittels, guf diese die Latein- und auf
iese die Hochschulen auf. Die Volksschulen hestehen aus
3 Stufen, welche von den Kindern des 7. bis 10.,40.
bis 13. und 12. vdis 14. Lebensjahres besucht werden. Eiue
esondere Sorgfalt wird durch das Schulgefetz vom 29. Juni
889 und die Ergänzungsgesetze von 1892, 1884 und, 1896
den körperlich und geistig Schwachen zuteil. Als Unter—
ichtsfächer gelten die allgemein üblichen, doch werden
uch die Handfertigkeitsübungen, bes. in Holz und Eisen,
zußerordentlich gepflegt. An vffentlichen Elenentarschulen
ind vorhanden'auf dem Laude 5897 mit 262439 Schü—
lern, in den Staͤdten 2681 Klassen mit 82440 Schülern,
Die Ausgaben betrugen 12014 400 Kr., wovon der Staat
3482 600 Kr.trägt. Den Rest haben die Städte, Gemein—
den und Ämter aufzubringen. Außerdem sind 10 Schulen
uͤr anormale Kinder, b für taubstunme (1902/3: 317),
für blinde (156) und 3 für schwachsinnige Kinder (474),
ind 7. Erziehungsanstalten, 4 für Knaben (1005: 872)
für Müdchen (107) vorhaudeu. Von den letztern sind 8,
e Jfür Knaben und Mädchen, Zwangserziehnngsanstalten
ür Zöglinge von 12 bis 21 Jahren, die ein Bergehen
der Verbrechen begangen haben. Höhere (Sekundär-)
Schulen gab'es 88 und zwar 14 öffentliche, a8 kommmn⸗
jale Austalten und 26 private mit zusaminen (19028)
28 Schülern. Die meisten dieser Schulen sind für beide
Seschlechter gemeinfam, 14 für Mädchen allein. Zur Ans—
ildung von Lehrern bestehen 6 öffentliche, 8 private Nor—
nalschuͤlen mit (1002) 080 Schülern. Die norweg. Uui⸗
ersitaͤt befindet sich in Kristianig (1902: 1500 Studeuten).
Andere höhere Bildungsanstalten sind: die Kriegsschule,
e e enahich die technische Hochschule und die
ichenschule.
10) Danemark. Der Stand der Voltsbildung ist, wie
n den beiden standinav. Nachbarreichen durchaus befrie—
digend. Der bereits seit 1814 bestehende Schulzwang
durch das Schulgesetz vom 24. Maͤrz 1899 noch ver⸗
chürft worden. Schulversäumnisse werden verhältnismäßig
 streng bestraft. Die Schulzeit der Kinder dauert
oom 7. bis 13. Lebensjahre. Der Unterricht in den öffent—
lichen Volksschulen ist uͤnentgeltlich. Durch Gesetz von 1903
hat Dänemark wie Norwegen und Japan die Einheitsschule
erhalteu. Die Schüler treten, uachdem sie die nicht obliga—
orische Vorbereitungs⸗(Mutter⸗) Schule besucht haben, vom
7. Jahre ab in die Volksschule ein, bleiben dort mindestens
¶Jahre und durfen dann die Mittelschule besuchen, deren
ursuͤs a jährig ist, und im Auschluß au diese die Jugend—
schule, deten —2 3 Jahre umfaßt. Nach dem erfolg⸗
reichen Besuch der Mittelschule dürfen die Schüler auch
in die Realschule eintreten. Außer den Volksschulen gibt
es ue Vorbereitungs⸗, Bei⸗ und Winterschulen, und in
dünn bevölkerten Gegenden, namentlich in Jütland, sind
Wanderlehrer (Omgupgslæerer) angestellt. Die Schul⸗
wufsicht führen die Schulkommission, die Schuldirektion und
das Ministerium für Kirchen und Schulen. Elementar—
hulen bestanden 2940 (28 in Kopenhagen, 132 in andern
Städten, 2780 in ländüchen Distrikten) mit 307 633 Schü—
ern. Für den höhern Unterricht sind vorhanden: 72 höhere
Squlen (Folxshôjskoler), 31 Latein- und 99 Realschulen
(1803 zusanimen 57002 Schüler), 12 landwirtschaftliche

— Zahl der
Art der Lehranstalten Schulen hehrerSchüler

dindergärten.* 753 286 876
Flenteutarschulen.. * 108 360 5 084 009
— 1841 88681
ohere Schulen (Syzeen) .. 300 4 946
dormalschulen ·.* 1069 19 446
höhere Normalschulen * 166 1 256
ach⸗ und, technische Schulen 1668 5610 122 708
ndere Lehranstalten aller Art. door 6002 115 720
iniversitäten... 2 403 5 286
Die beiden Universitäten Tokio und Kioto hatten 19045
wßer 15 fremden Dozenten 261 und 127 Lehrkräfte,
1029 und 1267 Studierende.
Daneben gibt es eine große Anzahl von Privatschulen
ür japan. und chines. Literatur, engl. Sprache ꝛc. Ferner
Schulen für den japan. Adel, für Militär, nautische Schu—
sen und eine Lehranstalt für Post⸗ und Telegraphenwesen.
12) Ver. Stanten von Amerika. Der Bund selhst besitzt
außer den beiden Kadettenanstalten in Westpoint und
Aunapolis nur einige Indianerschulen, die Einzelstaaten
sorgen jedoch in jeder Weise für das Unterrichtswesen.
Allgemeine Schulpflicht besteht für die gesamte Union
uͤcht, indes haben doch bereits 15 Staaten nud 6 Terri—
onen den Shhulzwang eingeführt, In allen Volksschulen
st der Unterricht nentgeltlich. Die Kosten werden zum
öhlen Tein aus den Erträgen der Schullündereien he—
ritten. Im ganzen sind 18001 für die Schulen 226 Mill.
Doll. ausgegeben worden, Regel ist in den Vollsschulen
er gemnensame Unterricht für Knaben ‚und Mäschen.
Das schulpflichtige Alter ist in den Einzelstaaten sehr ver⸗
chieden, es wechselt vom 4. Lebensjahre (Kindergärten)
zis zuni 21. (Fortbildungsschulen). Die Schulen bestehen
is:? Kindergarten oder, wo solche fehlen, Vorschulen
Primary Schools); Landschulen, einklassige (Dngraded
zenooie) oder mehrtlassige (Graded schools); Stadtschu⸗
en, welche sich in Elementar⸗(Primary-), Mittel⸗(Gramnar.)
 und Hochschulen (Gish Schoois) gliedern; ferner
Zonntagsschuͤlen und Schulen für Farbige (Indianer,
Neger, —,e Das gesamte S. untersseht folgenden
tZehörden; dem State Board of Education, County
Jocras of Fducation, City Boaräs ot Rducation und
en Schulausschüssen Sohool Boards) für kleine Stüdte
nd groͤßere Dörfer. An der Spitze des ganzen S. steht
»er Stato Superintendent, welchem Gounty Supesatendonts
 beigegeben sind. Die Zahl der Analphabeten
zelief sich 1900 bhei den eingeborenen Weißen der über
OJ! alten Bevölkerung auf 4,0, bei eingewanderten Weißen